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Samstag, 18. Dezember 2021

Demon Warrior Koji Review

Demon Warrior Koji

Story:

 

Eine mysteriöse Mordserie, in welcher ein Monster oder Dämon seine Finger im Spiel haben könnte, wird zum Auftrag von Dämonen Warrior Koji und seiner «Superhelden» Truppe…

 

Meine Meinung:

 

Demon Warrior Koji aka Sex Murder Investigation Officer ist ein weiterer Adult-Anime der aus den üblichen Gründen (zu viel Sex, zu wenig Monster/zu wenig nicht sexuelle Gewalt/zu wenig Fantasy/zu wenig Horror) aus der Sammlung fliegt wie bereits Titel wie Mystery of the Necronomicon oder Sex Demon Queen.

 

Der Anime hat eine lange Laufzeit von zwei Stunden und ist in drei Files aufgeteilt. Leider heisst das auch: Längen, Längen und Längen! Demon Warrior Koji erzählt die Story von Koji und seinem "Superhelden" Team auf der Suche nach einem irren Killer. Die Superhelden-Crew fand ich doof (genau so stelle ich mir Marvel Filme vor). Von denen überzeugte mehr oder weniger nur titelgebender Koji und die Frau, die aus dem Körper fahren kann.

 

Das Kind, welches eine zentrale Rolle spielt, nervt leider sehr, auch wenn es im Verlauf um das Kind zwei-drei Szenen gibt, wo ich leer schlucken musste und so nicht erwarte hätte (und nach meiner Erstsichtung auch nicht mehr wusste). Und nein, es kommen (zum Glück) keine Sex-Szenen mit Kindern vor nur um das schon Mal klarzustellen.  Die Sex-Szenen allgemein waren ziemlich fies, derb und eklig.

 

Der Animationsstil war im Vergleich zu den anderen Adult-Animes, welche ich in letzter Zeit sah (Mystery of the Necronomicon oder Sex Demon Queen), schlechter. Die Story scheint am Ende dann auch doch nicht ganz abgeschlossen zu sein, auch wenn, so viel ich weiss, die Story nicht fortgesetzt wurde.  

 

Fazit: Entspricht nicht mehr meinem Geschmack und wurde bereits aus der Sammlung entsorgt. Adult-Anime Fans können dennoch einen Blick riskieren...

 

Infos:

 

O: Kairaku Satsujin Chousakan Kouji

 

Japan 1999

 

R: Yasunori Urata

 

D: -

 

Laufzeit der US-DVD: Ca. 120 Min.

 

Gesehen am: ? / Neusichtung am: 11.10.21

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Anime18 vor = Jap./Englisch mit englischen Subs, gute Bild- und Tonqualität, Uncut. Eine deutsche Fassung und/oder Blu-Ray Version sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2021).

Rabid Review

Rabid

Story:

 

Die schüchterne und unsichere Vegetarierin Rose (Laura Vandervoort) arbeitet in der harten Modewelt, wo sie immer wieder an ihre Grenzen stösst. Als sie nach einem Unfall furchtbar entstellt wird, stimmt sie einer neuen Stammzellen-Therapie zu. Die Therapie gelingt, doch nach einer Zeit kommt es zu ersten, ernsten unerwünschten Nebenwirkungen die für Rose und ihr Umfeld ungesund enden…

 

Meine Meinung:

 

Rabid (2019) ist das kanadische Remake zu David Cronenbergs Klassier Rabid aus dem Jahre 1977 und leider ein total misslungener Film in praktisch allen Belangen! Ich kannte nur das Cover und fand es ansprechend – daher bestellt. Leider hat sich dieser Blindkauf gar nicht gelohnt. Das Remake ist ein grottenschlechter Film, der bis auf ca. zwei Effekte-Szenen nichts Positives zu bieten hat.

 

Die Machart des Filmes wirkt billig. Schon nur das Intro mit dem Rabid Schriftzug. Mühsame Kameraarbeit (z.B. wie der Unfall inszeniert wurde). Wirkt wie ein Video- oder billiger Werbeclip. Auch die Ästhetik und Stilmittel, um dem Film eine eigene Optik aufzudrücken, sind teilweise negativ (z.B. erkennt man einen coolen Make-Up-Monster-Effekt im letzten Viertel des Filmes so deutlich weniger, weil einfach zu dunkel = Stilmittel des Filmes) ausgefallen.

 

Der Plot ist langweilig und vermischt nervige, neu zeitige Woke-Trends mit Horror- und Mad Scientist-Motiven. Nur am Ende gibt es eine kleine Überraschung, die ich mochte (der zweite gelungene Make-Up-Effekt des Filmes). Ansonsten nervt der Film durch seine Machart, die Woke-Szenen und durch seine miesen Charaktere. Praktisch alle Figuren nerven wie Hölle und sind unsympathisch. Ich hätte am liebsten schon im ¼ des Filmes abgestellt, später musste ich in lahmen Füllszenen spulen.

 

Speziell blutig ist der Film nicht und die Attacken sind uninteressant. Der Plot und die Szenenabfolge wirken teilweise sehr unzusammenhängend, repetitiv und unausgegoren. Wie ein Flickwerk. Das spricht nicht für das Schwesternduo, welches als Regisseur-Paar aufgetreten ist. Das mag bei Clips oder Kurzfilmen funktionieren, aber nicht bei einem Spielfilm (das Schwesternduo hat auch bisher praktisch nur Kurzfilme realisiert). Die Musik gefiel mir auch nicht.

 

Fazit: Scheissdreck, unnötiges Remake und einer der schlechtesten Filme, welche ich seit langem sah! Nur für Masochisten zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Rabid

 

Kanada 2019

 

R: Jen Soska, Sylvia Soska

 

D: Laura Vandervoort, Greg Bryk, Stephen McHattie, Stephen Huszar, Benjamin Hollingsworth, C.M. Punk

 

Laufzeit der UK-DVD: Ca. 103 Min.

 

Gesehen am: 10.10.21

 

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von 101 vor = Schuber, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Die deutsche Disc ist ebenso Uncut, aber die UK DVD war über eBay viel günstiger zu bekommen. Gibt es auch auf Blu-Ray.

The Crippled Masters Review


The Crippled Masters

Story:

 

Ein Gangster-Boss (Li Chung-Chien) verkrüppelt Unschuldige. Einem Opfer (Shun Chung-Chuen) werden die Arme abgetrennt, einem weiteren Opfer (Thomas Hong Chiu-Ming) die Beine. Beide finden nach einiger Zeit zusammen, treffen auf einen Art Schlangenmenschen (He Jiu) der sich ihnen als Meister zur Verfügung stellt und sie, trotz ihrer Behinderung, im Kung Fu ausbildet, damit sie Rache üben können…

 

Meine Meinung:

 

Nach dem Shaw Brothers Film Crippled Avengers (1978) sprangen die Taiwanesen auf den Krüppel-Zug auf und brachten The Crippled Masters auf den Markt, der noch zwei «Fortsetzungen» (Fighting Life und Two Crippled Heroes) nach sich zog. Allgemein ist das Krüppel-Thema im asiatischen Film verbreitet: Six Kung Fu Heroes, The One-Armed Swordsman plus weitere Jimmy Wang Yu Filme, Zatoichi, Raiders of the Shaolin Temple etc.).

 

The Crippled Masters kann dennoch als Klassiker des Krüppel-Filmes gelten, weil dieser einen grossen Unterschied hegt, wenn mit dem Chang Cheh Film Crippled Avengers verglichen: in The Crippled Masters sind es nämlich echte Krüppel die zu sehen sind und keine Fake-Krüppel! Das ist der grosse Unterschied, der schön aufzeigt, dass auch Krüppel trotz Behinderung in Filmen bestehen können.

 

Nüchtern betrachtet ist The Crippled Masters ein 08/15 Kung-Fu Film wie es sie zu Hunderten gibt: Rache-Story, Meister nimmt neue Schüler, bildet diese aus, sie rächen sich. Also wenig originell und mit der billigen Standard Musik versehen, wie sie leider oft zu hören ist (da sind mir gestohlene Musikstücke deutlich lieber). Vor allem in Kombination mit dem furchtbaren Englischen Dub kaum auszuhalten und ein Grund mehr, den Film in Deutsch (möglicherweise) oder in Mandarin zu schauen.

 

Der Film von Regisseur Law Chi (The Invincible Kung Fu Trio, Haunted House Elf) startet mit einem sehenswerten Intro und danach folgt die Einleitung, die etwas lahm erscheint. Es dauert ca. 30-40 Minuten, bis die zwei Krüppel zu einander finden und sich ausbilden lassen. Nicht alle Kampfszenen sind wirklich stark. Spektakulär sind zumindest jene Kampf- und Trainingsszenen, die von Shun Chung-Chuen und Thomas Hong Chiu-Ming, welche trotz ihrer Behinderungen in diesen überzeugen und somit für Spektakel sorgen. 

 

Bösewicht Li Chung-Chien (The Guy with Secret Kung Fu) fand ich persönlich eher schwach und wenig charismatisch. Es gibt noch einen anderen Kämpfer in weiss gekleidet. Dessen Kampfszenen waren auch gut. Der weiss gekleidete Kämpfer scheint auch ein Guter zu sein, wobei ich nicht weiss, in welcher Beziehung er zum Bösewicht oder den Krüppeln steht (aufgrund fehlender englischer Subs).

 

Fazit: An sich kein Highlight, da etwas zu wenig Kämpfe und lahmer Beginn. Dafür kompensiert der Film diese Tatsachen aber mit der spektakulären Leistung der zwei Krüppel, die danach verdientermassen noch in weiteren Filmen dieser Art zu sehen waren! Old School Kung Fu Film-Fans greifen zu!  

 

Infos:

 

O: Tian Can Di Que

 

Taiwan 1980

 

R: Law Chi

 

D: Shun Chung-Chuen, Thomas Hong Chiu-Ming, He Jiu, Li Chung-Chien

 

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 87:38 Min.

 

Gesehen am: ? / Neusichtung am: 10.10.21 / Sichtung US-Blu-Ray: 04.07.24

 

Fassungen: Den Film sah ich früher zuerst als US-DVD. Vollbild, Uncut, Englisch Dubbed. Grottenschlechte Synchronisation. Ich kaufte das VHS aus Japan von Nikkatsu Video (Titel: The Crippled Heaven) da ich hoffte, dort eine Mandarin Fassung zu bekommen. Pustekuchen! Auch nur Englisch Dubbed und der tolle Vorspann des Filmes fehlt. Behalte ich nur wegen dem Cover. Aus Südkorea von Sam Boo die VHS erhalten. Diese bietet endlich die Mandarin Fassung mit koreanischen Subs. Leider auch nur Vollbild (2.35:1 wäre Originalbildformat). Das VHS aus Holland soll eine sehr gute Bildqualität haben und ist in 1.85:1 aber auch nur Englisch Dubbed. Eine Blu-Ray oder O-Ton Fassung mit englischen Subs ist mir nicht bekannt (Okt. 2021). Nachtrag 04.07.24: Das US-Label Film Masters sorgte mit ihrer US-Blu-Ray Vö zum Film für eine der besten Veröffentlichungen in diesem Jahr. Der Film liegt erstmals im Originalbildformat 2,35:1 vor. Restauriert und in einer grandiosen Bildqualität. Es gibt sogar zu Beginn im Intro paar Sekunden mehr als bei der VHS aus Südkorea. Es handelt sich um ein anderes Master. Bei der Blu-Ray fehlt z.B. bei der letzten Szene die "The End" Einblendung. Die Blu-Ray hat eine um Welten bessere Qualität als das VHS. Dazu gibt es jede Menge exklusive Extras, den Original Raw Scan zum Film als Bonus, ein Booklet und sogar O-Ton Mandarin mit englischen Subs. Der Wahnsinn! Unten ein kleiner Bildvergleich zwischen der Blu-Ray (Region All-Disc) und dem VHS aus Südkorea: