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Freitag, 10. Januar 2020

Maria’s Stomach Review

Japanuary 2020
Maria’s Stomach

Story:

Ein fleischfressendes Monster haust auf Sipang Island. Office Frauen unter der Führung von Akiko (Haruko Sagara) kommen dem Geheimnis auf die Spur: das Monster hat mit dem Verschwinden von Maria und ihrem Ehemann Ejima zu tun, die vor einem Jahr auf ihrem Urlaub in Sipang bei einem Unfall starben…

Meine Meinung:

Maria’s Stomach kam in Thomas Weisser Buch «Japanese Cinema Encyclopedia (Horror – Fantasy – Science Fiction) gut weg, daher der Kauf. Leider hat mir der Film gar nicht gefallen und dem Review von Thomas Weisser wird der Film nicht gerecht. Ich habe in letzter Zeit selten einen so schwachen Film aus Japan gesehen.

Der Film ist einfach nur eins: absolut höhepunktarm, desinteressant, nicht fesselnd, lahm, nervend (der Humor – es handelt sich mehr um eine schwarze Komödie als um echten Horror) und stinklangweilig. Ich musste spulen, da so gut wie nichts passiert.

Nur am Ende gibt es 1-2 Effekte-Szenen, die okay sind – aber das ist viel zu wenig, um zu überzeugen! Die Figuren, leider davon auch Ejima, spielten schlecht und sein Overacting hat sehr genervt. Lahmes Schauspiel. Nur Haruko Sagara war solide. Der Geist (oder Monster oder Zombie) als adipöse, mysteriöse und menschenfressen Gestalt hat an den australischen Film Feed erinnert – nur dort mit deutlich besserem Ergebnis.

Alles in allem wirkt der Film auch sehr billig – egal ob Musik, Schauspielleistung, Settings oder Kameraführung (nichts Spezielles). Maria’s Stomach war im übrigen das Regie-Debüt von Hideyuki Hirayama, dessen bekanntester Film in seiner Filmographie wohl Samurai Resurrection (2003) sein dürfte.

Fazit: Maria’s Stomach ist absolute Zeitverschwendung und nicht zu empfehlen!

Infos:

O: Maria no ibukuro

Japan 1990

R: Hideyuki Hirayama

D: Haruko Sagara, Akira Emoto, Bunjaku Han, Makoto Otake

Laufzeit der jap. DVD: Ca. 100 Min.

Gesehen am: Jan. 2020

Fassungen: Mir lag die DVD aus Japan von Pioneer vor = Uncut, gute Bildqualität (nicht anamorph), O-Ton, keine Subs. Ausserhalb Japans nie veröffentlicht worden (Stand: Jan. 2020).

Donnerstag, 9. Januar 2020

Legend of the Eight Samurai Review

Japanuary 2020
Legend of the Eight Samurai

Story:

Der böse Hikita Clan hat es auf den Satomi Clan abgesehen. Der Satomi Clan hält dem Angriff des Hikita Clans nicht Stand – praktisch alle werden getötet. Nur Prinzessin Shizu (Hiroko Yakushimaru) gelingt die Flucht. Ihr Ziel: die magischen acht Samurai (u.a. Sonny Chiba, Henry Sanada) finden, um mit deren Hilfe gegen die magischen Kräfte des Hikita Clans bestehen und Rache üben zu können…

Meine Meinung:

Legend of the Eight Samurai ist Big-Budget Fantasy-Samurai Spektakel von Meisterregisseur Kinji Fukasaku (The Green Slime) mit den damaligen Top-Stars Sonny Chiba (Wolf Guy) und Henry Sanada (Shogun's Ninja) in den Hauptrollen. Der oft mit Star Wars verglichene Film bietet ein Fantasy-Spektakel der Extraklasse!

Um den aufwändigen Film besser ins Ausland vermarkten zu können, wurde ein englischsprachiger Soundtrack (schön kitschig von John O'Banion gesungen) aufgespielt, der perfekt zum märchenhaften Fantasy-Inhalt des Filmes passt. Der Story, Gut gegen Böse, kann man sehr gut folgen. Selbst ohne Subs wäre dies kein Problem.

Die Sets, Effekte, Requisiten und Bildsprache sind eine Wucht – und dafür ging sicherlich das meiste Budget drauf – nebst Gagen für die Darsteller. Man taucht, vor allem audiovisuell, in eine andere Welt ein. In eine Welt, in der Magie, Zauber und Geister möglich sind. Die klassische Legende von Gut gegen Böse.

Die Darsteller machen allesamt eine gute Figur. Die Effekte sind ebenfalls top und fantasievoll, auch wie Masken und Monster – so kämpfen unsere Helden u.a. gegen einen Riesen-Centipede, eine Riesen-Schlange oder im Finale gegen unzählige Widersacher.

Einziges, kleines Manko: für meinen Geschmack hätte es vor allem zu Beginn und im Mittelteil mehr Actionszenen geben dürfen. Bis aufs Finale gibt’s nämlich für die lange Laufzeit relativ wenig und nur kurze Actionsequenzen zu sehen, was leicht schade ist.

Weitere empfehlende «Samurai/Ninja» Filme mit Sonny Chiba (oder Zusammenarbeiten mit Kinji Fukasaku): Hiroshima Death Match, Doberman Cop, Shogun's Samurai, Message from Space (liegt noch ungesehen rum), The Fall of Ako Castle, Virus, Shogun's Ninja, Samurai Reincarnation, Ninja Wars, Shogun's Shadow, The Triple Cross

Fazit: Jedem Fantasy-Fan des japanischen Kinos zu empfehlen!

Infos:

O: Satomi hakkenden

Japan 1983

R: Kinji Fukasaku

D: Sonny Chiba, Henry Sanada, Hiroko Yakushimaru, Etsuko Shihomi, Yuki Meguro, Mari Natsuki

Laufzeit der UK-DVD: 136:14 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet: Jan. 2020

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Adness vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, englische Subs zum O-Ton. Gäbe es inzwischen auch in Deutschland auf Blu-Ray (Uncut, Deutsch/Japanisch OHNE Subs).

Mittwoch, 8. Januar 2020

The Ghost Cat and the Mysterious Shamisen Review




 Japanuary 2020
The Ghost Cat and the Mysterious Shamisen

Story:

Mitsue (Sumiko Suzuki) spielt im japanischen Kabuki-Theater das Instrument Shamisen. Sie hat ein Auge auf Darsteller Seijiro geworfen. Dieser verguckt sich jedoch in die Samurai-Tochter Okiyo, welche Seijiros vermisste Katze findet. Die Katze und später Okiyo werden von Mitsue aus dem Weg geschafft. Doch der Geist von Okiyo kehrt zurück, um Rache zu üben…

Meine Meinung:

Ghost Cat Geschichten gibt es in Japan und auch in anderen asiatischen Ländern einige, z.B. The Headless Murderess oder Kuroneko. The Ghost Cat and the Mysterious Shamisen ist einer von sechs Titeln von Shinko Kinema, die zwischen 1937-1940 veröffentlicht wurden. Allesamt mit der damaligen «Scream Queen» Sumiko Suzuki in der Hauptrolle.

The Ghost Cat and the Mysterious Shamisen zu Folgen ist aus einigen Gründen nicht ganz leicht: schlechte Bildqualität, Personen auseinander zu halten (weil sie ähnlich aussehen und/oder gekleidet sind plus schlechte Bildqualität), keine englischen Subs, weil man mit den Darstellern und ihrem Aussehen (noch) nicht vertraut ist (plus erneut schlechte Bildqualität).  

Es werden inhaltlich auch nicht Erklärungen angeboten. Obwohl die Katze und später Okiyo sterben ist es kein expliziter Katzen-Geist, der mordet, sondern viel «mehr eine unsichtbare höhere Macht», in welchem auch das Musikinstrument (Shamisen) eine wesentliche Rolle spielt (Mitsue versenkt dieses nach dem Mord  im See, es taucht aber später wieder auf und ist quasi «verhext»). Es gibt also kein Film-Monster zu sehen...

Das Finale ist auch nicht erklärt – Halluzinationen, Vorahnungen, psychedelische Ereignisse – auf jeden Fall mischen kurz vor Ende auch Samurais auf der Bühne mit und dann ist der Film plötzlich zu Ende. Dem Film tut die Authentizität gut – das 20er Jahre Japan Feeling, die klassischen und traditionellen Bilder und Eintauchen ins Alltagsleben von Kabuki Mitarbeitern bauen eine intensive Atmosphäre auf.  Die Darsteller waren gut, vor allem Sumiko Suzuki und der Darsteller, der Seijiro gespielt hat.

Einige Passagen sind stimmungsvoll, unheimlich und schaurig. Das Highlight, auch in Sachen Spannung und Optik, war das längere Kabuki-Finale (fast schon Film-im-Film Elemente) – welches mich wirklich auch gefesselt hat, da Unheil ankündigend.

Fazit: Sicher nicht der beste «Cat Ghost» Film aus Japan (halt auch sehr dialoglastig) – aber als Überbleibsel aus der Vorkriegszeit (der Film ist von 1938) jedoch ein hoch interessantes Relikt seiner Zeit!

Infos:

O: Kaibyô nazo no shamisen

Japan 1938

R: Kiyohiko Ushihara

D: Sumiko Suzuki, Kinue Utagawa, Mitsuko Mori, Shinpachirô Asaka, Shizuko Mori

Laufzeit der jap. VHS: Ca. 73 Min.

Gesehen am: Jan. 2020

Fassungen: Mir lag das VHS aus Japan von Kyoshin vor (alle Angaben nur auf Japanisch) = schickes VHS mit Booklet, Uncut, dürftige Bildqualität, O-Ton, keine Subs. Es gibt keine anderen Fassungen zum Film (Stand: Jan. 2020). 2011 lief in London an einem Film-Fest eine extra englischuntertitelte Fassung.