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Mittwoch, 15. Juni 2022

Aces Go Places III Review

Aces Go Places III

Story:

 

King Kong (Samuel Hui) wird von einem falschen James Bond (Jean Mersant) in eine Falle gelockt und macht sich diversen Diebstählen schuldig. Zusammen mit Agent 701 (Naomi Otsubo) versucht er die Hintermänner (u.a. Richard Kiel, Sugiyama Tsuneharu) zu schnappen. Derweil ermittelt auch die HKer Polizei (Sylvia Chang, Karl Maka, John Shum) gegen King Kong…

 

Meine Meinung:

 

Im dritten Teil der Mad Mission Reihe nimmt neu Tsui Hark (Black Mask 2: City of Masks), der in den Vorgängern amüsante Gastauftritte hinlegte, auf dem Regiestuhl Platz und beerbt Eric Tsang. Ansonsten bleibt fast alles beim Alten: Karl Maka, Sylvia Chang und Samuel Hui kehren zurück. Orientierten sich bereits die ersten Filme leicht am Agenten-Film à la James Bond, so wird dies in Teil drei (Zusatztitel: Our Man from Bond Street) auf die Spitze getrieben.

 

In Aces Go Places III gibt es nebst Fake Queen und Fake US-Präsidenten auch einen Fake-James Bond zu sehen plus Bösewichte wie der Asiate mit dem Killerhut als Waffe und Original-James Bond Nebenfigur Richard Kiel taucht am Anfang und Ende sogar vor. Das sind nette Anekdoten, doch leider ist Aces Go Places III der bisher schwächste Teil der Reihe geworden.

 

Das klassische Mad Mission Theme kommt kaum mehr vor. Es gibt Längen und lahme Füll-Szenen inklusive lahmer Nebenplots. Der Film ist wenig actionreich. Im Mittelteil dominieren die Füllszenen und die Szenen, in denen Sam Hui als Dieb unterwegs ist. Für meinen Geschmack gab es viel zu wenig Action und Stunts.

 

Dazu kommt, dass die Action- und Stunt-Szenen billiger getrickst waren als in den Vorgängern, und zuweilen schlecht und unübersichtlich gefilmt. Das Finale war schwach, einige Szenen passten mehr zu einem Italo-Endzeit-Film als zu einem Mad Mission-Streifen. Sehr schwach war vor allem die Szene, in der Karl Maka und Sam Hui durch die Lüfte bzw. Strassen Hong Kongs fliegen. Sehr billig!

 

Da hilft auch der gute Cast bis in die Nebenrollen (John Shum, Tsui Hark, Charlie Cho Cha-Lee, Ricky Hui, Walter Tso, Lowell Lo etc.) nur wenig. Schade. Reiner Durchschnitt und klare Qualitätssenkung! Bliebt zu hoffen, dass Teil vier wieder besser wird...

 

Gefolgt von: Aces Go Places IV

 

Infos:

 

O: Zeoi Gaai Paak Dong Neoi Wong Mat Ling

 

HK 1984

 

R: Tsui Hark

 

D: Samuel Hui, Jean Mersant, Naomi Otsubo, Richard Kiel, Sugiyama Tsuneharu, Sylvia Chang, Karl Maka, John Shum, Charlie Cho Cha-Lee, Lowell Lo Koon-Ting, Walter Tso Tat-Wah, Ricky Hui

 

Laufzeit der HK-DVD: Ca. 95 Min.

 

Neusichtung am: 12.05.22

 

Fassungen: Siehe Aces Go Places!

Dienstag, 14. Juni 2022

Das Höllentor der Shaolin Review

Das Höllentor der Shaolin

Story:

 

General Xu (Johnny Wang Lung-Wei) veranstaltet ein Turnier, um die Shaolin Clans aus dem Süden und Norden gegeneinander aufzuhetzen und auszuspielen. Es gibt Tote (u.a. Dick Wei). General Xu lässt Hsu Fong (Sun Chien), Chun Fei (Chiang Sheng) und Pao Siao Tung (Lu Feng) als «Täter» präsentieren. Derweil trainieren Ho Yen Wu (Phillip Kwok) und Ho Ming Pao (Lo Meng) mit dem Ziel, später mit Mai Feng (Wai Pak) Rache zu üben…

 

Meine Meinung:

 

Das Höllentor der Shaolin aka Invincible Shaolin sah ich seit 15 Jahren nicht mehr. Ich wusste nur noch drei Dinge: 1. Es handelt sich um einen Shaw Brothers Film von Chang Cheh (Police Force). 2. Um einen Venom-Film. 3. Die Helden werden getäuscht und gegeneinander aufgebracht. Mehr wusste ich nicht mehr. Ich war also gespannt auf die Neusichtung, die mehr wie eine Premiere anmutete da so lange nicht gesehen.

 

Leider fand ich Das Höllentor der Shaolin relativ mässig. Sehr durchschnittlich und wohl nebst The Five Venoms der schwächste Venom-Film, so weit ich mich erinnern kann. Kein Vergleich zu Klassikern wie Crippled Avengers oder anderen Venom-Filmen wie The Rebel Intruders. 1978 sorgte der Jackie Chan Klassiker Snake in the Eagle's Shadow für Furore und Erfolge.

 

Das Höllentor der Shaolin versucht zu offensichtlich, den Jackie Chan Film zu imitieren: Kung Fu, Rache-Thema Training, Humor, Meister-Schüler Thema. Leider ohne Erfolg. Dazu fehlt es den Venoms an um Phillip Kwok (Hard-Boiled), Lo Leng (Pursuit of a Killer), Sun Chien (The Plot) und Lu Feng (Ninja Kids) und Co. an Charisma.

 

Auch andere Figuren werden im Film verschenkt: Chan Shen (Five Element Ninjas) als Meister wirkt tot (auch so geschminkt), Kara Hui (Mrs K) darf nicht kämpfen (aber löblich, in einem Chang Cheh Film überhaupt Frauen zu sehen) und Dick Wei (City Warriors) ist eines der Opfer zu Beginn des Filmes. Johnny Wang Lung-Wei (Martial Club), den ich als Bösewicht immer gerne sehe, wird im Finale viel zu schnell und enttäuschend besiegt. Schade!

 

Die Laufzeit fühlt sich viel länger als 98 Minuten an, der Plot ist total dünn und Action gibt es viel zu wenig. 90% bestehen nur aus repetitiven und ermüdenden Trainingsszenen. Das naive Verhalten der Figuren überzeugt ebenso wenig, wie dramatische Heroic-Bloodshed Momente, die später von John Woo gekonnt in die Moderne übertragen wurden (A Better Tomorrow).

 

Natürlich sind die Trainings- und vor allem die Kampfszenen am Anfang und Finale spektakulär und blutig, aber der Funke will diesmal nicht recht rüber springen und in anderen Venom Filme war das weit aus besser, abwechslungsreicher, blutiger und epischer in Szene gesetzt!

 

Fazit: Durchschnitt. Nur für Venom-Fans zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Nan Shao Lin Yu Bei Shao Lin

 

HK 1978

 

R: Chang Cheh

 

D: Johnny Wang Lung-Wei, Dick Wei, Sun Chien, Chiang Sheng, Lu Feng, Phillip Kwok, Lo Meng, Chan Shen, Kara Hui

 

Laufzeit der deutschen DVD: 98:41 Min.

 

Gesehen am: 2007 / Neusichtung: Mai 2022

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von MIB vor = Uncut, Deutsch/Mandarin mit englischen Subs, gute Bild- und Tonqualität (vielleicht leicht unscharf). Gibt es in Deutschland auch auf Blu-Ray. Die Original-Kino-Synchro (Deutsch) gibt es nur auf der TVP DVD.

Montag, 13. Juni 2022

Kung-Fu Killer Review

Kung-Fu Killer

Story:

 

Lung (Sin Il-Ryong) findet heraus, dass sein Vater mit anderen Gangster-Bossen zusammenarbeitete. Diese haben Lungs Vater nun töten lassen. Lung tut sich mit dem Ex-Partner seines Vaters (Chan Sing) zusammen, um die Bösewichte (Chao Hsiung, Michael Chan Wai-Man, Wilson Tong, Sammo Hung, Tong Tin-Hei) zur Strecke zu bringen…

 

Meine Meinung:

 

Kung-Fu Killer aka The Double Crossers ist eine Co-Produktion zwischen Hong Kong und Indonesien. Der Film aus dem Jahr 1976 wartet mit den zwei Stars Michael Chan Wai-Man (The Mysterious Foot-works of Kung Fu, Carry On Yakuza, Crimson Street) und Chan Sing (Die Depesche des Todes, Blood Brothers, The Beasts) auf, die beide schon hier und da zusammengearbeitet haben (Jumping Ash, Shaolin Warrior, Bruce Lee the Invincible).

 

Chan Sing spielt jedoch hinter Michael Chan Wai-Man und Sin Il-Ryong nur die 2. Geige. Nach Kurzauftritt zu Beginn taucht er erst nach ca. 35 Minuten wieder auf, und immer nur häppchenweise. Zu viel Martial Arts darf er auch nicht zeigen. Im Finale bekämpft er eine jungen Sammo Hung (Pantyhose Hero). Michael Chan Wai-Man spielt definitiv eine der Hauptrollen, was aber nicht heisst, dass auch er viel kämpfen darf.

 

Michael Chan Wai-Man, als Bösewicht versteht sich, darf ca. zweimal kämpfen (einmal zieht er den Bademantel ab, um seine Tätowierungen zu demonstrieren). Der Held wird von Sin Il-Ryong gespielt. Der macht das gut, auch wenn die Wahl ein No Name ist. Er hat, zumindest laut hkmdb.com, nicht viele Arbeiten hinter sich und blickt nur auf eine kurze Karriere zurück.

 

Allgemein hätte es für meinen Geschmack mehr Kämpfe geben dürfen. Vor allem in der ersten Filmhälfte. Dafür gibt es 2-3 Auto-Crashs, ein schickes Setting (Indonesien in der 2. Filmhälfte) und sogar ein Raketenwerfer kommt zum Einsatz. Das ist doch auch schon Mal etwas!

 

Fazit: Kein Kracher, aber eine durch und durch solide Golden Harvest-Produktion!

 

Infos:

 

O: Gui Ji Shuang Xiong

 

HK, Indonesien 1976


R: Chung Chang-wha

 

D: Sin Il-Ryong, Michael Chan Wai-Man, Chao Hsiung, Chan Sing, Wilson Tong, Sammo Hung, Tong Tin-Hei

 

Laufzeit der deutschen DVD: 95:28 Min.

 

Gesehen am: 10.05.22

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Schröder Media (Asia Line Vol. 38) vor = Uncut, Deutsch, Englisch, Mandarin mit englischen Subs. Durchschnittliche Bildqualität. Hier und da etwas zu dunkel. Die deutsche DVD stellt die Weltpremiere dar. Den Film gab es bisher nur in HK auf VCD. Ein Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Mai 2022).