Zu Ehren von Mark Houghton, der ganz überraschend am heutigen 05.10.26 (wohl aufgrund eines Herzinfarktes) in Hong Kong starb, gibt es ein neues Review zu:
Film Reviews zu Filmen aus den Genres Horror, asiatischem Kino, Action etc. Alte Reviews & Berichte der HP www.reviews.ch.vu werden nach und nach auch hochgeladen und wenn nötig komplett überarbeitet.
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Montag, 5. Oktober 2026
Mad Mad Ghost
Mad Mad Ghost
Story:
Uncle Ying (Lam Ching-Ying) zieht in ein Haus, in dem er es zusammen mit seinen Schülern (Chin Shih-Erh, Ricky Ho Pui-Tung, Sze Mei-Yee, Tse Wai-Kit, Li Fai) mit Geistern (Mandy Chan Chi-Man, Jacqueline Law Wai-Kuen) und zwei Ausländern (Mark Houghton, Eddie Maher), die vor Ort nach Gold suchen und dabei über Leichen gehen, zu tun bekommt…
Meine Meinung:
Zu Ehren von einem der bekanntesten Gweilo-Darstellern des HK-Kinos der 90er, Mark Houghton (Angel Terminators, Skinny Tiger and Fatty Dragon, Fight Back to School 2), kam es zu einer Neusichtung der Ghost-Comedy Mad Mad Ghost. Mark Houghton verstarb leider auf der Nacht Sonntag auf Montag ganz überraschend in Hong Kong. Er war nebst Namen wie Richard Norton (Magic Crystal), Jeff Falcon (The Outlaw Brothers) oder Eddie Maher (der hier auch mit von der Partie ist) eines der bekanntesten Gesichter aus der Zeit und war ein enger Schüler des legendären Shaw Brothers Regisseurs und Choreographen Lau Kar-Leung (The Spiritual Boxer).
Ich wählte Mad Mad Ghost da er hier nicht nur in paar wenigen Actionszenen zu sehen ist, sondern da er nebst Eddie Maher (New Killers in Town) eine grosse Nebenrolle und den Hauptbösewicht spielt. Und trotz dem Genre Ghost Comedy, darf Mark Houghton von seinen Kampftechniken gebrauch machen. Den Film sah ich heute nach 2014 zum zweiten Mal. Ich empfand den Film nicht mehr als ganz so toll, wie das 2014 bei meiner Erstsichtung der Fall war. Da war ich, wie es aussieht, etwas zu euphorisch. Besonders die ersten 40 Minuten gefielen mit weniger, auch wenn diese nicht langweilig sind.
Aber die wenig wechselhaften Settings, die eher unbekannten Namen (die Schüler von Lam Ching-Ying) und der Plot mit dem streitenden Geister-Ehepaar waren eher unspektakulär und einiges was lustig sein sollte, liess mich aktuell eher kalt. Das lag vielleicht auch daran, dass eben die ganz grossen Namen, sieht man Mal von Lam Ching-Ying (The Dynamite Brothers, Forced Nightmare, The Dead and the Deadly) ab, gefehlt haben. In kleinen Gastauftritten sind immerhin noch Shum Wai (No Way Back) sowie Billy Lau (Lethal Contact) zu sehen. Regie führte Billy Chan Wui-Ngai (der schon mit New Mr. Vampire im Ghost Comedy Genre Erfahrungen sammelte).
Trotzdem: Langweilig wird es auch in den ersten 40 Minuten nicht. Danach kommen dann auch unsere zwei Gweilo-Bösewichte vor und übernehmen den Plot bis und mit zum Finale. Diese zweite Hälfte empfand ich als besser, da abwechslungsreicher und vor allem gibt es mehr Actionszenen zu sehen. Dabei können sowohl Mark Houghton, Eddie Maher wie auch Lam Ching-Ying inklusive der Schüler punkten. Es gibt einige tolle Gags (vor allem Mark Houghton war wirklich lustig in seiner Rolle) und abgerundet wird die 2. Hälfte weiterhin mit Geistern und Magie-Szenen. Nur die Madonna-Jokes fand ich nicht mehr lustig, sondern peinlich.
Fazit: Fans von HK-Geister-Komödien können einen Blick riskieren!
O: Wong Gam Do Si
HK 1992
R: Billy Chan Wui-Ngai
D: Lam Ching-Ying, Ricky Ho Pui-Tung, Sze Mei-Yee, Tse Wai-Kit, Li Fai, Mark Houghton, Eddie Maher, Billy Lau, Shum Wai, Chin Shih-Erh, Mandy Chan Chi-Man, Jacqueline Law Wai-Kuen
Laufzeit der HK-VCD: Ca. 91 Min.
Gesehen am: Juni 2014 / Neusichtung am: Okt. 2026
Fassungen: Gesehen via HK-VCD von Winson Entertainment = Uncut,
mässige und unscharfe Bildqualität, gute Tonqualität, O-Ton und englische Subs.
Von Mei Ah gibt es auch eine HK-LD. Es gibt keine DVD, keine deutsche Fassung,
keine Blu-Ray und keine UHD (Stand: Okt. 2026).
The Texas Chainsaw Massacre
The Texas Chainsaw Massacre
Story:
Auf einem Weg zu einem Konzert nimmt eine Gruppe Freunde (Eric Balfour, Jessica Biel, Jonathan Tucker, Erica Leerhsen, Mike Vogel) eine Anhalterin (Lauren German) mit. Diese bringt sich kurze Zeit später im Wagen um. Bei einer Raststätte wird halt gemacht und nach dem Sheriff (R. Lee Ermey) gefragt. Danach nimmt das Unheil seinen Lauf…
Meine Meinung:
Ich mag den Horroktober, da ich nebst ungesehen Filmen auch Filme, die ich lange nicht mehr sah, auffrischen kann. So auch The Texas Chainsaw Massacre aus dem Jahr 2003. Dem Remake zum Kultklassiker Blutgericht in Texas von Tobe Hooper. Als Regisseur wurde überraschend der relativ unbekannte aus Deutschland stammende Marcus Nispel verpflichtet, der sich später noch anderen Horror-Remakes annehmen sollte (Friday the 13th). Produziert wurde der Film von Michael Bay. The Texas Chainsaw Massacre gefiel mir nach der heutigen Sichtung besser als früher.
Der Film ist zwar kein Kracher und kommt nicht annährend ans Original heran, dennoch fand ich aktuell weniger Kritikpunkte als früher. Und, das ist das Wichtigste, war der Film von Beginn an unterhaltsam. Ich fühlte mich durchgehend unterhalten und es war fast immer was los. Der Film sieht sehr hochwertig aus, was viele kritisiert haben, da das Original gerade aufgrund seines kleinen Budgets und dem dreckigen, einfachen Look zu fesseln vermochte und daraus seine kranke Atmosphäre zog. Die Hochglanzoptik des Remakes lässt etwas Stimmung vermissen, dennoch wurde versucht, wie schon im Original, die Gewalt eher im Kopf des Zuschauers aufflammen zu lassen. Soll heissen, dass es hier, wie schon in Tobe Hoopers Film, wenig sichtbare Splatterszenen zu sehen gibt.
Dennoch gibt es einige herrlich fiese und schmerzhafte Momente und der Film ist zuweilen wunderschön gefilmt. Es gibt einige tolle Kamerafahrten, die mich überrascht haben. Eine hätte sogar aus einem Dario Argento Film stammen können. Zudem lässt Marcus Nispel seine (Musikvideo)Erfahrungen gekonnt in den Film einfliessen. Das kommt gut. Der Cast ist solide bis austauschbar. Leatherface hat mir gefallen (jede Szene mit ihm) wie auch der Sheriff oder die Tankwart-Frau. Hingegen mochte ich das Kind oder die Mutter, die das Baby an sich nimmt, nicht. Die fand ich schwach charakterisiert. Und Jessica Biel (Blade: Trinity) wurde definitiv wegen ihrem Äusseren gecastet, und nicht aufgrund ihrer schauspielerischen Qualitäten. Dass Leatherface am Ende namentlich genannt und somit demaskiert wird, mochte ich hingegen nicht.
Fazit: Horrorfans können durchaus einen Blick riskieren!
Infos:
O: The Texas Chainsaw Massacre
USA 2003
R: Marcus Nispel
D: Eric Balfour, Jessica Biel, Jonathan Tucker, Erica Leerhsen, Mike Vogel, Andrew Bryniarski, R. Lee Ermey, Lauren German
Laufzeit der deutschen DVD: 94:26 Min.
Gesehen am: 2004 / Neusichtung am: Okt. 2026
Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Constantin Film vor
= Doppel-DVD mit Schuber, Uncut, gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch
mit Subs. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD (UHD = in den
USA).

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