The Child
Story:
Alicianne Del Mar (Laurel Barnett) wird Nanny von Rosalie (Rosalie Cole). Rosalie wohnt im grossen Anwesen zusammen mit ihrem Vater und grossen Bruder (Frank Janson, Richard Hanners). Alicianne nimmt an Rosalie sonderbare Facetten wahr. Zum Beispiel sieht sie Rosalie nachts auf dem Friedhof umherschleichen. Angeblich, so Rosalie, um dort ihre Mutter zu treffen. Danach nehmen weitere mysteriöse Dinge ihren Lauf…
Meine Meinung:
Ich wurde durch ein Gespräch mit dem Kumpel aus Zürich auf The Child aufmerksam und bekam Lust an dem Film. Mit einem weiteren Kumpel (auch aus Zürich) schenken wir uns immer Wichtelgeschenke. Das anhand mit eigenen Wunschlisten von Filmen, die wir uns gegenseitig schicken (z.B. 30 Filme und davon kaufen wir dann drei Filme). Auf dieser habe ich u.a. auch The Child (die Fassung von Arrow Video) notiert. Die Geschenke gibt es jedoch erst im Dezember, so dass ich nicht weiss, ob ich diese Fassung erhalten werde. Zufällig und erst danach sah ich, dass ich von The Child auf meiner alten (Amateur)Homepage ein Review zum Film habe. Und nicht nur das. Ich habe den Film sogar als US-DVD in der Sammlung. Also gibt es nun eine Besprechung im Horroktober. Ob mir der Film noch zusagen wird? Meine alte Besprechung tönt eher negativ, so dass ich überhaupt erstaunt war, den Film noch in der Sammlung gefunden zu haben.
Die Macher dieser 70er Jahre Low-Budget Produktion wollten einen Film mit ähnlicher Wirkung wie Night of the Living Dead kreieren. Doch finanzielle Mittel waren beschränkt und die Dreharbeiten dauerten über Jahre hinweg, bis der Film veröffentlicht wurde. Cast und Crew sind mir unbekannt und sowohl Regisseur (Robert Voskanian) wie auch die zwei Hauptdarstellerinnen (Laurel Barnett, Rosalie Cole) sind in Filmdatenbanken abgesehen von The Child in keinen bis nur geringfügig weiteren Filmen gelistet. Es handelte sich schlicht um Laien und nicht um Profis. Welchen Weg diese danach einschlugen, ist mir nicht bekannt. Inhaltlich erinnert der Film leicht an Night of the Living Dead (Zombies), Carrie (Telekinese) sowie Blutgericht in Texas (Crazy Family und hysterisches Chaos im Finale). Der Film lässt sich nicht einfach in eine Schublade packen, was ich mochte. Am besten ist es, The Child ohne grosses Vorwissen anzusehen.
Somit gefiel mir The Child, den ich seit 19 Jahren nicht mehr sah, etwas besser als früher. Der langsame und vor allem stimmungsvolle Aufbau des Filmes, vermochte mich nun zu überzeugen. Der Film kreiert durch simple Gimmicks wie innovative Kameraeinstellungen, viel Dunkelheit, unheimliche Szenen, einen sonderbaren Soundtrack und viel Nebel und dazu passende Gruselsettings eine starke Atmosphäre. Die Laien-Darsteller waren zwar nicht in jeder Szene wirklich überzeugend, aber im Grossen und Ganzen haben sie ihren Job sehr solide gemacht. Trotz des kleinen Budgets wurde auf Splattereffekte nicht verzichtet. Diese sind jedoch erst in der 2. Hälfte und eher sporadisch zu sehen, aber blutig und gut getrickst. Was die Handlung, Motive und das Ende angehen, sollte weder nach Logik noch nach Antworten auf offene Fragen gesucht werden. Besser zurücklehnen und die Stimmung auf sich wirken lassen!
Fazit: Nicht uninteressant!
Infos:
O: The Child
USA 1977
R: Robert Voskanian
D: Laurel Barnett, Rosalie Cole, Frank Janson, Richard Hanners
Laufzeit der US-DVD: 82:48 Min.
Gesehen am: Jan. 2007 / Neusichtung am: Okt. 2026
Fassungen: Gesehen via US-DVD von Something Weird Video =
Gute Bild- und Tonqualität. Das Master hat viel Charme. O-Ton, keine Subs, Uncut. In England ist der Film
von Arrow Video auf Blu-Ray raus. In Deutschland gibt es den Film als The Child
- Tochter des Bösen von diversen Anbietern auf DVD. Die UK-Blu-Ray wäre
anamorph, hätte englische Subs und viele exklusive Extras zum Film.

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