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Donnerstag, 5. März 2020

Der kleine Dicke mit dem Superschlag Review

Der kleine Dicke mit dem Superschlag

Story:

Lung (Sammo Hung) reist vom Land in die Grossstadt. Dort heuert er bei Verwandten in einem Strassen-Restaurant an, wo sich Lung, grosser Bruce Lee Fan, Gangstern (Lee Hoi-Sang, David Nick, Leung Kar-Yan, Fung Hak-On) ausgesetzt sieht, die seine Verwandten (Luk Chu-Sek, Fung Fung) und den Betrieb stören…

Meine Meinung:

Aka Enter the Fat Dragon. Ein junger Sammo Hung zaubert hier, in seiner 2. oder 3. oder 4. Regie-Arbeit (sind ja mehrere Filme von ihm 1978 als Regisseur veröffentlicht worden, k.A. in welcher Reihenfolge), als Hauptdarsteller und als Action-Choreograph, eine solide Regie-Arbeit aus dem Hut, zollt gleichzeitig dem grossen Meister, Bruce Lee, Respekt.

Dies tat Sammo Hung später erneut (Skinny Tiger Fatty Dragon) und seine Bruce Lee Imitationen sind wirklich gut gelungen. Auch beim Titel hat man sich am Bruce Lee Klassiker Enter the Dragon orientiert (der englische Titel von Der kleine Dicke mit dem Superschlag lautet Enter the Fat Dragon).

Der Film ist durch und durch solide, aber kein Kracher. Dazu gibt’s zu viele Längen, Füll-Szenen, zuweilen unlustigen Klamauk und lange nicht alle Action-Szenen sind besonders spektakulär. Aber im Grossen und Ganzen ist das Ding vor allem eins: solide, unterhaltsam, kurzweilig und deshalb für Sammo Hung Fans genau das richtige! Gutmenschen und Schneeflöckchen dürften sich an den Szenen mit Sammo und den Schweinen ärgern (zu Beginn des Filmes) plus an der Tatsache, dass der ausländische Afroamerikaner, gegen den Sammo Hung u.a. im Finale kämpft, ein Chinese mit Perücke ist den man schwarz angemalt hat! Dies sollte Sammo in Zukunft widerholen (in Don't Give a Damn).

Die besten Action-Szenen sind zu Beginn (Vorspann vor rotem Hintergrund – in diesen Szenen wird auch Yuen Biao von Sammo Hung platt gemacht), im Mittelteil (Sammo Hung am Filmset) und das Finale gegen den Gweilo, den «Afroamerikaner» und gegen Beardy Leung-Kar Yan (= der beste Kampf des ganzen Filmes). Sammo Hung schafft es beeindruckend, Bruce Lee zu imitieren. Weitere Namen nebst Shaw Brothers Star Leung Kar-Yan (7-Man Army, The Thundering Mantis, Demon Strike):

Roy Chiao Hung, mit welchem Sammo Hung bereits in Ein Hauch für Zen zusammengearbeitet hat, hat eine Nebenrolle als Gangster ohne Action-Szene. Fung Hak-On (Edge of Darkness) spielt eine grosse Nebenrolle als einer der Klein-Gangster, die Sammo und Angehörigen das Leben schwer machen. Mang Hoi ist nebst Yuen Biao im Vorspann mit rotem Hintergrund für eine kurzen Gastauftritt zu sehen, während ich Eric Tsang auch diesmal nicht bemerkt hätte, wenn er keine Dialoge gehabt hätte – anhand seiner Stimme erkannte ich ihn diesmal:-)

Fazit: Kein Sammo Hung Highlight, aber ein durch und durch solides, anspruchsloses Werk, welches mehr oder weniger gut unterhält und für Sammo Hung Fans zu empfehlen ist!

Infos:

O: Fei Lung Gwoh Gong

HK 1978

R: Sammo Hung

D: Sammo Hung,

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 95:22 Min.

Gesehen am: April 2007 / Review überarbeitet: 09.01.20

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von TFP vor = Mediabook, DVD/Blu-Ray, Booklet, Langfassung (d.h. Uncut und länger als die US-DVD), O-Ton mit festen englischen Subs. Vereinzelte Szenen haben eine dürftige VHS Bildqualität. Doch die Mehrheit des Masters sieht erste Sahne aus! Qualitativ und weil Uncut sicherlich die bis dato weltweit beste Fassung zum Film.

Encounters of the Spooky Kind 2 Review



Encounters of the Spooky Kind 2

Story:

Mr Chu (Teddy Yip Wing-Cho) weiss nicht, an wen er seine Tochter Chu (Mimi Kung Chi-Yan) verheiraten soll: an Master Shi (Andrew Lam Man-Chung) oder an Master Jiaos (Lam Ching-Ying) Schüler Abao (Sammo Hung). Letzterer und Chu lieben sich bereits. Doch Master Shi bekommt Hilfe eines bösen Magiers (Huang Ha), der alles möglich versucht, um Chu für sich zu bekommen. Derweil geraten Master Jiao, Abao und Hoi (Mang Hoi) an einen weiblichen Geist (Wong Man-Gwan)…

Meine Meinung:

Schöner Mix aus Fantasy, Grusel, Martial Arts, Komödie und Mr. Vampire Motiven mit Mr. Vampire Star Lam Ching-Ying als Meister von Mang Hoi und Sammo Hung. Sammo Hung spielt nicht nur die Hauptrolle, sondern er hat den Film auch produziert und war für die coolen Actionszenen zuständig. Mang Hoi stösst neu dazu, Sammo Hung und Lam Ching-Ying waren bereits in Teil eins zu sehen (1980).

Lam Ching-Ying, der in vielen solchen Filmen mitwirkte (The Dead and the Deadly, Hocus Pocus, Those Merry Souls, Mr. Vampire 1-5, Vampire Vs Vampire, Gambling Ghost, Crazy Safari, An Eternal Combat, Shy Spirit, The Ultimate Vampire, The Tantana, Spiritual Trinity , Mr. Vampire 1992, Mad Mad Ghost, Wizard's Curse, Skin Striperess, The Musical Vampire, Painted Skin, Exorcist Master, The Chinese Ghostbuster), muss sich, was Martial Arts Szenen betreffen, hinter Sammo Hung anreihen. Mang Hoi bekommt sogar noch weniger Martial Arts Szenen spendiert – dies sage ich nur, damit keine falschen Erwartungen entstehen.

Der Film hat mir sehr gut gefallen. Vergleiche mit Teil eins kann ich aktuell nicht mehr bieten, da ich diesen viel zu lange nicht gesehen habe (meinem alten Review ist zu entnehmen, dass mir dieser weniger gut gefiel als die Fortsetzung – muss aber aktuell nichts mehr heissen). Teil zwei macht für sich allein gesehen sehr viel Spass.

Nebst coolen Kampfszenen, vor allem von Sammo Hung, besticht der Film vor allem auch durch seine Settings, seine Gruselstimmung, seine Geister- und Fantasy-Elemente inklusive sonderbarer Riten und Duelle der Zauberer. In dieser Rolle geht Lam Ching-Ying immer auf, aber auch sein Gegenüber, Huang Ha, gibt einen glaubhaften und charismatischen Magier ab. Nebst Affenzauber-Kampfduell gibt es zu sehen:

Vampire (Anfang des Filmes), Mumien (Finale), Snake Kämpfer (Finale), Hunde (werden u.a. geköpft), fliegende Feuer- und Laserbälle inklusive Explosionen und fliegende Sargdeckel, Seelentausch mit einem Schwein, einen weiblichen Geist, ein telepathisches Duell der Zauberer, tote Frösche, die aufgeschnitten werden und tausende von Schaben, die als Blutersatz aus zwei Zombies «krabbeln». Vor allem der Kampf von Sammo Hung gegen die zwei Zombies war stark – ein erwachsenes und ein Kind-Zombie. Die Make-Up Masken erinnerten mich an The Return of the Living Dead und die Idee mit dem sich teilenden Schädel, aus welchen Schauben krabbeln, erinnerte mich an Nightwish.

Das Finale ist, gerade wegen seiner vielen abgefahrenen Ideen und Bedrohungen (Magie, Mumien, Hunde, Kämpfer…) erstklassig. In dieser Rolle hat mir spezifisch Collin Chou (Flash Point, City of Darkness) und sein Kampf gegen Sammo Hung sehr gut gefallen.

Fazit: Wer Teil eins mochte und Sammo Hung und Co. allgemein mag, sollte sich diese Fortsetzung nicht entgehen lassen! Es lohnt sich!

Infos:

O: Gui yao gui

HK 1989

R: Ricky Lau

D: Sammo Hung, Lam Ching-Ying, Mang Hoi, Wong Man-Gwan, Huang Ha, Mimi Kung Chi-Yan, Teddy Yip Wing-Cho, Andrew Lam Man-Chung, Collin Chou

Laufzeit der HK-LD: 98:34 Min.

Gesehen am: Jan. 2012 / Review überarbeitet: 09.01.20

Fassungen: Mir lag nebst Bootleg DVD die HK-LD von Mei Ah vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, feste englische Subs und Widescreen Bildformat. Auf DVD gibt es den Film bis dato nur von HK Vidéo in Frankreich – sicherlich qualitativ die beste Fassung. Problem: keine englischen Subs. Nebst VHS aus Japan gäbe es noch ein VHS aus den USA (Pan-Asia) und aus England (O-Ton und englische Subs). Eine deutsche Fassung, eine VCD und eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Jan. 2020).

Pedicab Driver Review

Pedicab Driver

Story:

China in den 30ern:

Fat Tung (Sammo Hung) und seine Freunde Malted Candy (Max Mok), Rice Pudding (Mang Hoi) und San Cha Cake (Lowell Lo Koon-Ting) schlagen sich mit einfachen Jobs durchs Leben (als Pedicab Driver). Rice Puddings Frau ist schwanger, während Fat Tung sein Glück bei Bing (Nina Li Chi) versucht und Malted Candy sich in eine Kundin (Fennie Yuen Kit-Ying) verliebt. Was er jedoch nicht weiss: diese arbeitet als Prostituierte, was das Verhältnis zu seinen Freunden erschüttert, als dies ans Licht kommt. Die Freunde planen ihr zu helfen, doch der schmierige Zuhälter und Gangsterboss Master 5 (John Shum Kin-Fun) und seine Männer (Billy Chow, Eddie Maher, Chung Fat) können das nicht zulassen und gehen dabei über Leichen…

Meine Meinung:

Pedicab Driver, in Macao gedreht und im China der 30er spielend, ist ein sehr guter Film von und mit Sammo Hung (The Bodyguard) den ich nach neuster Sichtung jedoch nicht mehr zu dessen besten Werken zählen würde. Bei meiner Erstsichtung war ich definitiv zu euphorisch. Dies ist nun nicht mehr der Fall. Das liegt an folgenden Gründen:

Für meinen Geschmack gabs klar zu wenig Action. Und zu viele Füllszenen und Längen. Besonders die Szenen mit Maria Cordero (Song gesungen für School on Fire) aber vor allem diese mit Sun Yueh hätte man von mir aus zugunsten einer strafferen Laufzeit weglassen oder durch Actionszenen ersetzen können. Vor dem Finale gabs dann auch einige zu dramatische Szenen (Max Mok und wie dessen Freunde versuchen, das Herz seiner Freundin zurückzuerobern) die einfach lahm waren.

Sicher, durch viele Old School Kung Fu Filme, die zuweilen extrem viele Trainings- und Kampfszenen bieten, wurde mein aktuelles Empfinden sicherlich beeinflusst (geschädigt), dennoch hätten mehr Actionszenen Pedicab Driver nicht geschadet. Auch bei den Shaw Brothers wurde deutlich mehr gekämpft…

In der ersten halben Stunde (inklusiv doofem Star Wars Joke) gibt es nur zwei kurze Actionszenen – gleich zu Beginn, in welcher nur 1-2 Szenen von Sammo Hung überzeugen (plus krasser Eric Tsang Stunt = war wohl ein Double) und eine kurze Szene, in der Dick Wei, der Mal keinen Bösewicht spielt, von John Sham (gibt einen wunderbaren schmierigen und fiesen Gangsterboss ab – aber Achtung: viel Overacting!) Männern rangenommen wird.

Danach gibt es bis zum Finale eigentlich nur noch eine Action-Szene – diese ist dann zusammen mit dem Finale die beste im Ganzen Film. Sammo Hung darf sich in einem langen Kampf gegen Shaw Brothers Star Liu Chia-Liang (Martial Club) messen – und beide brillieren in dieser Szene. Allein deshalb ist der Film schon sehenswert! Zuerst wird ohne Waffen, dann mit Stöcken gekämpft – spektakulär choreographiert und ohne wirklichen Sieger endend, um beiden Stars gerecht zu werden!

Vor dem Finale ändert der Ton des Filmes (von Love-Story bis zur Komödie bis zum Drama) und es wird düster – diese Szenen waren klasse und geben dem Finale, welches folgt, dann die richtige Intensität und Stimmung, in welcher alle Beteiligten, schauspielerisch und von den Actionszenen her, zu überzeugen vermögen. Sammo Hung darf im Finale zuerst gegen Eddie Maher (New Killers in Town), der Anfang 2019 überraschend verstarb, und danach gegen Billy Chow (Fist of Legend) ran – wobei letzterer einen wunderbar harten Hund und Gegner abgibt! Max Mok (Lantern) gefällt vor allem in seinen letzten Szenen während Gaststars wie Corey Yuen (The Nocturnal Demon) zu Beginn auftauchen und/oder andere Rollen leider einer Potenzialverschwendung gleich kommen = Lam Ching-Ying (Rape in Public Sea). Mang Hoi (besorgte u.a. die Action für Above the Law) darf Sammo Hung im Finale unterstützen – ihm sehe ich grundsätzlich immer gerne zu. Willkommenes Gesicht.

Fazit: Sehr gute Arbeit und Must See Titel für alle Sammo Hung Fans – aber erreicht nicht die Qualität von anderen Sammo Hung Werken (z.B. Eastern Condors).

Infos:

O: Qun Long Xi Feng

HK 1989

R: Sammo Hung

D: Sammo Hung, Max Mok, Mang Hoi, Lowell Lo Koon-Ting, Nina Li Chi, Fennie Yuen Kit-Ying, John Shum Kin-Fun, Billy Chow, Eddie Maher, Chung Fat, Liu Chia-Liang, Maria Cordero, Eric Tsang, Dick Wei, Corey Yuen, Lam Ching-Ying

Laufzeit der US-DVD:

Gesehen am: Dez. 2009 / Review überarbeitet am: 09.01.20

Fassungen: Zu empfehlen ist die US-DVD von Warner (Warner Archive Collection) = so gut sah der Film bildtechnisch nie aus! Dazu gibt’s zum O-Ton englische Subs und es handelt sich um die Uncut Fassung (einige Bootlegs und die HK-LD sind nur zensiert). Eine deutsche Fassung und/oder Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Jan. 2020).