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Sonntag, 5. März 2023

Stirb langsam – Jetzt erst recht Review

Stirb langsam – Jetzt erst recht 

Story:

 

Ein Gangster (Jeremy Irons) und seine Crew (u.a. Nick Wyman, Sam Phillips) terrorisieren New York mit Bomben. Cop John McClane (Bruce Willis) und Co. (u.a. Samuel L. Jackson, Graham Greene, Colleen Camp, Larry Bryggman) versuchen ihn zu stoppen…

 

Meine Meinung:

 

Die ersten drei Teile der Stirb langsam Reihe sind für mich perfektes US-Actionkino aus einer Zeit, wo das US-Kino noch Spass machte und sehenswerte Action und Qualität abgeliefert hat. Nicht wie heute. Nach dem dritten Teil hätte auch definitiv Schluss sein sollen. Die Fortsetzungen sind wenig sehenswert und mit den Vorgängern überhaupt nicht zu vergleichen. Können getrost links liegen gelassen werden. Die Filme haben auch einen nostalgischen Wert für mich.

 

Mit John McTiernan kehrt der Regisseur des Originals zurück. Und Bruce Willis. Seine Film-Frau, Holly, ist jedoch nicht mehr mit von der Partie. Bruce Willis macht seinen Job toll und Fans von ihm kommen voll auf ihre Kosten. Der Start in den Film und die Settings sind toll gewählt. Der Film geht es etwas gemächlicher und harmloser an, als die Vorgänger, auch wenn der Film für die R-Rating Freigabe in Sachen Gewalt zensiert worden ist (ursprünglich gab es eine NC-17 Freigabe, was ich kaum glauben kann).

 

Der Unterschied zu den Vorgängern ist, dass der 3. Teil ein Buddy-Movie ist. Bruce Willis arbeitet, notgedrungen versteht sich, mit Samuel L. Jackson (True Romance) zusammen. Und das sorgt für viel Humor. Dass das nicht unbedingt allen Fans, vor allem Fans der Vorgänger, gefällt, kann ich sogar irgendwie nachvollziehen. Die beiden harmonieren aber sehr gut. Und auch der Bösewicht macht viel Freude: Jeremy Irons! Der macht das sehr intensiv. Dazu gibt es einen Link zum 1. Teil, da Jeremy Irons Hans Gruber Bruder spielt (dem Bösewicht des 1. Filmes).

 

Den Plot empfinde ich als spannend, originell, abwechslungsreich, unterhaltsam und durchdacht. Technisch ist der Film so oder so stark in Szene gesetzt. Die Action-Szenen bestehen aus Schlägereien, Verfolgungsjagden, Schiessereien und Explosionen. Die Action-Szenen beinhalten Züge, Hubschrauber, Schiffe und diverse Fahrzeuge (Fahrräder oder ein Taxi z.B.). Dass der Film nun an verschiedenen Orten spielt und nicht mehr wie ein Kammerspiel wirkt (Hochhaus oder Flughafen) kam dem Film auch gut zu stehen. Änderungen müssen nicht nur negativ sein.

 

Fazit: Wem die ersten beiden Filme zusagten, kann sich bedenkenlos an McClanes Abenteuer in New York wagen!

 

Gefolgt von: Stirb langsam 4.0

 

Infos:

 

O: Die Hard: With a Vengeance

 

USA 1995

 

R: John McTiernan

 

D: Bruce Willis, Samuel L. Jackson, Jeremy Irons, Graham Greene, Colleen Camp, Larry Bryggman, Nick Wyman, Sam Phillips,

 

Laufzeit der deutschen DVD: 122:54 Min.

 

Neusichtung am: 19.02.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche Doppel-DVD (Special Edition) von Buena Vista / Touchstone vor = Deutsch/Englisch mit diversen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität, viele Extras, US-Kinofassung (wurde vor US-Kinostart entschärft, z.B. im Finale Kampf mit Kette). Die 1. Auflage hatte technische Probleme, so fehlt, zumindest in der deutschen Fassung ein Dialog, der nicht zu hören ist. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray. Die Szenen, die für die US-Freigabe (Kino) zensiert wurden, sind bisher in keiner Filmversion enthalten (Stand: Feb. 2023).

Samstag, 4. März 2023

The Greatest Eight Kinds of Kung Fu Review




The Greatest Eight Kinds of Kung Fu

Story:

Wu Chiu (Michael Chan Wai-Man), der Transporte eskortiert, wird überfallen und getötet. Die Täterschaft ist unbekannt. Die Schwester von Wu (Hsu Feng) und Wus Kumpel (Wang Chung) nehmen sich dem Problem an. Die treten an Stelle von Wu Chiu und eskortieren Lieferungen. Diverse Parteien (u.a. Danny Lee, Lily Li, Ling Yun, Dorian Tan Tao-Liang, Wong Ching) sind an den Transporten interessiert. Freund oder Feind?

Meine Meinung:

The Greatest Eight Kinds of Kung Fu aka Eight Escorts ist ein toller und sehenswerter Eastern, der mir besser gefallen hat, als erwartet. Der Plot ist eigentlich relativ dünn, 08/15 und hat man so sicher auch schon im Kung Fu-Genre gesehen (damit meine ich den Twist im Finale). Das gilt auch für die vielen Parteien im Film, wo zunächst unklar, was deren Motive sind oder wo die Zuordnung fehlt. Wer ist Freund, Feind oder ein möglicher Spion oder Agent? Dass die Kassette keine englischen Subs hatte, half nicht, dies nachvollziehbar zu verstehen.

Aber schlimm war es nicht und ich konnte dem Plot folgen, da ich die Mehrheit der Stars kenne und auseinanderhalten kann. Der Film, scheinbar eine HK-Produktion von Ex-Shaw Brothers Regisseur Pao Hsueh-Li (The Heroes) in Taiwan gedreht, bietet dem Fan eine grosse Anzahl von bekannten Namen wie Michael Chan Wai-Man (The Kung Fu Kid), Wang Chung (Police Force), Danny Lee (The Killer), Lily Li (Curse of Evil), Wong Ching (Sketch), Wu Ma (14 Blades) oder Dorian Tan Tao-Liang (Tornado of Pearl River).

Das der Plot wenig originell ist, ist für mich kein Kritikpunkt. Wu Ma, dessen Szenen für den Plot wenig wichtig scheinen (plus seine Szenen mit den nervenden Kindern), sind vielleicht die einzigen Mankos des Films. Die hätte man zugunsten einer Straffung weglassen können. Aber nur ein Detail am Rande. Kaum der Rede wert. Der Film bietet eine extrem hohe Anzahl von Kampfszenen. Diese sind oft hart anzusehen und spektakulär und abwechslungsreich choreographiert. Es gibt Kämpfe mit Waffen, ohne Waffen, 1:1 Kampfszenen oder Gruppenkämpfe, in welchen z.B. zwei Personen gegen eine kämpfen. Das Finale ist hart.

Selbst in der 1,33:1 Fassung machen die Kampfszenen Laune und Spass! Überrascht war ich von den starken Kampfszenen von Danny Lee. Der bekommt viele Kampfszenen spendiert. Auch Lily Li demonstriert eindrücklich ihr Können. Dorian Tan Tao-Liang kämpft weniger (ca. zwei Kampfszenen). Die sind aber lang und hart anzusehen. Beeindruckende Schlagkraft und Beinarbeit. Wang Chung als stummer Kämpfer hat weniger Actionszenen, bekommt aber sonst viel Screentime. Hsu Feng bekommt auch tolle Kampfszenen spendiert. Wong Ching, der eine Nebenrolle spielt, zeigt in einer tollen Kampfszene, dass er nur schwer zu besiegen ist. Ihn mag ich als Bösewicht so oder so.

Fazit: Wer das Eastern Genre mag, sollte sich diesen Kracher nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Ba Jue

Taiwan, HK (je nach Quelle) 1980

R: Pao Hsueh-Li

D: Michael Chan Wai-Man, Hsu Feng, Wang Chung, Danny Lee, Lily Li, Ling Yun, Dorian Tan Tao-Liang, Wong Ching, Wu Ma

Laufzeit der koreanischen VHS: 90:06 Min.

Gesehen am: 19.11.22

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Korea Production vor = Vollbild, ggf. noch zusätzlich gezoomt, leider im Vorspann (= Martial Arts) zensiert, Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs. O-Ton und englische Subs hat das VHS aus Taiwan, welches kaum mehr zu bekommen sein dürfte. Die UK-DVD ist nur Englisch Dubbed. Eine deutsche Fassung und/oder Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Nov. 2022).

Freitag, 3. März 2023

Die Nackten und die Bestien Review

Die Nackten und die Bestien

Story:

 

Eine Frauenbande um sieben Frauen (Yuri Yamashina, Genshû Hanayagi, Mari Tanaka, Keiko Tsuzuki, Keiko Aikawa, Michiyo Mako, Setsuko Oyama) zieht durchs Land. Ihr Ziel: stehlen und verkaufen. Und: ihre sexuellen Vorlieben befriedigen. Als sie jedoch eine grosse Anzahl Schusswaffen erbeuten zieht das negative Folgen nach sich…

 

Meine Meinung:

 

Die Nackten und die Bestien aka The Naked Seven hat mich nicht überzeugt. Zum Glück befindet sich noch In den Krallen der Yakuza als Bonusfilm im Set, sonst würde ich die DVD sogar zu verkaufen versuchen und/oder entsorgen. Die Nackten und die Bestien stammt von Yasuharu Hasebe, der unter anderem für Werke wie die sehenswerten Massacre Gun, Retaliation, die relativ unspektakulären und überbewerteten Stray Cat Rock Filme (Stray Cat Rock: Sex Hunter!, Stray Cat Rock: Delinquent Girl Boss, Stray Cat Rock: Machine Animal) oder später für Pornofilme wie Assault! Jack the Ripper, Rape! oder Rape! 13th Hour zuständig war. Seine bekannteste Arbeit dürfte Female Prisoner #701 Scorpion: Grudge Song sein (der 4. Teil der Female Prisoner #701 Scorpion Reihe).

 

Die Nackten und die Bestien ist quasi ein Frauengang-Film im klassischen Samurai-Setting. Auch Sukeban genannt. Solche Frauengang- oder Frauen-Biker-Filme haben mir schon zuletzt weniger gut als früher gefallen – siehe Delinquent Girl Boss: Worthless to Confess. Andere dürften folgen. Die Nackten und die Bestien ist ein schräger Film und nicht alles ist schlecht: teilweise ist der Film optisch verdammt interessant und hübsch anzusehen. Die Mädels so oder so. Dann gibt es 1-2 blutige Schwertkampf-Action zu sehen. Die Mädels werden von Yuri Yamashina (Woods are Wet), Genshû Hanayagi (Der Wüstling), Mari Tanaka, Keiko Tsuzuki (Female Prisoner #701: Scorpion), Keiko Aikawa (Bohachi Bushido: Code of the Forgotten Eight), Michiyo Mako und Setsuko Oyama (Flower & Snake) gespielt.

 

Aber alles in allem überwiegen für mich die negativen Facetten. Trotz seiner nur 76 Minuten Laufzeit war der Film echt lahm. Die Füllszenen sind meist 08/15 Sex-Szenen. Weder spezifisch erotisch noch ästhetisch. Das Editing ist schlecht, was aber sicher auch mit der japanischen Zensur zusammenhängt. Schwarzbilder für ein Frame einzublenden, statt Fogging Zensur. Doof ist beides. Die Musiknummern waren deplatziert. Der Film ist mehr Sex-Klamotte und Satire, statt echte Exploitation. Die deutsche Sprachfassung tut ihr übriges dazu. Der Film war in meinen Augen viel zu harmlos. Sämtliche Figuren bleiben blass. Und der Plot ist total wirr und irgendwie unzusammenhängend und auch im Ton wechselhaft.

 

Fazit: Nur bedingt zu empfehlen und sicher Geschmackssache. Mir war der Film zu langweilig und zu harmlos = wird nicht mehr geschaut! Lieber In den Krallen der Yakuza nochmals gucken…

 

Infos:

 

O: Sengoku rokku: Hayate no onna-tachi

 

Japan 1972

 

R: Yasuharu Hasebe

 

D: Yuri Yamashina, Genshû Hanayagi, Mari Tanaka, Keiko Tsuzuki, Keiko Aikawa, Michiyo Mako, Setsuko Oyama

 

Laufzeit der deutschen DVD: 76:12 Min.

 

Gesehen am: 16.02.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von CineClub vor = Uncut, Deutsch/Japanisch mit deutschen Subs (starke deutsche Synchro), gute Bild- und Tonqualität. Die Zensur mit den Schwarzbildern betrifft alle Fassungen. Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Feb. 2023). Bonusfilm: In den Krallen der Yakuza.