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Dienstag, 14. August 2018

Cheap Killers Review

Cheap Killers

Story:

Die zwei Profikiller Sam Cool (Alex Fong Chung-Sun) und Yat Tiu (Sunny Chan Kam-Hung) geraten auf die Abschussliste ihres Bosses Doctrine King (Henry Fong Ping), dessen Flamme Ling (Kathy Chow Hoi-Mei) und Kings Männern (Mike Ian Lambert). Sie überleben – aber sind gezeichnet fürs Leben. Mit Hilfe eines aufrichtigen Polizisten (Stephen Fung Tak-Lun) wollen sie Doctrine King und Ling das Handwerk legen…

Meine Meinung:

Cheap Killers habe ich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen. Ich wusste kaum mehr was über den Film. Die Neusichtung bestätigt, dass der Film, obwohl nach 1995 gedreht (die besten HK Filme kamen vor 1995 was meinen Filmgeschmack der ehemaligen Kolonie angehen), mir auch heute noch gut gefällt.

Der Film besticht durch eine gesunde Portion Härte (Script von Wong Jing), genug Budget (erneut: dank Wong Jing) und durch seine optische Seite! Man sieht dem Film die Handschrift von Regisseur Clarence Fok jederzeit an. Er hat dem Film sein Stempel aufgedrückt – es gibt viel Zeitlupenaufnahmen, schicke Momente, die optisch, was Bilder und Soundtrack angehen, einfach wunderschön geworden sind. Das hat Clarence Fok einfach drauf, siehe andere Filme, die von ihm stammen (Dragon From Russia, Her Name is Cat, The H.K. Triad, Naked Killer).

Produzent Wong Jing und Regisseur Clarence Fok haben schon 1992 zusammengearbeitet und hatten mit dem CAT. III Film Naked Killer grossen Erfolg. Auch wenn Cheap Killers ein guter Film ist, so konnte Clarence Fok nicht mehr an seinen Naked Killer Erfolg anknüpfen. Clarence Fok, der seine Karriere auch bei den Shaw Brothers startete (Film On the Wrong Track mit Andy Lau), ist auch heute noch im Filmgeschäft tätig (Special ID mit Donnie Yen 2013).

Nebst Optik haben mir vor allem die derben Actionszenen (Shoot-Outs oder sonstige Waffen wie Messer etc.) und die aufwändigen Verknüpfungen (Flammenwerfer und Explosionen am Ende) diesbezüglich gut gefallen. Was die Figuren angehen, haben mir die Bösewichte klar besser gefallen als unsere Helden. Der Wandel von Kathy Chow hat mir sehr zugesagt, während Henry Fong Ping einen herrlich schmiereigenen Fiesling abgab. Ku Feng – Shaw Brothers Legende, ist in einer Nebenrolle zu sehen (er spiesst einen der Killer mit der Harpune auf) und Gweilo Bösewicht Mike Ian Lambert, den ich zuletzt in Black Mask gegen Jet Li kämpfen sah (der blonde Kämpfer am Ende, dem die Hand abgeschossen wird), überzeugt als brutaler Killer der sich an unserem Heldenduo rächt (auch inklusive Vergewaltigung – Mann an Mann Vergewaltigungen sind selten im Film – spontan kommen mir nur Beim Sterben ist jeder der Erste und der Shaw Brothers Film Frauen im Foltercamp in den Sinn).

Die «Guten» haben mir weniger zugesagt. Das ist ein Negativpunkt, auch wenn man mit anderen Filmen vergleicht, die Aufopferung und Männerfreundschaften angehen (Filme von Chang Cheh oder seinem Schüler John Woo). Zwar geht Cheap Killers in dieser Hinsicht noch weiter (in der Uncut gibt am Ende sogar noch einen Kuss von Alex Fong), doch den Figuren fehlt es an Charisma. Alex Fong geht noch, Sunny Chan wirkt da jedoch deutlich limitierter und seine Szenen als «kognitiv eingeschränkter» nerven genau so, wie es Dean Shek in A Better Tomorrow 2 getan hat. Stephen Fung hingegen fand ich okay. Aber im Vergleich zu älteren Stars wie Waise Lee, Leslie Cheung, Andy Lau oder Chow Yun-Fat, die in solchen Filmen auch gerne gecastet wurden, bleibt bei Alex Fong und Sunny Chan das Charisma auf der Strecke und auch wirkliche Sympathien fehlen – im Gegenteil: die Bösewichte sind die interessanteren Figuren.

Wer das 90er Jahre Hong Kong Kino mag, kann sich Cheap Killers durchaus ansehen ohne allzu sehr enttäuscht zu werden!

Infos:

O: Yue Doh Laai Yue Ying Hung

HK 1998

R: Clarence Fok

D: Alex Fong, Sunny Chan, Henry Fong, Kathy Chow, Mike Ian Lambert, Stephen Fung, Ku Feng

Laufzeit der China DVCD: 94:32 Min.

Gesehen am: / Review überarbeitet am: 30.05.18

Fassungen: Für die letzte Sichtung lag mir die einzige Uncut Fassung aus China vor vom Label New Inventer = Medium = eine DVCD = solide Bild- und Tonqualität, Mandarin Dubbed mit festen englischen Subs. Dafür halt Uncut = in 14 Szenen länger als alle anderen Fassungen, die um ca. zwei Minuten zensiert sind (Andeutungen der homosexuellen Neigungen der Hauptfiguren und Gewaltszenen). Die HK DVD von Universe behalte ich trotzdem. Die China DVCD war ein Geschenk von einer Internetbekanntschaft (musste nur 1.50 Euro Porto zahlen), da die Disc in den letzten 5 Min. fehlerhaft ist (stockendes Bild, Sprünge). Schade, denn Mandarin Dubbed hätte mich in diesem Fall nicht gestört. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2018).

Killer Workout Review

Killer Workout

Story:

In einem Aerobic Studio passieren mysteriöse Morde…

Meine Meinung:

Bei Killer Workout habe ich ausfolgenden Punkten zugeschlagen:

1. 80er Jahre US-Slasher (mag ich oft)
2. Inhalt soll Wendungen parat haben (stimmt auch)
3. Dt. Fassung geschnitten (ich hoffte daher, dass der Film blutige Morde beinhalten wird (na ja)
4. Resteverkauf der UK 88 Films Fassung auf einem CH Online Shop für ca. 10 Franken (Kino ist teurer bei uns)

Leider hat sich der Film nicht gelohnt. Durchschnittlicher Slasher, der nicht in der Sammlung bleiben wird. Gründe: der Film war dann doch relativ harmlos. Die wenigen Bluteffekte sind billig und die Tötungsszenen immer nach dem gleichen Muster. Der Film zu billig und die Figuren waren nicht wirklich sympathisch oder charismatisch. Zum Teil haben sie genervt (gerade was billige Schlägereien und Kampfszenen angehen die auch nicht zum Genre passen).

Ein weiteres Problem ist, dass sich der Film viel zu ernst nimmt. Dass der Film inhaltlich mehr bietet als andere Slasher ist korrekt, macht Killer Workout deshalb aber noch lange nicht sehenswert. Immerhin gibt es viele andere Slasher, die ebenso innovativ sind, was Inhalte angehen (z.B. Amok Train oder Silent Night Deadly Night).

Fazit: Daher nur hartgesotten Slasher-Fans zu empfehlen! An dieser Stelle empfehle ich den im ähnlichen Setting spielenden Death Spa! Der geht gut ab und bietet all das, was man in Killer Workout erfolglos sucht!

Infos:

O: Killer Workout

USA 1987

R: David A. Prior

D: Marcia Karr, David James Campbell, Ted Prior, Teresa Van der Woude, Fritz Matthews

Laufzeit der UK DVD: Ca. 85 Min.

Gesehen am: Ende Mai 2018

Fassungen: Lag mir als UK DVD von 88 Films vor (Resteverkauf auf CH Shop, war günstiger als ein Kinoeintritt). Solide Bild- und Tonqualität, keine englischen Subs, Uncut. In Deutschland zensiert auf VHS zu haben (Stand: Mai 2018). 

Flash Point Review

Flash Point

Story:

Polizist Jun (Donnie Yen) versucht das Leben seines Undercover Kollegen (Louis Koo) zu schützen, nachdem seine Tarnung aufgeflogen ist. Die Gangster (u.a. Collin Chou) haben es sich zur Aufgabe gemacht, den falschen «Kumpel in ihren Reihen» und dessen Umfeld zu eliminieren…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg von Sha Po Lang (2005) kamen Regisseur Wilson Yip und Star Donnie Yen in Dragon Tiger Gate (2006) und danach für Flash Point (2007) erneut zusammen. Spätere Filme sollten folgen (Ip Man 1-3).

Flash Point war für mich schon nach der Erstsichtung kein Kracher. Dieser Eindruck bestätigte sich auch beim wiederholten Male schauen. Trotzdem war auch Flash Point ein grosser Erfolg.

Schwach ist die Story, die mangelnde Action und Längen in den ersten ¾ des Filmes. Die Undercover Story ist nicht neu und bisschen 08/15 Kitsch und Dramatik gibt’s auch zu sehen. Kent Chengs Part ist diesbezüglich auch nicht der Rede wert. Am schlimmsten sind aber die Längen. Film wirkt deutlich länger als 87 Min.

Gut waren Donnie Yen (Mismatched Couples, Iron Monkey, Legend of the Wolf), Louis Koo (Paradox), Ray Lui (Bösewicht) und am meisten Freude hatte ich an Collin Chou (Hauptbösewicht). Ihn mag ich als Bösewicht (Drugs Fighters, Encounters of the Spooky Kind 2 oder The Bodyguard From Beijing) immer. Interessant ist auch, dass Collin Chou bereits in der Martial Arts Filmwelt gegen Donnie Yen antrat – und zwar in dem Low-Budget Streifen City of Darkness, in welchem sich beide ein spektakuläres Kampffinale liefern (und der Film ist besser als Flash Point).

Nebst den oben genannten Stars, der soliden Machart (genug Budget) des Filmes haben vor allem der Soundtrack und die Action im Finale gefallen, welche den Film retten, aus der Sammlung zu fliegen. Zwar gibt es auch zuvor 1-2 kürzere Actionszenen, die aber nicht wirklich spektakulär ausgefallen sind, sodass der Fan bis zum Ende warten muss, bis es wirklich knallt. Einige Duelle, Einstellungen und Musikuntermalungen erinnern ans Western Genre und genug Abwechslung ist auch vorhanden (Verfolgungsjagd, Shoot-Outs, Kämpfe, Stunts) in denen vor allem Donnie Yen und Collin Chou austeilen und einstecken – ein Genuss!

Trotzdem schafft es das lange Finale nicht, für die vielen Längen und lahmen Szenen am Anfang und Mittelteil zu entschuldigen. So gesehen ein nur durchschnittlicher Film, dem mehr Action durch die Story hindurch sehr gutgetan hätte! Die dramatischen Szenen nerven aber zum Glück weitaus weniger als in Paradox, Sha Po Lang und Co.!

Infos:

O: Dao Huo Xian

HK 2007

R: Wilson Yip

D: Donnie Yen, Louis Koo, Collin Chou, Ray Lui, Xing Yu, Fan Bingbing, Kent Cheng

Laufzeit der HK DVD: 87:03 Min.

Gesehen am: Oktober 2007 / 2. Sichtung 28.05.18

Fassungen: Mir lag die Code drei DVD aus HK von Deltamac vor = Schuber, sehr gute Bild- und Tonqualität (DTS Tonspur), O-Ton und englische Subs vorhanden, Uncut. In Deutschland Uncut in Deutsch/Kantonesisch mit deutschen Subs auf Blu-Ray zu haben (Label: EuroVideo).