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Montag, 15. Mai 2023

Neukauf









Decisive Match! Girls Dorm Against Boys Dorm

Auf Ebay habe ich mir eine Bootleg-DVD von Murder Me, Monster bestellt, da es den Film seit Jahren nicht offiziell mit englischen oder deutschen Untertiteln zu kaufen gibt. Das Angebot sah ich bereits in der Vergangenheit, doch damals wurde nicht in die Schweiz verschickt. Nun waren die Einstellungen anders. Schon vor dem Versand informierte mich der Verkäufer trotzdem, ob ich stornieren möchte, da er mit Übersee-Kunden viele schlechte Erfahrungen machte (Discs die nicht abspielen). Ich habe jedoch einen Oppo-Player, der eigentlich alles abspielt. Also liess ich mir den Film schicken. Und was soll ich sagen? Die Disc spielt gut ab, aber der Verkäufer schickte mir einen falschen Film. Statt Murder Me, Monster bekam ich den seltenen Sion Sono Film Decisive Match! Girls Dorm Against Boys Dorm (sein 2. Spielfilm). Da ich zu faul war, um für den eigentlichen Film zu bitten (oder Decisive Match! Girls Dorm Against Boys Dorm wieder zurückzuschicken) und ich Sion Sono ja auch mag, gab ich trotzdem ein positives Feedback. Das hatte zur Folge, dass ich ungefragt das Geld zurückbekam und das Angebot um den richtigen Film. Letzteres lehnte ich jedoch ab. Ich mag zwar Sion Sono, aber denke, der Film wird nicht in die Sammlung aufgenommen. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Die Bootleg-Disc ist in Japanisch mit englischen Subs.

 

Matching Escort

Im Mai 2018 (siehe Neukauf) bekam ich das seltene Ocean Shores VHS des Filmes. Als ich das paar Jahre später schauen wollte, habe ich das Ding, wohl aus heutiger Sicht, zu schnell, aufgrund von viel Schimmelbildung, entsorgt. 2023 verpasste ich via FB-Gruppe die HK-VCD. Also kaufte ich mir in China (Auktionshaus) eine VHS: in Mandarin, ohne Subs. Eine Kopie einer Ocean Shores Fassung. Läuft gut und kein Schimmel. Sieht auch schick aus! Nun habe ich die "Trilogie" vollständig in der Sammlung: Wolf Devil Woman als spanisches VHS, Matching Escort und Miraculous Flower als VHS aus China. Wolf Devil Woman fand ich nach einer 2. Sichtung nicht mehr besonders überzeugend, Mal schauen wie mir Matching Escort gefallen wird.

 

Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue

Aka Der Gorilla mit der stählernen Klaue aka Scorching Sun, Fierce Winds, Wild Fire. Eastern aus Taiwan aus dem Jahr 1977 mit Angela Mao. Liegt mir unterschrieben aber noch ungesehen als Korea-VHS vor – siehe HIER und HIER. Dieses Mediabook dennoch gekauft da eine billige Auktion auf Amazon.de gesehen und zugeschlagen. Das VHS aus Südkorea hätte verdeckte englische Subs, das Mediabook hat keine. Deutsch/Englisch/Mandarin keine Subs. Das Master dürfte aber qualitativ besser sein. Der Film wurde unter dem deutschen Alternativtitel Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue veröffentlicht inklusive eines Zombies auf dem Artwork (irgendwie peinliche Aktion, passt aber zu den Deutschen). Zu dem Thema wird sogar im Booklet des Mediabooks eingegangen. Inhalte sind eine DVD und eine Blu-Ray. Ich weiss noch nicht, welche Fassung ich zuerst schaue: Blu-Ray oder VHS aus Südkorea…PS: Und sehe erst jetzt, dass die US-DVD in Mandarin mit englischen Subs wäre. Das habe ich sogar in meinem Neukauf-Eintrag nach meinem Südkorea-Urlaub erwähnt, aber vergessen gehabt...

 

Wang-Yu kennt kein Erbarmen

Aka Furious Slaughter. HK 1972. Den Film mit Jimmy Wang Yu und Lung Fei liegt mir schon als DVD aus Taiwan vor (Mandarin Audio, nur chinesische Subs). Diese neue deutsche Blu-Ray hat folgende Vorteile: bessere Qualität (Blu-Ray statt DVD) da restauriert, 2,35:1 Bildformat, die Wahl zwischen Deutsch/Englisch/Mandarin mit deutschen Subs und eine Szene wurde in den Film geschnitten = Langfassung. So wie es z.B. Turbine mit Hellraiser und deren Vö machte. Vielleicht gebe ich mir den Film sogar in Deutsch statt Mandarin, da oftmals auch grossartige deutsche Synchronisationen zu der Zeit. Die DVD aus Taiwan wird verkauft/entsorgt werden! 

 


Sonntag, 14. Mai 2023

I Saw the Devil

I Saw the Devil

Story:

 

Geheimagent Soo-Hyeon Kim (Byung-Hun Lee) begibt sich, nachdem seine Frau (San-Ha Oh) von einem unbekannten Mörder brutal getötet wurde, auf einen blutigen Rachefeldzug. Doch er will nicht den schnellen Tod des Mörders (Min-Sik Choi), sondern will diesen leiden sehen. Immer, und immer wieder. Ein tödliches Katz- und Maus-Spiel nimmt seinen Lauf…

 

Meine Meinung (Internationale Fassung):

 

I Saw the Devil sah ich nur einmal. Ich wusste nicht mehr viel. Ich wusste aber, dass ich den Film dazumal sehr mochte. Dass ich Filme aus Südkorea sehr mag, ist doch eher selten der Fall. Da kommen mir Filme wie A Bittersweet Life, City of Violence, Bedevilled, The Wailing, The Chaser oder Memories of Murder in den Sinn. Verhältnismässig wenig zur Anzahl, welche ich sehe. Durchschnittliche oder schlechte Titel haben die Überhand (A Company Man, Tell Me Something, Save the Green Planet, Be My Guest, Battle of Jangsari, The Red Shoes, Metamorphosis, Parasite, Revenger, The Villainess, Sympathy for Mr. Vengeance, H, The Wrath, Joint Security Area, Train to Busan).

 

Daher bin ich froh, dass I Saw the Devil die 2. Sichtung bestanden hat. Zwar erinnert der Film leicht an diverse Vorbilder wie Blutgericht in Texas, Sieben oder Kap der Angst, aber im Grossen und Ganzen handelt es sich um einen eigenständigen, anständigen, fiesen, düsteren und brutal-blutigen Rache-Psychothriller, wie sie aus Südkorea, was graphische Blut-Effekte angehen wie hier zu sehen, selten sind. Ich war erstaunt, wie blutig und brutal der Film ist. Auch die psychische und sexuelle Gewalt ist derb in Szene gesetzt. So erstaunt es nicht, dass der Film selbst in Südkorea fürs Kino zensiert werden musste.

 

Der Film beginnt stark, intensiv und spannend. Schnee, Kälte, Panne, ein Mord. Die mir unbekannte San-Ha Oh agiert in der Szene und danach stark. Ohne Erbarmen wird sie zum Opfer des Serienkillers, der, wie es sich herausstellt, auch mit anderen sein Unwesen treibt und Menschenfleisch isst (daher der Blutgericht in Texas Link). Der Film wird zu einem Psychoduell zwischen dem kannibalistischen, vergewaltigenden und mordenden Mörder, und dem Geheimagenten, der das Gesetz bricht und den Mörder leiden sehen will. Das hat zur Folge, dass er den Täter mehrfach schwer lädiert wieder laufen lässt, was aber weiteren Dritten nicht gut bekommt.

 

Auch das Ende ist in der Hinsicht innovativ und schön fies. Kann es in dem Aufeinandertreffen überhaupt so was wie "Gewinner" geben? Moral? Ethik? Selbstjustiz? Der Film ist technisch stark in Szene gesetzt, unglaublich gut gespielt, schön gefilmt, die Effekte toll getrickst und der Film fesselnd und spannend. Trotz der Laufzeit von 136 Minuten wird es zu keiner Sekunde langweilig. Choi Min-sik, Star aus Filmen wie Old Boy, Sympathy for Lady Vengeance oder Tae Guk Gi: The Brotherhood of War, wirkt zwar in der ein oder anderen Szene zu sehr wie ein Robert De Niro (Kap der Angst Link) und schrammt auch hier und da knapp an der Unglaubwürdigkeit vorbei (wegen dem Overacting), aber im Grossen und Ganzen macht er einen souveränen Job. Als Rächer ebenso stark und auch in den sehenswerten Action- und Rache-Szenen überzeugend, ist Lee Byung-hun (The Good, The Bad, The Weird). Regie führte Kim Jee-woon, der schon mehrere Blockbuster in Szene gesetzt hat, z.B. A Tale of Two Sisters, The Last Stand (mit Arnold Schwarzenegger) oder einige der oben bereits genannten Filme.

 

Fazit: Packende Serienkiller-Hatz aus Südkorea! Sehr zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Angmareul boatda

 

Südkorea 2010

 

R: Kim Jee-woon

 

D: Byung-Hun Lee, San-Ha Oh, Min-Sik Choi

 

Laufzeit der deutschen DVD: 136:15 Min.

 

Neusichtung am: 17.04.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD (Black Edition) von Splendid Film vor = Uncut*, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Koreanisch mit u.a. deutschen Subs. * = Internationale Fassung. Die koreanische Fassung ist in Sachen Gewalt zensiert. Die deutsche Blu-Ray von Nameless Media (zumindest einige ihrer Auflagen, jedoch nicht alle) haben beide Fassungen an Bord. Da die Korea-Fassung aber Gewalt vermissen lässt, ist sie in meinen Augen uninteressant.

Samstag, 13. Mai 2023

The Holy Mountain

The Holy Mountain 

Story:

 

Ein Alchimist (Alejandro Jodorowsky) und ein bunt zusammengewürfelter Haufen von Personen sind auf ihrem fantasievollen Weg, um am Ende den heiligen Berg zu erreichen…

 

Meine Meinung:

 

Nachdem ich vor paar Monaten/Wochen El Topo aufgefrischt habe, war mir klar, dass auch die anderen Filme von Alejandro Jodorowsky mit Ausnahme von Santa Sangre das gleiche Schicksal teilen würden: dem Ausschluss aus meiner Film-Sammlung! The Holy Mountain ist zwar wie El Topo nicht uninteressant, aber einfach zu mühsames Kino. Für mich persönlich gab es zu wenige Highlights.

 

Der Film war, nicht zuletzt dank dem immensen Erfolg von El Topo in den USA und dem Zeitgeist-Faktor, der eine grosse Rolle spielte, ebenso ein grosser Erfolg. "Skandal" in Cannes hin oder her. Eine bessere Werbung kann es ja fast nicht geben. Den Plot von The Holy Mountain zu beschreiben, fällt schwer. Der Film hat definitiv einige herrlich coole, bizarre und verrückt-fantasievolle-Sequenzen. Kritik am (sozialen) System, Glaube/Religionen und Symbole aller Art sind Inhalte des Filmes.

 

Auf der anderen Seite gibt es auch Längen, uninteressante Szenen und Inhalte, die zum Fremdschämen einladen und/oder unfreiwillig komisch sind. Auch auf potenziellen Tier-Snuff müssen sich Zuschauer erneut einstellen. Das Ende des Filmes war seiner Zeit sicher voraus und sehenswert. Wie im Vorgänger schlüpft Alejandro Jodorowsky nicht nur auf den Regiestuhl, sondern auch wieder als Hauptdarsteller in den Film (nebst anderen Familienangehörigen wie z.B. Valerie Jodorowsky).

 

Alejandro Jodorowsky schrieb auch das Drehbuch, produzierte den Film, erstellte die Kostüme etc. Einige Szenen, Kostüme oder andere Inhalte (Krüppel und Behinderte) erinnern an El Topo. Meiner Meinung nach stand Alejandro Jodorowsky sicher auch unter Drogeneinfluss, als er den Film drehte und/oder das Drehbuch schrieb. Anders kann ich mir die vielen schrägen Inhalte nicht erklären. Das würde ja auch gut zur Zeit passen, dass mit Drogen experimentiert und Horizonte erweitert wurden (Nachtrag: Wiki gibt mir da als Quelle z.T. recht = in einigen Szenen wurden Drogen konsumiert, Pilze und LSD).

 

Fazit: Wer El Topo mochte, wird auch The Holy Mountain mögen! Wer gerne experimentelle Arthouse-Filme schaut, macht auch alles richtig! Für das Mainstream-Publikum definitiv nicht zu empfehlen, da einfach zu abgedreht!

 

Infos:

 

O: The Holy Mountain

 

Mexiko 1973

 

R: Alejandro Jodorowsky

 

D: Alejandro Jodorowsky, Horacio Salinas, Zamira Saunders, Juan Ferrara, Valerie Jodorowsky

 

Laufzeit der US-DVD: 115:24 Min.

 

Neusichtung am: 17.04.23

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Anchor Bay vor = Englischer Ton und englische Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es inzwischen von Bildstörung in Deutschland (als Der Heilige Berg) auf Blu-Ray.