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Freitag, 28. Oktober 2022

Tell Me Something Review

 
Horroktober 2022

Tell Me Something

Story:

Detektiv Cho (Han Seok-kyu) bekommt es mit mysteriösen Leichenfunden in Seoul zu tun. Ist ein Serienkiller am Werk?

Meine Meinung:

Tell Me Something ist ein 1999er Serienkiller-Film und Thriller aus Südkorea. Die Sichtung dazu ist ewig her. Das Einzige was mir blieb waren einige Querverweise zum US-Thriller Sieben. Pünktlich zum Horroktober 2022 wurde eine Neusichtung des Filmes ins Leben gerufen. Tell Me Something ist ganz ok und solide, aber definitiv nicht mehr ein Film für die Filmsammlung.

Dafür war der Film von Regisseur Jang Yoon-hyeon, dem scheinbar eine grosse Karriere verwehrt bleib, zu unspektakulär. Und eben zu dreist von Sieben gestohlen. Sei es der Einsatz von klassischer Musik, dem ständigen Regen oder der Serienkiller-Story. Es gibt durchaus 1-3 Szenen, die fast 1:1 aus Sieben geklaut wurden, und das ist irgendwie schon arg peinlich.

Dazu kommt, dass der Plot trotzdem nicht wirklich spannend ist. Hat man alles irgendwie schon Mal gesehen (Sieben, Diary of a Serial Killer, Scream). Apropos Scream: die Musik stammt teilweise aus Scream oder Stephen Kings Schlafwandler. Das hingegen fand ich noch cool, wie auch die sehr blutigen Splatter-Effekte. Vor allem Fans von abgetrennten Körperteilen und einem Slasher-Mord à la Scream, kommen voll auf ihre Kosten.

Die Laufzeit ist vielleicht etwas zu lang. Das Ende dann doch irgendwie sehr unspektakulär, fast enttäuschend. Die Darsteller sind ok. Bemüht. Solide. Aber nicht sonderlich sympathisch in ihren Rollen. Und nicht die ganz grossen Stars des Korea-Kinos. Weder von Han Seok-kyu noch Shim Eun-ha, den beiden Hauptdarstellern, kenne ich irgendwelche anderen Filme. Technisch ist der Film hingegen gut in Szene gesetzt. Wer die US-Vorbilder nicht kennt, dem dürfte der Film deutlich besser gefallen.

Fazit: Korea Fans können durchaus einen Blick riskieren!

Infos:

O: Telmisseomding

Südkorea 1999

R: Jang Yoon-hyeon

D: Han Seok-kyu, Shim Eun-ha, Jang Hang-seon, Yum Jung-ah, Ahn Seok-hwan, Park Chul-ho

Laufzeit der US-DVD: 117:38 Min.

Neusichtung am: Okt. 2022

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Kino Video vor = nicht anamorphes Bild, O-Ton mit Subs oder Englisch Dubbed, Uncut, solide Bild- und Tonqualität (weitaus weniger mies, als in der ofdb.de gesagt wird). Die deutschen DVDs sind nur in Deutsch. Am besten fährt Man wohl mit der UK, HK oder südkoreanischen DVD. Es scheint noch keine Blu-Ray zu geben (Stand: Okt. 2022).

Donnerstag, 27. Oktober 2022

Terrifier 2 Review


 
 
 Horroktober 2022

Terrifier 2   

Story:

Halloween Nacht:

 

Art the Clown (David Howard Thornton) ist zurück. Diesmal nicht allein, sondern mit einer Helferin (Amelie McLain). Ihr Ziel: Sienna (Lauren LaVera) und dessen jüngerer Bruder (Elliott Fullam)…

 

Meine Meinung:

 

Die einmalige Sichtung von Terrifier (knapp 6/10) liegt vier Jahre zurück. Ich fand den Film weitaus weniger toll, als viele anderen Fans. Terrifier 2 kommt im Moment in Foren extrem gut weg und ist finanziell ein grosser Erfolg (Zitat Twitter: "TERRIFIER 2’ has passed $5M at the box office on a $250k budget."). Der Film stammt erneut von Damien Leone und David Howard Thornton mimt erneut Art the Clown.

 

An den ersten Teil kann ich mich kaum erinnern. Gemäss meinem Review mochte ich nur vereinzelt einige der Kills und der Film blieb knapp in der Sammlung stehen. Der 2. Teil bekam nun einige sehr gute Kriterien. Doch entsprechen diese der Realität? Wirkt sich die lange Laufzeit von über zwei Stunden (138 Minuten!!!) wirklich nicht negativ aus? Ist der Film wirklich so brutal und gar schockierend, wie viele es schreiben? Fragen über Fragen…

 

Ich sah einen Clip auf Twitter und stellte diesen ab. Nicht weil ich schockiert war, sondern weil ich davon amüsiert war! Fantasievoll, handgemacht blutig, kreativ. Ich wollte mir die Szene nicht bis zum Ende geben, um Überraschungen nicht vor der Sichtung zu verderben. Film also gestreamt und was kann ich sagen? Terrifier 2 ist eine deutliche Steigerung, sei es vom Plot, den Figuren (die einem diesmal weniger egal sind), der Optik & Qualität (die Clown Café Traum-Sequenz oder das Gruselkabinett im Finale sind absolut sehenswert, Film sieht deutlich besser und aufwändiger als sein Vorgänger aus), dem Sound (Retro-Feeling) oder den blutigen, handgemachten Splatter-Effekten.

 

Das Finale dauerte mir jedoch dann tatsächlich etwas zu lang bzw. gegen Ende merkte man die zu lange Laufzeit. Abgesehen davon macht der Film vieles richtig. In meinen Augen nebst Stephen Kings Es (1990) und Stitches der beste Clown-Horrorfilm. Der Film ist zwar sehr blutig, aber comicartig übertrieben. Das Rumwühlen in Därmen und Co. wird à la Blood Feast 2 förmlich zelebriert und nicht selten ist die Szenerie von tiefschwarzem Humor getränkt. Paar nette Ekel-Effekte gibt es auch noch zu sehen. Schockierend fand ich da gar nichts. Im Gegenteil: ich war davon angetan, erfreut, amüsiert!

 

David Howard Thornton als Art the Clown macht seine Sache grandios. Sein Spiel mit Mimik und Gestik ist super. Viele Szenen wirkten auf mich schwarzhumorig. Sein Sidekick ist eine nette Überraschung, die der Fan gleich zu Beginn wahrnimmt. Sie sieht auch gruselig aus (Clowns allgemein!). Gespielt wird sie von Amelie McLain. Die Titelheldin wird gekonnt von der nicht hässlichen Lauren LaVera dargestellt, die bald in einem weiteren Horrorfilm die Hauptrolle spielen wird: The Fetus von Joe Lam. 

 

Der Cast und Figurenzeichnung waren eine ganze Klasse besser als im Vorgänger. Mich würde es nicht überraschen, wenn Art the Clown eine neue Horrorikone würde. Ich fühlte mich beim Schauen an Filme wie Saw, Blood Feast 2, The Toxic Avenger, Maniac, Night of the Living Dead, Stephen Kings Es, Der Exorzist, A Nightmare on Elm Street und an Citizen Toxie: The Toxic Avenger 4 erinnert (bzw. einige der Filme werden quasi zitiert). PS: Abspann bis zum Ende schauen! Folgt noch eine sehenswerte Szene!

 

Fazit: Wer den ersten Teil bereits mochte, dürfte die Fortsetzung lieben! Ein dritter Teil darf gerne kommen!


Gefolgt von: Terrifier 3

 

Infos:

 

O: Terrifier 2

 

USA 2022

 

R: Damien Leone

 

D: David Howard Thornton, Felissa Rose, Jenna Kanell, Lauren LaVera, Griffin Santopietro, Catherine Corcoran, Samantha Scaffidi, Amelie McLain, Elliott Fullam

 

Laufzeit der Stream-Fassung: Ca. 138 Min.

 

Gesehen am: 25.10.22

 

Fassungen: Den Film gibt es in England auf DVD oder Blu-Ray (Englischer Ton, keine Subs). In Deutschland soll der Film von Nameless Media erscheinen. Ich sah den Film via Stream. Nachtrag 26.07.23: Für eine 2. Sichtung lag mir nun die US-Blu-Ray vor: Schuber, Uncut, O-Ton, englische Subs, diverse Extras und eine hervorragende Bild- und Tonqualität runden die Disc ab! Der Film gefällt auch nach der 2. Sichtung, auch wenn der Film im letzten Viertel die meisten Schwächen hat. Schon jetzt sehr gespannt auf den kommenden 3. Teil!

Mittwoch, 26. Oktober 2022

Hellraiser Review

 
Horroktober 2022

Hellraiser

Story:

 

Riley (Odessa A’zion), die mit Suchtproblemen zu kämpfen hat, und deren Liebhaber kommen über Umwege in den Besitz der Puzzlebox, welche die Zenobiten (u.a. Jamie Clayton, Jason Liles, Yinka Olorunnife, Selina Lo, Zachary Hing) heraufbeschwört. Dies kommt Rileys Umfeld (u.a. Adam Faison, Aoife Hinds) nicht gut zu stehen…

 

Meine Meinung:

 

Lange gab es Gerüchte über ein Remake zum Horrorklassiker Hellraiser und/oder einer TV-Serie. Nun gabs dank dem Streaming-Anbieter Hulu und Regisseur David Bruckner (The Ritual) ein Reboot zur langlebigen Horrorfilmreihe. Soll heissen: eine Neuinterpretation des Clive Barker Stoffes um The Hellbound Heart, der von ihm selbst Mitte der 80er Jahre verfilmt wurde. Als die Botschaft verkündet wurde, dass der neue Pinhead weiblich und von einer Frau gespielt würde, war die Skepsis gross. Der Trailer, der mich an einen Mix aus Hellraiser und Hellbound- Hellraiser 2 erinnerte, konnte mich auch nicht wirklich überzeugen.

 

Das Hellraiser Reboot ist leider ein absoluter Totalausfall geworden. Qualitativ unterscheidet sich der Film nicht von 08/15 Woke-Netflix-Eigenproduktionen. Zwar bietet der Film viele Zitate und Querverweise zum Original, aber die Zielgruppe ist eine ganz andere (Hirnlose Streaming Zombies, Klimajugend, Generation Snowflake), so dass diesen die Verweise zum Original überhaupt nicht auffallen dürfte (zumal 90% von denen das Original eh nicht kennen und vor allem zu schätzen wüssten). Mit einer Laufzeit von zwei Stunden ist der Film viel zu lang. Ich dachte mehr als einmal ans Ausschalten und/oder Spulen. Sehr langweilig.

 

In der ersten Stunde gibt es z.B. keine einzige gute Szene. Der Look ist ein Mix aus zu steril, zu dunkel, zu sauber, zu brav und zu modern. Auch das Aussehen der Cenobiten ist enttäuschend: unecht, mehr Kostüm-Cosplay mässig als ein Mix aus Fleisch, Lust, Schmerz. Krass, wenn die 80er Jahre Filme bessere Effekte bieten als eine Produktion aus 2022. Gore gibt es kaum, vor allem nicht explizit. Da darf man sich nichts erhoffen.  In der Hinsicht bot selbst der miese Hellraiser: Revelations mehr Highlights und bessere Effekte! Verrückt! Eine Spannung und/oder Stimmung baut der Film zu keiner Sekunde auf. Die Musik ist lahm und nur hier und da ist die Original-Musik aus dem Clive Barker Film zu hören.

 

Das Ende hat mir nicht gefallen. Der Plot war eigentlich sinnlos und der ganze Film Zeitverschwendung Ganz übel, sehr nervend, schlecht gespielt und schlimm waren aber sämtliche Figuren direkt aus der Hölle: statt nach Leistung und Schauspielkunst wurde anhand von Diversität ausgesucht und besetzt à la Quoten statt Können. Zum Kotzen!

 

Fazit: Scheissdreck!

 

Infos:

 

O: Hellraiser

 

USA 2022

 

R: David Bruckner

 

D: Odessa A’zion, Jamie Clayton, Jason Liles, Yinka Olorunnife, Selina Lo, Zachary Hing, . Adam Faison, Aoife Hinds

 

Laufzeit der Streaming Version: Ca. 121 Min.

 

Gesehen am: 24.10.22

 

Fassungen: Gesehen via Stream. Den Film gibt es bisher weder auf DVD noch Blu-Ray (Stand: Okt. 2022). In England wurde der Film jedoch von der BBFC geprüft, was bedeuten könnte, dass dort bald eine DVD/Blu-Ray erscheinen könnte. Hellraiser ist eine Original Hulu-Produktion und auf deren Plattform einsehbar.