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Mittwoch, 15. März 2023

The Undertaker in Sohwa Province Review


The Undertaker in Sohwa Province

Story:

 

Elton Chong will den Tod seines Vaters rächen. Er gerät unter die Fittiche eines Magiers und Bestatters (Kim Yong-Wan). Er reist mit diesem durchs Land. Nachts übt sich Elton in Martial Arts, indem der Bestatter die Toten zu lebenden Kampf-Werkzeugen verwandelt. Zufällig geraten die beiden an ein Mädel, welches vor den Bösewichten geflohen ist. Und diese sind (Jin Nu-Ri, Mike Wong Lung, Kim Wuk) die Mörder von Elton Chongs Vater. Die Zeit der Rache ist gekommen.

 

Meine Meinung:

 

Nach den Erfolgen der HK-Filme Drunken Master (1978), Encounters of the Spooky Kind (1980) sowie Duel of the Masters (1983) schickten die Südkoreaner 1983 um Regisseur Kim Jeong-yong (Flying Dragon Attacks)  ihre Film-Version (The Undertaker in Sohwa Province) auf den Markt. Einzelne Szenen erinnern dabei an die späteren Hello Dracula Filme aus Taiwan. Ohne sich zuvor über die Handlung zu informieren, wäre fatal, da die Fassung (Koreanisch) keine Subs bietet und es nicht gerade bekannte "Namen" sind, die man gut (vom Optischen her) kennt und zuordnen könnte.

 

Einzelne Szenen aus dem Film wurden später von Godfrey Ho & Joseph Lai für ihren Film Zombie vs. Ninja* (aka Gravedigger** aka Zombie Rivals***) verwendet. Natürlich eine IFD Films and ARTS Produktion. Diese Originalversion hingegen ist selten und gibt es nur in Südkorea auf VHS. Nach einem etwas lahmen Beginn und doofem Humor macht der Film viel Spass. Aber am Anfang muss der Zuschauer schon etwas warten. Ich war skeptisch und dachte mir schon einen Preis aus, den ich für die VHS haben wollte, würde ich verkaufen wollen.

 

*Deutsche Fassung, **US-VHS, ***UK-DVD

 

Nach einem etwas lahmen Beginn und doofem Humor macht der Film viel Spass. Die Kampfszenen sind ab einem gewissen Zeitpunkt cool anzusehen und vor allem gegen Ende & im Finale dreht der Film mächtig auf. Star Elton Chong macht in den Kampfszenen eine gute Figur. Besonders die Kampfszenen gegen die Zombies (nächtliches Üben in den Wäldern) und im Finale (gegen drei Bösewichte, u.a. auch gegen die Frau die sich teleportieren kann) waren stark choreographiert, abwechslungsreich und stimmungsvoll.

 

Elton Chong war sympathisch und hat Charisma. Auch in den Kampfszenen hat er gefallen. Da muss ich mir ggf. mehr Titel notieren. Auch der weibliche Bösewicht fand ich stark. Jin Nu-Ri hat in ca. 20 Kung Fu Filmen in Südkorea mitgewirkt. Die sehen alle mehr oder weniger interessant aus und zumindest einen habe ich mir noch gerade (von meinem Korea-Dealer) gekauft: Blue Butterfly the Amazon. Zitat eines anderen Fans: «you wont be disappointed. Non-stop female fighting action. Fantastic film». Gespannt! Die Musik war speziell und die Figuren bunt angezogen und konnte man doch gut auseinanderhalten.

 

Fazit: Für Old School Kung-Fu-Film-Fans zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Sohwaseong janguisa

 

Südkorea 1983

 

R: Kim Jeong-yong

 

D: Elton Chong, Kim Yong-Wan, Jin Nu-Ri, Mike Wong Lung, Kim Wuk

 

Laufzeit der VHS aus Korea: 89:50 Min.

 

Gesehen am: 21.01.23

 

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Life Production vor = Wohl Uncut, leider nur Vollbild, leider sehr mässige bis durchschnittliche Bildqualität, O-Ton (Koreanisch), keine Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: 21.01.23). Einzelne Szenen aus dem Film wurden später von Godfrey Ho & Joseph Lai für ihren Film Zombie vs. Ninja aka Gravedigger aka Zombie Rivals verwendet.

Dienstag, 14. März 2023

Mansion of the Living Dead Review

Mansion of the Living Dead

Story:

 

Die lesbischen Freundinnen Tina, Vicky, Marta und Maria (u.a. Lina Romay) reisen in den Urlaub. Im Hotel angekommen finden sie ein praktisch menschenleeres Hotel vor. Sie ahnen nicht, dass eine mörderische Sekte in der Gegend ihr Unwesen treibt und auch sie als Opfer auserkoren hat…

 

Meine Meinung:

 

Ich mag ja die meisten Filme von Jess Franco (Die Liebesbriefe einer portugiesischen Nonne, The Sadist of Notre Dame, Two Female Spies with Flowered Panties), aber Mansion of the Living Dead gehört leider nicht wirklich dazu. Der Film, der leicht an die Blind Dead Filme (Tombs of the Blind Dead, Return of the Evil Dead) erinnert, ist einfach vor allem eines: es wird kaum eine Geschichte erzählt und der Film ist stinklangweilig.

 

Der Mix aus Horror, Erotik und Komödie funktioniert nicht. Der Film ist weder gruselig, noch wirklich lustig und auch nicht erotisch, trotz viel nacktem Fleisch, Sex und auch lesbischem Sex. Der Plot ist sehr schleppend und dünn. Selbst für Franco-Verhältnisse. In den ersten 40-45 Minuten passiert gar nichts ausser etwas Bett-Action und wenig anregenden Nackt- und Lesben-Szenen. Unfreiwillig komische Szenen tun sich auf (der Rezeptionist oder der Gärtner als Spanner). Könnte ggf. mit einer tollen deutschen Synchro Spass machen, aber nicht auf Spanisch mit Subs.

 

Die Tempelritter tauchen vor allem im letzten Viertel auf. Da gibt’s eine längere Rape-Szene und eine unblutige Opferung. Und eine Frau an Ketten wird von ihrem Freund, der S/M-Spiele mag, mit Gift ermordet. Damit hätten wir die Highlights auch schon. Das "Make-Up" der Tempelritter ist zumeist lachhaft und wenig effektiv. In ein-zwei wenigen Szenen gelingt es Franco, so was wie eine Spur an Stimmung und Atmosphäre zu schaffen. Die wenig zusammenhängende Story verhindert dies aber grösstenteils.

 

Lina Romay (Black Boots, Leather Whip), hier wieder als Candy Coster unterwegs, ist solide. Aber die Perücke mag ich nicht. Mit ihrer echten Frisur gefällt sie mir besser. Nebst ihr sind  noch Jess Franco Stamm-Schauspieler Antonio Mayans (The House of Lost Women, Bahia Blanca) und die Mädels Mabel Escaño (arbeite mit Franco für Lolita am Scheideweg zusammen), Elisa Vela (Cries of Pleasure), Eva León (Blue Eyes of the Broken Doll) und Mari Carmen Nieto (Night Has a Thousand Desires) zu sehen. Für mich keine bekannten Namen, auch wenn die Damen bereits in anderen (Franco) Filmen mitwirkten, welche ich gesehen habe. Jess Franco taucht, wie es den Anschein hat, diesmal nicht vor der Kamera auf.

 

Fazit: Zu langweilig und wird daher nicht in die Film-Sammlung integriert. Und wirklich nur für ultimative Jess Franco Fans interessant…

 

Infos:

 

O: La Mansión de los muertos vivientes

 

Spanien 1982

 

R: Jess Franco

 

D: Lina Romay, Antonio Mayans, Elisa Vela, Mari Carmen Nieto, Eva León, Mabel Escaño

 

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 93 Min.

 

Gesehen am: 28.02.23

 

Fassungen: Mir lag die US-All-Region-Blu-Ray von Severin Films vor = Uncut, O-Ton Spanisch, englische Subs, exklusive Extras, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland auf DVD (einzelne Ausgaben haben keinen deutschen Ton und die Bild- und Tonqualität sollen oftmals sehr schlecht sein).

Montag, 13. März 2023

Chinese Kung Fu Against Godfather Review


Chinese Kung Fu Against Godfather 

Story:

 

Tong (Cliff Lok) wird von seiner Mutter (Lai Cheuk-Cheuk), der er verspricht, anständig zu bleiben, zum Arbeiten aus China nach Amsterdam zu Cousin Charles (Eddy Ko) geschickt. Doch dieser führt das China-Restaurant unseriös. Das Geld fliesst durch Drogen. Charles arbeitet für den Godfather (Jan Willem Stoker). Als sich Tong weigert und zu Robert (Lee Kwan) flüchtet, schickt der Godfather seine Männer los, um ihn und die Drogen zu finden…

 

Meine Meinung:

 

Noch vor The China White (1989) und Amsterdam Connection (1978) gingen asiatische Filmemacher nach Europa drehen. Besser gesagt nach Amsterdam (vor allem) und nach Paris (noch vor John Liu und seinen Filmen). Nach seiner Arbeit für die Shaw Brothers mit Crazy Nuts of Kung Fu stand Taiwanese Lee Tso-Nam (King of Dinosaurs) mit Chinese Kung Fu Against Godfather noch an seinen Anfängen. Ich empfand den Film, obwohl kein Kracher, als sehr kurzweilig und unterhaltsam.

 

Wie zuletzt Kung Fu Männer im Wilden Westen (Kung-Fu Brothers in the Wild West) zieht es hier den mir nicht sonderlich sympathischen Cliff Lok (Shaolin Death Squads) nach Holland. Er spielt den typisch naiven Good Guy. Seriös, unsicher, naiv. Zusammen mit seinem geringen Charisma und damaligen «Schauspieltalent» sorgt er für einige unfreiwillig komische Szenen.

 

Für gewollt komische Szenen ist hingegen Lee Kwan (The Rebellious Reign) zuständig. Viel Overacting und Comic-Charakter (z.B. die Kung Fu Übungen mit den westlichen Frauen). Wer HK-Klamauk nicht mag, wird dessen Figur und seine Szenen hassen. Eddy Ko (The Postman Fights Back) ist mehr in einer Neben- statt einer Hauptrolle zu sehen. Zudem sollten Fans wissen, dass er nur im Finale am kämpfen ist. Zuvor nie.

 

Ich empfand den Film, obwohl kein Kracher, als sehr kurzweilig und unterhaltsam. Das lag vor allem am Humor, dem Trash-Faktor und dem Holland/Amsterdam und Paris-Setting. Es hätte gerne mehr und bessere Kampfszenen geben dürfen. Eigentlich überzeugen nur die Finalkämpfe, in denen der Cliff Lok gegen diverse Gweilo-Gangster, Eddy Ko und am Ende gegen den "Godfather" kämpft. Das Vollbild stört hier zum Teil.

 

Die Kulissen hingegen sind schön abwechslungsreich und exotisch. Es gibt viel Sightseeing zu sehen. Am Anfang und im Finale Windmühlen (auch in den Kampf involviert), der Eiffelturm kommt kurz vor, das weltberühmte Rotlichtviertel (es wird vor einem Sex-Shop gekämpft), eine Grachtenrundfahrt ist zu sehen (Füllszene) wie auch ein Zoo-Besuch mit Löwen und Giraffen. Letzterer ebenso als Füllmaterial aber auch, um eine Verbindung zwischen die durch Cliff Loks gespielter Figur und der Holländerin Ine van Veen aufzubauen.

 

Fazit: Fans von 70er Jahre Low-Budget Kung Fu Filmen können einen Blick riskieren! Kein Kracher, aber macht vor allem durch das Setting und den Trash-Gehalt (und die kurze Laufzeit) Spass!

 

Infos:

 

O: Da Xiang Li Da Nao Ou Zhou

 

Taiwan, HK, Holland 1974

 

R: Lee Tso-Nam

 

D: Cliff Lok, Eddy Ko, Jan Willem Stoker, Lee Kwan, Peter Yim, Lai Cheuk-Cheuk, Ine van Veen, Erwin Gijsberta, Willie Van Egmond

 

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 76:11 Min.

 

Gesehen am: 21.01.23

 

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Fine vor = solide Bildqualität, nur Vollbild, in einer Nackt-Szene zensiert (Brüste), O-Ton (90% Mandarin & 10% Englisch) mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs. Scheinbar gibt es zwei Fassungen: eine mit mehr Sex und in einer stirbt Cliff Lok am Ende, in der anderen überlebt er. In Deutschland lief der Film zumindest im Kino (Kung Fu tötet den Paten). Eine deutsche Fassung scheint es jedoch nicht zu geben (Stand: Jan. 2023). Es gibt auch keine DVD/Blu-Ray (Stand: Jan. 2023).