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Samstag, 3. November 2018

The Young Master Review

The Young Master

Story:

Lung (Jackie Chan) wird vom örtlichen Sheriff (Sek Kin) für einen Gangster gehalten und muss sich mehrfach gegen den Sheriff und dessen Kinder (Yuen Biao, Lily Li) zur Wehr setzen. Der Sheriff gesteht einen möglichen Fehler bald ein, jedoch muss Lung, um seine Unschuld beweisen zu können, den gesuchten Gangster (Whang In-Shik) und dessen Schergen (u.a. Fung Hak-On) ausfindig machen und stoppen…

Meine Meinung:

The Young Master gilt als Klassiker des Old School Kung Fu Kinos und von Jackie Chan. Nach seiner Zeit bei Lo Wei, Yuen Woo-Ping (dank dessen Filmen er zum Weltstart wurde) und nochmals Lo Wei (Dragon Fist und The Fearless Hyena) verliess er Lo Wei um bei Golden Harvest, u.a. gegründet von Raymond Chow (Ex-Shaw Brothers Mitarbeiter), anzuheuern. Golden Harvest wurde zur grossen Konkurrenz der Shaw Brothers und behauptete sich spätestens Mitte der 80er Jahre und brachte einen Klassiker nach dem anderen raus – alles Filme mit Stars um Yuen Biao, Yuen Wah, Jackie Chan, Jet Li oder Sammo Hung.

The Young Master stellt, zumindest laut hkmdb, nicht Jackie Chans Regiedebüt dar (dies ist laut der Datenbank ein Jahr zuvor The Fearless Hyena gewesen). Aber es ist sicherlich der Film, der ihn noch bekannter machte als die Erfolge zuvor und er konnte volle Freiheit geniessen als Regisseur, Darsteller und Action-Director (nebst Fung Hak-On, der auch in einer Nebenrolle als Gangster zu sehen ist). Jackie Chan liess vor allem sein Liebe für Details, seine perfektionistische Ader und seine Idole (Buster Keaton und Charles Chaplin) bzw. Hommagen diesbezüglich und viel Slapstick in den Film einfliessen.

Ich habe The Young Master, den ich zu Ehren von Produzenten und Golden Harvest Gründer Raymond Chow, der gestern im hohen Alter von 91 Jahren verstorben ist, geschaut habe, seit vielen Jahren nicht mehr gesehen. Ich hatte den Film als sehr gut in Erinnerung. Nach erneuter Sichtung fällt der Film von sehr gut auf die Stufe «gut».

Gründe: der Film hat in der ersten Stunde Längen, längst nicht alle Kampfszenen sind intensiv, brachial oder imposant, der Slapstick à la Charlie Chaplin war nicht mein Fall und die Kampfszenen und Choreographie fand ich zum Teil sogar klar überbewertet (Finalkampf gegen Whang In-Shik), da gerade der unpassende Slapstick oder die Kaspereien von Chan den Kampffluss trüben und kaputt machen – und zum Teil nerven einige Szenen von Chan sogar leicht im Finale.

Da habe ich die Action und Grundstimmung von den Vorgängern Dragon Fist oder The Fearless Hyena doch spektakulärer in Erinnerung, welche kurz vor The Young Master entstanden sind. Das soll aber nicht heissen, dass The Young Master ein schlechter Film ist – denn das ist er definitiv nicht und jeder Jackie Chan Fan sollte den Film gesehen haben.

Die Highlights, was Kampfszenen angehen, sind vor allem der Drachenkampf zu Beginn, der Fächerkampf gegen Ex-Shaw Brothers Star Fan Mei-Sheng, der Kampf gegen Ex-Shaw Brothers Star Lily Li (ziemlich cool) oder den Bank-Kampf gegen Schulfreund Yuen Biao (den ich auch immer gerne sehe, der aber leider oft hinter Chan «anstehen musste»). Stunts, für welche Chan später bekannt werden sollte, sind hier noch nicht zu sehen, aber das Potenzial ist spürbar (die Szene, in der Chan die Wand hochklettert zum Beispiel). 

In Sachen Action spektakulär (Kampf gegen Lily Li und Yuen Biao) bis ordentlich (gegen Sek Kin) bis durchschnittlich (gegen Fung Hak-On) bis enttäuschend (Finale) und in Sachen Humor mehr schlecht als recht gealtert! 

Trotzdem: muss man als Jackie Chan Fan kennen und gehört in jede ordentliche Eastern Sammlung!

Infos:

O: See Dai Chut Ma

HK 1980

R: Jackie Chan

D: Jackie Chan, Yuen Biao, Lily Li, Sek Kin, Fung Hak-On, Tai Bo, Fan Mei-Sheng

Laufzeit der UK DVD: 100:57 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet: 03.11.18

Fassungen: Mir lag die UK DVD von HKL vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs sowie exklusive Extras vorhanden. Gibt es inzwischen in Deutschland von Splendid auf Blu-Ray (Uncut, Deutsch/O-Ton mit deutschen Subs).

Mittwoch, 31. Oktober 2018

A Nightmare on Elm Street Review



Horroktober 2018 Spezial

A Nightmare on Elm Street

Story:

Fred Krueger (Robert Englund), ein ehemaliger Kindsmörder, kehrt in den Alpträumen der Jugendlichen (u.a. Amanda Wyss, Jsu Garcia, Johnny Depp) an die Elm Street zurück, um Rache zu üben. Nancy Thompson (Heather Langenkamp), deren Freunde z.T. schon Opfer von Fred Krueger wurden, nimmt den Kampf gegen das Monster auf…

Meine Meinung:

Klassiker des Horrorfilms von Wes Craven und Auftakt zu einer neuen Horrorreihe, welche sich hinter der Halloween, The Texas Chainsaw Massacre oder Freitag der 13. Reihe nicht zu verstecken braucht. Freddy Krüger wurde zur bekannten Horrorfigur, die A Nightmare on Elm Street Reihe zu einer bekannten, kultigen Horrorfilmreihe und auch in der Popkultur ist Freddy Krüger, wie auch andere Filmkiller à la Leatherface, Pinhead oder Jason Vorhees, nicht mehr wegzudenken.

A Nightmare on Elm Street zähle ich zu den besten Filmen von Wes Craven nebst Last House on the Left, The Hills Have Eyes, Das Haus der Vergessenen oder Scream und ist für mich persönlich eine schöne Kindheitserfahrung, da dies sicher einer der ersten Horrorfilme war, welchen ich sah (weitere Titel: Der Blob, Der weisse Hai, Chucky – Die Mörderpuppe inklusive Teile 2 und 3, Link der Butler, weitere A Nightmare on Elm Street Fortsetzungen, einige der Halloween Fortsetzungen, Stephen Kings Es, Friedhof der Kuscheltiere 1 + 2 etc.) und an welchen ich mich immer gut zu erinnern vermochte (war eine Ausstrahlung der Unrated Fassung auf dem Schweizer Sender SF1).

Als Kind hatte ich vor dem Film, speziell vor der Musik, höllisch Angst. Daher mochte ich den Film auch so gut – denn was gibt es Schöneres, als sich gruseln zu lassen? Ich mag die ganze Reihe um Freddy Krüger. Teil eins mag ich besonders, da Freddy Krüger, stark gespielt von Robert Englund, der damit zur Horrorikone aufstieg (und danach in vielen anderen Horrorfilmen zu sehen war), noch ernst war. Humor kam erst ab Teil drei zum Tragen – auch ein Grund, warum ich den stark unterschätzen zweiten Teil (Review: HIER KLICKEN!) der Reihe sehr mag.

Auch die anderen Darsteller machen ihre Sache sehr gut. Heather Langenkamp kehrte in Teil drei und sieben zurück, Johnny Depp ist in einer seiner ersten Rollen zu sehen (und hat in Teil sechs ereut einen Kurzauftritt), bevor er zu einem gefragten Star in Hollywood aufstieg und B-Darsteller John Saxon kennt der Fan nebst Bruce Lee Klassikern vor allem aus dem Ital. Kino (Der Todeskuss des Paten, The .44 Specialist, Special Cop in Action).

Die düstere Stimmung, unheimlichen und fantasievollen Alptraum-Szenen und wunderbaren Make-Up- (Freddy Krügers Gesicht) und Splattereffekte (Tinas Ende) tun ihr Übriges dazu, warum es nicht überrascht, dass A Nightmare on Elm Street dazumal so erfolgreich war.

Ein Klassiker des Horrorfilms, den man als Fan des Genres gesehen haben sollte (was nicht für das Remake gilt)!  

Gefolgt von: A Nightmare on Elm Street 2

Infos:

O: A Nightmare on Elm Street

USA 1984

R: Wes Craven

D: Robert Englund, Heather Langenkamp, Amanda Wyss, Jsu Garcia, Johnny Depp, John Saxon

Laufzeit der US-DVD: 91:19 Min.

Gesehen am: Kindheit / Review überarbeitet am:31.10.18

Fassungen: Mir liegen vor: die US-DVD (Box mit allen Teilen, Uncut im Sinne der Kinofassungen, sehr gute Bild- und Tonqualität, englische Subs) von New Line, die DVD aus Japan (in der Hoffnung, dass die Unrated Fassung enthalten ist = Fehlanzeige) von Happinet und die jap. Laserdisc (= Unrated Fassung und somit länger als die DVD Fassungen, leider z.T. recht dunkel in Sachen Bildqualität) von Herald Videogram. Das deutsche VHS und die UK LD entsprechen auch der Unrated Fassung.