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Dienstag, 14. Februar 2023

Honeymoon Killer Review




Honeymoon Killer

Story:

Gambler und Kämpfer Raymond (Raymond Lui Shing-Gung) verspricht seiner Freundin Hou (Hou Yi), dass er, ab dem Tag ihrer Hochzeit, nicht mehr kämpfen und sie in Schwierigkeiten bringen wird. Beide heiraten und fahren in die Flitterwochen. Doch Gangster haben es plötzlich auf Raymons Ehefrau abgesehen…

 

Meine Meinung:

 

Aka The Honey-Moon Killer. Honeymoon Killer ist ein Mitte der 70er Jahre Basher aus Taiwan mit Raymond Lui Shing-Gung (Thirty Six Killers) als schlagfertiger Held. Honeymoon Killer ist relativ unbekannt. Reviews finden sich wenige. Auch Fassungen scheinen rar. Ich kam mehr durch Zufall zu dem Film und nicht durch eigene Recherche. Gekauft direkt aus Indonesien. Storytechnisch bietet der Film nichts Neues.

 

Es gibt wenige Gamble-Szenen und sonst vor allem Kampfszenen. Viele. Sehr viele. Es wird unendlich viel gekämpft in dem Film. Das Thema/Inhalt, dass der Held schwört, nicht mehr zu kämpfen, ist nicht neu aber sehe ich z.B. weniger gerne als andere Eastern-Inhalte (Rache-Plot, Schüler-Meister Plot). Dass störte mich z.B. auch in Chinese Hercules mit Michael Chan Wai-Man: da hat man einen solchen kampferfahrenen Star, der gefühlt nur am Anfang und Finale zulangen darf.

 

Der Film spielt im modernen Setting, was eine willkommene Abwechslung darstellt. Der Cast ist mir hingegen wenig bekannt. Das einzige bekannte Gesicht für meine Augen war Shan Mao. Den erkannte ich sofort wieder aus Knight Errant mit Jimmy Wang Yu. Er spielt natürlich auch hier einen der Bösewichte. Die Kampfszenen sind solide. Es wird meistens ohne Waffen gekämpft. Die Settings (Baugruben etc.) passen zu den Kung Fu Szenen.

 

Zwei Damen spielen im Plot auch eine wichtige Rolle. Zur Musikuntermalung kann ich nicht viel sagen, da mein Betamax-Player spinnt und den Ton massiv leise wiedergibt. Auch Dialoge waren oft kaum verständlich, aber so oder so wenig wichtig bei dem dünnen Plot. Was man von einem Film wie Honeymoon Killer erwartet, wird erfüllt: typische 70er Jahre Kampfszenen in hoher Anzahl! Längen sind Mangelware, so dass der Film spezifisch für 70er Jahre Basher-Fans interessant ist!

 

Infos:

 

O: Mi Yue Zhui Hun

 

Taiwan 1975

 

R: Liu Wei-Bin

 

D: Raymond Lui Shing-Gung, Hou Yi, Lam Yi-Wa, Huang Fei-Long, Shan Mao

 

Laufzeit der indonesischen Beta: 84:30 Min.

 

Gesehen am: 05.02.23

 

Fassungen: Mir lag das indonesische Betamax von Pan Video vor = gute Bildqualität, Englischer Ton, indonesische Subs. Die Synchro scheint, so wie ich es hören konnte, ok zu sein. Mein Betamax-Player ist im Moment nicht mehr 100% «fit». Der Ton wird viel zu leise abgespielt, so dass Dialoge nur sehr leise verständlich waren. Der Film machte einen ungeschnittenen Eindruck. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2023).

Montag, 13. Februar 2023

Shadow Cop Review

Shadow Cop

Story:

Chiu Chi-Hsiong (Waise Lee) arbeitet als Undercover-Cop. Bei einem Einsatz stirbt er. Seine Freundin Witty (Carina Lau Ka-Ling) und dessen Kollegin (Anglie Leung Wan-Yui) werden daraufhin von Chius Geist besucht. Dieser erfährt, dass zwei seiner Kollegen (Kenneth Tsang Kong und Ben Lam) für seinen Tod und das Verschwinden von Geld verantwortlich sind. Um Spuren zu verwischen, sollen auch weitere von Chius Polizisten-Kollegen (Chung Fat) sterben…

 

Meine Meinung:

 

Wohl durch den US-Film Ghost – Nachricht von Sam oder die TV-Serie Shades of LA (aka Shadow Cop) beeinflusster Anfang der 90er Jahre Mix aus Action, Komödie, Romanze, Gamble- und Ghost-Film aus Hong Kong. Der Film war mehr oder weniger ein Blindkauf. Gross recherchiert habe ich nicht. Ich wusste nur, dass der Film wohl selten ist (= es gibt keine DVD, keine Blu-Ray etc.). Wobei, alle Angaben ohne Gewähr…

 

Shadow Cop ist absolut ok und unterhaltsam, wenn auch kein Kracher. Erst nach der Sichtung las ich Reviews und war doch recht erstaunt, wie schlecht der Film von Albert Lai (A Serious Shock! Yes Madam!) wegkommt. Dies hat Shadow Cop definitiv nicht verdient. Ich denke, vor allem jene, die mit dem HK-Kino wenig vertraut sind, dürften sich an einigen Dingen stören (dreist aus US-Film geklaute Idee oder der sonderbare HK-Humor und Genre-Mix).

 

Als ich den Film kaufte, wusste ich nicht Mal, dass es ein «Ghost-Film» ist. Wobei der Film weniger Ghost-Film ist als regulärer Actionfilm. Bis Waise Lee, wohl am besten bekannt durch John Woos A Better Tomorrow, den Filmtod stirbt, dauert es sehr lange. Bis dahin unterhalten Waise Lee und seine Film-Partnerin Carina Lau (City Warriors) den Film und Zuschauer auf sympathische Art und Weise. Waise Lee zeigte ja schon in anderen Filmen, dass er auch humorvoll kann (z.B. in Forbidden Arsenal).

 

Langweilig empfand ich den Film nie. Durch die vielen Genres ist der Film abwechslungsreich. Nur das Ende war etwas plötzlich und ein echtes Finale gibt es quasi nicht. Das war etwas schade. Für Bösewicht Ben Lam (Raging Fire), der einige tolle Kampfszenen spendiert bekommt, wäre ein actionreiches Finale/Schlussszene wünschenswert gewesen. Aber wer hätte gegen ihn kämpfen sollen? Weiter positiv empfand ich den Cast.

 

Nebst bereits erwähnten Ben Lam, Waise Lee und Carina Lau überzeugen in Haupt-, Neben- und Kurzauftritten Anglie Leung Wan-Yui (She Shoots Straight), Kenneth Tsang (Paragon of Sword and Knife), Chung Fat (Police Assassins), Charlie Cho Cha-Lee (The First Vampire in China), Shaw Brothers Legende Chen Kuan-Tai (Killer Constable) und Shing Fui-On (The Killer). Von denen darf immerhin auch Chung Fat 2-3 tolle Kampfszenen demonstrieren. Schön!

 

Fazit: Dank abwechslungsreicher Story, amüsantem Humor, cooler Action und sympathischem Cast dem 90er Jahre HK-Filmfan empfohlen, auch wenn schwaches Finale und kein Kracher!

 

Infos:

 

O: San Taam Gon Sap Lui

 

HK 1993

 

R: Albert Lai

 

D: Waise Lee, Carina Lau Ka-Ling, Anglie Leung Wan-Yui, Kenneth Tsang, Ben Lam, Chung Fat, Charlie Cho Cha-Lee, Chen Kuan-Tai, Shing Fui-On

 

Laufzeit der HK-LD: Ca. 90 Min.

 

Gesehen am: 05.02.23

 

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Universe vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Es gibt mind. vom gleichen Label noch eine VHS und VCD. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2023).

Sonntag, 12. Februar 2023

Christmas Bloody Christmas Review

Christmas Bloody Christmas

Story:

 

Tori (Riley Dandy) und Robbie (Sam Delich) werden auf dem Heimweg von einem Killer-Weihnachtsmann-Roboter (Abraham Benrubi) angegriffen. Der Kampf ums Überleben beginnt…

 

Meine Meinung:

 

Der Trailer zum Weihnachts-Horrorfilm mit Killer-Roboter à la The Terminator sah vielversprechend aus. Durch Zufall bekam ich den Film geschenkt und konnte ihn mir ansehen. Leider fand ich Christmas Bloody Christmas zu wenig gut, um in die Sammlung aufgenommen zu werden. Mit den Arbeiten von Joe Begos scheine ich nicht richtig warm zu werden – siehe Bliss. Da schwant mir für den ungeschauten VFW Böses…

 

Die Idee ist eigentlich cool: Weihnachten, Horrorfilm, Killer-Roboter, Gore, Schnee-Setting, Kleinstadt-Stimmung und paar Überraschungen (wer stirbt und wer nicht). ABER die Figuren nerven. Sehr sogar. Der Start in den Film ist bereits lahm und nervt. Uninteressantes, vulgäres Gequatsche folgt. Noch und nöcher. Das Dauergequatsche hat höllisch genervt. Und dann stirbt z.B. die falsche Person nicht und jene, die am meisten nervt…

 

Die Musik war auch weniger mein Geschmack. Eine echte Spannung tut sich nur selten auf. Stimmungsvoll war der Film auch wenig, da eben nicht speziell gute Musikwahl für meinen Geschmack. Auch in Sachen Gore ist der Film bis auf 2-4 Szenen nicht Besonders aufregend. Dann auch schnell geschnitten, verwackelt und wenig explizit. Einige Kills sind sogar rein off screen. 

 

Cool war der Roboter, die Kameraführung und das Spiel mit Lichteffekten. Besonders im Finale. Das war cool und sehenswert. Die Heldin bekommt auch einiges ab, die Roboter-Effekte (Haut löst sich und die Maschine kommt mehr und mehr zum Vorschein) sind stark und es gibt klare Terminator Vibes.

 

Fazit: Geschmackssacke! Wer die Filme von Joe Begos mag, dürfte mit Christmas Bloody Christmas alles richtig machen! Ich werde in Zukunft wohl eher die Finger von seinen Werken lassen…

 

Infos:

 

O: Christmas Bloody Christmas

 

USA 2022

 

R: Joe Begos

 

D: Riley Dandy, Sam Delich, Abraham Benrubi, Jeremy Gardner, Jeff Daniel Phillips, Elliott Gilbert

 

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 86:47 Min.

 

Gesehen am: 04.02.23

 

Fassungen: Mir lag das deutsche Mediabook von capelight pictures vor = Blu-Ray, UHD und Booklet. Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Uncut. Die Bild- und Tonqualität waren für meinen Geschmack gut. Im Vergleich soll die UHD jedoch deutlich besser sein, was ich gelesen habe.