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Sonntag, 23. November 2025

They Came to Rob Hong Kong


They Came to Rob Hong Kong

Story:

Mao (Roy Cheung), ein Gangster aus Hong Kong, entkommt in China der chinesischen Polizei (u.a. Kara Hui, Ann Bridgewater). Mao stellt vor Ort eine Gruppe aus Verbündeten (u.a. Chin Siu-Ho, Dean Shek, Sandra Ng, Stanley Fung, Eric Tsang, Charlie Cho Cha-Lee, Shing Fui-On) zusammen. Jenny (Chingmy Yau) wird ihre Ausbildnerin. Ihr Zielt ist es, in Hong Kong einen grossen Coup zu landen…

Meine Meinung:

They Came to Rob Hong Kong sah ich zufällig, als ich ein befreundetes Ehepaar besuchte via YouTube auf ihrem TV. Es handelt sich um eine Ende der 80er Jahre Actionkomödie aus Hong Kong und um einen Film von Clarence Ford (Info), der dieses Jahr zu jung verstorben ist. Zu dem Zeitpunkt habe ich praktisch alle seine Filme, die ich auf dem Blog noch nicht beschrieben hatte, gesichtet. They Came to Rob Hong Kong hatte ich nie, aber ich glaube, den Film auf einer Wunschliste notiert zu haben.

Wir wurden positiv überrascht. Wer das moderne Kino aus Hong Kong mag (Ende 80er Jahre, 1990-1995), dürfte mit They Came to Rob Hong Kong viel Spass haben. Der Film hat eigentlich kaum Plot. Dieser dient mehr als Aufhänger und dem Selbstzweck. Zum Banküberfall kommt es z.B. nie. Roy Cheung (School on Fire, Wild Search) spielt den Gangster, der sich gleich zu Beginn u.a. mit Kara Hui (Mrs K, Madam City Hunter) harte Kämpfe und coole Stunts abliefert (inklusive eines blutigen Shoot-Outs).

Danach kommt es zur Rekrutierung der Einzelpersonen, die Roy Cheung meint, für seinen Banküberfall brauchen zu können. Und hier ändert sich der Ton des Filmes weg von harter Action zu Slapstick, Situationskomik, Blödeleien, sexistischem, derbem und politisch unkorrekten Humor. Mit anderen Worten: zu viel Spass! Der Film erinnert dabei von dem Tonfall und dem Mix (Action und Klamauk) an die «Lucky Stars» Film. Dass dann auch noch zwei der «Lucky Stars», nämlich Eric Tsang (The Last Blood, Hitman) und Stanley Fung (Thrilling Story, Winners Takes All), hier zu sehen sind, passt perfekt dazu.

Der Film ist spassig und unterhaltsam. Klamauk im ständigen Wechsel mir rasanten Kampfszenen, die spektakulär anzusehen und stark choreographiert wurden. Venom-Star Phillip Kwok (Holy Flame of the Martial World, The Cat) hat diese choreographiert. Dazu kommt ein unglaublicher Cast. Noch nicht erwähnte Namen wären z.B. Chin Siu-Ho (Fast Fingers, The Seventh Curse), Dean Shek (By Hook or by Crook, Aces Go Places), Sandra Ng (Forced Nightmare, The Inspector Wears Skirts), Charlie Cho Cha-Lee (Who Cares, The Two Jolly Cops), Shing Fui-On (Running Mate, Brave Young Girls) und eine junge Chingmy Yau (Raped by an Angel, City Hunter).

Fazit: Nebst The Man from Vietnam, Naked Killer und Cheap Killers der beste Film von Clarence Ford!

Infos:

O: Ba bo qin bing

HK 1989

R: Clarence Ford

D: Roy Cheung, Kara Hui, Ann Bridgewater, Chin Siu-Ho, Dean Shek, Sandra Ng, Stanley Fung, Eric Tsang, Charlie Cho Cha-Lee, Shing Fui-On, Chingmy Yau

Laufzeit der YouTube Fassung: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 15.08.25

Fassungen: Beim Kumpel via YouTube Kanal (den offiziellen von Mei Ah) gesehen. Im O-Ton mit chinesischen und englischen Subs. Dürfte das HD-Master der HK-Blu-Ray gewesen sein. Diese läuft jedoch 98 Minuten (Online finde ich Versionen, die 98:41 Min. laufen), während die YouTube Fassungen nur 90:52 und 91:02 Minuten (Mandarin und Canto) laufen. Der YouTube Print soll zensiert sein. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2025).

Samstag, 22. November 2025

Holly

Holly

Inhalt:

«SOBALD MAN MEINT, MAN HÄTTE DAS SCHLIMMSTE GESEHEN, WAS MENSCHEN ZU BIETEN HABEN, STELLT MAN FEST, DASS MAN SICH GEIRRT HAT. DAS BÖSE IST EINFACH GRENZENLOS.»

Meine Meinung:

Holly ist eine ursprüngliche Nebenfigur der Romane Mr. Mercedes (plus Fortsetzungen) sowie Der Outsider. Stephen King fand an ihr solchen Gefallen, dass er ihr in Holly einen eigenen Roman widmete. Den habe ich nun gelesen und komme zum Fazit, dass mir Holly im Grossen und Ganzen etwas weniger gut als Mr. Mercedes sowie Der Outsider gefallen hat. Das lag an diversen Dingen, die mich am Roman etwas gestört haben.

Einige Dinge waren meiner Meinung nach unnötig und hätten inhaltlich weggelassen werden können (Tod von Hollys Mutter). Das trug nichts zur Story bei, sondern hat den Roman nur auf Seitenanzahl gebracht. Die Szenen haben immer wieder Risse in den eigentlichen Verlauf des Plots gerissen. Was mich auch störte war die Tatsache, dass Holly am Ende gerettet werden musste. Dass einige der Nebenfiguren in den Hintergrund geraten (Jerome Robinson) fand ich auch schade. Stattdessen bekommt dessen Schwester einen viel wichtigeren Sub-Plot, dessen Inhalte mich am Anfang auch wenig gefesselt haben.

Weiterhin störte mich die Verschmelzung von politischen Ansichten von King, der fiktiven Story und realen Ereignisse wie der Corona-Krise. Welche politischen Ansichten ein Künstler verfolgt, hat mich als Leser nicht zu interessieren. Ich will mich vom Künstler abgrenzen. Es gibt viele Künstler, die Dreck am Stecken haben (Klaus Kinski, Roman Polanski), aber dessen Werke dennoch für sich gesehen eindrücklich sind. Was Künstler privat für Ansichten haben, hat mich nicht zu interessieren. Das immer wieder zwischen den Zeilen lesen zu müssen, sah ich als negativ an. King geht dazu nach dem Roman noch ein und erklärt sich.

Der Plot ist abgesehen davon interessant, wenn auch weniger schrecklich und böse, als erwartet. Zudem nicht unbedingt neu. Experimente, Kannibalismus, Mad scientist Motive. Wer das mag, wird Holly mögen. Ich mochte das alte Kannibalen Ehepaar und die Tatsache, wie sie sich intellektuell als was Besseres sehen und wie sie insgeheim von oben herab auf andere schiessen. Das fand ich amüsant. Zudem wird noch Bezug zu einem weiteren Stephen King Roman genommen, in dem Holly einen Fall bearbeitet. Das müsste Blutige Nachrichten sein. Den werde ich mir auf die Wunschliste setzen. Indem wird auch u.a. Bezug zu Der Outsider genommen.

Fazit: Schwächer als die anderen Romane mit Holly, aber noch immer gut lesbar und unterhaltsam!

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 636

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King

Erschienen: 3. Auflage 11/2024 (Ursprünglich 2023)

Freitag, 21. November 2025

Neukauf

 


Lady Terminator

Der Kollege hat aus drei unterschiedlichen Fassungen eine längst mögliche Fassung erstellt = Indonesian Fan Project. In Englisch und z.T. in Indonesisch mit englischen Subs. Die Fassung ist ca. 20 Minuten länger als die Mondo Macabro Fassung (siehe Review). Gespannt auf die neuen Szenen.


A Better Tomorrow 1-3

Die Filme sind auf dem Blog zwar schon besprochen (Link, Link und Link), aber nachdem Shout Factory ist Dinger neu restauriert und als Blu-Ray sowie UHD veröffentlicht hat, kaufte ich neu und verkaufte mein koreanisches Lederbuch nach Frankreich. Warum der Neukauf? Dies aus zwei Gründen. Die alten Fassungen hatten neu dazu gemixte Sound-Effekte beim Ton. Das war für mich persönlich aber nicht Mal speziell störend. Ich kaufte das Set nur wegen der neuen A Better Tomorrow 2 Fassung, die auf der Bonusdisc zu finden ist = der legendäre Workprint mit ca. 30 Minuten neuem Material. Handlung, Charaktertiefe aber auch Action (vor allem im Finale) sollen erweitert worden sein. Nur deshalb kaufte ich dieses Set. Ich freue mich, die Filme (Ausnahme Teil 3, da ich den nicht mochte) neu aufzufrischen. Vom dritten Teil liegt noch die Fassung aus Taiwan vor. Vielleicht schaue ich mir diese an. Auf den Kino-Cut habe ich ehrlich gesagt keine Lust nach der letzten Sichtung.