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Mittwoch, 29. August 2018

The Golden Sword Review

The Golden Sword

Story:

Bai Yu-Lung (Kao Yuen) versucht seinen Vater zu finden, der vor vielen Jahren (inklusive dessen goldenes Schwert) verschwunden ist. Auf seiner Reise trifft er die Bettlerin Ngai Jin-Feng (Cheng Pei-Pei). Beide verlieben sich und heiraten. Später wird der unbekannte Ort Dragon Palace (nur durch Frauen beherrscht) ins Spiel gebracht. Dieser soll mit dem Verschwinden von Bais Vater und auch dessen Vergangenheit eine wichtige Rolle spielen…

Meine Meinung:

The Golden Sword, ein Wuxia vom Jackie Chan Förderer Lo Wei für die Shaw Brothers, hat mir gut gefallen. Gerade dass inhaltlich Mal Wert auf Story gelegt wird, fand ich gut. In externen Reviews lese ich mehrfach die Story als Kritikpunkt heraus – doch mir persönlich hat die Story gut gefallen. Natürlich – man nimmt sich Zeit, Kao Yuen und Cheng Pei-Peis Figur zusammen zu führen – aber das sorgt a) für Abwechslung im Setting (auch wunderschöne verschneite Bilder) und b) gibt es mehr Action- bzw. Kampfszenen zu sehen (Cheng Pei-Peis erster Kampfauftritt ist zudem nicht nur sehenswert, sondern auch sehr blutig geraten).

Nebst Story, Bildern/Settings haben vor allem die Actionszenen Spass gemacht, die, wie gesagt, nicht harmlos geworden sind. Von den Figuren her fand ich Mal wieder die weibliche Hauptperson (Cheng Pei-Pei) sehr gut und dem männlichen Part (Kao Yuen) deutlich überlegen. Was die Ende der 60er Jahre Shaw Brothers Filme angehen, kann ich mit vielen der männlichen Helden/Darstellern nichts anfangen, da meist zu lieb, zu naiv und zu wenig Charisma bietend inklusive mir zu unbekannt. Um zu gefallen, müssen es schon starke Persönlichkeiten sein (Ku Feng, Jimmy Wang Yu, Lo Lieh, David Chiang, Ti Lung, Gordon Liu, Chen Kuan-Tai, Wong Chung…). Doch Ende der 60er Jahre waren diese noch rar gesät (Jimmy Wang Yu, Ku Feng, Lo Lieh, der Rest folgte erst später). Aber Cheng Pei-Pei (The Jade Raksha, Raw Courage, That Fiery Girl) holt die Kohlen aus dem Feuer und kompensiert den schwachen, männlichen Helden gut.

Fazit: Kann man sich als Shaw Brothers Fan der alten Ende 60er Jahre Filme gut ansehen!

Infos:

O: Long Men Jin Jian

HK 1969

R: Lo Wei

D: Cheng Pei-Pei, Kao Yuen, Wang Lai, Kao Pao-Shu, Lo Wei, Huang Chung-Hsin

Laufzeit der TW DVD: Ca. 101 Min.

Gesehen am: 09.06.18

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2018). Mir lag die DVD aus Taiwan vom Label Deltamac vor (wahrscheinlich noch vom Taiwan Urlaub, lag lange ungesehen rum) = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität.

Zwei Supertypen räumen auf Review


Zwei Supertypen räumen auf

Story:

Als der Gangster, der nur der «Skrupellose» (Jack Palance) genannt wird, in einem Casino 3 Millionen Lire entwendet, zieht dies einen Privatkrieg zwischen dem Skrupellosen, Rick (Al Cliver) und Tony (Harry Baer) nach sich. Das Duo Rick und Tony werden von Vinchenzo Napoli (Vittorio Caprioli) im Kampf gegen den Skrupellosen unterstützt…

Meine Meinung:

Zwei Supertypen räumen auf, von Regisseur Fernando Di Leo (Killer Vs. Killers, Auge um Auge), soll im Original eine ernste Angelegenheit sein – nicht so in der deutschen Fassung. Wie der deutsche Titel schon vermuten lässt, wurde aus dem ernsten Film eine lockere, spassige und amüsante Angelegenheit. Ob man das nun gut oder schlecht findet, liegt im persönlichen Detail des Zuschauers. Ich selbst fand die deutsche Synchronisation absolut grossartig und hatte an den spassigen, amüsanten Zitaten und One-Liners nichts auszusetzen – im Gegenteil – ich fühlte mich bestens unterhalten.

Der Film hat einfach von Beginn an Spass gemacht und gut unterhalten. Die Story ist dabei nichts Spezielles. Es gibt sogar noch typische Rachemotive, welche am Anfang des Filmes (sehr stylisch eingefangen) erklärt werden (Eltern werden von Jack Palance getötet). Eigentlich geht es nur um das Helden-Trio (Rick, Tony und Vinchenzo) gegen den Bösewicht (Jack Palance) – mehr braucht man nicht zu wissen.

Der Film bietet einige tolle Action-Szenen, wobei die Highlights klar die Figurenzeichnung und Dialoge sind. Die Actionszenen sind zwar gut, aber keine Highlights, gerade was die (unblutigen) Shoot-Outs angehen, hatten das andere Regisseure in dem Genre besser im Griff (Lenzi, Castellari…). Dafür hat man einen fantastischen Bösewicht (Jack Palance, bekannt aus Lasst uns töten, Companeros, Marquis de Sade: Justine) und von den Helden sticht der mir unbekannte Vittorio Caprioli heraus – der durch ein tolles Overacting überzeugt. Es ist vor allem amüsant anzusehen, wie sich der Gangster und das Heldentrio gegenseitig versucht, das Leben schwer zu machen. Das – im Zusammenhang mit der grossartigen deutschen Synchronisation, ist es alleine wert, den Film anzusehen.

Fazit: Für Fans des Genres zu empfehlen!

Infos:

O: I Padroni della città

Deutschland, Italien 1976

R: Fernando Di Leo

D: Jack Palance, Al Cliver, Harry Baer, Gisela Hahn, Enzo Pulcrano, Vittorio Caprioli

Laufzeit der deutschen DVD: 91:47 Min.

Gesehen am: 09.06.18

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Eyecatcher Movies vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität. Ehemals zensierte Stellen sind in Ital. Deutsche Subs können zugeschaltet werden. Ital. Ton ist auch komplett auf der Scheibe (auch mit deutschen Subs). Jedoch empfehle ich die deutsche Synchronisation, die grossartig geworden ist.

The Devil Incarnate Review


The Devil Incarnate

Story:

16. Jahrhundert Spanien:

Der Teufel in Menschengestalt (Paul Naschy) wandert umher und vergiftet seine Umwelt, sät Hass, Gewalt, verdirbt und treibt seine bösen Spielchen mit den Menschen…

Meine Meinung:

The Devil Incarnate, der als einer von Paul Naschys besten Filmen gilt (von ihm und er spielt auch die Hauptrolle), war ein seltener Film – bis dieser nun Dank dem US-Label Mondo Macabro seine Blu-Ray Premiere feierte!

Ich fand den Film gut und amüsant – aber würde den Film trotzdem nicht als Highlight ansehen. Dafür war der Film zu billig (rein vom Budget her), es gab so gut wie keine Effekte und der Film war weitaus harmloser, als erwartet (zudem auch noch zu lustig). Zudem ist der Inhalt und Abluaf immer das gleiche, so dass der Film episodenhaft wirkt.

Es kann auch sein, dass ich mir einfach etwas mehr versprochen hatte und ich mich von reisserischen Werbemassnahmen und der Seltenheit des Filmes habe anstecken lassen. Paul Naschy macht seine Sache sehr gut. Auch der restliche Cast ist gut – die Darsteller sind mir aber unbekannt, die Frauen oft hübsch und ziehen blank.

Paul Naschy als Teufel und seine Taten und Sprüche haben mich a) an De Sade und dessen Weltanschauung und b) z.T. an den Coffin Joe (nur dass er hier keine Frau fürs Leben sucht, wobei Naschy trotzdem eine Frau schwängert) erinnert. Das sind wirklich passende vergleiche und diese Gedanken und Vergleiche kamen beim Schauen mehrfach auf. Wer nun mehr Interesse hegt (jedoch nochmal gesagt: der Film ist in Sachen Gewalt extrem harmlos, nicht graphisch), kann sich den Film, eigentliche eine bitterböse Satire und Komödie, gut ansehen ohne allzu gross enttäuscht zu werden!

Und Fans von Paul Naschy (Reviews zu all seinen anderen Filmen: HIER KLICKEN!) greifen so oder so blind zu!

Infos:

O: El Caminante

Spanien 1979

R: Paul Naschy

D: Paul Naschy, Sara Lezana, Blanca Estrada, Silvia Aguilar, David Rocha

Laufzeit der US-Blu Ray: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 09.06.18

Fassungen: Es gibt keine dt. Scheibe (Stand: Juni 2018). Mir lag die US-Blu Ray von Mondo Macabro vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, spanischer O-Ton, englische Subs, Region All Scheibe plus exklusive Extras.