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Dienstag, 27. Oktober 2020

Phantoms Review

Horroktober 2020

Phantoms

Story:

In einer Kleinstadt sind Bewohner verschwunden, es werden seltsame Leichen gefunden und es ereignen sich mysteriöse Vorfälle. Eine Gruppe von Überlebenden (u.a. Rose McGowan, Joanna Going, Liev Schreiber, Ben Affleck) versucht zu überleben…

Meine Meinung:

Phantoms mochte ich bereits als Jugendlicher. Das war damals noch eine Erstsichtung via Teleclub und ich erinnere mich, dass ich den Film, speziell die Musik, damals sehr unheimlich fand! Das hat sich positiv ins Gedächtnis eingebrannt, so dass ich Phantoms als tolle «Kindheitserinnerung» in Sachen Filmen abtue (bzw. mehr Jugenderinnerung).

Der Film ist eine Verfilmung von einer Dean Koontz (früher Dean R. Koontz) Geschichte. Da ich diese (noch) nicht kennt, kann ich keine Vergleiche liefern. Am besten ist, wenn man über den Film wenig im Voraus weiss. Ich mag die unheimliche, mysteriöse Story und deren Verlauf. Schön spannend, zumal sich die Bedrohung langsam und schleichend entwickelt.

Dazu kommt, dass ich Horrorgeschichten, die in Kleinstädten spielen, sehr mag. Dies ist auch ein grosses Plus von Phantoms, der in einer Kleinstadt in einer abgelegenen Berg-Region spielt. Dies kommt dem Film und der Stimmung gut zu stehen. Ab einem gewissen Zeitpunkt, wenn das «Gesicht» hinter der Bedrohung klar ist, fällt damit auch der Spannungsvorhang.

Dafür gibt es dann sehenswerte (Monster)Effekte zu sehen (vor allem diese, in welche Liev Schreiber involviert ist). Diese hatte ich gar nicht mehr so spektakulär in Erinnerung und die KNB-FX Group haben tolle Arbeit geleistet. Einzelne andere (Monster)Effekte sind schwächer (CGI). Eine kleine Hunde-Hommage an Das Ding aus einer anderen Welt gibt es auch zu sehen. Schön!

Die Darsteller haben ihre Sache gut gemacht: Peter O'Toole, Hollywood-Fresse Ben Affleck (war wohl noch der schlechteste), Rose McGowan und ein grossartiger und amüsanter Liev Schreiber, wobei dieser und Rose McGowan bereits zusammen in Wes Cravens Scream vor der Kamera standen. Zum Thema amüsant: das Ende, welches Raum für eine Fortsetzung lässt, fand ich sehr sympathisch (eine Fortsetzung gab es bis dato nicht). 

Fazit: Sehenswerter und spannender Horrorfilm, der seine Stärken vor allem in der ersten Filmhälfte vollausspielt! Abstriche gibt es in Sachen weiteren Verlauf, nachdem die Bedrohung demaskiert wurde…

Infos:

O: Phantoms

USA 1998

R: Joe Chappelle

D: Peter O'Toole, Rose McGowan, Joanna Going, Liev Schreiber, Ben Affleck

Laufzeit der deutschen DVD: 92:21 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag die alte deutsche DVD von VCL & MAWA vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, gute deutsche Synchro (O-Ton fehlt) und das Bild ist nicht anamorph. Die DVD von StudioCanal hingegen ist anamorph und hat auch O-Ton und Subs. Gibt es in den USA auf Blu-Ray (ohne Subs).

Montag, 26. Oktober 2020

Daughter of Devil Fish Review

Horroktober 2020

Daughter of Devil Fish

Story:

Ein Mann lebt mit zwei Frauen: To Mom und Eh Mom. Beide haben kleine Töchter: Mei Chuan und Mei Lan. To Mom und Mei Chuan werden von Eh Mom und Mei Lan schikaniert, terrorisiert, gedemütigt und gemobbt. Das kommt so weit, dass To Mom stirbt. Sie verwandelt sich jedoch in einen Fisch um ihre Tochter vor der bösen Stiefmutter – und Stiefschwester zu beschützen. Weiteres Unheil tut sich auf, als Mei Chuan von Kaiser Wu Chien als Braut auserkoren wird…

Meine Meinung:

Daughter of Devil Fish ist ein sehr seltener Film. Ich wurde nur aufgrund einer FB-Gruppe auf den Film aufmerksam. Ich hielt den Film für einen älteren HK oder taiwanesischen Horrorfilm und sah, dass die seltene US-VHS für 500 Euro verkauft wurde! Ab dem Zeitpunkt war mein Interesse an dem Film vorhanden.

Als ich die Chance bekam, den Film zu einem späteren Zeitpunkt (für weit unter 500 Euro) zu erwerben, schlug ich selbstverständlich zu. Inzwischen hatte ich mehr Hintergrundinfos: der Film ist aus Thailand und nicht aus HK oder Taiwan. Die Angaben auf imdb / hkmdb sind falsch. Eine Fassung in Thailändisch hingegen ist verschollen (ähnlicher Fall wie bei Elephant Wife). Es scheint nur eine chinesische Fassung zu existieren (was sogar von Vorteil ist, da ich nicht sonderlich gerne Thai. höre).

Ich war froh, inhaltliche Infos vom Kollegen, der den Film bereits vor mir sah, bekommen zu haben. Zusätzlich war ich froh als ich beim Schauen sah, dass es englische Subs gab: so konnte ich der Story, einer thai. Folklore, gut folgen.

Der Film erzählt von der Legende des Golden Goby Fish, in dem eine Mutter stirbt, sich in einen Fisch verwandelt und die Tochter vor der bösen Stiefmutter beschützt. Dazu kommen Aschenputtel Motive (der Kaiser, der sich in die Frau vom Lande verliebt und umgekehrt, was der bösen Stiefmutter & Stiefschwester gar nicht in den Kram passen).

Der Film ist ein Mix aus Folklore, Drama und Horror. Der Film hat mir gefallen. Es wird eine dramatische Geschichte erzählt, bei welcher die Gerechtigkeit am Ende jedoch siegt. Ruhiger Film, schöne Settings, interessante Story und gut gespielt (bis auf einzelne Ausnahmen = auch im Thai. Kino wird auf doofen Klamauk nicht verzichtet). Zudem ist die Hauptdarstellerin nicht nur talentiert im Schauspiel, sondern schaut auch noch ziemlich hübsch aus.

Fazit: Für Fans des klassischen Thai. Kinos zu empfehlen!

Infos:

O: แม่ปลาบู่

Thailand 1972 (Kino), ggf. schon 1968/1969 gedreht

R: ?

D: Chadaporn Wachirapranee, Sarinthip Siriwan

Laufzeit der US-VHS: 91:57 Min.

Gesehen am: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag das seltene US-VHS von World Video vor. Dieses sah ich nur zweimal (und einmal wurde es für 500 Euro verkauft!) = Uncut, Dubbed Fassung (in Chinesisch statt O-Ton Thai.), englische Subs. Die Bildqualität ist gut (leider Vollbild). Die Subs sind meist gut lesbar, teilweise sind sie nur zur Hälfte zu sehen da sie unter das Bild rutschen. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2020).

Sonntag, 25. Oktober 2020

Born in Coffin Review

Horroktober 2020

Born in Coffin

Story:

Guo Suyue (?) und ein junger Mann verlieben sich und heiraten. Doch das Familienglück ist nur von kurzer Dauer: die Mutter des Mannes macht Guo Suyue, auch Dank dem negativen Einfluss einer anderen Frau (Eifersucht) im gleichen Haushalt, das Leben zur Hölle. Die Folge: Guo Suyue wird entstellt und als tot geglaubt beerdigt. Doch sie lebt und gebärt im Sarg einen Sohn…

Meine Meinung:

Born in Coffin oder Coffin Birth oder The Child Delivery in the Coffin ist ein 1980er Gruselfilm aus Taiwan bzw. mehr Drama mit Grusel-Setting. Was der Film definitiv nicht ist: ein echter Horrorfilm und schon gar nicht ein «Hong Kong Horror»(Film) wie es das Cover der US-VHS suggerieren will (zumal der Film aus Taiwan und nicht aus Hong Kong ist).

Der Film ist relativ harmlos und zahm. Grusel. Der Film passt zu Filmen wie The Old Lock oder Who's the Ghost in the Sleepy Hollow?. Also weniger Effekte geladene Obskuritäten à la The Devil oder The Witch with Flying Head. Der Film ist selten. Ich finde kein einziges englischsprachiges Review zum Film und in diversen Datenbanken ist der Film nicht gelistet (ofdb, LB). Nachtrag: in LB doch gelistet (mit anderem Titel).

Die Einleitung ist vielleicht der schwächste Part des Filmes und beansprucht rund 30 Minuten. Danach kristallisiert sich eine Handlung, die Parteien und Figuren sind vorgestellt. Es kommt zu mehr «Action» und einigen stimmungsvollen Szenen (Beerdigung von Guo Suyue, die jedoch gar nicht tot ist), der Geburt im Sarg, einigen «Rache-Szenen» in denen sich Guo Suyue als Geist ausgibt, Attentat Versuche auf Guo Suyue mittels Feuer (= Finale und sehr spektakulär für diese Art Film). Der Film war in diesen Szenen, mehr oder weniger, unterhaltsam. Man sollte die Erwartungen jedoch klein halten & unvoreingenommen an den Film gehen.

Der Cast war mir unbekannt. Regie führt Chang Jen-Chieh, der den Kracher The Devil drehte. Wang Pao-Yu (Shocking!, Baby Blood, The Devil), Hao Man-Li (Woman with Knife, Tsu Hong Wu, Virago) oder Chan Mei-Hua (The Witch with Flying Head) spielten in ähnlichen Filmen mit. Alles in allem solide Leistungen, zumindest was die Hauptfiguren angehen.

Fazit: Kein Kracher, aber für Fans des taiwanesischen, unbekannten Grusel-Kinos (Ende der 70er, Anfang der 80er Produktionen) zu empfehlen!

Infos:

O: Guan zhong chan zi

Taiwan 1980

R: Chang Jen-Chieh

D: Wang Pao-Yu, Wong Hon, Hao Man-Li, Chin Liu, Tian Ming

Laufzeit des US-VHS: 88:54 Min.

Gesehen am: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag das US-VHS von Pan-Asia vor = Gute Bildqualität, Vollbild, statt O-Ton Mandarin ein Dub (Kantonesisch), keine Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt 2020).