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Freitag, 9. Oktober 2020

Demons Review




Horroktober 2020 / NIFFF 2008 Spezial / Webmaster mit Lamberto Bava am NIFFF 2008

Demons

Story:

Dämonen veranstalten in einem Kino ein Massaker. Überlebende kämpfen gegen die Dämonen an…

Meine Meinung:

Klassiker des Ital. Horrorfilms welches Fans Dario Argento (Screenplay, Produzent, Presenter), Michele Soavi (Assistant Director, Nebenrolle) und Lamberto Bava (Regie, Cameo Auftritt) zu verdanken haben! Das Trio, welches zusammen genug sehenswerte Filme ablieferten (Tenebrae, Dellamorte Dellamore, Macabro), taten sich zusammen und haben mit Demons einen sehenswerten Film geschaffen, den Fans des Italo Horrorfilms nicht verpassen sollten!

Gedreht wurde in Deutschland. Der Film bietet zwar nur eine minimalistische Story, doch diese kommt schnell in Fahrt. Auf eine langweilige Einführung oder Längen werden verzichtet. Das sorgt dafür, dass der Film ein hohes Tempo an den Tag legt und kurzweilig bis zum Endzeit-Finale unterhält.

Das Kino als Setting ist stark. Alle Settings im Film kommen dem Film zu Gute. Es wurde nicht nur Wert auf Effekte und Blutgehalt gelegt, sondern auch Bilder, Settings, Ausleuchtung und die Wahl der Musik. Audiovisuell ist der Film eine Wucht. Was die Kameraführung und Bildsprache angehen, könnte der Film auch direkt von Dario Argento stammen.

Die Musik steuerten diverse bekannte Heavy Metal Bands (Accept, Mötley Crüe, Pretty Maids…) sowie Goblin-Mitglied Claudio Simonetti (Cut and Run) bei. Diese Songs passen perfekt zum Gezeigten. Die Spezialeffekte, unter anderem von Sergio Stivaletti (Opera), sind der Wahnsinn. Die Effekte sind hübsch blutig, die Tötungsszenen kreativ und spezifisch die Verwandlungsszene (Frau in Dämon) auf der Bühne ist der absolute Hit!

Diese Effekte beweisen eindrucksvoll, dass CGI nie an handgemachte Effekte (= Kunst) heranreichen werden, was die Qualität angeht! Das Ende (kein Happy-End) gefiel mir ebenso wie die Film-in-Film Szenen (à la Scream 2, Anguish, Wes Craven's New Nightmare). Die Figurenzeichnung hingegen ist stark Geschmackssache aber die Norm was das Ital. Kino der damaligen Zeit anging.

Fazit: Einer der besten Ital. Horrorfilme aus den 80ern! Uneingeschränkt zu empfehlen!

Gefolgt von: Demons 2

Infos:

O: Dèmoni

Italien 1985

R: Lamberto Bava

D: Urbano Barberini, Natasha Hovey, Karl Zinny, Fiore Argento, Paola Cozzo, Michele Soavi

Laufzeit der US-Blu: 88:28 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: Okt. 2020

Fassungen: Die beste Fassung ist die US-Blu Ray von Synapse films. Es liegen mehrere Englische Tonspuren vor, neue Subs, ein Audiokommentar und auch Ital. Ton mit angepassten Subs. Dazu ein Steelbook und viel exklusives Material. Die Fassung ist Uncut und die Ton- und Bildqualität sind hervorragend. Die Arrow Scheiben bleiben vorerst nur wegen den Artworks in der Sammlung und die alte US-Anchor Bay DVD wegen dem Original-Autogramm von Regisseur Lamberto Bava (am NIFFF 2008 getroffen). Wer den Film in Deutsch & auf Blu-Ray möchte muss zur XT Video Fassung greifen.

Donnerstag, 8. Oktober 2020

Black Magic Review


Horroktober 2020

Black Magic

Story:

Shan Chien Mi (Ku Feng) hantiert mit schwarzer Magie. Er verkauft Liebes- wie auch Todesflüche. Seine neusten Aufträge: für Liang Chia Chieh (Lo Lieh) soll er einen Liebeszauber für Luo Yin (Tanny Tien Ni) herstellen. Die Sache wird kompliziert, als Liang nicht zahlen kann, Luo hinter das Geheimnis des Fluches kommt und den Magier selbst beauftragt, ihr einen Liebeszauber zu erfüllen. Sie will unbedingt Arbeiter Xu Nuo (Ti Lung) im Bett wissen, wobei dieser nichts von ihr wissen will und vor kurzem erst gerade seine Freundin (Lily Li Li-Li) geheiratet hat…

Meine Meinung:

Black Magic hat die 2. Sichtung bestanden. Es ist Ewigkeiten her, seit ich diesen Klassiker des Shaw Brothers Horrorfilmes zum ersten Mal sah. Damals kannte ich die richtigen Stare noch gar nicht, von denen im Film doch gleich mehrere zu sehen sind, in Haupt- wie auch Nebenrollen und Kurzauftritten.

Der Film ist sozusagen der Klassiker schlechthin, wenn es um Folklore und Übernatürliches wie schwarze Magie, Priester und Flüche geht. Wegbereiter für viele Ableger, eine starke Fortsetzung und viele billige Ripp-offs. Als Fan des sonderbaren, grotesken und obskuren HK-Horrorfilmes uneingeschränkt zu empfehlen.

Dabei muss klar gesagt werden, dass Black Magic relativ harmlos ist und kaum irgendwelche Effekte/Szenen bietet, die richtigen Horror bieten. Man könnte mehr von Grusel sprechen. Die wenigen Effekte haben jedoch ihren Charme und der Film lebt mehr von der Story, den Figuren und einem Hauch Erotik und hier und da wenig schwarzen Humor.

In den Hauptrollen sind Ti Lung (Shaolin Prince), Ku Feng (Bloody Brotherhood), Lily Li Li-Li (Challenge of the Masters) & Tanny Tien Ni (Corpse Mania) zu sehen. In Nebenrollen Lo Lieh und in Kurzauftritten sind spätere Stars wie Norman Tsui (Magic Crane), Yueh Hua (The Green Dragon Inn) oder Dana (Super Inframan) zu sehen. Alle machen sie mind. einen soliden Job. Tanny Tien Ni gefällt vor allem durch ihren Sex-Appel und am stärksten fand ich Ku Feng als bösen Magier – er spielt alle andern an die Wand. Starke Leistung von ihm!

Fazit: Für Shaw Brothers Horrorfilmfans zu empfehlen!

Gefolgt von: Black Magic, Part II

Infos:

O: Jiang Tou

HK 1975

R: Ho Meng-Hua

D: Ku Feng, Ti Lung, Tanny Tien Ni, Lily Li Li-Li, Lo Lieh, Ku Wen-Chung, Yueh Hua, Dana, Norman Tsui

Laufzeit der US-DVD: 95:26 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: Okt 2020

Fassungen: Mir lagen zwei Fassungen vor: Das deutsche, leicht zensierte VHS vom VPS (nur wegen dem schicken Cover-Artwork gekauft) und die US-DVD von Image Entertainment = gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Gibt es in der Zwischenzeit auch Uncut in Deutschland auf Blu-Ray (von filmArt).

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Japanese Hell Review

Horroktober 2020

Japanese Hell

Story:

Die junge Rika bekommt die Chance in die Hölle zu reisen um zu sehen, was Menschen, die sündigen, nach ihrem Lebensende zu erwarten haben. Enma, die Königin der Hölle, zeigt Rika auch ihre Zukunft (sie wird Mitglied einer japanischen Sekte, die später die Sarin Gas Anschläge verüben werden) und die Folgen davon, so dass Rika die Chance bekommt, auf Erden ein Leben ohne Sünden einzuschlagen…

Meine Meinung:

Zweites Remake des Klassikers Jigoku (Japan, 1960) nach The Inferno (Japan, 1979) aus dem Jahre 1999. Interessant ist, dass der legendäre Teruo Ishii, Regisseur von Filmen wie Shogun’s Joy of Torture, Orgies of Edo, Inferno of Torture, Der Wüstling, The Executioner II: Karate Inferno (Sonny Chiba) oder Blind Woman’s Curse (Meiko Kaji), als über 70jähriger (!) Japanese Hell auf die Beine gestellt hat. Mit kaum vorhandenem Budget.

Früher gefiel mir Japanese Hell nicht. Dies ist aktuell und mit den richtigen Erwartungen nicht mehr der Fall. Japanese Hell gefällt mir nun richtig gut und ich hatte Freude und Spass bei der aktuellen Sichtung. Der Film spielt am Anfang und in den letzten 25 Minuten in der Hölle.

Diese Szenen sind von der Stimmung, den Bildern, dem visuellen Stil und den Effekten her am besten und die klaren Highlights des Filmes. Absolut sehenswert! Zwar visuell immer Low-Budget (wie der ganze Film) aber schräg, innovativ und trotz allem sehenswert & charmant in Szene gesetzt, was auch für die liebevollen Settings, Requisiten, Effekte und Gore/Folterszenen (plus immer nackte Haut) gilt (sogar ein Drache und sichtbare Puppen als "Menschen" kommen vor).

Die Hauptgeschichte wird auf Erden erzählt: Rika wird ihre Zukunft vor Augen geführt: sie wird Mitglied einer japanischen Sekte, die später Sarin-Gas Anschläge verüben wird. Japanese Hell greift dafür auf reale Ereignisse der Aum-Sekte aus dem Jahre 1995 zurück und erzählt dessen Geschichte nahezu authentisch 1:1 wieder. Rika bekommt im Film die Chance ihr zukünftiges Leben zu ändern, um damit nach ihrem Tod der Hölle zu entgehen.

Diesen Part fand ich früher nicht gut und zu lang. Aktuell und da meine Erwartungen angepasst mochte ich auch diesen Teil. Der ist nicht weniger grausam als die blutigen Höllen-Szenen, vor allem da reale Geschichte und schön aufzeigend, wie Sekten funktionieren und manipulieren. Hier und da blickt zwar etwas schwarzer Humor durch, aber im Grossen und Ganzen sind die Sekten-Szenen fies und bösartig anzusehen.

Die mir unbekannten Darsteller haben ihre Sache ordentlich gemacht und der Film punktet mehrfach mit dem Soundtrack von Hellraiser – cool!

Weitere Filme, die nebst Jigoku & The Inferno in der Hölle spielen: Heaven and Hell (Shaw Brothers), The Afterworld (Südkorea) oder The Secret Mirror from the Hell (Taiwan) sowie Hell (Thailand).

Fazit: Wer bereits das Original und das erste Remake mochte, sollte sich Japanese Hell nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Jigoku

Japan 1999

R: Teruo Ishii

D: Mutsumi Fujita, Hisayoshi Hirayama, Miki Satô, Yôko Satomi, Kenpachirô Satsuma

Laufzeit der US-DVD: 100:57 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Tokyo Shock vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, jap. O-Ton und englische Subs. Den Film gibt es in Deutschland Uncut und auch mit O-Ton, jedoch ohne Subs. In Deutschland ist der Film bis heute verboten. Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Okt. 2020).