Neue Reviews
Film Reviews zu Filmen aus den Genres Horror, asiatischem Kino, Action etc. Alte Reviews & Berichte der HP www.reviews.ch.vu werden nach und nach auch hochgeladen und wenn nötig komplett überarbeitet.
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Montag, 15. Dezember 2025
Sonntag, 14. Dezember 2025
Who Can Kill a Child?
Who Can Kill a Child?
Story:
Ein Ehepaar (Lewis Fiander, Prunella Ransome) erlebt auf einer Ferieninsel die Hölle…
Meine Meinung:
Da ich gestern das mexikanische Remake sah, war ich motiviert und interessiert, das spanische Original anzusehen. Um vergleichen zu können. Und das Remake unterscheidet sich nur leicht vom Original. Mit anderen Worten: Come Out and Play ist fast ein 1:1 Remake. Mit hier und da kleinen Abweichungen und das Intro des Original (mit vielen Szenen aus dem 2. Weltkrieg und aus den Konzentrationslagern) ist im Remake nicht zu sehen. Im Grossen und Ganzen gefällt mir das Original etwas besser. Das weil etwas derber, mehr Charme bietend und irgendwie haben die Figuren weniger genervt (das Paar sowie die Kinder). Wie derber? Dies aufgrund einer Szene mit nackter Haut. Was in beiden Filmen gleich ist, sind Handlungen, die von den Erwachsenen unüberlegt erfolgen.
Das Ende im Original gefiel mir von der Inszenierung leicht besser. Die Musik gefiel mir in beiden Filmen gut. Regisseur Narciso Ibáñez Serrador geht gut mit der ethischen Fragestellung um, ob Dritte ein Kind tönten könnten und liefert genug Stoff, um dies dem Zuschauer näher zu bringen. Das Thema war dazumal kontrovers und machte den Film zu einem kleinen Kult-Hit. Motive und Erklärungen werden keine geliefert d.h. zumindest nicht in der Originalversion. In der deutschen Fassung (mit dem Titel Scream) werden Strahlen von Aliens (!!!) für das Verhalten der Kinder verantwortlich gemacht. Der Film erinnert aus heutiger Sicht auch leicht an den skandinavischen Film Speak No Evil. Wie hoch ist die persönliche Toleranzgrenze, ehe man sich wehrt und zurückschlägt.
Wer heutige Nachrichten anschaut ist kaum mehr schockiert zu hören, wie Kinder schon im unmündigen Alter Morde begehen. So wäre der Stoff aus heutiger Sicht zwar noch immer kontrovers (wenn man heute ein neues Remake drehen würde), aber die Hemmschwelle, sich in der heutigen Welt gegen mordende Kinder zur Wehr zu stellen und sein Leben zu schützen, indem die Bedrohung ausgeschaltet wird, mutet sicherlich etwas einfacher an. Der Plot basiert übrigens auf einem Roman von Juan José Plans. In diesem wird erklärt, wie die Kinder zu kleinen Mördern werden. Es handelt sich also um eine Roman-Verfilmung. Im Vergleich zu Filmen wie Kinder des Zorns, The Children oder Das Dorf der Verdammten stellt Who Can Kill a Child? sicherlich die anspruchsvollste Variante dar.
Fazit: Auch heute noch heiss diskutiert!
Infos:
O: ¿Quién puede matar a un niño?
Spanien 1976
R: Narciso Ibáñez Serrador
D: Lewis Fiander, Prunella Ransome, Antonio Iranzo, Miguel Narros, María Luisa Arias, Marisa Porcel
Laufzeit der US-DVD: 111:50 Min.
Gesehen am: Okt. 2007 / Neusichtung am: 17.11.25
Fassungen: Mir lag die US-DVD von Dark Sky
Films vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton mit Subs (O-Ton ist ein Mix
aus Englisch und Spanisch), exklusives Interview als Bonus. Gibt es in
Deutschland Uncut von Fokus Media auf Blu-Ray (als Ein Kind zu töten…).
The Cavalier
The Cavalier
Story:
Ping Erh (Doris Lung Chun-Erh) und ihr Grossvater (Yi Yuan) tauchen in einer Stadt auf. Ping Erh bietet sich zum Duell an: wer sie im Kampf besiegt, darf sie heiraten. Die Gewinner (Sze-Ma Lung und Tseng Chao) wollen Ping Erh aber nicht zur Braut nehmen, sondern fliehen. Warum? Diese sind in Wahrheit Rebellen und sie wollen die tyrannische Regierung (Lo Lieh) und ihre Männer (u.a. Lung Fei) eliminieren. Und gleichzeitig werden die von der Regierung gejagt…
Meine Meinung:
Aka Smart Cavalier. Der fleissige Joseph Kuo (Mystery of Chess Boxing, The 7 Grandmasters, The Mighty One) drehte Ende der 70er mit The Cavalier eine solide Kung Fu Komödie in Taiwan, die vor allem dank dem Cast und den Kampfszenen zu überzeugen vermag. Der Mix aus «wer die Frau im Duell besiegt wird ihr Ehemann» und «Han Rebellen mit Liste gegen Manchu-Regierung» funktionierte erstaunlich gut und machte The Cavalier von Beginn an unterhaltsam.
Ich mochte Doris Lung Chun-Erh (The Secret of Shaolin Poles, The Jade Fox) als weiblicher Lead. Sie macht in den Kampf- wie auch in den lustigen Szenen eine gute Figur. Sie und ihr Grossvater harmonieren gut zusammen und werden zu Unfreiwilligen Gehilfen der Rebellen und geraten zwischen die Fronten. Das erste Viertel des Filmes, in dem sie beiden einen Ehemann für Doris Lung suchen, ist amüsant anzusehen. Alle die antreten, werden aus heutiger Sicht politisch unkorrekt dargestellt (Dicke, Dumme, Zwerge).
Die Helden haben zwar in den Kampfszenen sehr gefallen, sind mir aber namentlich nicht bekannt. Vor allem ihre Kampfszenen gegen Tsai Hung (The Death Player, 8 Strikes of Wild Cat) und Lung Fei (The Hero, Eunuch of the Western Palace) waren sehenswert. Tsai Hung und Lung Fei sehe ich immer gerne als Bösewicht. Als Hauptbösewicht (natürlich mit weissen, langen Haaren) sehen wir hier Shaw Brothers Legende Lo Lieh (Black Belt Karate, The Black Magic with Buddha).
Lo Lieh kommt jedoch nur im Finale vor. Startet sein Kampf spektakulär und mit überraschenden Momenten (er beisst dem Helden den Finger ab und bringt den Helden mit dem abgetrennten Finger um), so wandelt sich sein Charakter danach in eine Art Dean Shek à la A Better Tomorrow 2. Ein Mix aus dauerhaftem Kichern und Drunken Master Kampf-Stil. In der Tat etwas «silly», dennoch braucht es am Ende mehrere Personen, bis der Gegner besiegt ist.
Fazit: Fans von Kung Fu Komödien dürften mit The Cavalier ihren Spass haben!
Infos:
O: Da Xia Ke
Taiwan 1978
R: Joseph Kuo
D: Doris Lung Chun-Erh, Yi Yuan, Lo Lieh, Lung Fei, Tsai Hung, Sze-Ma Lung, Tseng Chao
Laufzeit der HK-VHS: 87:23 Min.
Gesehen am: 17.11.25
Fassungen: Mir lagen zwei VHS vor. Das erste
VHS von Casa Vision stammt aus Indonesien und ist Englisch Dubbed. Das bekam
ich, wenn ich mich korrekt erinnere, geschenkt. Das zweite VHS ist aus Hong
Kong vom ultraseltenen Label Video Village in Mandarin mit englischen Suns. Als
ich dieses kaufte, hatte ich schlecht recherchiert denn davon gibt es in Hong
Kong (von Mei Ah) auch eine Englisch untertitelte DVD. Es gibt keine deutsche
Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Nov. 2025).

