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Samstag, 21. Juni 2025

Last Days of the Boss

Last Days of the Boss

Story:

Shuichi Nozaki (Bunta Sugawara) plant einen Yakuza Boss zu töten, mit dem er eine offene Rechnung zu begleichen hat. Dies zum Missfallen seines und anderer Clans, die sich währenddessen chaotischen und feindseligen Situationen ausgesetzt sehen…

Meine Meinung:

Last Days of the Boss ist der dritte und letzte Teil von Kinji Fukasakus (Crest of Betrayal, Message from Space, The Green Slime) New Battles Without Honor and Humanity Reihe und der Film der Reihe, der die grösste Anzahl von Actionszenen bietet. Dafür war der Plot nach meiner Meinung nach am schwächsten. Was Actionszenen angehen, gibt der Film vor allem am Anfang mächtig Gas, ehe sich nach und nach der Plot und die Figuren entwickeln und vorgestellt werden.

Der Doku-Stil kommt dem Film, wie in den Filmen zuvor oder der Original-Reihe Battles Without Honour and Humanity, erneut gutzustehen. Kinji Fukasaku versteht sein Handwerk wie kein anderer, wenn es darum geht, blutige und chaotische Action-Szenen zu generieren. Meist wird mit Schusswaffen oder Stichwaffen verletzt und getötet. Bunta Sugawara ist erneut die Hauptfigur und der Antiheld der Stunde. Er macht eine tolle Figur und spielt die Hauptfigur, die den Yakuza Clans Kopfzerbrechen bereitet.

Ein nicht unwichtiger Sub-Plot beinhaltet Chieko Matsubara. Den Star aus der Outlaw: Gangster VIP-Reihe und/oder Tokyo Drifter. Aber ausgerechnet dieser Sub-Plot fand ich erschreckend unspektakulär. Chieko Matsubara spielt im Film die Schwester von Bunta Sugawara und dessen Ehemann steht vor der Entscheidung, Bunta Sugawara zu töten oder nicht was für innere Konflikte in den Beziehungen führt. Der Film hätte aber genau so gut ohne diese Szenen funktioniert. Der Sub-Plot war eigentlich unnötig, auch wenn versucht wird, damit etwas Dramatik in den Plot zu packen. Die Musik war das bekannte Theme und stark.

Fazit: Actionreicher Abschluss einer sehenswerten Yakuza-Trilogie!

Infos:

O: Shin jingi naki tatakai: Kumicho saigo no hi

Japan 1976

R: Kinji Fukasaku

D: Bunta Sugawara, Isao Bitô, Takeo Chii, Takuya Fujioka, Seizo Fukumoto, Eiji Gô, Takuzo Kawatani, Chieko Matsubara

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 24.03.25

Fassungen: Gesehen via New Battles Without Honor and Humanity: The Complete Trilogy US-Blu-Ray von Arrow Video = alle drei Teile in einer Box, Booklet, Wendecover, O-Ton, englische Subs, Uncut, leider eine viel zu dunkle Bildqualität, was an der Restauration liegt. Egal in welchen Modus ich den TV einstelle, das Bild war mir praktisch die ganze Zeit über zu dunkel, was sehr genervt hat. Das Interview mit dem Drehbuchautor (als Bonus auf der Disc) war hingegen informativ. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2025).

Freitag, 20. Juni 2025

Flow

Flow

Story:

Eine Katze flieht und versucht vor einer Überschwemmung und den damit verbundenen Folgen zu überleben…

Meine Meinung:

Das Plakat und Artwork von Flow sah ich hier und da Online, vor allem in Foren oder auf Social Media. Ich habe mich aber nie um den Film, der sogar einen Oscar gewann (bester Animationsfilm, zudem war er noch in einer 2. Kategorie nominiert), bemüht. So wusste ich nichts bis ich auf eine Rezession meines Kumpels stiess, dem der Film gefiel. Und danach entschloss ich mir den Film im Kino anzusehen. Ausserdem, als «Vater» von zwei Katzen, was sollte da schon schiefgehen? Die schwarze Katze auf dem Plakat erinnerte mich an meine.

So sah ich mir Flow, eine europäische Produktion (u.a. Lettland), im Kino an. Ich fand Flow interessant, spannend und vor allem unterhaltsam. Zwar kein Film für meine Sammlung, Katze als Hauptfigur hin oder her, aber wirklich gut animiert und Katzen-Liebhaber kommen voll auf ihre Kosten, auch wenn noch andere Tiere vorgekommen (Wal, Vögel, Hunde). Die Katze ist aber definitiv die «Hauptfigur». Der Film hat keine Dialoge. Ist Flow ein Kinderfilm? Kann man so auch nicht sagen. In unserer Vorstellung war nur ein einziges Kind, welches in 1-2 Momenten sogar ängstlich schrie, obwohl der Film eigentlich harmlos ist.

Was, denn das Kind wie ich dazumal in jungen Jahren, z.B. Unten am Fluss (oder Felidae) gesehen hätte, den Google u.a. auch als «Kinderfilm» betitelt?! Was mir in Flow besonders gefiel war auch der Plot. Infos oder Erklärungen dazu gibt es während des Schauens keine. Es gibt auch keine Menschen zu sehen. Ich fragte mich, in welcher Zeit Epoche der Film spielt. Und wo die Reise hin geht. Die Tiere werden mehr als nur einmal Gefahren ausgesetzt, die sie meistern müssen. Die animalischen Züge sind toll. So viel ich weiss, gibt es nach dem Abspann noch eine Szene, die auf einen Hinweis zum Inhalt zeigt. Den habe ich leider verpasst. Das würde einladen, den Film nochmals zu sehen…

Fazit: Katzen Liebhaber können bedenkenlos einen Blick riskieren!

Infos:

O: Flow

Belgien, Lettland, Frankreich 2024

R: Gints Zilbalodis

D: -

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 23.03.25

Fassungen: In Bern im Kino gesehen. Uncut. Es gibt keine Dialoge. Eine deutsche DVD, Blu-Ray oder UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: März 2025).

Donnerstag, 19. Juni 2025

Ghost House - A True Story

Ghost House - A True Story

Story:

Eine Gruppe von jugendlichen Freunden (Catherine Hung Yan, Sunny Chan Kam-Hung, Linda Cheung Lan-Ying, Tamara Guo, Ng Ka-Fai, Willie Wai Kar-Hung, Gary Mak Wing-Lun), die am Strand ihr Wochenende verbringen, sehen sich durch einen Sturm genötigt, in einem abgelegenen Haus zu übernachten. Der Anfang vom Ende…

Meine Meinung:

Ab 1995 interessieren mich Produktionen aus Hong Kong deutlich weniger. Es gibt zwar einige sehenswerte Titel, die danach veröffentlicht wurden (Black Mask, Cheap Killers), aber im Grossen und Ganzen schaue ich Filme die vor 1995 veröffentlicht wurden. Ghost House - A True Story sah ich beim Kollegen. Eine HK-Produktion aus dem Jahr 1995, von welcher ich noch nie was hörte. Regie führte Lai Kai Keung, der nur wenig Filme realisiert hat. Der einzige bekannte Titel ist Love, Guns & Glass mit Simon Yam, den ich gut fand und auch in der Sammlung stehen habe.

Ghost House - A True Story ist so ein Titel, den ich jetzt nicht zwingend in der Sammlung haben müsste. Wäre es mein Blindkauf gewesen, würde ich den Film in die Sammlung integrieren. Aber den Film nur beim Kollegen gesehen zu haben heisst, den Film wahrscheinlich nicht zu kaufen. Für die Wunschliste ist der Film am Ende doch zu wenig speziell. Der Film fängt wie ein US-Slasher an (ohne jegliche Nacktszenen) und spielt dann ausschliesslich in einem Spukhaus. Dabei fühlte wir uns an Filme wie Amityville Horror, The Evil Dead oder die Ital. La Casa Reihe erinnert. Auch ein magischer Spiegel kommt vor. Ein immer gern gesehenes Sujet in einem Spukhaus-Film.

Der Film ist kurzweilig. Die Darsteller sind mir allesamt unbekannt. Sie spielen, um ehrlich zu sein, sehr fiese und unsympathische Figuren. In US-Slashers was das ja oft nichts anders. Die Figuren nerven und als Zuschauer hat man dann seinen Spass, wenn die von einem Jason oder Michael gemeuchelt werden. Die Teens werden von Catherine Hung Yan (Wing Chun), Sunny Chan Kam-Hung (Cheap Killers), Linda Cheung Lan-Ying (Fong Sai Yuk II = Singer), Tamara Guo (Women on the Run), Ng Ka-Fai (Black Dream), Willie Wai Kar-Hung (Thunderbolt) und Gary Mak Wing-Lun (Wonder Seven) gespielt. Der böse Geist wird von Roderick Lam Chung-Kei (Suburb Murder) dargestellt. Der macht das hübsch fies.

Der Film bietet stimmungsvolle Momente. Der Film spielt fast ausschliesslich im Spukhaus. Fast eine Art Grusel-Kammerspiel. Obwohl der Film keine Nacktszenen bietet, gibt es einige schlüpfrige Momente, Sex-Szenen und mehrere Rape-Sequenzen mit dem Geist, bei dem die Opfer jedoch nicht entkleidet werden. Die Figuren sind, wie bereits erwähnt, sehr fies miteinander. Da wird weder vor Homosexuellen noch Krüppeln halt gemacht. Das Teasing gegen solche Randgruppen wird mit vielen kruden Momenten untermauert. Schön fand ich auch das Ende. Das fand ich überrascht, passte aber irgendwie zur humorlosen Vorstellung und Stimmung des Filmes.

Fazit: Nicht uninteressanter Spukhaus Horror aus Hong Kong!

Infos:

O: Meng Gui Tu Fang

HK 1995

R: Lai Kai Keung

D: Catherine Hung Yan, Sunny Chan Kam-Hung, Linda Cheung Lan-Ying, Tamara Guo, Ng Ka-Fai, Willie Wai Kar-Hung, Gary Mak Wing-Lun, Roderick Lam Chung-Kei

Laufzeit der malaysischen DVD: Ca. 83 Min.

Gesehen am: 22.03.25

Fassungen: Mir lag die Code Free (auch wenn das Cover von Code 3 spricht) DVD von Speedy Video aus Malaysia vor. Wahrscheinlich Uncut. Bei 1-2 Szenen waren wir uns nicht sicher, ob ggf. eine Nacktszene mit Brüsten zensiert wurde. Allerdings waren sämtliche Online Fassungen, welche ich davon sah, identisch zur DVD aus Malaysia. Zudem wird auch in Reviews davon gesprochen, dass es keine Nacktszenen zu sehen gibt. Die DVD bietet O-Ton und feste englische und chinesische Subs. In HK scheint es den Film nur auf VCD und LD zu geben. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: März 2025).