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Freitag, 17. Juni 2022

The Good and the Bad Review

The Good and the Bad

Story:

 

Ein Geheimagent (Chan Sing) infiltriert eine Bande von Drogen- und Menschenhändlern (u.a. Michael Chan Wai-Man, Chieh Yuen, Chiang Nan). Sein Ziel: Boss Jai (Yasuaki Kurata)…

 

Meine Meinung:

 

The Good and the Bad, auch bekannt als Il Braccio Violento del Kung Fu, Kung Fu: The Invisible Fist oder Der Schlaghammer aus Shanghai, ist ein harter Anfang 70er Jahre Hong Kong Kung Fu Film von Ng See-Yuen (Game of Death II, Kidnap in Rome) mit Yasuaki Kurata (Sister Street Fighter: Hanging by a Thread, Wang Yu - Der Karatebomber) als Bösewicht und Chan Sing (Rage of the Wind, Underground Wife) als Held.

 

Ng See-Yuen, der schon einen anderen, wunderbaren Film mit Chan Sing abgeliefert hat (The Bloody Fists), wiederholt dies mit The Good and the Bad nochmal. Der Film erinnert qualitativ sehr an The Bloody Fists und den Chan Sing Film Tough Guy. Vor allem was die Anzahl Kämpfe und die Härten angehen, sind alle drei Filme auf etwa gleich hohem Niveau angesiedelt.

 

Der Plot ist natürlich nur Mittel zum Zweck. Und erreicht dies problemlos. Durch die kurze Laufzeit der Ital. VHS (mehr dazu unter Fassungen) ist der Film, der schöne 70er Jahre Musik (u.a. Italo-Western) in sich vereint, sehr kurzweilig. Es wird regelmässig gekämpft und die Choreographie war in meinen Augen, gerade für 1972, unerwartet besser und spektakulärer als erwartet.

 

Für diese war u.a. Bruce Leung (Gang Master) zuständig, der im Film auch eine kleine Roll spielt. Apropos kleine Rolle: in einer kleinen Nebenrolle, auch als Bösewicht und auch mit Kampfszenen, ist Michael Chan Wai-Man (Kung-Fu Killer) zu sehen. Im Fokus stehen aber klar die Leads Yasuaki Kurata & Chan Sing. Deren Kampfszenen sind toll anzusehen. Vor allem das lange, fast 30minütige Finale, lang und hart, ohne und am Ende mit Waffen kämpfend, ist ein absoluter Genuss!

 

Fazit: Für 70er Jahre Kung Fu Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: E Hu Kuang Long

 

HK 1972

 

R: Ng See-Yuen

 

D: Chan Sing, Yasuaki Kurata, Michael Chan Wai-Man, Chieh Yuen, Chiang Nan

 

Laufzeit der Ital. VHS: 77:12 Min.

 

Gesehen am: 17.05.22

 

Fassungen: Praktisch alle Fassungen sind unterschiedlich zensiert. Angeblich Uncut ist eine US DVD mit Laufzeit von 106 Minuten. Ansonsten lohnt die VHS aus Italien, Zitat aus der ofdb:

 

«Läuft zwar nur 77 Minuten, hat aber als einzige bekannte Fassung die härtesten und besten Kampfszenen zu bieten, z. B. holt Yasuaki Kurata hier noch eine goldfarbene Tonfa hervor und schlägt Chen Hsing damit fast zu Brei.»

 

Daher kaufte ich auch das VHS aus Italien von Telecine Video (Titel: Il Braccio Violento del Kung Fu) = Widescreen, gute Bildqualität (Franz. DVD soll z.T. stark abgedunkelt sein) wobei mein VHS diverse Störstreifen aufweist, Ital. Dubbed (gute Synchro), keine Subs. Dank der Laufzeit von 77:12 Min. sehr kurzweilig. Viele Masterfehler und Jump-Cuts bemerkbar. Scheinen Vorlagenfehler zu sein und nicht zensurbedingt. In Deutschland lief der Film als Der Schlaghammer aus Shanghai im Kino. Scheinbar wurde der jedoch nie auf VHS / DVD (in D) veröffentlicht und eine Blu-Ray gibt es auch nicht (Stand: Mai 2022).

Donnerstag, 16. Juni 2022

The Toolbox Murders Reviews


The Toolbox Murders

Story:

 

Ein Killer wütet in einem Apartment Komplex. Mieterin Nell (Angela Bettis) versucht dem Geheimnis des Hauses auf die Spur zu bekommen…

 

Meine Meinung:

 

The Toolbox Murders ist ein US-Slasher von Tobe Hooper (The Texas Chainsaw Massacre, The Mangler) aus dem Jahr 2003 und ein Remake des Filmes Der Killer mit der Bohrmaschine aus dem Jahr 1978 (steht noch immer auf meiner Wunschliste). Der Film gefiel mir bei Veröffentlichung und nun guckte ich mir erstmals die Unrated Fassung an (mehr dazu unter Fassungen).

 

The Toolbox Murders macht auch in der Unrated Fassung Spass, auch wenn die Sichtung auf der anderen Seite ärgerlich ist, da sehr mässige Qualität. Laut Datenbank-Angaben sollen die Unrated Szenen auf der US-DVD (Bonus) einte gute Qualität haben. Davon war meine Bootleg-Disc weit entfernt, so dass die Fassung den starken Effekten nicht gerecht wird.

 

The Toolbox Murders fällt nämlich in die Kategorie der härteren Slasher. 2-3 Kills waren extrem fies, blutig und gut getrickst. Starke Spezialeffekte, sehr blutig und lassen das Herz eines Horror- und Slasher-Fan höherschlagen. Zudem werden fiese Waffen eingesetzt, mit welchen niemand getötet werden möchte. Die Make-Up Effekte (z.B. bei den mumifizierten Leichen) sind auch stark getrickst. Das kommt doch auch eine morbide Stimmung auf.

 

Der Plot ist natürlich nur Mittel zum Zweck, erfüllt diesen aber gut. Das Gebäude mit den strangen Figuren und dem unheimlichen Killer und Geheimnis, welches es verbirgt, sorgt für solide und abwechslungsreiche Unterhaltung. Kurzweilig. Wer gerne Slasher hat mit all seinen Klischees, sollte den Film eigentlich mögen. Ich mochte auch den weiblichen Cast (Angela Bettis, Juliet Landau, Sheri Moon Zombie).

 

Fazit: Als Slasher-Fan kann durchaus ein Blick riskiert werden!

 

Infos:

 

O: The Toolbox Murders

 

USA 2003

 

R: Tobe Hooper

 

D: Angela Bettis, Juliet Landau, Sheri Moon Zombie, Brent Roam, Marco Rodríguez, Rance Howard

Rance Howard

 

Laufzeit der deutschen DVD: 97:14 (Unrated) / 91:04 (Kinowelt = R-Rated)

 

Neusichtung am: 12.05.22

 

Fassungen: Für eine 1. Sichtung lag mir die zensierte Kinowelt-DVD vor. Diese beinhaltet, wie praktisch alle DVD-Fassungen, nur die in Gewalt stark zensierte US-Kinofassung. Die geschnittenen Szenen sind auf der US-DVD in guter Qualität als Bonus zu finden. Für eine 2. Sichtung lag mir eine Bootleg-DVD vor = durchschnittliche Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch, keine Subs, aber Uncut. Das Mediabook von '84 Entertainment beinhaltet die Unrated ebenso auf DVD (Bonus). Ob diese qualitativ besser ist, als herkömmliche Bootleg-Unrated Fassungen, weiss ich nicht. Auf Blu-Ray gibt es nur die zensierte R-Rated Fassung (Stand: Mai 2022).

Mittwoch, 15. Juni 2022

Aces Go Places III Review

Aces Go Places III

Story:

 

King Kong (Samuel Hui) wird von einem falschen James Bond (Jean Mersant) in eine Falle gelockt und macht sich diversen Diebstählen schuldig. Zusammen mit Agent 701 (Naomi Otsubo) versucht er die Hintermänner (u.a. Richard Kiel, Sugiyama Tsuneharu) zu schnappen. Derweil ermittelt auch die HKer Polizei (Sylvia Chang, Karl Maka, John Shum) gegen King Kong…

 

Meine Meinung:

 

Im dritten Teil der Mad Mission Reihe nimmt neu Tsui Hark (Black Mask 2: City of Masks), der in den Vorgängern amüsante Gastauftritte hinlegte, auf dem Regiestuhl Platz und beerbt Eric Tsang. Ansonsten bleibt fast alles beim Alten: Karl Maka, Sylvia Chang und Samuel Hui kehren zurück. Orientierten sich bereits die ersten Filme leicht am Agenten-Film à la James Bond, so wird dies in Teil drei (Zusatztitel: Our Man from Bond Street) auf die Spitze getrieben.

 

In Aces Go Places III gibt es nebst Fake Queen und Fake US-Präsidenten auch einen Fake-James Bond zu sehen plus Bösewichte wie der Asiate mit dem Killerhut als Waffe und Original-James Bond Nebenfigur Richard Kiel taucht am Anfang und Ende sogar vor. Das sind nette Anekdoten, doch leider ist Aces Go Places III der bisher schwächste Teil der Reihe geworden.

 

Das klassische Mad Mission Theme kommt kaum mehr vor. Es gibt Längen und lahme Füll-Szenen inklusive lahmer Nebenplots. Der Film ist wenig actionreich. Im Mittelteil dominieren die Füllszenen und die Szenen, in denen Sam Hui als Dieb unterwegs ist. Für meinen Geschmack gab es viel zu wenig Action und Stunts.

 

Dazu kommt, dass die Action- und Stunt-Szenen billiger getrickst waren als in den Vorgängern, und zuweilen schlecht und unübersichtlich gefilmt. Das Finale war schwach, einige Szenen passten mehr zu einem Italo-Endzeit-Film als zu einem Mad Mission-Streifen. Sehr schwach war vor allem die Szene, in der Karl Maka und Sam Hui durch die Lüfte bzw. Strassen Hong Kongs fliegen. Sehr billig!

 

Da hilft auch der gute Cast bis in die Nebenrollen (John Shum, Tsui Hark, Charlie Cho Cha-Lee, Ricky Hui, Walter Tso, Lowell Lo etc.) nur wenig. Schade. Reiner Durchschnitt und klare Qualitätssenkung! Bliebt zu hoffen, dass Teil vier wieder besser wird...

 

Gefolgt von: Aces Go Places IV

 

Infos:

 

O: Zeoi Gaai Paak Dong Neoi Wong Mat Ling

 

HK 1984

 

R: Tsui Hark

 

D: Samuel Hui, Jean Mersant, Naomi Otsubo, Richard Kiel, Sugiyama Tsuneharu, Sylvia Chang, Karl Maka, John Shum, Charlie Cho Cha-Lee, Lowell Lo Koon-Ting, Walter Tso Tat-Wah, Ricky Hui

 

Laufzeit der HK-DVD: Ca. 95 Min.

 

Neusichtung am: 12.05.22

 

Fassungen: Siehe Aces Go Places!