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Sonntag, 16. Oktober 2022

The Beach House Review

Horroktober 2022
The Beach House

Story:

Emily (Liana Liberato) und Randall (Noah Le Gros) planen ihre Beziehungsprobleme an einem Wochenende in einem abgelegenen Strandhaus zu bereinigen. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

The Beach House kaufte ich nur, da ich von Bodyhorror-Inhalten las. Und, wenn ich nicht irre, von einem Slow-Burner Plot. The Beach House konnte mich jedoch gar nicht überzeugen. Die 1. Hälfte ist lahm und das grösste Problem ist die Tatsache, dass einem die Figuren und deren Charakterisierung total egal sind. Die Beziehungsprobleme haben mit dem Verlauf des Plots kaum etwas zu tun.

Aber auch die 2. Filmhälfte überzeugt wenig: lahme Nebel-Settings, kaum Effekte, keine Antworten was passiert und vor allem fast kein Body-Horror-Inhalt. Schade. Die 2. Filmhälfte ist zwar jene, die mehr Horrorparts aufweist, wenn man so will, aber in dieser kämpfte ich gegen das Einschlafen und mehrfach bin ich fast weggepennt.

Der Film ist zwar ganz gut gemacht und schaut schick aus (schon fast zu schick), aber die ungenügende Charakterisierung der Figuren und vor allem die wenig wechselhaften und wiederholenden Nebel-Settings (fand ich lahm und alles andere als stimmungsvoll) wirkten sich negativ auf den Film aus. Einige Füllszenen waren unpassend und dienten nur dazu, den Film zu strecken (Drogenkonsum).

Trotz einer Laufzeit von nur 87 Minuten (mit Abspann) wirkte die Laufzeit gefühlt viel länger. Es gab im ganzen Film nur eine einzige wirklich tolle Szene: und das war die mit dem Fuss! Mehr sage ich dazu nicht, um Überraschungen nicht zu verderben! Aber das ist die einzige Szene, in der Gefühle beim Zuschauer entstehen! Eine gute Szene in 87 Minuten? Zu wenig, um in die Sammlung aufgenommen zu werden…

Fazit: Leider langweilig statt fesselnd und viel zu wenig Bodyhorror. Schade! Da wäre mehr möglich gewesen…

Infos:

O: The Beach House

USA 2019

R: Jeffrey A. Brown

D: Liana Liberato, Noah Le Gros, Jake Weber, Maryanne Nagel, Michael Brumfield, Matt Maisto

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 87:55 Min.

Gesehen am: Okt. 2022

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Koch Films vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität. Wendecover vorhanden.

Samstag, 15. Oktober 2022

Sketch Review




 
Horroktober 2022

Sketch

Story:

Inspektor Hank Chin (Newton Lai Hon-Chi) wird zusammen mit einer traumatisierten Ehefrau Jun (Doris Law Pooi-Chi) in eine Kleinstadt versetzt. Dort ermittelt er mit seinem Partner Chung Ng (Stanley Fung) in einer Mordserie. Mehrere Verdächtige (Wong Ching, Cheng Lei) kommen in Auswahl…

Meine Meinung:

Sketch sah ich das erste Mal 2011. Ich wusste kaum mehr etwas. Ich wusste, dass das Master ziemlich dunkel ist und dass der Film gestohlene Musik aus John Carpenters Das Ding aus einer anderen Welt beinhaltet. Und das Genre: Horror/Slasher. Mehr wusste ich nicht mehr. Also freute ich mich auf die 2. Sichtung zu Sketch. Einer 1983er Hong Kong Produktion von und mit Wong Ching (Eagle Shadow Fist, The Imp).

Sketch ist ein Mix aus Thriller, Slasher und Backwood-Film. Hat mich teilweise an The Beasts erinnert (nicht nur aufgrund Wong Ching). Wie aufmerksam Leser wissen, mag ich solche Kleinstadt-Settings gerne. So auch hier. Der Cast und die Figuren haben mir auch zugesagt. Teilweise leicht übertrieben und unsympathisch (z.B., dass Hank seiner traumatisierten Frau nicht glaubt), aber die allgemein stereotypische Darbietung und Klischees mochte ich. Die Punks nervten auch deutlich weniger als während der 1. Sichtung.

Ich mag Krimi-Plots. Der Film ist in Sachen Effekte und Kills zwar mehrheitlich harmlos, aber die Tötungsszenen sind wunderschön stimmungsvoll in Szene gesetzt und fies. Da kam mehr als nur einmal Giallo-Feeling auf. Tipptopp. An der Seite von Newton Lai Hon-Chi agiert nebst Wong Ching der zweite grössere Name: Stanley Fung (Ghost in Me, The Owl vs Bombo, Raid on Royal Casino Marine). Dieser spielte öfters Polizisten in seiner Filmkarriere. Unverkennbar ist ein Markenzeichen: sein Schnauz!

Dass die unheimlichen Mordszenen mit Morricones Musik aus The Thing versehen wurden, fand ich auch bei der 2. Sichtung super. Ein bisschen Kung Fu Darbietungen inklusive Drachentanz sowie wenig HK-Klamauk darf es auch sein (Cheng Lei als Höschen Fetischist oder Lung Tin-Sangs Rolle). Wong Ching nimmt man die Rolle als Jugendlicher-Halbstarker hingegen gar nicht ab, dafür ist er definitiv zu alt. Das Finale im Krankenhaus fand ich sehr gelungen!

Fazit: In einer restaurierten Fassung im Originalbildformat wäre der Film sicher nochmals eine ganze Stufe sehenswerter als in dieser Form! Ob jemand was Besseres erscheinen wird? Wahrscheinlich nicht, aber die Hoffnung stirbt zuletzt!

Infos:

O: Xie Zhong Xie

HK 1983

R: Wong Ching

D: Wong Ching, Newton Lai Hon-Chi, Doris Law Pooi-Chi, Stanley Fung, Cheng Lei, Lung Tin-Sang

Laufzeit der HK-VCD: 53:08 Min. (1. VCD), 38:13 Min. (2. VCD)

Neusichtung am: Okt. 2022

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Mei Ah vor = Wahrscheinlich Uncut, O-Ton, feste englische Subs, mässige bis zu dunkler Bildqualität. Es gibt noch eine VHS in Südkorea. Wahrscheinlich im O-Ton und ohne englische Subs. Wie diese qualitativ ausgefallen ist (und/oder Zensur ja/nein) ist mir nicht bekannt. Und dann scheint es noch ein US-VHS von Rainbow Video zu geben. Online gibt es qualitativ bessere und hellere Prints zum Film (jedoch ohne englische Subs). Eine restaurierte Blu-Ray im Originalbildformat wäre wünschenswert. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (DVD, Blu-Ray oder eine deutsche Fassung gibt es nicht, Stand: Okt. 2022).

Freitag, 14. Oktober 2022

Strange Hostel of Naked Pleasures Review



 
Horroktober 2022

Strange Hostel of Naked Pleasures

Story:

In einem Hostel, welches von Coffin Joe (José Mojica Marins) betrieben wird, geht es nicht mit rechten Dingen zu. Noch feiern die Gäste fröhlich, aber im Verlauf der Nacht sollte sich dies ins Negative ändern…

Meine Meinung:

Strange Hostel of Naked Pleasures sah ich einmal als Jugendlicher als DVD-R Kopie, welche ich, wenn ich nicht irre, über ein dazumal Online gestelltes Schweizer-Filmforum bekam. Seither sah ich den Film nicht mehr. Strange Hostel of Naked Pleasures kann, wie bereits The Strange World of Coffin Joe, nicht an die Klassiker von José Mojica Marins (At Midnight I'll Take Your Soul, This Night I Will Possess Your Corpse) heranreichen. Daher überrascht es auch nicht, dass der Film ausserhalb Brasiliens weniger bekannt ist als die zwei genannten Filme.

José Mojica Marins, der hier an der Seite von Marcelo Motta Regie führte und eine der Hauptrollen spielt, macht dies souverän. Dem Coffin Joe guckt man einfach gerne zu. Der Film beginnt ganz interessant, flacht dann aber ab. Budget war wohl nur wenig vorhanden. Der Plot ist zahm und Effekte oder richtiger Horror dürfen kaum erwartet werden. Interessant ist hingegen, dass ziemlich viel nackte Haut zu sehen ist.

Den Film würde ich, hätte ich den einzeln und nicht in einer Box, aus der Sammlung verbannen. Denke nicht, dass ich den Film je wieder schauen würde. Ein Totalausfall ist Strange Hostel of Naked Pleasures dank den letzten 20 Minuten dennoch nicht geworden, denn erst dort kommen die wirklich guten Szenen vor. Da gibt es dann auch viele Tiere (Schlagen, Spinnen etc.), Aufnahmen einer echten Herz-OP (bzw. eines schlagenden Herzens) und simple Blut-Effekte zu sehen. Von der Optik und dem Spiel der Farben (glaub rot und blau) fühlte ich mich an Bava und Co. erinnert.

Fazit: Nur für Hardcore Coffin Joe Fans zu empfehlen! Alle anderen bleiben bei At Midnight I'll Take Your Soul & This Night I Will Possess Your Corpse…

Infos:

O: A Estranha Hospedaria dos Prazeres

Brasilien 1976

R: José Mojica Marins, Marcelo Motta

D: José Mojica Marins, Cacador Guerreiro, Maribeth Baumgarten, Luiza Zaracausca, Marino, Alfredo Almeida

Laufzeit der UK-DVD: 79:04 Min.

Neusichtung am: Okt. 2022

Fassungen: Siehe The Strange World of Coffin Joe!