Bei folgenden Reviews gibt es (unter Fassungen) Nachträge und neue Cover:
Film Reviews zu Filmen aus den Genres Horror, asiatischem Kino, Action etc. Alte Reviews & Berichte der HP www.reviews.ch.vu werden nach und nach auch hochgeladen und wenn nötig komplett überarbeitet.
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Donnerstag, 13. Juli 2023
Mittwoch, 12. Juli 2023
Night of Open Sex
Night of Open Sex
Story:
Cabaret Tänzerin Moira (Lina Romay) gerät zwischen die Fronten von Agenten auf der Suche nach verstecktem Gold. Sie und Agent Al Crosby (Antonio Mayans) tauschen sich nicht nur im Bett aus, sondern planen auch, das Gold zusammen für sich einzustecken, sobald gefunden…
Meine Meinung:
Night of Open Sex ist ein solider aber auch relativ zahmer und wenig schockierender Film von Jess Franco (Die Liebesbriefe einer portugiesischen Nonne), dessen Gastauftritt ich im Film nicht Mal bemerkte. Night of Open Sex war ein bis vor kurzem unbekannter da kaum veröffentlichter Jess Franco Film. Das lag aber wohl daran, dass andere Franco Filme einfach besser sind und sich besser haben verkaufen und vermarkten lassen (z.B. Titel wie Greta – Haus ohne Männer, A Virgin Among the Living Dead, The Bloody Judge).
Night of Open Sex ist per kein Must See Titel und wirklich nur ultimativen Fans von Jess Franco zu empfehlen. Der Film hat einen dünnen Plot. Aus anderen Franco Filmen kehren Jess Franco Muse Lina Romay (Two Female Spies with Flowered Panties, The House of Lost Women) und Stammgast Antonio Mayans (Cries of Pleasure, Black Boots, Leather Whip) zurück. Der Film wirkt mehr wie ein surrealer Traum als ein Film, der eine echte Geschichte erzählt.
Viel nackte Haut, minutenlange Musik und Frauenkörper, die sich vor der Kamera räkeln inklusive Zoom-Einsatz und verwackelter Kamera à la Franco. Das bekommt man hier präsentziert. Trotz viel Fleisch ist der Erotikfaktor jedoch sehr klein. Das liegt daran, dass der Film hauptsächlich lustig gestimmt ist. Ja, lustig.
Night of Open Sex ist ein Mix aus Erotik-, Agentenfilm und vor allem Komödie. Jess Franco hat ja nicht nur Erotikfilme gedreht, sondern war in diversen Genres tätig. Lina Romay gibt in den Sexszenen alles. Der heimliche Star des Filmes ist aber rauchende Antonio Mayans mit Schnauz als Agent. Zum Brüllen komisch wie auch das Ende des Filmes!
Fazit: Durchschnittlicher Jess Franco Film!
Infos:
O: Noche de los sexos abiertos
Spanien 1983
R: Jess Franco
D: Lina Romay, Hemy Basalo, Antonio Mayans, Juana de la Morena, Antonio Rebollo
Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.
Gesehen am: 13.05.23
Fassungen: Mir lag die Region All US-Blu-Ray von Severin Films vor. Wie die meisten ihrer Franco Vös besticht die Vö durch ein nicht gerade sehr schönes Artwork, wobei dieses hier mehr gelungen ist als dieses von anderen Vös. Uncut, O-Ton (Spanisch) mit englischen Subs, exklusive Extras, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2023).
Dienstag, 11. Juli 2023
Blade II
Story:
Blade (Wesley Snipes) und Co. (Kris Kristofferson, Norman Reedus) tun sich mit den Vampiren (Ron Perlman, Leonor Varela, Thomas Kretschmann, Danny John-Jules, Donnie Yen) zusammen um eine neue Spezies (Luke Goss), welche sowohl für Vampire wie auch Menschen gefährlich sind, zu eliminieren…
Meine Meinung:
Dass Blade II die Filmsammlung nach Neusichtung verlassen würde, hätte ich nicht erwartet. Blade II ist in allen Belangen deutlich schlechter als der erste tolle Film der dreiteiligen Blade-Reihe mit Wesley Snipes und gefällt mir aktuell gar nicht mehr. Trotz Namen wie Wesley Snipes, Guillermo del Toro (Regie), Donnie Yen (Nebenrolle und Kampf-Choreograph) oder Michael Woods (Stunts und Gastauftritt als Vampir).
Wesley Snipes ist noch der beste im Film. Aber er alleine kann das Werk nicht retten oder besser machen. Seine Blade Darbietung war aber in meinen Augen, auch wenn ich das (oder die?) Comics (Marvel) nicht kenne, perfekt. Guillermo del Toro hat später eine tolle Vampir-Serie ins Leben gerufen, die es bis auf vier Staffeln brachte: The Strain! Schade, dass Blade II nicht daran heranreicht. Donnie Yen ist vielleicht die grösste Enttäuschung.
Ich hatte das schon verdrängt, dass er bereits vor John Wick 4 und Co. einmal versuchte, in Hollywood Fuss zu fassen. Dass war 2002 zu Blade II Zeiten der Fall. Da war Donnie Yen noch jünger als heute. Seine Szenen beschränken sich vielleicht auf eine Minute Screentime. Seine Figur verschwindet einfach. Sein Film-Tod soll entfernt worden sein. Donnie Yen war auch für die Kampfszenen zuständig, die nichts Besonderes sind. Donnie Yen bemängelte später, dafür nur paar Stunden und nicht wie in Hong Kong üblich, paar Wochen Drehzeit bekommen zu haben.
Pure Enttäuschung. Aus dem HK-Kino ist in einem Gastauftritt noch Donnie Yens (Drunken Tai Chi) Kollege Michael Woods (Crystal Hunt, In the Line of Duty 4, Cheetah on Fire, Tiger Cage, Tiger Cage 2, Ballistic Kiss) zu sehen. Er fiel mir nicht auf, allerdings wusste ich es nicht während dem Schauen. Dieser war zusätzlich für die Stunts zuständig. Den restlichen Cast kann man knicken. Peinliches Kanonenfutter. Das gilt für neue Sidekicks (Norman Reedus), Vampire (Guillermo del Toro Liebling Ron Perlman) und die neuen Bösewichte. Vor allem letztere haben sehr enttäuscht. Kein Charisma à la Stephen Dorff. Thomas Kretschmann dank Make-Up auch nicht zu erkennen. Die Liebesgeschichte mit dem kitschigen Ende oder die Tatsache, dass man Kris Kristofferson trotz Tod im ersten Film in die Story einbaute, sind ebenfalls klischeehaft und unnötig.
Das Ostblock Setting wirkt billig. Es wirkt so, als wäre der Film dort gedreht worden. Auch die Musik gefiel mir gar nicht und die Action-Szenen waren auch nichts Besonderes. Im Gegenteil: sehr Fake und zuweilen miserable CGI-Arbeit was mehrere Sprünge angehen oder der Kampf vor den Scheinwerfern. Und warum kann eigentlich jeder Martial Arts? Vor allem der Hauptbösewicht? Das war auch irgendwie doof. Cool waren nur die Szenen, in denen die Vampire schmelzen und ein-zwei Make-Up- und Gummikostüme (die Autopsie-Szene).
Fazit: Schwache, nicht empfehlenswerte Fortsetzung!
Gefolgt von: Blade: Trinity
Infos:
O: Blade II
USA, Deutschland 2002
R: Guillermo del Toro
D: Wesley Snipes, Kris Kristofferson, Norman Reedus, Ron
Perlman, Leonor Varela, Thomas Kretschmann, Danny John-Jules, Donnie Yen, Luke
Goss, Michael Woods
Laufzeit der deutschen DVD: 112:02 Min.
Gesehen am: 2002 im Kino / Neusichtung am: 12.05.23
Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Warner vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die deutsche Sprachfassung ist gelungen. Gibt es inzwischen in Deutschland auch auf Blu-Ray.

