Dieses Blog durchsuchen

Freitag, 17. September 2021

The Killing of Satan Review


The Killing of Satan

Story:

 

Nachdem sein Onkel starb, nimmt Lando San Miguel den Kampf gegen den Satan höchstpersönlich auf, nachdem mehrere Frauen aus ihrem Dorf entführt wurden…

 

Meine Meinung:

 

The Killing of Satan sah ich bereits als Jugendlicher. Damals erhielt ich von einem Bekannten eine Kopie und kam in den Genuss des Filmes. Dazumal hatte ich aber noch einen sehr limitierten Film-Geschmack, war vor allem ein «Splatter-Film-Fan» und wusste diese Art Film noch nicht zu schätzen.

 

Nun kam ich in die Chance, den Film nochmals zu sehen. Ich konnte mich an praktisch nichts mehr erinnern. Etwa zwei Szenen hatte ich noch im Gedächtnis, ansonsten war die Neusichtung von The Killing of Satan quasi wie eine Erstsichtung.

 

Bei The Killing of Satan handelt es sich um einen Anfang 80er Jahre Horrorfilm aus den Philippinen. Ob es sich dabei um eine Comic-Verfilmung (à la Zuma 1 + 2) oder Ähnliches handelt, ist mir nicht bewusst. Ich denke nicht. Es geht mehr um die Mythologie hinter der Story: Christentum gegen Satan, das Gute gegen das Böse.

 

The Killing of Satan hat sie Neusichtung bestanden. Der Film gefiel mir klar besser als früher zu Jugendzeiten, auch wenn ich den Film nicht als Kracher betiteln und/oder dafür viel Geld ausgeben würde. Besagtes US-VHS z.B. sah ich auf diversen FB-Gruppen schon für +100 USD. Einen Preis, den ich z.B. für den Film nicht zahlen würde.

 

Dafür gab es, selbst in der gestrafften internationalen Fassung Längen und für meinen Geschmack etwas zu wenig Effekte und böse Szenen gegen echte Schlangen (aus einer machen sie sogar einen Knoten!). Abgesehen davon überzeugt der Film durch eine fantasievolle Story, hübsche Frauen, charmante Effekte (aber eben: hätte es gerne mehr haben dürfen), abgefahrene Ideen, solide Kampfszenen und nackte Haut/Schmuddel (was ich nicht erwartete).

 

Fazit: Die etwas andere Gut gegen Böse Geschichte! Für Fans des obskuren Films aus Asien zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Lumaban ka, Satanas

 

Philippinen 1983

 

R: Efren C. Pinon


D: Cecile Castillo, Charlie Davao, Paquito Díaz, George Estregan, Elizabeth Oropesa

 

Laufzeit der US-VHS: Ca. 95 Min.

 

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung: 30.06.21

 

Fassungen: Mir lag für die Neusichtung die US-VHS (in der grossen Papp-Packung) von Paragon Video Productions vor = Ungeschnittene internationale Fassung (*), gute Bild- und Tonqualität (leicht bessere Qualität als die US-DVD), guter Englischer Dub. * Die Originalfassung läuft ca. 20 Min. länger. Dabei dürfte es sich, wie so oft, um Handlung handeln, die zu Straffungszwecken entfernt wurde! Die längste Originalversion welche ich fand läuft 116:48 Min. (auf Youtube, jedoch in Nackt-Szenen zensiert). Es gibt als VHS Alternativen: Spanien, Holland und mind. eine weitere PAL Ausgabe (Titel: Asesinons de Satan = VHS aus Uruguay). Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Juli 2021).

Turkish Star Wars Review

 

Turkish Star Wars

Story:

 

Sternen-Krieger Murat (Cüneyt Arkin) und sein Freund müssen auf einem Planten notlanden, wo sie es mit Monstern und Menschenhändlern zu tun bekommen, ehe sie gegen das bösartige Imperium weiterkämpfen können…

 

Meine Meinung:

 

Turkish Star Wars ist ein filmisches Trash-Fest sondergleichen und Unikat, wie es sie leider viel zu selten gibt. Turkish Star Wars ist, wie es der englische Titel bereits verrät, eine türkische Variante von George Lucas Star Wars. Mit dabei: der türkische Super-Star Cüneyt Arkin!

 

Ebenfalls dabei: mehrfache, grobe Verletzung von Copyrights! So bestehen sicherlich ¼ des Filmes aus Original-Szenen aus Krieg der Sterne (jedoch im falschen Aspect Ratio um sich dem türkischen Vollbild anzupassen), wobei einige Sequenzen gleich mehrfach zu sehen sind (oder spiegelverkehrt). Daneben erinnern Kostüme der Figuren an Filme wie Star Wars, Lucio Fulcis Conquest oder die 30er Jahre Flash Gordon Kino-Serie.

 

Auch der Soundtrack dürfte komplett gestohlen sein. So gibt es Musik aus Filmen wie Raiders of the Lost Ark, Moonraker, Flash Gordon, Planet of the Apes und The Black Hole! Dazu gibt es dennoch auch selbst gemachte, charmante Effekte nach meinem Geschmack! Vor allem die monströsen Gestalten (Werwolf ähnlich oder ein Kaiju artiger Roboter) haben es mir angetan. Dabei geht es teilweise auch recht blutig zu und her und auch von Kindern wird nicht zurückgeschreckt, was mich dann doch sehr überrascht hat.

 

Dazu gibt es eine blonde Türkin und besagten Star Cüneyt Arkin, der sich in irrwitzigen Kampfszenen versucht inklusive komischen Trainingsszenen mit Papp-Felsen / Gestein und versteckten Trampolin-Martial Arts Einlagen à la Shaw Brothers Produktionen. Dazu kommen viele fantasievolle Ideen (auch Tötungsszenen – da werden schon einige Bösewichte halbiert oder sonst wie um die Ecke gebracht).

 

Fazit: Absolut irres, amüsantes & unterhaltsames Trash-Fest! Muss man gesehen haben, um es zu glauben!

 

Infos:

 

O: Dünyayi kurtaran adam

 

Türkei 1982

 

R: Çetin Inanç

 

D: Cüneyt Arkin, Aytekin Akkaya, Füsun Ucar, Hüseyin Peyda, Necla Fide

 

Laufzeit der türkischen DVD: 90:40 Min.

 

Gesehen am: 30.06.21

 

Fassungen: Mir lag die türkische DVD von Magna Entertainment vor = angeblich zensiert (keine Ahnung was fehlen soll), schlechte Bildqualität (lieg am Ausgangsmaterial), Vollbild (soll Originalbildformat sein), Türkisch und keine Subs. In Deutschland legal nur auf VHS zu haben (Türkisch ohne Subs). Wer englische Subs möchte, muss zur US-DVD greifen. Es gibt ein 35mm Print, der in 2K restauriert wurde und wunderbar aussieht. Angeblich wird dieser jedoch nicht auf DVD/Blu-Ray veröffentlicht werden, da der Film viel gestohlene Szenen und Musik hat (an deinen sie keine Rechte haben). Deutscher Titel: Murat - Ein Kung-Fu Türke rettet die Welt. Englischer Titel: The Man Who Saves the World. Nachtrag 03.01.21: das unter Fassungen erwähnte 35mm Master wurde in den USA als Bootleg-Blu-Ray veröffentlicht = Türkischer O-Ton, englische Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität, Uncut (paar Szenen sind aus VHS ergänzt damit vollständig). In dieser ultimativen Fassung macht der Film noch mehr Spass! Eine der besten Vös aus dem Jahr 2021!

Necronomicon Review


Necronomicon

Story:

 

H.P. Lovecraft (Jeffrey Combs) findet in einer mystischen Bibliothek endlich das Necronomicon, aus welchem er drei Geschichten notiert:

 

1. Nach einem Unglück erweckt Edward De Lapoer (Bruce Payne) seine tote Ehefrau, obwohl er in einem Brief las, dass dies bereits seinen Vorfahren (u.a. Richard Lynch) nicht gut bekommen ist.

 

2. Eine junge Frau mietet sich in ein Haus ein und wird von ihrem gewaltbereiten Freund verfolgt, während im Obergeschoss ein Arzt (David Warner) mysteriöse Experimente durchführt…

 

3. Eine schwangere Polizisten (Signy Coleman) sucht nach ihrem vermissten Partner und einem Killer namens Butcher und dringt in die Pforten der Hölle vor…

 

Meine Meinung:

 

Bei Necronomicon handelt es sich um einen Episoden-Horrorfilm, der von einer Rahmenhandlung (mit Jeffrey Combs aus Re-Animator) und drei Episoden zusammengehalten wird. Regie führten Brian Yuzna (der auch produzierte), der Franzose Christophe Gans und Japaner Shûsuke Kaneko. Christophe Gans wurde erst danach mit seinen Hits Crying Freeman & Der Pakt der Wölfe zum gefragten Regisseur.

 

Brian Yuzna kennen Horrorfilm-Fans bestens: er realisierte u.a. Re-Animator 2 + 3 während Japaner Shûsuke Kaneko seine Karriere bei den Nikkatsu-Studios begann, ehe er zuletzt im Mainstream-Kino ankam (Azumi 2, Gamera: Guardian of the Universe). Eine interessante Mischung, die Yuzna da vereint hat. Yuzna selbst führte auch bei der Rahmenhandlung Regie.

 

Die ersten zwei Episoden sind gut. Nicht perfekt aber gut. In der ersten gefiel mir die H.P. Lovecraft Atmosphäre. Vor allem die Rückblenden und Szenen mit Richard Lynch (Invasion USA) sind sehr stimmungsvoll geworden wie auch die Effekte (Fisch-Monster und das Ungeheuer im Finale). Das waren noch Effekte! Die zweite Episode ist vielleicht vom Inhalt her die schwächste, aber bietet immerhin das beliebte Mad Scientist Thema und auch hier im Finale eine unglaublich gute Effekte-Sequenz, die ihresgleichen sucht (Schmelz-Szene).

 

Die dritte Episode stammt von Yuzna persönlich und ist die beste (nebst der Rahmenhandlung): alptraumhafter Inhalt, viele tolle Make-Up Monster und Splattereffekte! Sehr cool! Für die Effekte waren (zumindest laut imdb) gleich mehrere bekannte Künstler vertreten: John Carl Buechler (Mausoleum), Screaming Mad George (A Nightmare on Elm Street 4), Steve Johnson (Night Angel), oder ein Tom Savini (Maniac). Wahnsinn CGI wird nie dessen Qualität erreichen!

 

Fazit: Für Horror-Fans zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Necronomicon

 

USA, Frankreich, Japan 1993

 

R: Brian Yuzna, Shûsuke Kaneko, Christophe Gans


D: Jeffrey Combs, Richard Lynch, Bruce Payne, Belinda Bauer, Signy Coleman, Dennis Christopher, David Warner

 

Laufzeit der franz. DVD: 92:56 Min.

 

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung am: 29.06.21

 

Fassungen: Mir lag zuerst die DVD aus Japan von Pioneer vor (damals DVD-Debüt). Uncut, Englischer Ton, jap. Subs. Später kaufte ich mir als Upgrade die franz. DVD von Metropolitan Filmexport da massiv hellere Bildqualität (und somit erkennt man die Effekte viel besser). Englisch mit festen franz. Subs. Gibt es inzwischen auch in D Uncut auf DVD (Kinowelt) oder Blu-Ray (Wicked Vision).