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Freitag, 3. März 2023

Die Nackten und die Bestien Review

Die Nackten und die Bestien

Story:

 

Eine Frauenbande um sieben Frauen (Yuri Yamashina, Genshû Hanayagi, Mari Tanaka, Keiko Tsuzuki, Keiko Aikawa, Michiyo Mako, Setsuko Oyama) zieht durchs Land. Ihr Ziel: stehlen und verkaufen. Und: ihre sexuellen Vorlieben befriedigen. Als sie jedoch eine grosse Anzahl Schusswaffen erbeuten zieht das negative Folgen nach sich…

 

Meine Meinung:

 

Die Nackten und die Bestien aka The Naked Seven hat mich nicht überzeugt. Zum Glück befindet sich noch In den Krallen der Yakuza als Bonusfilm im Set, sonst würde ich die DVD sogar zu verkaufen versuchen und/oder entsorgen. Die Nackten und die Bestien stammt von Yasuharu Hasebe, der unter anderem für Werke wie die sehenswerten Massacre Gun, Retaliation, die relativ unspektakulären und überbewerteten Stray Cat Rock Filme (Stray Cat Rock: Sex Hunter!, Stray Cat Rock: Delinquent Girl Boss, Stray Cat Rock: Machine Animal) oder später für Pornofilme wie Assault! Jack the Ripper, Rape! oder Rape! 13th Hour zuständig war. Seine bekannteste Arbeit dürfte Female Prisoner #701 Scorpion: Grudge Song sein (der 4. Teil der Female Prisoner #701 Scorpion Reihe).

 

Die Nackten und die Bestien ist quasi ein Frauengang-Film im klassischen Samurai-Setting. Auch Sukeban genannt. Solche Frauengang- oder Frauen-Biker-Filme haben mir schon zuletzt weniger gut als früher gefallen – siehe Delinquent Girl Boss: Worthless to Confess. Andere dürften folgen. Die Nackten und die Bestien ist ein schräger Film und nicht alles ist schlecht: teilweise ist der Film optisch verdammt interessant und hübsch anzusehen. Die Mädels so oder so. Dann gibt es 1-2 blutige Schwertkampf-Action zu sehen. Die Mädels werden von Yuri Yamashina (Woods are Wet), Genshû Hanayagi (Der Wüstling), Mari Tanaka, Keiko Tsuzuki (Female Prisoner #701: Scorpion), Keiko Aikawa (Bohachi Bushido: Code of the Forgotten Eight), Michiyo Mako und Setsuko Oyama (Flower & Snake) gespielt.

 

Aber alles in allem überwiegen für mich die negativen Facetten. Trotz seiner nur 76 Minuten Laufzeit war der Film echt lahm. Die Füllszenen sind meist 08/15 Sex-Szenen. Weder spezifisch erotisch noch ästhetisch. Das Editing ist schlecht, was aber sicher auch mit der japanischen Zensur zusammenhängt. Schwarzbilder für ein Frame einzublenden, statt Fogging Zensur. Doof ist beides. Die Musiknummern waren deplatziert. Der Film ist mehr Sex-Klamotte und Satire, statt echte Exploitation. Die deutsche Sprachfassung tut ihr übriges dazu. Der Film war in meinen Augen viel zu harmlos. Sämtliche Figuren bleiben blass. Und der Plot ist total wirr und irgendwie unzusammenhängend und auch im Ton wechselhaft.

 

Fazit: Nur bedingt zu empfehlen und sicher Geschmackssache. Mir war der Film zu langweilig und zu harmlos = wird nicht mehr geschaut! Lieber In den Krallen der Yakuza nochmals gucken…

 

Infos:

 

O: Sengoku rokku: Hayate no onna-tachi

 

Japan 1972

 

R: Yasuharu Hasebe

 

D: Yuri Yamashina, Genshû Hanayagi, Mari Tanaka, Keiko Tsuzuki, Keiko Aikawa, Michiyo Mako, Setsuko Oyama

 

Laufzeit der deutschen DVD: 76:12 Min.

 

Gesehen am: 16.02.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von CineClub vor = Uncut, Deutsch/Japanisch mit deutschen Subs (starke deutsche Synchro), gute Bild- und Tonqualität. Die Zensur mit den Schwarzbildern betrifft alle Fassungen. Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Feb. 2023). Bonusfilm: In den Krallen der Yakuza.

Donnerstag, 2. März 2023

Mad Rose Review



Mad Rose

Story:

Lu I-Chan wird von einem Unbekannten (Ma Sha) vergewaltigt. Sie sinnt auf Rache. Zusammen mit anderen Frauen/Opfern tut sie sich zusammen, um sich an vergewaltigenden Männern zu rächen. Hauptziel ist aber Ma Sha. Männliche Opfer ruft jedoch auch die Polizei (u.a. Ng Yuen-Jun) auf den Plan…

Meine Meinung:

Mad Rose ist ein Taiwan Black Movie à la Underground Wife, The Nude Body Case in Tokyo, Don’t Love Any Stranger, The Lady Avenger, Who Knows About Me, The Guy at Simenting, Fury of a Virgin, Kill for Love, Golden Fists of a Duo oder Virago. Was ist ein Taiwan Black Movie? Ende der 70er und Anfang der 80er wurden B-Filme mit diversen Inhalten wie Sex, Gewalt, Rape & Revenge, Selbstjustiz, Exploitation aber auch Themen wie Glücksspiel, Liebesgeschichten, Dramen und Sozialkritik (quasi gegen das Gesetz zu verstossen lohnt sich nicht!) auf de Menschhit losgelassen, nachdem die Zensur (im Film/Kino) gelockert wurde!

Oft mit/von bekannten Namen wie Ma Sha (angeblich ein Real-Life Gangster), Eagle Lee, Elsa Yang (The Woman from Hell), Wang Kuan-Hsiung (Chase Step by Step), Chester Wong Chung-Gwong (Butcher), Chen Sing (Die Depesche des Todes), Ulysses Au-Yeung Jun (The Woman from the Hell), Lu I-Chan oder Chang Chih-Chao (Handsome Vagabond). Es sei jedoch zu sagen, dass die Filme dennoch meist, gerade im Bezug mit anderen Ländern, noch relativ harmlos und zahm waren. Richtig derb blutige wurde es selten, explizit schon gar nicht und nackte Tatsachen sind praktisch, trotz hier und da Rape & Revenge Inhalten, Fehlanzeige.

Im Vergleich zu Mad Rose gibt schlechtere aber auch bessere solche Filme. Was man Mad Rose nicht vorwerfen kann ist, dass er langweilig ist. Da geht die Post ab und das Ganze ist mehr oder weniger relativ unterhaltsam und kurzweilig, auch in der Mandarin Fassung mit (für mich unverständlichen) koreanischen Subs (ggf. wurde das Vollbild noch gezoomt, wer weiss das schon). Der Film ist zwar wenig explizit, sah aber, und das überrascht, Uncut aus (die Koreaner zensieren nicht selten willkürlich).

Lu I-Chan trommelt im Film eine ganze Frauenbande zusammen, die Selbstjustiz verüben (hatte was von den Mädels im The Dignified Killers Finale). Während der Rape und/oder den Action-Szenen hört man Dauerschleifen-Musik aus Dawn of the Dead. Ein weiteres Musikstück konnte ich nicht zuordnen, kam mir aber auch sehr bekannt vor. Teilweise auch trashig und unfreiwillig komisch (die "Trainingsszene", welche an Virago erinnert). Ma Sha war als Gangster, Frauenschläger und Vergewaltiger-Hauptbösewicht fies sympathisch. Starke Leistung von ihm. Oben ohne kamen sogar Michael Chan Wai-Man Vibes auf (dank den Tattoos).

Fazit: Solider Taiwan Black Movie!

Infos:

O: Fen Nu De Mei Gui

Taiwan 1982

R: Chester Wang Chung-Kuang

D: Lu I-Chan, Ma Sha, Ng Yuen-Jun,

Laufzeit der koreanischen VHS: 89:07 Min.

Gesehen am: 17.11.22

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Sam Boo Production vor = Wahrscheinlich Uncut, Vollbild (vielleicht noch gezoomt), O-Ton, koreanische Subs. Daneben gibt es noch VHS aus China (keine englischen Subs, zensiert), HK (dito, aber weniger stark zensiert) und eine Uncut DVCD (China). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2022).