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Mittwoch, 27. Juli 2022

John Wick: Chapter 2 Review

John Wick: Chapter 2

Story:

 

John Wick (Keanu Reeves) schliesst mit den Feinden des 1.Teiles Frieden und lässt sich danach gezwungenermassen auf einen neuen Auftrag ein, der ihn nach Rom führt. Auftrag erledigt = John soll danach durch seinen Auftraggeber Santino D'Antonio (Riccardo Scamarcio) sterben. Doch John Wick dreht den Spiess um und macht es zum Ziel, Santino D'Antonio zu töten…

 

Meine Meinung:

 

Nach dem grossen Erfolg von John Wick war ein 2. Teil schnell beschlossene Sache. Die Reihe, die bisher aus vier Filmen besteht (ein fünfter soll noch geplant sein), wurde durch die Hand von Chad Stahelski, der früher als Stuntmen in Filmen wie The Crow, Matrix oder John Rambo gearbeitet hat, realisiert und nicht wenig erfolgreich. Aus dem Vorgänger kehren nebst Keanu Reeves mind. Ian McShane (kenne ich nur aus der Serie American Gods), Lance Reddick und John Leguizamo (Land of the Dead) zurück.

 

John Wick: Chapter 2 fand ich etwas weniger schlecht als seinen Vorgänger. Das lag vor allem an folgenden zwei Punkten:

 

1. Die Action-Szenen sind blutiger. Vor allem bei den Shoot-Outs im letzten Viertel wird dies deutlich. Zudem gibt es auch Messer- oder Bleistift-Action, die nicht harmlos ausgefallen sind.

 

2. Es gab 2-3 Kämpfe, die okay waren. Nicht überragend, aber okay und allgemein weniger Mixed Martial Arts lastig, was im ersten Film vor allem der Fall war. Und ich finde MMA Kampfszenen sehr unästhetisch und uninteressant.

 

Diese zwei Punkte machen den Film leicht weniger schlecht. Von einem guten Film ist John Wick: Chapter 2 jedoch nach wie vor weit entfernt. Mit Keanu Reeves, der mir eigentlich fast nur in Matrix gefiel (kenne auch kaum Filme mit ihm), werde ich einfach nicht warm. Er überzeugt mich noch immer nicht als harten Killer. Immerhin sind die neuen Bösewichte leicht besser und mit Franco Nero (Der Schwarze Tag des Widders, High Crime, Wenn Du krepierst - lebe ich) hat der Film sogar einen coolen Neben-Charakter / Gastauftritt.

 

Aber, was die Action zusammengefasst angeht, hat mich dennoch keine einzige Szene wirklich mit Staunen zurückgelassen. Die Shoot-Outs sind ermüdend, die Gegner springen förmlich in John Wicks Schussbahn und sie selbst treffen nicht Mal aus einem Meter Abstand, obwohl sie z.B. auch hinter John Wick stehen und im Vorteil sind. Vor allem die ersten Shoot-Outs (z.B. beim Konzert in Rom) waren diesbezüglich sehr «staged», schwach und unglaubwürdig in Szene gesetzt (kein einziger Zivilist wird getroffen). Peinlich ist viel später das Duel mit den Schusswaffen im Bahnhof zwischen Keanu Reeves und Common.

 

Die Story ist teilweise fast ein 1:1 Aufguss aus dem Vorgänger und meistens uninteressant, die James Bond Vibes haben keinen Charme und die Laufzeit ist viel zu lang (nun 2h Laufzeit). Immerhin Optisch und von den wechselhaften Settings (Rom, Konzert, Bahnhof, Outdoor-Szenen) gefällt der Film. Vor allem im Finale (Spiegellabyrinth) rockt der Film audiovisuell. Immerhin etwas. Teil drei dürfte mehr Hintergründe zur geheimen Gangster-Organisation zeigen. Somit ist eine minime Spannung vorhanden, auch den 3. Film anzusehen (plus Mark Dacascos als Bösewicht!). 

 

Fazit: Wer Teil eins mochte, kann bedenkenlos zugreifen! Für mich persönlich ist das aber nix…

 

Gefolgt von: John Wick: Chapter 3 - Parabellum

 

Infos:

 

O: John Wick: Chapter 2

 

HK, Italien, Kanada, USA 2017

 

R: Chad Stahelski

 

D: Riccardo Scamarcio, Keanu Reeves, Ian McShane, Common, Ruby Rose, Laurence Fishburne, John Leguizamo, Franco Nero

 

Laufzeit der Online-Fassung: 122:22 Min.

 

Gesehen am: 24.07.22

 

Fassungen: Gesehen via Stream = Sehr gute Bild- und Tonqualität, im O-Ton mit englischen Subs, Uncut. Gibt es in D Uncut auf DVD, Blu-Ray und UHD. In der Schweiz von Ascot Elite zu haben (DVD, Blu-Ray).

Dienstag, 26. Juli 2022

John Wick Review


John Wick

Story:

 

Ex-Profikiller John Wick (Keanu Reeves) bekommt von seiner sterbenden Frau einen Hund geschenkt. Als Gangster (u.a. Alfie Allen) Wicks Auto stehlen, Wick verprügeln und den Hund töten, sinnt John Wick auf Rache.

 

Meine Meinung:

 

Um die Action-Reihe John Wick grassiert ein grosser Hype. Die Filme waren für mich nie interessant, da ich eigentlich immer wusste, dass die Filme nicht meinen Geschmack treffen. Also guckte ich die auch nie an, da Zeitverschwendung. Nun wurde vor kurzem der Trailer zu Teil vier veröffentlicht, in welchem auch Scott Adkins und Donnie Yen mitwirken. Teil drei (mit Mark Dacascos) bekam ich geschenkt, aber liegt noch ungesehen rum (mit ca. 699 weiteren ungesehen Filmen).

 

Dadurch war ich motiviert, den geschenkten dritten Teil zu schauen. Da wurde mir aber empfohlen, auch die Vorgänger zu schauen, da zusammenhängende Story. Gesagt, getan. Ich griff aber auf Streams zurück, da ich nicht zahlen wollte. In der Schweiz sind Downloads oder gratis Streamen vom Gesetz legal. Es war nicht schwer, eine gute Online-Fassung zu finden. Und was soll ich sagen? Wie erwartet hat mir John Wick nicht sonderlich zugesagt.

 

Der Plot ist völlig schwachsinnig und das dramatische Gesülze zu Beginn (sterbende Ehefrau etc.) ging mir auf den Sack. Hätte ich am liebsten die Sichtung gleich wieder beendet. Den Film kann man gut 1x schauen. Aber nichts, was mich begeistert hätte. Eine Spannung ist nie gegeben, da klar, dass «Neo» überleben wird. Keanu Reeves (Matrix) nimmt man die Rolle als harten Hund und Killer schlicht nicht ab. Sein Penner-Look mag ich auch nicht. Bin aber auch kein allzu grosser Fan von ihm.

 

Der hier und da auftauchende Humor ist unpassend und nicht wirklich lustig (Polizei kommt wegen Lärmbelästigung, der schwarze Hotel-Rezeptionist, Arzt Versorgung etc.). Die Action ist nur mittelmässig. Zu schnell, zu wenig explizit (gibt zu wenig blutige Shoot-Outs für die Anzahl Shoot-Outs), zu dunkel, zu oft off screen und die Kampfszenen sind meist lahm und fast nur von MMA (Mixed Martial Arts) Moves gekennzeichnet = gefällt mir persönlich gar nicht und ging mir zuletzt auch bei neuen Donnie Yen Filmen auf den Sack. Aber ist halt modern und trifft scheinbar den Zeitgeist der heutigen Zuschauer = alles richtig gemacht.

 

Ich fand den Film auch nicht sonderlich brutal. Die FSK16 Einstufung geht voll i.O. Immerhin ist der Film comicartig übertrieben, die Gewalt kaum sonderlich explizit und das Gezeigte vor allem nicht realistisch. Mehr Videospiel-Charakter. Den Schweizer Martial Artist Daniel Bernhardt habe ich nicht erkannt / verpasst, die Bösewichte waren ein Witz und Willem Dafoes (The Lighthouse) Part macht den Film auch nicht besser. Die ganze «Glorifizierung», die um Wicks Charakter betrieben wird (à la Baba Yaga, Boogeyman etc.) ist völlig lächerlich wie auch die Russen als Bösewichte (das war vielleicht früher lustig/passend, aber nicht heute). Zu Baba Yaga: besser den Carroll Baker Film schauen…

 

Was mir gefiel war die Optik. Die war teilweise ziemlich cool und Musik fand ich auch passend. Vor allem Marilyn Mansons Killing Strangers wurde optisch in einer coolen Szene gestartet und passte für meinen Geschmack audiovisuell perfekt zu der Szene. Immerhin etwas! Ansonsten war der Film zwar relativ unterhaltsam im Sinne von es passiert etwas, aber im Grossen und Gazen liess mich der Film, wie erwartet, total kalt.

 

Fazit: Besser alte Action-Kracher à la Rambo 3, Demolition Man, Last Boy Scout oder Predator schauen!

 

Gefolgt von: John Wick: Chapter 2

 

Infos: 

 

O: John Wick

 

USA 2014

 

R: David Leitch, Chad Stahelski

 

D: Keanu Reeves, Alfie Allen, Michael Nyqvist, Willem Dafoe, Adrianne Palicki, Daniel Bernhardt,

 

Laufzeit der Online Fassung: 101:13 Min.

 

Gesehen am: 23.07.22

 

Fassungen: Gesehen via Stream = sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton mit englischen Subs, Uncut. Gibt es in D als DVD, Blu-Ray oder UHD (FSK 16), Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs.