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Sonntag, 5. Juli 2020

Hot Blood Review

Hot Blood

Story:

Zwei Cops (Chow Yun-Fat, Mark Cheung Lui) sind gute Freunde und unternehmen auch Mal was zusammen mit ihren Freundinnen (Sarina Sai Zhu-Juan, Resand Lam Hau-Yi). Im Job bekommen sie es mit Dieben (Fung Hak-On, Luk Chu-Sek) zu tun…

Meine Meinung:

Hot Blood ist ein Low-Budget Cop-Gangster Film der New Wave Bewegung und ein Frühwerk mit dem späteren Superstar Chow Yun-Fat (The Bund, The Story of Woo Viet, The Killer, 100 Ways to Murder Your Wife). Mit anderen Worten: kein Kracher.

Der Film hat mehrere Defizite, die verhindern, dass Hot Blood ein guter Film ist. Die Gründe:

Story:
Es gibt kaum eine und bis kurz vor dem Ende wirkt der Film episodenhaft. Eine lineare Story ist in den ersten ¾ nicht auszumachen.

Längen:
Dies sorgt natürlich für Längen und lahme Füllszenen.

Action:
Gibt es nur wenig.

Der Film ist auch ein Genre-Mix – Buddy Film, Drama, Action-Film, Komödie, Polizei-Film mit Chow Yun-Fat und Mark Cheung Lui als zwei ungleiche Cops. Speziell Mark Cheung mochte ich, während man merkt, dass Chow Yun-Fat noch kein allzu grosses Selbstvertrauen hatte. Er spielt seinen Part ein wenig unterkühlt und unmotiviert.

Die wenigen Action-Szenen haben mir gefallen. Es gibt paar Schlägereien, eine längere Verfolgungsjagd und paar Shoot-Outs. Die wenigen Action-Szenen sind erst gegen Ende zu verzeichnen und wurden von Fung Hak-On (The Iron-Fisted Monk), der auch den Bösewicht im Film spielt, choreographiert. Er tut dies sehr gut und gekonnt. Im Cast wird auch ein junger Simon Yam (Fatal Move) erwähnt, der mir jedoch nicht aufgefallen ist.

Nebst der wenigen Action hat mir der Look des Filmes und auch die schönen Bilder aus Hong Kong gefallen. Und natürlich der Verlauf gegen Ende – da wird es phasenweise hübsch dramatisch (Beerdigung) und emotional und die Action rockt. Warm nicht früher damit begonnen?

Fazit: Kein Kracher – aber für HK-Fans, die kleine unabhängige New Wave Produktionen aus der Zeitspanne (Ende 70er, Anfang 80er) und die Chow Yun-Fans mögen, trotz Defiziten interessant.

Infos:

O: Ru Ce

HK 1977

R: Richard Yeung Kuen

D: Chow Yun-Fat, Mark Cheung Lui, Sarina Sai Zhu-Juan, Resand Lam Hau-Yi, Fung Hak-On, Luk Chu-Sek, Hon Yee-Sang

Laufzeit der HK-DVD: 96:22 Min.

Gesehen am: 06.04.20

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Mega Base Technology vor = Uncut, mittelmässige Bildqualität, O-Ton, feste englische Subs. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: April 2020).

At the Earth's Core Review

At the Earth's Core

Story:

Ein Wissenschaftler (Peter Cushing) und sein Helfer (Doug McClure) geraten mit einem Bohrerfahrzeug zum Mittelpunkt der Erde, wo sie diverse Abenteuer zu bestehen haben…

Meine Meinung:

At the Earth's Core ist eine schöne Kindheitserinnerung, welche ich seit dazumal auch nicht mehr sah. 2019 bekam ich den Film vom Kollegen als Wichtelgeschenk und der Film gefällt mir auch nach Neusichtung gut. Ich liebe solche Fantasy-Geschichten in sonderbaren Welten (oder zu Dinosaurier-Zeiten) und ich mag solche Gummi-Monster Effekte (erinnern ja sehr ans japanische Kaiju Genre) – Effekte genau nach meinem Geschmack.

Somit hat ein Film schon fast gewonnen. At the Earth's Core ist unterhaltsam, charmant und aufwändig in Szene gesetzt. Die Highlights nebst dem Fantasy-Aspekt sind die diversen Monster, Effekte, Kostüme und der damit verbundene Unterhaltungswert. Und Caroline Munro (Maniac) ist heiss anzusehen. Leider bekommt man sie gar nicht so viel zu Gesicht.

Die Story dient dem Mittel zum Zweck und der Unterhaltung. Neues wird nicht geboten. Zwei Dinge sah ich sogar leicht negativ: es gab zu wenig wechselhafte Settings. 90% der Handlung spielen in der unterirdischen Höhle der Flugmonster. Das war auf Dauer etwas fad und öde. Dazu kommt, dass mir ausgerechnet der bekannteste Name im Film, Peter Cushing, in seiner witzigen Rolle als Professor nervte.

Das waren aber nur zwei bis drei (wenig Screentime von Caroline Munro) kleine Details, die ich als leicht negativ ansehen könnte aber beim Schauen nicht gross störten und/oder ins Gewicht fielen, was die Wertung als Ganzes angeht.

Im Grossen und Ganzen macht das Fantasy-Monster-Spektakel viel Spass und unterhält gut! Wer Filme wie Caprona - Das vergessene Land und Co. mag, sollte auch in dem Fall zugreifen!

Infos:

O: At the Earth's Core

Großbritannien, USA 1976

R: Kevin Connor

D: Peter Cushing, Doug McClure, Caroline Munro, Cy Grant, Godfrey James

Laufzeit der US-DVD: 90:23 Min.

Gesehen am: Kindheit / Review überarbeitet am: 05.04.20

Fassungen: Mir lag die US-DVD von MGM vor (Double Feature mit War-Gods of the Deep) = Sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, Englischer Ton, keine englischen Subs. Gäbe es in Deutschland von Koch Media.

O Estripador de Mulheres Review

O Estripador de Mulheres

Story:

In Brasilien geht ein Serienkiller um, der Frauen tötet. Die Polizei ermittelt…

Meine Meinung:

Bis heute hatte ich von diesem brasilianischen Serienkiller-Thriller nie etwas gehört (wie es dazu kam? Siehe Fassungen!). Ob sich das Schauen lohnte? Immerhin konnte man sich O Estripador de Mulheres gut ansehen, auch ohne ein Wort zu verstehen. Die Story ist, sagen wir Mal, relativ selbsterklärend.

Der Originaltitel des Filmes, O Estripador de Mulheres, heisst übersetzt «Der Ripper der Frauen». Es geht auch gleich mit einem Mord los und die Story ist schnell erklärt – ein Typ mit Brille und Messer hat es auf Frauen abgesehen, sticht ihnen meistens in den Hals, entblösst ihre Oberkörper und schneidet dann den Bauch entlang nach unten.

Das Motiv ist nicht klar – ich wiederhole mich – da ich nicht Portugiesisch und/oder Südkoreanisch spreche/lese. Es ist aber klar, dass nebst Polizei noch mehr Personen nach dem Täter suchen und es auch falsche Verdächtige gibt. Die Medien bekommen ebenso ihr Fett ab wie die Polizei, wenn ein Guru/Medium sich losschickt, den Täter zu finden (gabs ja auch bei Dario Argento und Der Alte). 

Auch laut ausländischen Reviews (viele finden sich nicht) soll der Film die Polizei aber auch Presse sozialkritisch hinterfragen. Zudem soll der Film das Regiedebüt von Juan Bajon gewesen sein. Auch wenn der Film kein Kracher ist – für ein Debüt ist O Estripador de Mulheres schon eine beachtliche Leistung geworden (danach hat er vor allem sexlastige Film gedreht).

Nebst den Horrormotiven kommen auch der Sex- und Sleaze Faktor inklusive Humor nicht zu kurz. Ich fühlte mich von der Machart einzelner Szenen an Jack the Ripper von Jess Franco und/oder an Cannibal Man erinnert (Schlacht-Haus Szenen). Die Darsteller waren grösstenteils, so wirkte es, Laiendarsteller. Man muss in einzelnen Szenen (dort wo Humor versteckt ist) auch mit Overacting rechnen.

Fazit: Ich hatte eigentlich Night Killer bestellt (siehe Fassungen) und stattdessen diesen unbekannten Film erhalten – es hätte schlimmer sein können!

Infos:

O: O Estripador de Mulheres

Brasilien 1978

R: Juan Bajon

D: Ewerton de Castro, Marco Antônio, Ana Paula Bajon

Laufzeit des Korea-VHS: Ca. 99 Min.

Gesehen am: 05.04.20

Fassungen: Kurios: ich kaufte aus Korea das VHS von Seoul Video zum 1990er Italo Film Night Killer, der kurze Zeit später von Severin films auf Blu-Ray (und DVD) veröffentlicht wurde (war, als ich das VHS kaufte, noch nicht angekündigt). Das VHS trägt auch den Titel «Night Killer». Stattdessen handelt es sich um eine Mogelpackung und es befindet sich der Film O Estripador de Mulheres auf der Kassette in Portugiesisch mit koreanischen Subs. Die Bildqualität ist jenseits von Gut und Böse und grottenschlecht. Dafür, und das war überraschend, sah der Film in den Gewalt- und Nackt-Szenen Uncut aus! Andere Fassungen dieses seltenen Filmes sind mir nicht bekannt (Stand: April 2020).