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Donnerstag, 6. März 2025

The Two Tigers

The Two Tigers

Story:

Big Boss (Tien Yeh) und seine Gang schmuggeln Drogen. Zwei Männer, Tong Lung und Yu Tien-Lung, nehmen den Kampf gegen die Gangsterbande, die ein Küstendorf terrorisieren, auf…

Meine Meinung:

The Two Tigers ist ein solider Basher aus Taiwan, der gleich von zwei Produktionsfirmen ins Leben gerufen wurde. Von Miramar Film Co., Ltd. sowie der grösseren Foo Hwa Cinema Co., Ltd., die u.a. Filme wie Gecko Kung Fu (liegt mir noch ungesehen vor) oder den Taiwan Black Movie The Nude Body Case in Tokyo produziert haben. Regie führte Chan Lit-Ban (The Virgin Sword), der ab Mitte der 60er Canto Swordplay Filme wie Paragon of Sword and Knife und Co. inszenierte. Ungesehen liegt mir von Regisseur Chan Lit-Ban noch Flyer & Magic Sword (1971) vor.

Die Swordplay-Filme, welche ich bisher von Chan Lit-Ban sah, waren für meinen persönlichen Geschmack interessanter als The Two Tigers. Letzterer ist ein herkömmlicher 08/15 Basher, wie es sie zu Hunderten gab. Und es gibt definitiv sehenswertere Titel als The Two Tigers. Inhaltlich gibt es kaum bis keine Überraschungen und die erste Hälfte ist relativ lahm. Und die Action-Momente und Kämpfe sind, bis vielleicht auf das Finale mit den Ausländern, auch relativ zahm. Es wird kaum gestorben und es gibt kein Blut zu sehen.

Von den Helden hat vor allem Tong Lung (Shaolin Chastity Kung Fu) durch seine Statur überzeugt. Der ehemalige Bodybuilder machte im Kung Fu Film daher eine gute Figur, auch wenn er nie an einen Bolo Yeung heranreichte, was seinen Bekanntheitsgrad anging. Der zweite Held der Stunde wird von Yu Tien-Lung (The King's Sword) verkörpert. Er war ok, aber ihm nahm man die Heldenrolle nicht ganz ab, was an seinem dünnen Körper liegt. Er sieht und wirkt nicht wie jemand, der hart kämpfen kann. Die Bösewichte waren solide. Tien Yeh spielte oft Killer oder Bösewichte (z.B. Beach of the War Gods). In einer kleinen Nebenrolle erkannte ich Shum Wai (4 Robbers, Hong Kong Godfather).

Fazit: Kein Kracher, aber ok. Nur für Basher-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Liang zhi lao hu

Taiwan 1973

R: Chan Lit-Ban

D: Tien Yeh, Tong Lung, Yu Tien-Lung, Joan Lin Feng-Chiao, Chang Feng, Chin Chien, Chang Peng-I

Laufzeit der HK-VCD: 48:11 Min. (1. Disc) / 32:19 Min. (2. Disc)

Gesehen am: 30.12.24

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Worldtrade Entertainment vor = Mandarin O-Ton, keine Subs, solide Bild- und Tonqualität, störendes Vollbild, sah Uncut aus. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2024).

Mittwoch, 5. März 2025

Devil Crows

Devil Crows

Story:

Ein Dorf wird von Krähen angegriffen. Ungewöhnlich viele Exemplare dieser Gattung rotten sich zusammen und sorgen in dem Dorf für Angst, Schrecken und Tote. Die Bewohner des Dorfes sind sich einig, dass Krähen-Problem zu bekämpfen und suchen nach einem Vogelfangexperten (Ko Chun-Hsiung), den sie schliesslich auch finden. Ob er das Problem wird beseitigen können?

Meine Meinung:

In Taiwan gedrehter Hong Kong Tierhorrorfilm aus dem Jahr 1975. Der Film, der 1975 in Spanien in Sitges am Film Festival (!!!) den Preis für die besten Spezialeffekte gewann und u.a. auch in Kanada, Toronto im Kino (Pagoda Theater) lief, hat mir besser gefallen als erwartet. Vermutlich inspiriert durch Die Vögel, verfilmten die Filmemacher eine angebliche Folklore aus China. Der Film, der im Verlauf des Plots auch Der Exorzist und Opera Vibes (einige Aufnahmen erinnern an den späteren Dario Argento Streifen) bietet, geht definitiv eigene Wege und verständliche, englische Untertitel wären wünschenswert (wie auch eine Widescreen Präsentation) gewesen, um mehr Hintergründe zum Kampf gegen Gut und Böse zu erfahren. Am Ende musste ich sogar an den BIFFF 2024 Beitrag Exhuma denken, in welchem die toten Soldaten auch via Geist Rache üben.

Devil Crows, dessen Krähenattacken innovativ und speziell gefilmt wurden, erinnert in einer Sequenz auch an Die Todesgrotten der Shaolin, nur das es dort Schmetterlinge sind, die Angst und Schrecken verbreiten. Dem Plot kann man in Devil Crows relativ leicht folgen, wenn sich der Zuschauer vorab informiert. Der Verlauf der Geschichte steht immer wieder im Wechsel zu hübsch schaurigen, stimmungsvollen und düsteren Bildern. Das wurde in Sachen Tongestaltung und Kameraführung stark eingefangen und umgesetzt. Teilweise wurde mit einfachen Mitteln ein Maximum an Effekt erzielt. Da waren viel Vorarbeit und Planung notwendig. Angeblich waren drei Jahre Vorarbeit und zwei Jahre Drehzeit nötig, was extrem lange ist, für einen Film dieser Art.  Krähen wurden scheinbar aus Indien importiert und viele starben später in Taiwan, da ungewohntes (vielleicht viel Saubereres?) Klima.

Von Regisseur Wong Sing-Loy habe ich bisher drei Filme in der Sammlung stehen: Tornado of Chu-Chiang, The War of the Boundary mit Chang Yi sowie ungesehen Immortal Warriors (Spule gerissen = muss ich erst noch flicken). Keiner davon ist ein Tierhorrorfilm. Also war auch Devil Crows für Wong Sing-Loy eine besondere und neue Erfahrung. Der Held des Filmes, der am Ende eine Art Märtyrertod stirbt und zu einer Gottheit wird (in Zusammenarbeit mit Buddha), wird solide von Ko Chun-Hsiung gespielt. Von Wan Lau-Mei, dem grösseren weiblichen Co-Star, liegen mir auch noch diverse Filme ungesehen rum: The Virgin Mart oder The Dragon, the Lizard and the Boxer. Sie arbeitete mit Regisseur Wong Sing-Loy bereits im oben erwähnten Tornado of Chu-Chiang zusammen. Der Verzicht von Humor wirkt sich positiv auf die Authentizität des Filmes aus.

Fazit: Interessanter und fantasievoller Mix aus Tierhorror- und Horror-Folklore!

Infos:

O: Ya mo

HK, Taiwan (je nach Quelle) 1975

R: Wong Sing-Loy

D: Ko Chun-Hsiung, Wan Lau-Mei, Tsung Yu, Tien Shun, Chang Feng

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:27 Min.

Gesehen am: 29.12.24

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Vision Video Production vor = O-Ton Mandarin mit koreanischen Subs, Vollbild, k.A. ob Uncut (sah aber nicht zensiert aus), gute Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2024). Wäre eigentlich ein Titel für eine 3. «Folk horror» Box von Severin Films…

Dienstag, 4. März 2025

Der Weisse Hai

Der Weisse Hai

Story:

Ein Hai verschreckt eine Insel und deren Bewohner in Angst und Schrecken. Während sich der Bürgermeister (Murray Hamilton) vor allem um kommerzielle Einschränkungen sorgt, erkennt Chief Brody (Roy Scheider) das wahre Problem. Zusammen mit einem Meeresbiologen (Richard Dreyfuss) und einem Fischer (Robert Shaw) will Brody den Hai finden und unschädlich machen…

Meine Meinung:

Der Weisse Hai ist einer meiner Lieblingsfilme. Der Titel und die Sichtung sind mit viel Nostalgie verbunden. Ich sah den Film als Kind und hatte danach wirklich Angst, wenn wir in Spanien am Meer Urlaub machten, von einem Hai gefressen zu werden. Zum Glück hat sich das mit dem Älterwerden verändert und es kamen keine neuen Ängste (oder sonstige gestörte Verhaltensweisen dazu). Ich mag den Film, der drei Fortsetzungen widerfuhr und zu einem Kultklassiker und grossen Erfolg wurde, unglaublich gut. Einer der besten Tierhorrorfilme überhaupt. Und wohl der beste Titel des Tierhorror Sub-Genres mit einem Hai als Erzeuger von Angst und Schrecken.

Ein dazumal junger Steven Spielberg genoss das Vertrauen von Universal und landete mit Der Weisse Hai einen Welterfolg. Der Plot, der auf einem Roman von Peter Benchley basiert (ich glaube, den Roman hole ich mir Mal), wird mit vielen tollen Figuren erzählt. Das Kleinstadt-Feeling der Insel mag ich. Roy Scheider (Sorcerer) als Chief Brody ist die perfekte Wahl, wie auch die Besetzung von Robert Shaw (From Russia with Love) sowie Richard Dreyfuss (Piranha 3D). Alle sind auf ihre Art und Weise sympathisch und unterhalten und harmonieren toll zusammen. Grandioses Schauspiel des Trios. Der Soundtrack trägt viel zur Stimmung und Spannung es Filmes bei.

Damit die Spannungskurve auch immer schön oben bleibt wird der Hai auch erst spät dem Zuschauer präsentiert. Zuvor sieht man nur die Flosse. Das ganze Tier, dessen Grösse oder mörderische Zähne bleiben dem Zuschauer lange verborgen. Ein Merkmal, was auch später in zahlreichen Tierhorrorfilmen für «Spannung» sorgen sollte. Dem Zuschauer das Tier (oder Monster) länger vorenthalten, damit eine Spannung gegeben ist, wurde zur "Regel". Die Effekte in Der Weisse Hai sind stark anzusehen. Die Kameraarbeit ist exzellent, so dass der Hai auch heuer nicht immer (so schnell) als Modell auszumachen ist.

Fazit: Sehenswerter und wegweisender Klassiker!

Gefolgt von: Der Weisse Hai 2

Infos:

O: Jaws

USA 1975

R: Steven Spielberg

D: Roy Scheider, Robert Shaw, Richard Dreyfuss, Murray Hamilton

Laufzeit der deutschen DVD: 118:52 Min.

Gesehen am: Kindheit / Neusichtung: 29.12.24

Fassungen: Mir liegt die deutsche DVD von Columbia TriStar / Universal vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Original Kino-Synchro. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD. Mir ist unbekannt, ob dort die Kino-Synchro oder die später neu synchronisierte deutsche Sprachfassung enthalten ist.