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Dienstag, 3. November 2020

A Girl Walks Home Alone at Night Review

A Girl Walks Home Alone at Night

Story:

Arash (Arash Marandi) lebt in schwierigen Verhältnissen: der Vater ist drogensüchtig, sein Auto wird von einem Zuhälter in Besitz genommen, Perspektiven für die Zukunft sind rar. Da trifft er auf eine unbekannte Frau (als Vampir: Sheila Vand) – beide verlieben sich. Ob ihr Dasein eine Zukunft hat?

Meine Meinung:

A Girl Walks Home Alone at Night hat mir gar nicht gefallen. Optisch ist der Film sehr schön gefilmt/in Szene gesetzt und auch die Musik ist klasse (einige Tracks erinnern ans Italo Western Kino). Zudem agieren die Darsteller überzeugend. Klarer Fall von Style over Substance. Aber – leider ist der Film nach einem Weilchen langweilig, sinnlos und nervend. A Girl Walks Home Alone at Night stellt sich leider als feministischer Dreck heraus.

Der Film, der in s/w gedreht wurde und im Iran spielen soll (aber den USA gedreht wurde), nervt durch Längen, Sinnlosigkeit (z.B. das Ende) und der Tatsache, dass die weibliche Regisseurin Ana Lily Amirpour scheinbar viele eigene Gefühlsempfindungen in den Film integriert hat (als er ihr die Ohrläppchen durchsticht kommt dies quasi einer Entjungferung gleich) . Diese Szenen nervten. Ich meine jetzt nicht Mal die Kritik am Iran (Stellung der Frau etc.), sondern mehr die Coming of Age Momente.

Teilweise wirkt es so als sähe man einen Coming of Age Film mit unerfüllten Wünschen und Bedürfnissen seitens Ana Lily Amirpour (kein Wunder dreht sie praktisch nur Werbe- und Kurzfilme) statt einer Arthouse-Vampire-Geschichte. Wie die s/w Optik wirkt auch die Darstellung der Geschlechter im Film eindimensional: die Frauen sind stark und die Heldinnen, die Männern sind alle schwach oder Arschlöcher. Fehlen eigentlich nur noch die obligatorischen Schwulen, Lesben oder Bi-Sexuellen und schon wäre es der perfekte «Gutmenschen Netflix Film»…

Fazit: Nebst der starken Optik, den schönen Kameraeinstellungen und dem grandiosen Soundtrack gefiel nur die Tatsache, dass im Film auch oft eine niedliche Katze zu sehen ist! Ansonsten nervend,  total langweilig, monoton und Zweitverschwendung!

Infos:

O: A Girl Walks Home Alone at Night

USA 2014

R: Ana Lily Amirpour

D: Sheila Vand, Arash Marandi, Marshall Manesh, Mozhan Marnò, Dominic Rains

Laufzeit der UK-DVD: Ca. 96 Min.

Gesehen am: 24.07.20

Fassungen: Gesehen als UK DVD von Studiocanal = Uncut, O-Ton (Persisch), englische Subs. Sehr stark vertont. Die Bildqualität ist auch sehr gut. In Deutschland von Capelight erschienen (auch auf Blu-Ray).

Bollywood Evil Dead Review

Bollywood Evil Dead

Story:

Eine abgespielte Tonbandaufnahme erweckt in den Wäldern das dämonische Böse, welches eine Gruppe Teens, die am Wochenende in der Waldhütte Spass haben wollten, angreift…

Meine Meinung:

Bollywood Evil Dead ist ein ziemlich mieser Film und ein nicht offizielles Remake von The Evil Dead. Die Inder haben von einigen Filmen nicht offizielle Remakes gedreht: Auf Der Weisse Hai folgte Aatank, auf Child’s Play folgte Papi Gudia. Während diese, älteren Filme, Charme versprühen, enttäuscht Bollywood Evil Dead, ein neuer Film, auf der ganzen Linie.

Das Herstellungsjahr 2008 sieht man dem Film nicht an. Genauso gut könnte es sich um einen Mitte 90er Jahre handeln. Die Story orientiert sich phasenweise fast 1:1 an The Evil Dead. Was mir nicht gefiel? Der Film ist teilweise zu modern. Die Musik im Vorspann (Hip-Hop) und die darauffolgende Tanzszene (à la Boygroup inklusive Breakdance) traf meinen Geschmack gar nicht.

Kurz gesagt: gegenüber den älteren Filmen aus Indien fehlt dieser Low-Budget 2008 Produktion Charme, Effekte, grosse Namen und Klasse. Dem Film sieht man das kleine Budget an, die Figuren haben weder Charisma noch sind die sympathisch und auch in Sachen Effekte und Gore darf man nichts erwarten. Auch Tanzeinlagen fehlen fast gänzlich, was mich überraschte.

Fazit: Trotz kurzer Laufzeit (speziell für einen indischen Film) langweilig und ohne Überraschungen (da Szenen 1:1 an The Evil Dead erinnern) = lohnt sich definitiv nicht!

Infos:

O: Bach Ke Zara

Indien 2008

R: Salim Raza

D: Amit, Satyam Rajesh, Jayesh Shah, Mohan Dev, Neha Joshi

Laufzeit der Originalfassung: Ca. 99 Min.

Gesehen am: 23.07.20

Fassungen: Gesehen via Stream = Uncut, O-Ton, keine Subs. Gibt es in Indien sicherlich auf VCD und DVD. Ob der Film ausserhalb Indiens veröffentlicht wurde, weiss ich nicht. Ich denke nicht.

Kingfisher the Killer Review

Kingfisher the Killer

Story:

Eine Mutter liegt im Sterben. Während des Sterbens verrät sie ihrem Sohn, dass dieser noch einen Bruder habe und er diesen finden und Rache an den Tätern (Gangster, die es eigentlich auf ihn abgesehen haben) üben soll…

Meine Meinung:

Kingfisher the Killer ist ein Flickwerk, welches Fans Joseph Lai und seiner IFD Films & ARTS Firma zu verdanken haben! Man nahm einen ca. 72minütigen Film aus Thailand (Regie: Wisan Suntisucha) und schmückte diese Fassung mit neuen Szenen – Gewalt, nackten Tatsachen, Schmuddel. Typisch für die IFD Films & ARTS Produktionen. So entstand Kingfisher the Killer, der oft als HK-Taiwan-Co.-Produktion vermarktet wird.

Der Low-Budget Film hat mir gefallen. Kein Kracher, aber durch und durch okay und gut. Ninjas kommen übrigens keine vor, auch kein Richard Harrison wie das sonst oft in IFD Films & ARTS Produktionen der Fall war. Die Story wirkt hier und da ein wenig wirr, was aber auch nicht wundert, da Flickwerk aus bestehendem Film plus neuer Rahmenhandlung.

Der Low-Budget Film wartet hier und da mit seltsamem Klamauk auf, ist aber mehrheitlich ernst. Vor allem gegen Ende verschwindet der Humor total. Der Sleaze-Anteil hätte ich mir höher gewünscht, selbst gilt für Schmuddel, Sex und Gewalt-Szenen. Die Kampfszenen sind jedoch sehenswert, realistisch und zuweilen hart in Szene gesetzt.

Obwohl die Story verwirrend sein kann, sollte man sich darüber nicht ärgern, sondern das Gezeigte vor allem geniessen. Am Ende sind es, glaube ich, drei Helden (darunter die zwei Brüder) gegen den Bad Guy. Darüber hinaus gibt es Explosionen, Auto-Verfolgungsjagden, kleinere Stunts und einige WTF Szenen (Mann benutzt nach dem Sex die nackte Frau als Schild, als der Profi-Killer auf ihn einsticht).

Fazit: Kurzweilige Low-Budget Gangster-Action aus der IFD Films & ARTS Schmiede!

Infos:

O: Jie zhan

HK/Thailand 1981

R: Ang Saan (HK Edit), Wisan Suntisucha (Thai. Originalfassung)

D: Michelle Yim, Jacky Liu Hong-Yi, Bruce Mang Long, Chan Yeung, Ang Saan, Lak Apichat, Supansa Nuengpirom

Laufzeit der thai. Fassung: Ca. 72 Min. / Laufzeit der HK Fassung: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 23.07.20

Fassungen: Mir lag die Betamax aus Holland von Video for Pleasure vor = Uncut HK Edit, Englisch Dubbed, Vollbild, gute Bildqualität. Englischer Dub im Großen und Ganzen ok. Gäbe es vom gleichen Label auch auf VHS. Eine DVD/Blu-Ray/O-Ton mit englischen Subs inklusive englische Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2020).