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Freitag, 4. Oktober 2024

Kill Her Goats


Horroktober 2024

Kill Her Goats

Story:

Ein unbekannter Killer (Kane Hodder) hat es auf diverse Mädels (u.a. Arielle Raycene) in einem Haus abgesehen…

Meine Meinung:

Kill Her Goats lief an einer vergangenen Ausgabe des Brugggore Filmfestivals. Der Film kam nicht auf meine Liste. Der Inhalt sprach mich nicht an. Inzwischen bekam ich die DVD geschenkt (siehe dazu mehr Infos unter Fassungen) und so wählte ich den Film für den hiesigen Horroktober aus. Ich wollte darunter auch anspruchslose 08/15 Werke wie Kill Her Goats haben. Daher wählte ich den Film in mein Horroktober 2024 Programm.

Der Film des mir unbekannten Steve Wolsh, der bisher nur Horrorfilme realisiert zu haben scheint (2015 Muck, 2023 Fog City), hat mir dabei überhaupt nicht zugesagt. Dabei muss ich sagen, dass ich das Backwood/Redneck-Genre, ähnlich wie das Zombie-Sub-Genre, als ausgelutscht empfinde. Vor allem neue Filme mit solchen Inhalten sprechen mich kaum mehr an. Das Interesse ist verflogen. Nur was alte Klassiker angehen, bleibt die Liebe bestehen (The Hills Have Eyes, Day of the Dead etc.). Oder Romane von Edward Lee (The Bighouse).

Kill Her Goats wirkt billig. Die Optik wirkt billig. Die Kameraführung ist schlecht. Zudem wirkt der ganze Film viel zu dunkel und es gibt unendlich viele Längen. Mit Ausnahme des Doppelmordes zu Beginn passiert danach bis in die 57. Minute gar nichts. Danach wird es zwar hier und da blutig, aber die Szenen sind belanglos. Der Killer ist nicht speziell gruselig, der Plot interessiert und fesselt nicht, eine Spannung und Atmosphäre entstehen nie und alle Charaktere sind oberflächlich, nervend, stereotyp und uninteressant. Nackte Tatsachen hin oder her.

Als Killer ist Kane Hodder (Hatchet, Wishmaster) zu sehen. Er spielte Jason Voorhees in mehreren der Freitag der 13. Fortsetzungen und ist Horrorfans ein bekannter Name. Seine Statur ist noch immer gut genug, damit er grosse, schmächtige Killer, die Opfer jagen und zerstückeln, spielen kann. Die weiblichen Rollen wirken so, als hätte man direkt aus dem Porno-Film gecastet, wobei ich nicht weiss, ob das in dem Fall wirklich zutrifft. Wenn ich in Datenbanken die Filmographien der Frauen ansehen, haben sie bisher kaum bis in keinen anderen Filmen mitgespielt. Ich bin nicht überrascht…

Fazit: Nicht zu empfehlen!

Infos:

O: Kill Her Goats

USA 2023

R: Steve Wolsh

D: Kane Hodder, Arielle Raycene

Laufzeit der US-DVD: Ca. 99 Min.

Gesehen am: Okt. 2024

Fassungen: Mir lag die US-DVD von WithAnO Productions vor. Mein Kumpel hat den als DVD/Blu-Ray Combo-Edition erworben und mir aus dem Set die DVD geschenkt. Gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Es scheint noch keine deutsche Fassung zu geben (Stand: Okt. 2024).

Donnerstag, 3. Oktober 2024

The Gory Murder

Horroktober 2024

The Gory Murder

Story:

Eine zerstückelte Frauenleiche wird gefunden. Die Polizei in Taipei steht vor einem Rätsel. Wer war das Opfer? Wer kannte die Frau? Was ist passiert? Aufwändige Ermittlungen stehen an, ausserdem wird versucht, à la «Aktenzeichen XY … ungelöst», die Bevölkerung in den Fall mit einzubeziehen, um so die Identität des Opfers ermitteln zu können. Und danach und viel wichtiger, den Täter finden zu können…

Meine Meinung:

Der unbekannte und seltene Titel, der schon Motive der Anfang 90er Jahre True-Crime Filme aus Hong Kong vornewegnimmt (ähnlich wie Hong Kong Butcher) und/oder an die Frühwerke der Shaw Brothers erinnern (The Criminals plus Fortsetzungen), ist ein in Fan-Kreisen doch relativ wenig gesehener Film. Obwohl in Taiwan bzw. Taipei spielend und gedreht, handelt es sich um eine HK-Produktion aus dem Jahr 1978. Interessanterweise stand The Eternal Film (H. K.) Co. hinter dem Film.

The Eternal Film (H. K.) Co. sind sonst mehr für ihre Kung Fu Filme bekannt. Da kamen Titel wie The Rage of Wind, Little Superman, Crystal Fist, Sun Dragon, Kung Fu Executioner, Kung Fu Zombie, Kung Fu from Beyond the Grave oder A Life Full of Evils (ok, kein Kung-Fu-Film). Interessant ist, dass das VHS in der Mitte eine Pause einlegt um einen Trailer zu zeigen. Und von welchem Film? Von Kung Fu from Beyond the Grave! Und was hat er zusammen mit The Gory Murder sowie Crystal Fist und Sun Dragon noch gemeinsam? Die gibt es alle von dem Label Orchids International auf VHS. So als ob das Label die Lizenzgeber von The Eternal Film (H. K.) Co. Produktionen gefunden und ein Paket-Filmrechte davon erworben hätte. Spannend!

Die Namen im Film sind mir unbekannt. Regie führte Hua Shan, der, wie ich nun erst jetzt sehe, für die Shaw Brothers zwei Jahre zuvor bereits erwähnten The Criminals gedreht hat. Er war also bei den Shaw Brothers unter Vertrag (teilweise). Da sind noch andere Titel, welche ich kenne: The Super Inframan, Usurpers of Emperor's Power, Little Dragon Maiden, Portrait in Crystal oder Brotherhood. Helen Poon Bing-Seung war mir bis zum August namentlich auch nicht bekannt. Seit dem Shawgust sagt sie mir aber was: ich nahm sie in Emperor Chien Lung and the Beauty wahr. Wen sie in The Gory Murder spielt, ist mir jedoch nicht bekannt.

Die vielleicht wichtigste Frage: lohnt sich der Film überhaupt? Leider knapp nein. Der Film ist dafür zu langweilig, zu uninteressant, zu lahm und vor allem zu harmlos. Dazu eben kaum bekannte Namen. Natürlich spielte der Dub (Dialoge in Vietnamesisch statt Kantonesisch) auch eine Rolle. Der Dub hört sich nämlich billig an. Aber auch das Schauspiel überzeugte mich, leider besonders vom Täter, nicht. Gore gibt es fast keinen. Einige abgetrennte Leichenteile und vor allem Obduktion- und Tatort-Fotos. Eine Strangulation, mehrere Vergewaltigungen (Tat sieht man nie, könnte ggf. auch zensiert sein), eine angedeutete Zerstückelung (Kopf in Plastiksack packen, nicht explizit). Mehr gibt’s nicht zu sehen. Ohne grosse Qualität, Budget, Namen und Spektakel. Leider.

Fazit: Hätte ich davon eine Fassung in Kantonesisch, hätte ich den vielleicht knapp in die Sammlung integriert, aber nicht in dieser Version. Ähnlich wie mit Hong Kong Butcher, auch ein seltener True-Crime-Film, verpasst man nichts. Definitiv kein Must See Titel…

Infos:

O: Can ku da fen shi

HK 1978

R: Hua Shan

D: Rosalind Chan Yee-Hing, Lau Dan, Leung Seung-Wan, Homer Cheung Hung-Cheong, Helen Poon Bing-Seung, Cheng Suk-Ying

Laufzeit der französischen/vietnamesischen VHS: Ca. 84 Min.

Gesehen am: Okt. 2024

Fassungen: Mir lag das VHS aus Frankreich und/oder Vietnam von COGEDA vor = Uncut-Status unklar, Dubbed in Vietnamesisch mit festen englischen und chinesischen Untertiteln. Vollbild. Die Bildqualität ist ok. Der Dub ist billig. SECAM VHS. Es gibt in den USA von Orchids International eine seltene VHS. Mehr Infos dazu sind mir nicht bekannt und diese VHS sah ich noch nie zum Kaufen. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2024).

Mittwoch, 2. Oktober 2024

Dead & Buried

Horroktober 2024

Dead & Buried

Story:

Sheriff Dan Gillis (James Farentino) bekommt in dem kleinen Küsten-Städtchen Potter's Bluff alle Hände voll zu tun, als mehrere Leichen gefunden werden. Unfälle, Morde und gestohlene Leichen bringen Dan Gillis Gemüt aus der Fassung…

Meine Meinung:

Toller Film, den ich schon mehrfach aber nun erstmals in Deutsch sah. Dead & Buried mochte ich schon immer und das hat sich auch bei dieser Neusichtung nicht geändert. Wer meine Reviews seit Jahren verfolgt weiss, dass ich Geschichten, die in Kleinstädten spielen, sehr mag. Und Dead & Buried ist praktisch ein Musterbeispiel für einen stimmungsvollen Horrorfilm, der in einem kleinen Fischerdörfchen an einer US-Küste spielt. Eine Stadt, wo jeder jeden kennt. Eine Stadt mit nur einem Sheriff.

Wo ein grausiger Plot den Zuschauer perfekt fesselt und unterhält. Inzwischen gibt es zwar keine Überraschungen mehr und das Ende kann für geübte Zuschauer gar leicht vorhersehbar sein, aber das war dazumal, 1981 sicher noch anders da weniger vergleichbare Filme dieser Art. Ich fand den Film mit seinen dunklen Szenen und Nebelschwaden nach wie vor stark atmosphärisch. Perfektes Setting und Inhalte für einen Horrorfilm. Das haben die Drehbuchautoren um Dan O'Bannon (Alien, Return of the Living Dead) und Co. gut gemeistert.

Die mir unbekannten Darsteller (Ausnahme ist Robert «Freddy Krüger» Englund in einer Nebenrolle) haben ihre Sache auch sehr ordentlich gemacht. Egal ob Namen wie James Farentino als Sheriff, Melody Anderson als dessen Ehefrau, Lisa Blount (Cut and Run, Needful Things) als Krankenschwester oder Jack Albertson als Bestatter. Für die sehenswerten Make-Up Masken und Spezialeffekte zeichnete sich u.a. Stan Winston (Pumpkinhead - Das Halloween Monster, Wrong Turn) aus. Ich empfand den Film teilweise, was die Tötungen angehen, als grausam (Feuer, Spritze). Die Effekte sind auch heute noch klasse anzusehen.

Fazit: Absolut sehenswerter Horrorfilm!

Infos:

O: Dead & Buried

USA 1981

R: Gary Sherman

D: James Farentino, Melody Anderson, Jack Albertson, Dennis Redfield, Nancy Locke, Lisa Blount, Robert Englund

Laufzeit der spanischen Blu-Ray: 94:00 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Okt. 2024

Fassungen: Mir lag die spanische Blu-Ray vor, welche ich als Wichtelgeschenk geschenkt bekam = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, diverse Audio und Untertitel-Optionen (Englisch, Deutsch etc.). Laut Cover-Artwork eine Region-All-Disc. Könnte ein Bootleg sein. Laut Internetquellen werden diese gepressten Blu-Rays jedoch offiziell auf spanischen Shops und Länden verkauft. Gibt es in Deutschland von capelight pictures auf Blu-Ray.