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Freitag, 2. Oktober 2026

Farm der Tiere

Farm der Tiere

Inhalt:

«Man beraubt sie der Früchte ihrer Arbeit, sperrt sie ein, beutet sie aus. Die Tiere auf dem Gutshof haben genug und proben den Aufstand – für eine bessere Welt, in der alle Tiere gleich und frei sind. Doch bald zeigt sich: Gleich heißt nicht gleich, und Freiheit ist ein kurzer Traum … George Orwells berühmte Allegorie über den Aufstand der Tiere ist bis heute der vielleicht klarste literarische Weckruf vor dem korrumpierenden Effekt von Macht. Wie schnell sich unsere Visionen von einer besseren Welt in einen totalitären Albtraum verwandeln können, das ist die zeitlose Warnung dieser Fabel.»

Meine Meinung:

Animal Farm, so der Name im Original, ist ein Klassiker der Literatur. Seit unzähligen Jahren steht auch der Zeichentrickfilm auf meiner noch immer zu langen Wunschliste. Farm der Tiere kaufte ich vor dem Event mit Yukari Oshima in Nürnberg und habe ich nun auf meiner Heimreise aus London (Lu Feng Event) zu Ende gelesen. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, jedoch habe ich nach einiger Recherche keine Motivation mehr, den Zeichentrickfilm anzusehen (dessen Ende wurde verändert, da die CIA den Film produziert hat). Das Ende des Romans gefiel mir nämlich, da bitterböse und nihilistisch. Manchmal mag ich das sehr.

Mit einer Anzahl von nur 140 Seiten (und nicht jede Seite ist von oben bis unten mit Texten durchzogen) zeigt George Orwell düster auf, wie eine linke Revolution für absolute Gleichheit in einer tyrannischen Diktatur endet. Der Roman kritisiert primär nicht den Umgang der Tiere durch Menschen. Die Idee, den Plot aus Sicht der Tiere zu erzählen, ist eine Parabel, dessen Wendung am Ende deutlich wird (und eben leider im Zeichentrickfilm geändert wurde). Laut KI spiegelt das Ende die Teheraner Konferenz (1943) und die Annäherung der Sowjetunion unter Stalin an die kapitalistischen Westmächte (USA und Grossbritannien) während des Zweiten Weltkriegs wider. Zudem wird gekonnt aufgezeigt, wie Macht korrumpiert, unabhängig jeglicher Ideologie oder politischer Gesinnung.

Auch ohne diese historischen Gegebenheiten (einige Dinge wusste ich nicht) empfand ich den Roman als fesselnd, kurzweilig, spannend und hier und da auch als schwarzhumorig. Die Tiere werden auf eine Art zwar vermenschlicht, aber belieben ihren tierischen Fähigkeiten treu und es war teilweise herrlich amüsant, sich vorzustellen, was gerade gelesen wurde. Es wird amüsant beschrieben. Etwas schade ist, dass Schneeball, das Schwein, welches fliehen muss, für den weiteren Part der Handlung, zumindest direkt, keine weitere Rolle mehr spielt. Das ist leicht schade. Bei den Tieren gefiel mir nebst den Hauptfiguren der Rabe Moses, die Katze (kommt selten vor aber perfekt charakterisiert) und auch das Pferd Mollie mochte ich, da eine echte Zicke.

Fazit: Zurecht ein Klassiker!

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Anaconda

Anzahl Seiten: 140

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Hardcover, mit Schutzumschlag

Autor: George Orwell

Erschienen: 16. Auflage 2021 (Original erschien 1945)

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