The Early Years
Story:
So-do, der für einen Mord an einem Freund, den er angeblich begangen haben soll, im Gefängnis sitzt, wird für eine Zeitperiode für sieben Tage aus dem Gefängnis entlassen. Grund: seine Mutter ist gestorben. Also wird So-do zusammen mit seinem Sozialarbeiter auf die Insel geschickt, wo seine Mutter starb. Dort beobachten So-do und sein Begleiter mysteriöse Ereignisse, die im Zusammenhang mit dem «Mord» an So-dos Freund zu tun haben könnten...
Meine Meinung:
Ich wurde durch den Blog eines Kumpels auf den Film aufmerksam. Ansonsten hätte ich von The Early Years wohl bis heute nie was gehört. Der Film, der in einigen Datenbanken auch als Obsession gelistet wird, wurde im gleichen Jahr wie der inhaltlich ähnlich gehaltene aber viel bekanntere Io Island veröffentlicht. Eine einsame Insel, auf der mysteriöse Riten und Vorfälle und ggf. übernatürliche Dinge vorherrschen. Ein gern gesehenes Thema im Genre. Auch neuere Filme aus Südkorea erzählen schockierende Geschichten, die sich auf einsamen Inseln und unter ihrer Bevölkerung abzeichnen (z.B. Bedevilled).
Der Film von Lee Doo-yong ist in unseren westlichen Sphären total unbekannt. Eine echte Auflösung und/oder Motive zum Film lassen sich durch die pure Sichtung nicht präsentieren, da ich der koreanischen Sprache nicht mächtig bin und die Fassung keine Untertitel besass. Lee Doo-yong hat einige Gruselfilme aber auch Martial Arts Filme gedreht. Ungesehen läge mir noch Muldori Village vor, dessen Kassette jedoch nur mit schweren Schäden anschaubar und somit eigentlich nicht schaubar wäre. Was Martial Arts Filme angehen, hat er z.B. in Bruce Lee Fights Back from the Grave Regie geführt. Es wäre wünschenswert, dass der Film und andere Gruselfilme des Regisseurs, restauriert und mit englischen Untertiteln erhältlich wären.
Der Cast um Kim Hee-ra, Kim Kyeong-ran (The Public Cemetery Under the Moon oder den bereits erwähnten Bedevilled) oder Yoon Il-bong (Suddenly in the Dark) war sehr solide. Gut ist auch, dass auf jeglichen Klamauk verzichtet wird. Der Film bietet zwar kein Horror in Form von Blut und Gore, dafür wird eine eigene, spezielle und authentische Stimmung und Atmosphäre geschaffen, ist sehenswert und gelungen anmutet. Zudem gibt es schöne Aufnahmen und eine starke Kameraarbeit. Die Rituale und Zeremonien sind stimmungsvoll und auf eine unterschwellige Erotik wird ebenso nicht verzichtet. Auf jeden Fall gefällt der Film durch sein Schauspiel, seine Stimmung die Bilder.
Fazit: Wer Filme wie Io Island mag, kann einen Blick riskieren!
Infos:
O: Chobun
Südkorea 1977
R: Lee Doo-yong
D: Kim Hee-ra, Hye-kyeong Jang, Il-bong Yun
Laufzeit der südkoreanischen VHS (inklusive einer kleinen Werbeunterbrechung): 85:28 Min.
Gesehen am: Okt. 2026
Fassungen: Mir lag die Vollbild VHS aus Südkorea von Sam Boo
Production Co. vor = Einzige bekannte Fassung des Filmes. 2,35:1 wäre das
Originalbildformat. Im O-Ton Koreanisch ohne Subs. Machte einen unzensierten
Eindruck. Gute Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand:
Okt. 2026). Schade, dass das Artwork der VHS so uninteressant ausgewählt ist.
Das Original Filmplakat wäre deutlich stimmungsvoller gewesen.

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