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Samstag, 7. August 2021

Return of Bastard Swordsman Review


Webmaster mit Chen Kuan-Tai in Amsterdam

Return of Bastard Swordsman

Story:

 

Dugu Wu Di (Alex Man) hat nach zwei Jahren Training seine Kampffähigkeiten verbessert und will nun seinem Feind (Norman Tsui) gegenübertreten. Doch der Ega Clan (u.a. Chen Kuan-Tai) aus Japan will in China Fuss fassen und die zwei Clans gegeneinander aufhetzen…

 

Meine Meinung:

 

Fortsetzung zu Bastard Swordsman mit fast gleichem Cast mit der Ausnahme, dass Lau Wing eine andere Figur spielt, Lo Meng nicht mehr dabei ist (warum auch immer) und neu Shaw Brothers-Star Chen Kuan-Tai (Butcher) als Anführer der Ega Clans mit dabei ist!

 

Die Story beginnt zwei Jahre nach dem Ende von Teil eins und noch immer sind die zwei Clans um Alex Man und Norman Tsui Feinde. Und neu mischt mit dem Ega Clan aus Japan eine dritte Bande mit. Chen Kuan-Tai verkörpert den Anführer mit spezieller Kampftechnik – er kann den Herzschlag der Gegner kontrollieren und ihm gelingt es teilweise, dass die Feinde ihre Organe gleich erbrechen (à la City of the Living Dead).

 

Trotz Chen Kuan-Tai, einer meiner Shaw Brothers Lieblinge, ist der Film eine Stufe schlechter als der erste Film. Der Film hatte zu viele lahme Nebenplots- und Längen. Dazu zähle ich vor allem die eigentlich unnötigen Szenen mit Lo Lieh (Clan of the White Lotus) und Phillip Ko (Dreadnaught). Dazu kommt, dass der Film phasenweise einfach lahm ist.

 

Norman Tsui (Wing Chun) gerät teilweise arg in den Hintergrund und auch die Anzahl oder Qualität der Kampfszenen kann nicht mit jenen aus dem ersten Film mithalten. Abgesehen davon natürlich nach wie vor solide und im zweiten Verlauf actionreicher und weniger lahm – vor allem die Kämpfe von Chen Kuan-Tai, den Japanern allgemein (die Schirm-Szene) oder Alex Man waren klasse und die besten im Film (selbst besser als die Szenen mit Norman Tsui).

 

Fazit: Wer Teil eins mochte muss den zweiten notgedrungen schauen – schliesslich will man wissen, wie die Story endet – man sollte jedoch die Erwartungen etwas zurückfahren! So oder so: schlecht ist Return of Bastard Swordsman definitiv nicht, erreicht aber nicht die Klasse des Vorgängers...

 

Infos:

 

O: Biu Yi San Seung

 

HK 1984

 

R: Tony Lou Chun-Ku


D: Alex Man, Norman Tsui, Chen Kuan-Tai, Lau Wing, Liu Lai-Ling, Leanne Lau Suet-Wah, Lo Lieh, Chiang Tao, Ku Kuan-Chung, Phillip Ko Fei

 

Laufzeit der US-DVD: 93:51 Min.

 

Film geschaut & Review überarbeitet am: 29.04.21

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Funimation vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität und von Chen Kuan-Tai signiert (habe ihn in Amsterdam getroffen, siehe Foto). Es gibt weder ein Blu-Ray Release noch eine deutsche Fassung (Stand: April 2021).

Freitag, 6. August 2021

Devil Spider Review

Devil Spider

Story:

 

Der Clan um Long Hair Ghost (Dok Go-Sung) lässt mit Hilfe von Spinnen und Zauber nach einer Schatzkarte suchen, die auf einem Rücken einer Frau präsent sein soll. Schon 20 Jahre sucht er danach. Seine Gift-Spinnen haben unzähligen Frauen den Tod gebracht. Nun kämpfen diverse Helden (Chiang Ming, Sun Chia-Lin, Tsai Hei-Hwa) gegen Long Hair Ghost und seinen Clan an…

 

Meine Meinung:

 

Devil Spider, auch bekannt unter dem Titel Treasure Castle, ist eine in Südkorea gedrehte, scheinbare Co-Produktion zwischen Taiwan und Südkorea. Das würde auch die Drehorte, den teilweise koreanischen Cast (Dok Go-Sung als Bösewicht) und das Regie-Trio erklären – zumindest teilweise. Nebst Chiang Ming, der vor allem Action Director war, führten noch zwei Koreaner Regie (Kwon Yeong-seon und Kim Si-hyeon).

 

Der Film ist selten, was ich nicht wusste. Ich habe den Film als Betamax aus Indonesien verpasst, da andere Käufer 250 Euro dafür zahlten, was mir doch deutlich zu viel war. Nach dem Schauen kann ich auch sagen, dass ich froh bin, nicht so viel gezahlt zu haben! Der Film ist nämlich relativ mässig und alles andere als ein Kracher.

 

Der Film wirkt mehr wie ein Ende 60er Jahre Film. Von den Kampfszenen kann man meist enttäuscht sein, da unspektakulär, steif, langsam und blutarm. Da hat Han Ying-Chieh, der Choreograph von Bruce Lee Filmen wie Fist of Fury oder The Big Boss, deutlich bessere Arbeiten abgeliefert. Dazu kommt, dass sich der Film länger als 88 Minuten anfühlt.

 

Held Chiang Ming war etwas blass und wenig charismatisch. Er wird sogar verkrüppelt. Dok Go-Sung als Bösewicht war mit störender Perücke und der Synchro oft unfreiwillig komisch. Immerhin die Mädels, vor allem Sun Chia-Lin, überzeugten und spielten gut.

 

Weiter negativ ist die englische Synchro. Die war grottenschlecht. Die hat den Film runtergezogen. In Mandarin wäre der sicher besser. Interessant war, dass die Synchro und die englischen Subs teilweise sehr abweichend waren (Devil Spider King Vs. Long Hair Ghost). Nicht identisch. Im Finale wurde der Film besser (auch die Action und endlich etwas Blut). Obs ein richtiges Happy End gibt oder nicht - darüber kann man streiten. Mir gefiel das Ende auf eine Art und Weise. Dazu gibt es Fantasy-Elemente wie Skelette, Zauber/Magie und Spinnen vor und regten wie die Perücke des Bösewichts hier und da zum Schmunzeln an.

 

Fazit: Würde ich nur für wenig Geld und in einer Mandarin Fassung in die Sammlung stellen…

 

Infos:

 

O: Fei Long Duo Bao

 

Taiwan, Südkorea 1971

 

R: Han Ying-Chieh, Kwon Yeong-seon, Kim Si-hyeon

 

D: Chiang Ming, Dok Go-Sung, Sun Chia-Lin, Tsai Hei-Hwa

 

Laufzeit des Filmes: Ca. 88 Min.

 

Gesehen am: 21.04.21

 

Fassungen: Ich sah vom Film beim Kollegen eine Kopie in sehr guter Qualität und mit sehr gut lesbaren englischen und chinesischen Subs, die aber erst nach ca. 10 Minuten vorkommen. Interessant ist, dass trotzdem ein Englischer Dub die Version «beglückt» = grottenschlechte Synchro. Es gibt mind. zwei Fassungen in Mandarin mit englischen Subs: VHS aus China und eine DVCD aus China. Eine deutsche Fassung und Blu-Ray gibt es nicht (Stand: April 2021).

Donnerstag, 5. August 2021

Relentless Broken Blade Review




Relentless Broken Blade

Story:

 

Chiu Yi-Han (Chi Kuan-Chun) will sein Schwert niederlegen und nicht mehr kämpfen – er hat genug von der Martial World und zerbricht sein Schwert. Nur kurze Zeit später gibt es ein Todesopfer und die Spuren bringen Chiu Yi-Han ins Spiel. Dieser ist jedoch unschuldig und bekommt Zeit, zusammen mit seinem Gefährten (Addy Sung Gam-Loi), den wahren Täter zu finden…

 

Meine Meinung:

 

Bei Relentless Broken Blade handelt es sich um eine taiwanesische Produktion und um eine Gu Long Verfilmung. Gu Long Geschichten standen oft im Taiwan und Hong Kong Kino Pate. Meist sind es wirre Erzählungen voller Clans, unzähligen Figuren, Nebenplots und Twists. Meist geht es um Intrigen, Liebe, Verrat und eine Mördersuche.

 

Oft sind die Filme gespickt mit bekannten Namen, wunderschönen, abwechslungsreichen Sets und stimmungsvollen Bildern. Oft rate ich, in solchen Filmen nicht krampfhaft zu versuchen, der Story und jedem einzelnen Nebenplot bis in Detail folgen zu wollen (meist auch fast unmöglich), sondern einfach die Action, Kämpfe, Choreographie, die Sets/Bilder und die Gimmicks und fantastischen Elemente zu geniessen.

 

Dann unterhalten diese Filme auch. Zudem gibt es meist einen Helden. Der kämpft einfach gegen das Böse und jede andere Partei kann grundsätzlich Mal als verdächtig und potenziellen Feind angesehen werden. So machen diese Filme dann auch richtig Bock. Auch Relentless Broken Blade. Dessen Story war aber noch irgendwie nachvollziehbar, auch wenn man aufpassen muss, da selbst ab Mitte des Filmes noch immer neue Figuren auftauchen.

 

Die Sets und Aussenaufnahmen aus Taiwans Natur sind wunderschön. Dazu gibt es coole Waffen (Schwert, an dessen Ende eine Hand befestigt ist) und sogar eine Art fast unsterblicher Kung Fu Zombie, der in den Bambus-Wäldern Taiwan sein Unwesen treibt. Die Action-Szenen sind cool, fantasievoll, rasant und schön anzusehen.

 

Für die Action-Szenen zeichnete sich Addy Sung Gam-Loi (0.38) aus, der im Film auch eine der grösseren Nebenrollen spielt. Ihn mag ich, vor allem wenn er in klassischen Eastern mitspielt und auch kämpfen darf (z.B. in Kung Fu from Beyond the Grave oder Two Crippled Heroes). Abgesehen davon warten mehrere Shaw Brothers Stars als Cast auf:

 

Shih Szu (Lady of the Law), Chi Kuan-Chun (Disciples of Shaolin), Lily Li Li-Li (Daggers 8) oder Phillip Ko (The Club). Phillip Ko spielt nur eine kleine Nebenrolle (cooler Kampf gegen Tien Ho) und Chi Kuan-Chun als langhaariger Held war eine willkommene Abwechslung zu seinen ganzen Shaolin-Kämpfer und Kung-Fu-Rollen.

 

Fazit: Jedem Swordplay/Wuxia/Gu-Long Fan zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Duan Jian Wu Qing

 

Taiwan 1979

 

R: Chang Peng-I

 

D: Shih Szu, Chi Kuan-Chun, Lily Li Li-Li, Addy Sung Gam-Loi, Phillip Ko Fei, Tien Ho

 

Laufzeit des Filmes: Ca. 96 Min.

 

Gesehen am: 21.04.21

 

Fassungen: Den Film gibt es offiziell in zwei Fassungen: VHS aus Taiwan von NS (Uncut, O-Ton, Subs aber Vollbild) und als US-VHS (Mandarin, neue englische Subs, Vollbild aber 13 Minuten zensiert = ganzer Anfang soll fehlen). Titel des US-VHS: Lyrical Blades. Es gibt vom Film eine 35mm Widescreen Kopie = O-Ton, englische Subs (nicht abgeschnitten da Widescreen), Uncut, gute Bildqualität! Diese Kopie liegt mehreren Sammlern vor. Ich sah diese bei meinem Kumpel, der gleichzeitig auch das VHS aus Taiwan besitzt. Eine DVD, Blu-Ray oder deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: April 2021).