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Mittwoch, 20. Januar 2021

Zatoichi Review

Japanuary 2021

Zatoichi

Story:

 

Japan im 19. Jahrhundert:

 

Zatoichi (Takashi Kitano), blinder Schwertkämpfer und Masseur, versucht in einem Dorf Rächenden zu helfen, ihren Feind zu besiegen. Dabei gerät Zatoichi zwischen die Fronten zweiter Clans und muss gegen Bodyguard Hattori Genosuke (Tadanobu Asano) ran…

 

Meine Meinung:

 

2004 sah ich im Kino meinen ersten Zatoichi Film: die langersehnte Fortsetzung mit und von Takashi Kitano! Der letzte Zatoichi entstand 1989 und bis 2003 war Funkstille angesagt! Die alten Zatoichi-Filme guckte ich erst in den letzten Jahren nach und nach. Die Sichtung von Takashi Kitanos Zatoichi ist dagegen ewig her.

 

Da kommt der Japanuary gerade recht und so guckte ich mir diesen Film an, um a) Takashi Kitano und b) dem Phänomen Zatoichi zu würdigen. Nun, wo ich die ganze Reihe kenne muss ich feststellen, dass mir die alten Filme mit Star Shintarô Katsu (Hanzo the Razor: The Sword of Justice) doch um einiges besser gefallen.

 

Dass soll die 2003er Version aber nicht schlecht machen – im Gegenteil: Kitanos Vision von Zatoichi ist absolut solide, unterhaltsam und sehenswert! Er kommt zwar nicht an Shintarô Katsus Darstellung heran, aber er macht seine Sache ordentlich. Wie in den Original-Filmen kommt der Humor, die Figurenzeichnung und auch Elemente wie sich für die Schwachen einsetzen und/oder Gamble-Szenen nicht zu kurz – alles Motive, die der Fan aus der langlebigen Reihe bestens kennt.

 

Die Action und Kampfszenen sind natürlich schneller und moderner. Leider auch mit viel CGI Blut, welches teilweise furchtbar unecht aussieht. Die Story ist dabei wenig überraschend. Optisch, vor allem was die Musik und Geräuschkulisse angeht, ist der Film speziell erwähnenswert.

 

Von den Figuren haben mir vor allem der Bösewicht (Boss) und dessen Bodyguard gefallen. Letzterer wird von Tadanobu Asano verkörpert, der in Takashi Miikes Ichi the Killer Kakihara verkörperte und in Gojoe bereits ins klassische Samurai-Setting schlüpfte (grossartiger Film). Takashi Kitano (Battle Royale) gelang mit Zatoichi ein grosser Erfolg.

 

Fazit: Zwar nicht ganz so gut wie die alten Filme, aber jedem Zatoichi Fan zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Zatôichi

 

Japan 2003

 

R: Takashi Kitano

 

D: Takashi Kitano, Tadanobu Asano, Michiyo Ôkusu, Gadarukanaru Taka, Daigorô Tachibana

 

Laufzeit der jap. DVD: 115:56 Min.

 

Gesehen am: Feb. 2004 / Review überarbeitet am: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag die DVD aus Japan von Bandai Vision vor = Doppel DVD mit Schuber, gute Bild- und sehr gute Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden, Uncut. In Deutschland Uncut auf Blu-Ray erschienen (Concorde).

Dienstag, 19. Januar 2021

Graveyard of Honor Review

Japanuary 2021

Graveyard of Honor

Story:

 

Japan in der Nachkriegszeit 1946:

 

der Film erzählt die Geschichte vom Aufstieg und Fall des True-Life Yakuza Rikio Ishikawa (Tetsuya Watari)…

 

Meine Meinung:

 

Graveyard of Honor gilt als Yakuza-Klassiker von Kinji Fukasaku (Battle Royale 2) der teilweise wie eine Doku über das Leben von Rikio Ishikawa wirkt (inklusive Sprecher, echten Aufnahmen und Texteinblendungen über sein Leben). Am ehesten vergleichbar mit Kinji Fukasakus Battles Without Honor and Humanity Reihe.

 

Graveyard of Honor hat mir jedoch im Vergleich schlechter gefallen. Dies lag am Inhalt. Obwohl der Inhalt auf einer wahren Geschichte zu basieren scheint, unterscheidet sie sich nicht von anderen Filmen dieser Art. Das Hauptproblem ist, dass Rikio Ishikawa sehr unsympathisch wirkt. Man baut keine Sympathien zu dem Mann auf. Sein Verhalten gefällt nicht.

 

Das ist das grösste Problem des Filmes: keine Identifikationsfigur. Die eindimensionale Figurenzeichnung ist es auch, die dafür sorgt, dass sich Tetsuya Watari nicht entfalten kann. So kommt dieser nicht an andere (Top)-Leistungen ran (z.B. Outlaw: Gangster VIP, Tokyo Drifter), was schade ist. Und es fehlt eine Art Gegenspieler (vom Schlag Bunta Sugawara).

 

Ansonsten gibt es wenig zu meckern: optisch ist der Film wild, experimentell und sehenswert. Doku-Charakter, optische Spielerein, wilde Kamerafahrten. Der Actiongehalt hätte für meinen Geschmack höher sein dürfen. Dasselbe gilt für den Blutgehalt. Es gibt nur wenige Szenen, die vor Blut triefen, dann dafür aber so richtig! Gegen Ende wird der Film besser, da dramatischer und nihilistischer und garantiert Happy End frei.

 

Fazit: Den Klassiker-Status kann ich zwar nachvollziehen, aber für mich lange nicht so stark wie Battles Without Honor and Humanity! Dazu ist die Hauptfigur zu wenig sympathisch und es fehlt an Charakteren, die als Gegenpol fungieren…

 

Infos:

 

O: Jingi no hakaba

 

Japan 1975

 

R: Kinji Fukasaku

 

D: Tetsuya Watari, Tatsuo Umemiya, Yumi Takigawa, Eiji Gô, Noboru Ando

 

Laufzeit der UK-Blu: 93:38 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag die Arrow Video Blu-Ray aus England vor = zusammen mit dem Takashi Miike «Remake» in einer Box = Spezialverpackung, Booklet, Uncut, O-Ton, englische Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität und viele Extras. Gibt es in Deutschland Uncut auf DVD von rem.

Montag, 18. Januar 2021

The Golden Bat Review

Japanuary 2021

The Golden Bat

Story:

 

Dr. Yamatone (Sonny Chiba) und sein Team kämpfen zusammen mit Ôgon Bat (Osamu Kobayashi) gegen Aliens an…

 

Meine Meinung:

 

The Golden Bat ist ein charmanter und sympathischer Mix aus Superhelden-Film, Science-Fiction und Kaiju-Genre, der mir gut und besser als erwartet gefallen hat! Der s/w Toei-Film aus dem Jahre 1966 ist dank der kurzen Laufzeit von etwas mehr als 70 Minuten kurzweilig.

 

Mir haben die Effekte, Kostüme, Masken aber auch Monster und Raumschiffe gefallen! Vor allem das Bohrer-Monster, in welchem der Hauptbösewicht lebt, gefiel mir sehr gut! Der Hauptbösewicht und dessen Maske gefielen mir auch. Abgesehen davon gibt es keine grossen Monster.

 

Und dann hätten wir noch einen Mix aus Mumie, Skelett und Fledermaus = unser Superheld, der die Menschen im Kampf gegen die bösen Aliens unterstützt! Es gibt Frauen in sexy Outfits, Ausländer (Andrew Hughes) um den Film besser vermarkten zu können und charmante Settings und Effekte (Laserstrahlen, Soundgeräusche etc.).

 

Einige Szenen, besonders im Finale, haben überrascht (als einige der Guten in den Tod gestossen werden). Für mich als Sonny Chiba Fan war es schön, einen dazumal noch jüngeren Sonny Chiba (Battle Royale 2) in der Hauptrolle als Anführer der Menschen zu sehen, der zusammen mit «The Golden Bat» gegen die Bösewichte ankämpft.

 

Wer das japanische Science-Fiction-Genre von dazumal mag (und Superhelden à la Kamen Rider), macht mit dem Film nichts verkehrt!

 

PS: die Waffe von The Golden Bat hat mich an die jap. TV-Serie Akuma Kun (Mr. Satan) erinnert, in welcher der Held auch einen magischen Stock als Waffe benutzt!

 

Infos:

 

O: Ôgon batto

 

Japan 1966

 

R: Hajime Satô

 

D: Sonny Chiba, Andrew Hughes, Tatsuya Kameyama, Keiichi Kitagawa, Hirohisa Nakata

 

Laufzeit der jap. LD: Ca. 73 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2021 / 2. Sichtung am: 08.04.24

 

Fassungen: Mir lag die jap. LD von Toei vor = Uncut, gute Bildqualität, O-Ton, keine Subs. Andere Fassungen (Blu-Ray, O-Ton mit Subs, Fassung in Deutschland) sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2021). In Japan gäbe es den Film auch auf DVD. Nachtrag 08.04.24: 2024 wurde der Film dank gekauften Toei-Lizenzen von Shout Factory auf Blu-Ray veröffentlicht. Und zwar in der "Classic Tokusatsu Collection" mit Schuber, Poster und nebst Golden Ninja (Titel von Golden Bat) folgenden Filmen: Prince of Space, Invasion of the Neptune Men, Watari the Ninja Boy, Dragon Showdown, Ninja Scope und als Bonusfilm (der einzige in Englischer Sprache) Terror Beneath the Sea. Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend, der Film im Originalbildformat und es gibt nebst O-Ton auch englische Subs. Der Film hat in der 2. Sichtung viel Spass gemacht.