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Samstag, 19. Oktober 2019

Bride of Re-Animator Review



Horroktober 2019
Bride of Re-Animator

Story:

Nach Teil eins geht es wie folgt weiter:

Dr. Herbert West (Jeffrey Combs) und Dr. Dan Cain (Bruce Abbott) experimentieren weiter. Ziel: diesmal wollen sie, anhand von gestohlenen Körperteilen, Leben d.h. einen neuen Menschen erschaffen. Doch Probleme bestehen: Dan verliebt sich (in Fabiana Udenio), ein Polizist schnüffelt herum (gespielt von Claude Earl Jones) und Dr. Hill (David Gale) will Rache an Dr. West…

Meine Meinung:

Teil zwei der Re-Animator Reihe war stets mein Lieblingsteil und einer meiner Horror-Lieblingsfilme. Grund: ich sah den Film vor den Teilen eins und drei als Jugendlicher und schnupperte damit erste «Re-Animator» Erfahrungen. Der Film gefällt mir auch heute noch immer so gut, wie früher.

Statt Stuart Gordon führt nun Brian Yuzna, der in Teil eins auch als Produzent tätig war, Regie. Die Handschrift und das comicartig Übertriebe à laYuzna mag ich – allgemein in den Filmen des Brian Yuzna = Fortsetzung Beyond Re-Animator, Faust, H.P. Lovecrafts Necronomicon oder seien es die The Dentist 1 & 2 Filme.

Die Geschichte hat nun noch weniger mit der Vorlage (H.P. Lovecaft) zu tun als Teil eins, sondern man wandert nun auf Frankenstein Pfaden. Das tut dem Spass aber keinen Abbruch. Der Film ist ein Fun-Splatter wie er im Buche steht und schön schwarzhumorig, unterhaltsam und mit vielen tollen Spezialeffekten beladen. Längen gibt es kaum.

Um der Ansammlung von Effekten gerecht zu werden, wurden drei (!!!) Künstler an Bord geholt: zum einen die KNB FX-Group (machten u.a. die Effekte für Jason Goes to Hell, Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre III, Nightwish, Halloween 5), John Carl Buechler (Friday the 13th Part 7, Tammy & the Teenage T-Rex, Prison, Carnosaur, Mausoleum) und den Japaner Jôji Tani, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Screaming Mad George (The Guyver, Children of the Corn III: Urban Harvest, Curse II: The Bite, Hide and Go Shriek). Mit Screaming Mad George hat Brian Yuzna noch weitere Male zusammengearbeitet (Initiation: Silent Night, Deadly Night 4, Necronomicon, Progeny, The Dentist 2, Faust: Love of the Damned, Beyond Re-Animator, Society). Die Effekte in Bride of Re-Animator sind fantasievoll, originell, aufwändig und hübsch blutig getrickst worden!

Aus Teil eins kehrten ansonsten zurück: David Cale, Bruce Abbott und ein absolut fantastischer, grossartiger und sehenswerter Jeffrey Combs. Er allein unterhält den Fan als Mad Scientist quasi als Alleinunterhalter. War er schon im ersten Film klasse, so legt er hier, dank dem Schwarzen Humor, dem überzeugende Schauspiel vom Combs und einer starken deutschen Synchronisation, zusätzlich an Qualität dazu.

Fazit: Starke Fortsetzung und für meinen Geschmack bester Film der dreiteiligen Reihe!

Gefolgt von: Beyond Re-Animator

Infos:

O: Bride of Re-Animator

USA 1989

R: Brian Yuzna

D: Jeffrey Combs, Bruce Abbott, Claude Earl Jones, Fabiana Udenio, David Gale, Kathleen Kinmont

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 96:44 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: Okt. 2019

Fassungen: Meine erste Sichtung erfolgte als Bootleg VHS von JPV Austria. Später wurde das VHS gegen die Red Edition DVD von Laser Paradise umgetauscht. Diese DVD steht noch in der Sammlung, da seit 2003 (NIFFF) durch Brian Yuzna signiert. Andere DVDs gesellten sich später dazu (US-DVD von Artisan und jap. DVD von JVD), immer in der Hoffnung, eine qualitativ bessere Disc zu bekommen. Dies änderte sich erst mit der neuen Blu-Ray von Capelight = Unrated Fassung in Deutsch/Englisch mit deutschen Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität (neu restauriert), viele Extras, schicke Verpackung etc.

Freitag, 18. Oktober 2019

Evil Dead Trap Review


Horroktober 2019
Evil Dead Trap

Story:

Journalistin Nami Tsuchiya (Miyuki Ono) bekommt ein Snuff-Video zugeschickt. Sie und ihr Team beginnen zu ermitteln. Die Recherchen führen die Gruppe auf eine verlassene, stillgelegene Fabrik. Kurze Zeit später taucht ein unbekannter Killer auf, der die Gruppe zu dezimieren beginnt…

Meine Meinung:

Evil Dead Trap hat mir nach aktueller Sichtung weniger gut gefallen, als dies vor unzähligen Jahren in meiner Jugendzeit der Fall war. Kritisch war in meinen Augen: eher lahmer Beginn, Längen/Füllszenen, wenig Inhalt, billige Optik (Film wirkt statt ein Ende 80er Jahre wie ein billiger direct to Video 90er Jahre Streifen), zu lange Laufzeit.

Der erste Teil der dreiteiligen Evil Dead Trap Reihe, der sich vor allem in Horrorfilmkreisen einen Namen machte und vom Mermaid Legend (der liegt als japanische LD ungesehen rum – Sichtung folgt im «Japanuary») Regisseur Toshiharu Ikeda stammt, bietet einige derbe Szenen, auf dessen sein Bekanntheitsgrad beruht.

Die «Snuff»-Szene mit dem Auge erinnert an ähnliche Szenen mit Augen wie in Der New York Ripper, Thriller: A Cruel Picture oder Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies. Die späteren Morde sind auch alles andere als harmlos, so dass der Film schnell mehr bot, als US-Slasher der damaligen Zeit.

Der Film von Toshiharu Ikeda, der seine Karriere im Erotik-Genre begann (Arbeiten für Nikkatsu), orientiert sich teilweise am internationalen Kino aus Italien (Dario Argento) – was Kamerafahrten, Morde und vor allem die Musik angehen. Dies soll an dieser Stelle positiv erwähnt werden.

Weiterhin positiv ist der Verlauf des dünnen Plots, der mit der Zeit immer fantastischer wird und sogar Bodyhorror-Elemente à la David Cronenberg zeigt.

Die Darsteller sind absolut solide aber bis auf Lead Miyuki Ono (G.I. Samurai) nur Kanonenfutter und sollen teilweise auch aus dem Erotik-Geschäft stammen (nicht abwertend gemeint – viele japanische Filmemacher haben ihre Karrieren im Pinku eiga Genre begonnen). Von Toshiharu Ikeda kenne ich nur Teil drei der Reihe (Teil zwei wurde von Izô Hashimoto realisiert) und den seltenen aber grossartigen Krimi The Man Behind the Scissors = einer seiner letzten Filme, ehe er 2010 verstarb.

Alles in allem hat der Film seine positiven Momente, so dass diese überwiegen (als Gesamtpaket) – aber da wäre trotzdem mehr möglich gewesen (kürzere Laufzeit = weniger Längen = mehr Tempo). 
Fazit: Zumindest für Fans des japanischen Horrorkinos sicherlich zu empfehlen – auch wenn mehr möglich gewesen wäre! 

Gefolgt von: Evil Dead Trap 2

Infos:

O: Shiryô no wana

Japan 1988

R: Toshiharu Ikeda

D: Miyuki Ono, Aya Katsuragi, Hitomi Kobayashi, Eriko Nakagawa, Masahiko Abe

Laufzeit der holländischen DVD: 100:33 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: Okt. 2019

Fassungen: Mir lag die DVD aus Holland von Japan Shock vor = VHS Master der jap. VHS. Uncut, O-Ton, englische Subs. Bildqualität auf solidem bis durchschnittlichem bis schlechtem Niveau. Da wäre es spannend zu wissen, ob die US-Disc von Synapse Films besser wäre. Anamorph ist nur die Disc aus England (dafür zensiert). Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Okt. 2019). In D von X-Rated veröffentlicht worden. Nachtrag 01.01.21: Neusichtung als US-Blu-Ray von Unearthed Films erfolgt = Uncut, gute Bild- und Tonqualität (hat zwar noch Luft nach oben, doch so gut sah und so gut hörte sich der Film zuvor noch nie an!), O-Ton, englische Subs (hier und da minim verzögert = beeinträchtigt das Schauen nicht), hässlicher Schuber und exklusive Extras runden die Disc ab. Der Film hat mir in dieser Form auch mehr zugesagt als im Okt. 2019.

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Devil Fetus Review


Horroktober 2019
Devil Fetus

Story:

Eine ersteigerte Vase beherbergt einen Dämon. Dieser richtet in einer Familie über Generationen Schaden zu. Aktuell fährt der Dämon in den Körper des einen Sohnes (Hsu Meng-Kuang) und terrorisiert die Familie (Ou-Yang Sha-Fei, Eddie Chen), die Haushälterin und die Freundin (Shirley Lui Sau-Ling) des 2. Sohnes. Ein Priester (Chin Yung-Hsiang) soll Abhilfe schaffen…

Meine Meinung:

Devil Fetus habe ich sehr lange nicht mehr gesehen. Die Erstsichtung war 2006 und ich hatte den Film nie als wirklich toll in Erinnerung. Wenn ich mein altes Review studiere, so kann ich dieser Meinung aktuell jedoch nicht mehr entsprechen. Mein Filmgeschmack hat sich verändert und mir gefällt Devil Fetus, auch wenn noch immer kein Meisterwerk, heute besser als früher.

Wer 80er Jahre Horrorfilme aus Hong Kong mag – derb, skurril, für westliche Zuschauer fremd, dem sei der Film unbedingt empfohlen uns an Herz gelegt. Der Film ist kein Highlight, weil es doch im Grossen und Ganzen eher wenig Effekte zu sehen gibt und vor allem wegen der lahmen ersten halben Stunde, in welcher wirklich kaum etwas passiert (sieht man vom Beginn ab).

Doch nach der lahmen halben Stunde gibt es, mehr oder weniger, Dauer-Action bis zum Ende zu sehen. Effekte nehmen zu. Diese haben mir gut gefallen, trafen nun meinen Filmgeschmack und bei einigen Szenen/Effekten hatte ich sehr grosse Freude.

Es handelt sich um eine Lo Wei Produktion, die das Geld dann doch auch in einige sehenswerte Effekte einfliessen liess: das Monster (Gummianzug) ist mehrfach zu sehen, wie es Sex mit den Opfern hat. Daneben gibt es ein Ausweiden von einem Hund zu sehen (inklusive Essen des Inhaltes), Tier-Snuff (Adler – nehme nicht an, dass es ein Effekt war), Haut abziehen und Maden kommen zum Vorschein, Würmer in einem Kuchen die zuerst gegessen und dann erbrochen werden (im Gegenschnitt zu den essenden Gästen auf der Party) und im Finale folgen dann die besten Effekte des Filmes (lasst euch überraschen).

Die Darsteller sind mir allesamt unbekannt. Sie agieren solide. Die Figuren sind z.T. aber, wie man es aus dem HK-Kino kennt, herrlich naiv was westliche und ungeübte Zuschauer vor den Kopf stossen könnte. Ein weiteres Highlight, was nicht unerwähnt bleiben soll, war das Ritual des Priesters und sein Kampf gegen den Dämon. Sehr stark und fantasievoll in Szene gesetzt. Chin Yung-Hsiang braucht sich hinter dem späteren «Taoist-Priester» Star Lam Ching-Ying nicht zu verstecken. Coole Szenen im Finale!

Fazit: Für 80er Jahre HK-Horrorfilmfans zu empfehlen! Kein Kracher, aber gut und hat seine Momente!

Infos:

O: Moh Toi

HK 1983

R: Lau Hung-Chuen

D: Hsu Meng-Kuang, Ou-Yang Sha-Fei, Eddie Chen, Shirley Lui Sau-Ling, Chin Yung-Hsiang

Laufzeit der HK-DVD: 86:57 Min.

Gesehen am: Juli 2006 / Review überarbeitet am: Okt. 2019 / 1. Sichtung der Uncut-Fassung: 26.05.25

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Joy Sales/Fortune Star (The Legendary Collection) vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, anamorphes Bild, in Gewalt Uncut, in Sex- und Nacktszenen zensiert. Uncut ist das HK VHS von Ocean Shores (Nachteil = Vollbild). Daneben gäbe es mind. noch eine (wenn nicht sogar zwei) HK Laserdiscs und ein Thai. (oder indonesisches) VHS/Betamax (Englisch Dubbed, weiss nicht mehr ob VHS oder Betamax). Eine Blu-Ray und/oder eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Okt. 2019). Nachtrag Mai 2025: Erstsichtung der Uncut-Fassung. In Taiwan gedrehter HK-Horror der mir viel Spass bereitet. Coole Make-Up Masken, Splatter und einige schön hübsch grausige Szenen (Därme vom toten Hund verzehren) machen den Film unterhaltsam. Der Film steigert sich zu einem fantasievollen und verrückten Finale, indem das Böse gegen das Gute kämpft. Die US-Blu-Ray von Vinegar Syndrome bietet die total unzensierte Fassung, eine hellere Bildqualität als bei alten Scheiben und es gibt leicht mehr Bildinformationen zu sehen. Zudem wartet das Ding wohl weltexklusiv (mit Ausnahme der Betamax aus Indonesien) mit einem englischen Dub auf. Nebst Booklet gefällt vor allem das ca. 12minütige Interview mit Hsu Meng-Kuang, der den Typen spielt, der die Därme des Hundes frisst.