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Freitag, 21. Juli 2023

The Killer Is One of 13

The Killer Is One of 13 

Story:

 

Eine Witwe lädt 13 Gäste zu Feierlichkeiten zu sich nach Hause ein. Am 2. Todesjahrestag ihres Ehemannes. Die Witwe hat den Verdacht, dass dieser vor zwei Jahren nicht durch seinen Unfall starb, sondern durch Mord. Und sie vermutet den Täter unter den 13 Gästen...

 

Meine Meinung:

 

Der bis vor paar Jahren unbekannte spanische Giallo The Killer Is One of 13 ist leider nur ein mittelmässiger Film. Es verwundert nicht, dass der Film, bevor sich Vinegar Syndrome diesem annahm, keine wirklich brauchbare Fassung gab und der Film Fans hauptsächlich wenig bis nicht bekannt war. War bereits Police Are Blundering in the Dark eine Eintagsfliege (d.h. für einmal schauen okay), so gilt das auch für The Killer Is One of 13.

 

Der Film ist jedoch aufwändiger und weniger trashig als Police Are Blundering in the Dark. Dafür einfach in den ersten 50 Minuten zu lahm. Da passiert eigentlich gar nichts ausser ellenlangem Gerede. Keine Gewalt, kein Sex, kein Sleaze. Die Darsteller agieren zwar gut und der Film bietet schicke Bilder, aber eine Spannung wird nicht aufgebaut und der Zuschauer wird nicht gefesselt. Solche Inhalte (Partys wo ein unbekannter Killer zuschlägt / Täter- Krimi- und Motiv Suche) waren zu der Zeit nicht selten. Aber es gibt definitiv bessere Produktionen aus der Zeit (aus Italien).

 

Der Cast ist mir bis auf Paul Naschy (The Howl of the Devil) unbekannt. Dieser spielt jedoch nur eine kleine, fast schon unbedeutende Nebenrolle und ist kaum zu sehen / für den Plot wenig relevant. Wahrscheinlich wurde er an Bord geholt, um mit seiner Berühmtheit in Spanien für den Film zu werben. Regisseur Javier Aguirre hat schon mehrfach mit Paul Naschy zusammengearbeitet (Count Dracula’s Great Love und Hunchback of the Morgue). Nebst den soliden Arbeiten der Darsteller und der schönen Bilder gefällt leider nur die letzte halbe Stunde, wo das (blutige) Morden beginnt aber dann leider auch wieder viel zu schnell vorbei ist.

 

Fazit: Als Schlaftabletten Ersatz zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: El asesino está entre los trece

 

Spanien 1976

 

R: Javier Aguirre

 

D: Trini Alonso, Simón Andreu, Blaki, Eduardo Calvo, Paloma Cela, Doris Coll, Rosa de Alba, Marisol Delgado, Paul Naschy

 

Laufzeit der US-Blu: 95:13 Min.

 

Gesehen am: 27.05.23

 

Fassungen: Mir lag die Region All US-Blu-Ray von Vinegar Syndrome vor = in der Forgotten Gialli Volume I Box enthalten, Uncut, im O-Ton (Spanisch) mit englischen Subs. Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2023).

Donnerstag, 20. Juli 2023

Das Todesduell der Shaolin

Das Todesduell der Shaolin 

Story:

 

Der beste Kämpfer Japans, Hashimoto (Norman Tsui), macht sich auf den Weg nach China. Dort will er gegen den besten Kämpfer Chinas antreten – in einem Duell auf Leben und Tod. Sein Gegenüber ist Bo Ching Wan (Damian Lau). Der Shogun hat jedoch Bedenken, dass Hashimoto siegen wird und schickt seine Ninjas unter der Führung von Kenji (Eddy Ko) los. Diese versuchen, Bo Ching Wan unschädlich zu machen ganz zum Missfallen von Hashimoto…

 

Meine Meinung:

 

Das Todesduell der Shaolin aka Duel to the Death erinnert vom Setting und den Stars (Eddy Ko, Norman Tsui) an Patrick Tams Das Schwert. Im direkten Vergleich ist Das Schwert der deutlich bessere Film. Das soll aber nicht heissen, dass Das Todesduell der Shaolin ein schlechter Film ist. Aber die Musik fand ich wenig speziell, am Anfang gibt’s Längen und auch unpassenden Humor (Hon Kwok-Choi Rolle) und ein Damian Lau ist halt kein Adam Cheng.

 

Der Film stellt das Regiedebüt des späteren A Chinese Ghost Story Regisseurs Tony Ching Siu-Tung (Dragon Inn, Wonder Seven, The Sorcerer and the White Snake) dar und war ein voller Erfolg an den Kinokassen. Er war auch schon hier als Action-Regisseur tätig und schrieb auch am Drehbuch mit. Kein wirklich origineller Plot, aber bietet genug Unterhaltung, um zu überzeugen. Die Kampfszenen sind rasant und fantasievoll eingefangen worden, auch dank den japanischen Ninja-Gimmicks und Einflüssen.

 

Auch das Finale ist, wenn auch nur kurz, sehenswert und bietet genug blutiges Spektakel, um in Erinnerung zu bleiben. Wo Damian Lau schwächelt, überzeugen in den Hauptrollen Namen wie Norman Tsui (Invitation of Ghost) oder Eddy Ko (Chinese Kung Fu Against Godfather). Die machen beide einen fantastischen Job. Flora Cheung Tin-Oi, die einzige Frau im ganzen Film, ist auch überzeugend und in einem Gastauftritt ist Wilson Tong (Snake Deadly Act) zu sehen.

 

Fazit: Kein 100%iger Kracher, aber für ein Regiedebüt erstaunlich gelungen. HK-Filmfans greifen zu!

 

Infos:

 

O: Saang Sei Kyut

 

HK 1983

 

R: Ching Siu-Tung

 

D: Norman Tsui, Damian Lau, Eddy Ko, Flora Cheung Tin-Oi, Paul Chang Chung, Yeung Chak-Lam, Wilson Tong

 

Laufzeit der deutschen DVD: 82:50 Min.

 

Neusichtung am: 25.05.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Eyecatcher DVD vor = Deutsch/Mandarin/Englisch mit deutschen und englischen Subs. Im Gegensatz zum ähnlichen Film Das Schwert kann die deutsche Synchro nicht überzeugen, so dass ich im O-Ton mit deutschen Subs guckte. Der Film ist Uncut und die Bild- und Tonqualität sind gut, aber man sieht dem Master das Alter an. Fans sollten daher die Blu-Ray aus England kaufen (Eureka!). Diese dürfte qualitativ deutlich besser sein plus exklusive Extras (Booklet, Interviews etc.).