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Donnerstag, 20. Februar 2025

The 36 Deadly Styles

The 36 Deadly Styles

Story:

Bösewichte (Lau Kwok-Shing, Bolo Yeung, Hwang Jang-Lee) terrorisieren die Gegend. Eine Gruppe von Helden (Fan Mei-Sheng, Nick Cheung Lik, Jeannie Chang Yung-Yung) stellt sich ihnen entgegen…

Meine Meinung:

The 36 Deadly Styles ist der bisher schwächste Beitrag in EUREKA!s Box-Set "Cinematic Vengeance!", den ich sah. Da waren The Shaolin Kids und vor allem 7 Grandmasters deutlich besser. Auch allgemein und abgesehen von der Eureka Box stellt The 36 Deadly Styles wohl einen der schwächeren Filme von Joseph Kuo (Mystery of Chess Boxing, The Unbeaten 28, Born Invincible) dar. Der Grund ist der massiv komplizierte und unzusammenhängende Plot. Der Film bietet quasi zwei Plots und ob die zusammen überhaupt eine Rolle spielen, kann ich nicht Mal sagen. Man könnte das Gefühl bekommen, dass hier aus zwei Filmen ein Film gebastelt wurde.

Der Humor und Klamauk sind mühsam wie auch das Overacting einiger Figuren wie. Chan Lau, der zu Beginn des Films den späteren Helden Nick Cheung und seinen Onkel durch die Wälder jagt, bevor sie Zuflucht in einem Shaolin-Tempel finden, nervt in diesen Szenen. Später kommen ultrabillige und lächerliche Perücken dazu. Die Haarpracht von Lau Kwok-Shing und Bösewicht Hwang Jang-Lee (The Uninvited Guest of the Star Ferry), der praktisch nur gegen Ende vorkommt, sind schlimm. Noch viel schlimmer und absolut lächerlich hat es jedoch Bolo Yeung (Bolo) erwischt. Das Ding muss ihn auch bei den Kampfszenen im Sehen beeinträchtigt haben…

Die Kampfszenen sind dabei solide und werden später, wenn sich auch eine Art Haupt-Geschichte bildet, besser und besser. Auch das ist im Old School Kung Fu Genre nichts Neues. Aber so schlecht oder belanglos wie hier, wurde es selten umgesetzt. Die besten Trainings- und Kampfszenen kommen im letzten Viertel vor, wenn Bolo Yeung, Hwang Jang-Lee, Nick Cheung, Mädel Jeannie Chang und Shaw Brothers Star Fan Mei-Sheng (Mysterious Footworks of Kung Fu) mehr und mehr in den Vordergrund geraten. Der Ton des Filmes wird auch ernster und der Finalkampf und das Ende von Hwang Jang-Lee ist dann sogar überraschend blutig geraten.

Fazit: Nur für Freaks von Old School Kung Fu Komödien zu empfehlen! Alle anderen schauen besser Drunken Master und Co.

Infos:

O: Mi Quan San Shi Liu Zhao

HK 1979

R: Joseph Kuo

D: Lau Kwok-Shing, Bolo Yeung, Hwang Jang-Lee, Fan Mei-Sheng, Nick Cheung Lik, Jeannie Chang Yung-Yung, Yeung Chak-Lam, Chan Lau, Jack Long Shi-Chia

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 92:17 Min.

Gesehen am: Okt. 2009 / Neusichtung am: 13.12.24

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von EUREKA! Via "Cinematic Vengeance!" Box vor. In dieser sind mehrere Filme von Joseph Kuo enthalten plus Karten, Booklet etc. Zu The 36 Deadly Styles: Uncut, O-Ton mit englischen Subs, Audiokommentar als Bonus, hervorragende Bild- und Tonqualität. In Deutschland ist der Film Uncut und in Deutsch auf DVD raus. Von diversen Anbietern. Ohne O-Ton. Titel: Die Acht tödlichen Schläge.

Mittwoch, 19. Februar 2025

Angel Terminators

Angel Terminators

Story:

Gangster Sawada (Kenneth Tsang Kong) kehrt nach sieben Jahren Exil aus Thailand nach Hong Kong zurück. Dort bringt er Gangster-Boss Bin (Shum Wai) um, der ihn vor sieben Jahren betrog und reisst die Macht an sich. Zusammen mit seiner Bande (Nishiwaki Michiko, Alan Chui Chung-San, Dick Wei, Mark Houghton, Bruce Fontaine) hat er nun das Sagen. Doch zwei Probleme tun sich auf: zum einen will er seine Ex-Frau (Carrie Ng) zurück, welche jedoch inzwischen mit einem Polizisten verheiratet ist, zum anderen sind zwei Cops (Sharon Yeung Pan-Pan, Kara Hui) hinter Sawada her…

Meine Meinung:

Angel Terminators sah ich lange nicht mehr. Es handelt sich um einen Anfang der 90er Jahre Actionfilm aus Hong Kong. Ein sogenannter Girls with Guns Streifen. Der Film von Wai Lit ist sehenswert. Umso fragwürdiger ist die Tatsache, dass Wai Lit in seiner Karriere nur zwei Mal auf dem Regiestuhl sass. Ansonsten fungierte er vor allem als Schauspieler vor der Kamera (Queen's High, Heart of Danger, Ghost Nursing), wobei er vor allem kleine Rollen gespielt hat. Angel Terminators war kein Flop, daher kann ich nicht mutmassen, warum er danach keine weiteren Filme mehr realisierte.

Mit Angel Terminators hat Wai Lit auf jeden Fall einen der besseren Girls with Guns Beitragen auf die Menschheit losgelassen. Der Plot ist dabei simpel. Auf der einen Seite haben wir die Bösewichte, auf der anderen Seite die Helden (= Cops). Und Carrie Ng spielt die dritte Geige und gerät zwischen die Fronten, um noch etwas mehr Plot und einen leichten Hauch von Dramatik in den ansonsten 08/15 Inhalt zu bringen. Dabei sind unzählige bekannte Namen mit an Bord. Kenneth Tsang Kong (Paragon of Sword and Knife), Shum Wai (The Protector), Nishiwaki Michiko (In the Line of Duty III), Alan Chui Chung-San (The 7 Grandmasters), Dick Wei (The Champions), Kara Hui (Behind the Curtain), Carrie Ng (Thunder Cop), Sharon Yeung (Duell der 7 Tiger) oder Gweilo Mark Houghton (Fight Back to School 2).

Besonders Fans von kämpfenden und schiessenden Mädels kommen voll auf ihre Kosten. Sharon Yeung, die schon zu Old School Kung-Fu Zeiten zulangte und Kara Hui, ein ehemaliger Shaw Brothers Star, gefallen in ihren Rollen. Auf der Gegenseite mimt Japanerin Nishiwaki Michiko gekonnt die Rolle des Bösewichts und der Rächerin, die den Tod von Alan Chui Chung-San (toller Stunt, der sein Leben im Film aushaucht) zu rächen versucht. Dick Wei, immer gut als Bösewicht, kommt erst gegen Ende vor. Kenneth Tsang gibt einen wunderbaren Fiesling ab. Shum Wai und Carrie Ng haben Nebenrollen. Der Film hätte auch ohne diese Sequenzen funktioniert.

Das Tempo des Filmes ist hoch. Es gibt viele spektakuläre und abwechslungsreiche Action-Szenen zu sehen. Dazu passende Settings wie abgelegene Hallen, Fabriken oder Baustellen. Die Actionszenen bestehen aus Verfolgungsjagden, schmerzhaften Stunts, blutigen Shoot-Outs und stark choreographierten, harten Kampfszenen. Die Actionszenen hat der Film Jacky Chen Shao-Lung zu verdanken, der u.a. für die Action in Filmen wie Love Me Vampire, Of Cooks and Kung Fu oder Master Killers zuständig war. Ein weiterer Star, der seine Erfahrungen bereits im Old School Kung Fu Sektor sammelte.

Fazit: Toller Girls with Guns Film. Must Have Titel!

Infos:

O: Gwang Tin Wong Ga Cheung

HK 1992

R: Wai Lit

D: Kenneth Tsang Kong, Shum Wai, Nishiwaki Michiko, Alan Chui Chung-San, Dick Wei, Carrie Ng, Sharon Yeung Pan-Pan, Kara Hui, Mark Houghton, Bruce Fontaine

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 92:35 Min.

Gesehen am: Jan. 2007 / Neusichtung am: 13.12.24

Fassungen: Früher sah ich den Film via HK- oder wahrscheinlicher als Tai Seng DVD. Diese habe ich schon länger verkauft, nachdem das deutsche Label Shamrock Media ihre Blu-Ray angekündigt hatten. Diese kann sich in der Tat sehen lassen. Der Film kommt als Mediabook mit DVD, Blu-Ray und Booklet (in welchem eine Seite scheinbar zu drucken vergessen ging) daher. Uncut, mit O-Ton und Subs. Die Bild- und Tonqualität ist der Wahnsinn. Den Film sah man noch nie in einer solch schönen Qualität. Im Bonusmaterial (bei deutschen Vös eher selten, da kein Geld dafür) lohnt sich das kurze (ca. sieben Minuten) Extra "Evil Gweilos Speak up!", in welchem Mark Houghton, Jeff Falcon und Co. zu Wort kommen. Dank gilt Toby Russell, der das Material zur Verfügung gestellt hat.

Dienstag, 18. Februar 2025

Twins of Kung Fu

Twins of Kung Fu

Story:

Michelle Yim und ihr Vater (Lam Kau) erreichen ein kleines Dorf. In diesem sorgen sie mit kunstvollen Auftritten und auf der Suche nach einem Ehemann für Michelle für spassiges Aufsehen. Weniger spassig ist die Tatsache, als später im Wald Leichen gefunden wird. Als Bösewicht Jason (Jason Pai Piao) mit seinem Vater (Leung Pasan) auftaucht, nehmen die Helden (u.a. Addy Sung Gam-Loi, Michelle Yim, Jacky Liu Hong-Yi, Simon Yam) den Kampf gegen die Bösewichte auf…

Meine Meinung:

Aka Twins. Ich besuchte Mitte Dez. meinen Kumpel. Wohl der grösste Kung-Fu Fan, den ich kenne. Auch jener, mit dem grössten Fachwissen. Ich schickte ihm Wochen vor dem Treffen einige Titel, wovon ich zwei gerne schauen würde. Ich habe mich da einfach an Stars, die mich interessieren, orientiert. Ich schickte ihm einige Titel mit u.a. Chang Yi (The War of the Boundary, Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue), Chen Kuan-Tai (Gang Master, Blood Brothers) und Jason Pai Piao (Kung Fu Gang Busters, Portrait in Crystal, Men from the Gutter).

Und aus mehreren Filmen durfte ich dann zwei auswählen. Zum einen The Ming Patriots mit Chang Yi, zum anderen Twins of Kung Fu mit Jason Pai Piao. Von Twins of Kung Fu, der in Datenbanken auch lediglich nur Twins heisst (der On-Screen-Titel lautet jedoch Twins of Kung Fu), wusste ich im Vorfeld nichts. Der Kollege informierte mich nur, dass es andere Fassungen gibt, die kürzer sind (ca. 75 Minuten) und dass es sich um eine Kung Fu Komödie handelt. Der Film ist zudem wenig bekannt, wenn ich in Datenbanken nach Reviews suche.

Durch den Erfolg der Jackie Chan Filme Drunken Master und Co. waren ab 1979 Kung Fu Komödien auf dem Markt gefragt. Leung Pasan und Lam Yee-Hung, warum beide als Regisseur gelistet werden ist mir nicht bekannt, haben schlussendlich einen soliden Beitrag mit etwas wirrer und konfuser Story auf die Menschheit losgelassen. Leung Pasan hat den Low-Budget Film auch produziert, spielt den Bösewicht und war auch für die Choreographie zuständig. Laut Datenbank ist dies sein Regie-Debüt, wobei Leung Pasan immer wieder auch als Darsteller (The Twin Dragons) und Choreograph (The Death of Bruce Lee) tätig war.

Er kommt aber erst ab ca. einer Stunde erstmals vor. Der Plot ist, wie bei vielen anderen Kung Fu Komödien aus der Zeit, nicht gradlinig. Lange hat der Zuschauer keinen Plan, um was es geht. Es geht im Film zuerst um örtliche Figuren und viel unlustigen Klamauk. Für den "Humor" ist die Truppe um den schielenden Yue Tau-Wan (Shaolin Prince), den auch schielenden Addy Sung Gam-Loi (The Informer), Hon Kwok-Choi (der mich schon in anderen Filmen nervte), Jacky Liu Hong-Yi (mutiert dann zum Helden) und, und das ist die grösste Überraschung, mit einem sehr jungen Simon Yam (Run and Kill) zuständig.

Simon Yam sah ich, wenn ich mich nicht irre, noch nie in einem Old-School Kung Fu Film. Erst mit dem Auftauchen von Michelle Yim (Dress Off for Life) wird der Film besser. Die bringen bessere Kampfszenen in den Film. Die Qualität nimmt zu. Dazu gibt es à la Fong Sai Yuk eine Sequenz, in welcher Michelle Yim Zuschauer zum Kampf auffordert und der Gewinner bekommt als Preis eine Heirat mit ihr spendiert. Jason Pai Piao, auch als Bösewicht mit dabei, taucht auch erstmal kurz vor der 60. Minute auf. Er spielt also nur im letzten Viertel des Filmes mit. Er spielt nebst Leung Pasan den Bösewicht. Ab diesem Zeitpunkt wird der Film richtig gut. Es folgen Trainingsszenen und danach das Finale. Und diese Szenen machen richtig viel Spass, sind spektakulär choreographiert und mit viel Wucht inszeniert.

Fazit: Fans von günstigen Wald-und-Wiesen Kung Fu Komödien können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Mong Lung Fok Sing

HK 1981

R: Leung Pasan, Lam Yee-Hung

D: Michelle Yim, Jason Pai Piao, Yue Tau-Wan, Addy Sung Gam-Loi, Hon Kwok-Choi, Jacky Liu Hong-Yi, Simon Yam, Leung Pasan, Lam Kau

Laufzeit der HK-VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 11.12.24

Fassungen: Mir lag das HK-VHS von Omni Video (= Ocean Shores vor) = Englisch Dubbed (schlechter Dub), Vollbild, gute Bildqualität, Uncut. Mit ca. 90 Min. läuft es z.B. länger, als die ca. 75minütige DVD aus Holland. Eine Blu-Ray und/oder deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2024).