Nightmare City
Story:
Reporter Dean Miller (Hugo Stiglitz) filmt auf dem Flughafen ein Massaker. Er will die Bevölkerung vor der möglichen Bedrohung warnen, doch das Militär (Mel Ferrer) verhindert eine Live-Übertragung. Ein Fehler, denn danach nimmt das Grauen seinen Lauf und der Kampf ums Überlebend beginnt…
Meine Meinung:
Ich wurde durch einen Blog-Bericht eines Film-Kumpels indirekt motiviert, Nightmare City aufzufrischen, den ich seit vielen Jahren nicht mehr sah. Ein schlechter Abend im Restaurant verstärkten meinen Entscheid, so wollte ich meine Stimmungslage mit dem Film positiv beeinflussen. Nightmare City ist ein bekannter Euro-Cult Klassiker von Umberto Lenzi (An Ideal Place to Kill, Eaten Alive, Die Gewalt bin ich) und wie erhofft wurde aus dem schlechten Abend ein guter Abend. Der Film hat mir viel Spass und Freude bereitet.
Der Film hebt sich mit seinem Mix aus Horror, Action und Infizierten vom regulären Zombiekino der damaligen Zeit ab. Schnelle «Zombies» sollten erst später in Filmen wie Dawn of the Dead oder 28 Days Later folgen. Und dass sich die Infizierten in Gruppen organisieren, auch Werkzeuge und Waffen brauchen, war innovativ, auch wenn es in leichtem Ansatz schon in einem anderen grossartigen Italo-Kracher zu sehen war = Burial Ground. In diesem brauchen die Zombies hier und da auch Waffen, um ihre Opfer unschädlich zu machen.
Ich sah den Film lange nicht. Ich war erstaunt, wie blutig der Film ist. In einigen Shoot-Outs (Massenszenen) gibt es öfters keine blutigen Treffer zu sehen. Das ist etwas, was mir hier und da auch im Italo-Western missfällt. Dennoch gibt es genug blutige Szenen, um Splatterfans zufriedenzustellen. Besonders die Szene mit der Brust oder dem Auge und im Finale einige saftige Kopftreffer, waren tricktechnisch gut gemacht und blutiger, als erwartet. Allgemein ist der Film böse, da viele Massenpanik-Szenen und zufällige Opfer. Der Bodycount ist sehr hoch. Das Tempo des Filmes ist ebenso sehr hoch.
Für die sehenswerten Effekte zeichneten sich u.a. Giuseppe Ferranti und Franco Di Girolamo aus. Die haben viel Erfahrung in Sachen Effekten (in Filmen wie Absurd, Zombie 3, Contraband, Cannibal Ferox). Den tollen Soundtrack steuerte Stelvio Cipriani (Das Syndikat, Der Tod trägt schwarzes Leder, Gewalt über der Stadt) bei. Auch der Cast um Hugo Stiglitz (Hostages), Mel Ferrer (Killer sterben einsam, L'immoralità) und Co. kann überzeugen. Die Frauen sahen zudem gut aus und es gibt nebst blutiger Action und etwas nackte Haut zu sehen. Das Ende hat mir, nicht nur wegen dem zuvor fliegenden Dummy, sehr gut gefallen. 2015 kündigte Tom Savini ein Remake zum Film an, dessen Projekt jedoch als gescheitert gilt.
Fazit: Euro-Cult Fans uneingeschränkt zu empfehlen!
Infos:
O: Incubo sulla città contaminata
Italien 1980
R: Umberto Lenzi
D: Hugo Stiglitz, Laura Trotter, Maria Rosaria, Omaggio Francisco, Rabal Sonia Viviani, Mel Ferrer
Laufzeit der US-Blu-Ray: 91:00 Min.
Gesehen am: 31.01.04 / Neusichtung am: Okt. 2026
Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Raro Video = Englisch
oder Ital. mit englischen Subs (so sah ich mir den Film an), Uncut, sehr gute
Bild- und Tonqualität. Als Extras gibt es ein ca. 50minüitoigres Interview mit
Umberto Lenzi. In Deutschland wurde Ende Okt. von Nameless Media die weltweit
erste UHD zum Film, der in D Grossangriff der Zombies heisst, veröffentlicht.

Cool geschrieben und tolle Savini Trivia - Danke auch für die Werbung und hab deine Seite gleich bei mir drüben verlinkt - Gracie:-)
AntwortenLöschenDankeschön:-)
Löschen