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Samstag, 11. Juni 2022

New Police Story Review

New Police Story

Story:

 

Die HKer Polizei und Co. (Jackie Chan, Nicholas Tse, Charlene Choi, Yu Rong-Guang) bekämpft eine Gangster-Bande (Daniel Wu, Andy On Chi-Kit, Coco Chiang Yi, Hayama Hiro, Terence Yin Chi-Wai), die sich auf Raub und das Töten von Polizisten spezialisiert hat…

 

Meine Meinung:

 

Was Filmebewertungen angehen, gerade bei HK Filmen ab 2000, bin ich strenger geworden. So erstaunt es mich nicht, dass New Police Story, der 5. Teil der Police Story Reihe, aus der Sammlung fliegt. Ich zählte in allem drei gute Szenen in 122 Minuten: die Bar-Kämpfe, die Szene mit dem Doppeldecker-Bus (war wirklich cool) und der Kampf im Finale (Lego-Land). Das war es dann aber leider auch schon.

 

Das grösste Hauptproblem des Filmes: die zu übertriebenen, zu dramatischen, zu kitschigen melodramatischen Sequenzen auf Soap-Opera Niveau. Zum Kotzen. Ich musste mehrfach spulen. Der Film fängt da bereits negativ an (Jackie Chan, der Alkoholiker) und es gibt noch etliche solche Szenen. So was will ich in einem Jackie Chan (Police Story, Police Story 2, Police Story 3, First Strike) Action-Film nicht sehen.

 

Der Film wirkt zudem zu kommerziell d.h. wie ein 08/15 US-Actionfilm. Leider kann das Benny Chan (Raging Fire) gut und zu der Zeit hat er einige solche Filme rausgehauen (Invisible Target, Rob-B-Hood, Connected, City Under Siege, Shaolin). Da war es klar, dass man einen solchen Namen holt, der dazumal erfolgreich war. Und Jackie Chan hat die Fans noch immer ins Kino gelockt.

 

Leider können die meisten Action- und Stunt-Szenen im Film nur wenig überzeugen. Spektakel sieht anders aus. Kampfszenen gibt es fast keine. Dafür versucht der Film, nebst Dramatik, auch Härter als die Vorgänger zu sein. D.h. hier und da gibt es Tote oder blutige Shoot-Outs (wobei nicht auf dem Niveau und Ausmass wie zum früheren HK-Kino). Die Musik war leider billig.

 

Der Plot ist schwach, die Beweggründe werden kaum erläutert und interessieren aber auch nicht, da die Dramatik höllisch nervt und die Figurenzeichnung durch die Bank schlecht ist. Jackie Chan wirkt alt, Nicholas Tse (Dragon Tiger Gate) nervt total, Charlene Choi sieht magersüchtig aus, Ken Los (The Holy Virgin Versus the Evil Dead) Part ist einmal mehr Potenzialverschwendung und die Bösewichte waren schwach, lächerlich, nervend und unglaubwürdig. Nur Yu Rong-Guang (Project S, My Father Is a Hero) war ok und der Gastauftritt von John Shum (Pedicab Driver, Police Assassins) gilt es zu würdigen!

 

Wer Actionfilme aus Hollywood mag, kann einen Blick riskieren (Jackie Chan Fans schauen den sowieso), aber mit dem alten HK-Kino hat New Police Story wenig zu tun...

 

Gefolgt von: Police Story 2013

 

Infos:

 

O: San Ging Chaat Goo Si

 

HK 2004

 

R: Benny Chan

 

D: Jackie Chan, Nicholas Tse, Daniel Wu, Charlene Choi, Andy On Chi-Kit, Yu Rong-Guang, Hayama Hiro, Terence Yin Chi-Wai, Charlie Yeung, Dave Wong Kit, Ken Lo, John Shum

 

Laufzeit der HK-DVD: 122:41 Min.

 

Neusichtung am: 09.05.22

 

Fassungen: Mir lag die Limited Edition aus HK vor (DVD von Joy Sales) in Spezial-Verpackung als Doppel DVD mit Gimmicks = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Ist in Deutschland von 3L auf Blu-Ray raus (Uncut in Deutsch/Kantonesisch mit deutschen Subs).

Freitag, 10. Juni 2022

The Tenant Review

The Tenant

Story:

 

Trelkovsky (Roman Polaski) nistet sich in einem Pariser Wohnungsblock ein. Das neue Apartment, welches er bewohnt, hat eine böse Vergangenheit: Simone Choule (Dominique Poulange) bewohnte dies, sprang in suizidaler Absicht aus dem Fenster und liegt nun schwer verletzt im Spital. Dort trifft Trelkovsky auf Choules Freundin Stella (Isabelle Adjani). Sie freunden sich an. Während Choule inzwischen verstorben ist, ereignen sich in dem Wohnblock und Apartment mysteriöse Vorkommnisse…

 

Meine Meinung:

 

Nach Ekel hiess es für mich, einen Schlussstrich über die filmischen Werke von Roman Polanski zu legen, auch wenn mir z.T. Tanz der Vampire oder Die Neun Pforten gefallen haben. The Tenant gehört mit Ekel und Rosemaries Baby zu Polanskis «Apartment» Trilogie. Die Filme erzählen unzusammenhängende Geschichten mit unterschiedlichen Figuren, aber das Hauptprinzip ist gleich: Apartment, Verschmelzung von Realität und Fantasie und Wahnsinn, der die Figuren trifft und leiden lässt.

 

The Tenant war ein Gratis-Geschenk, nur deshalb guckte ich mir den Film an. The Tenant war zwar nicht so schlecht wie Ekel, aber hat mir, vor allem aufgrund der schwachen 2. Film-Hälfte, nicht gefallen. Roman Polanski führt einmal mehr Regie und spielt die Hauptrolle. Leider war ich von seinem Schauspiel, vor allem jenes in der 2. Filmhälfte, nicht angetan.

 

Sein Schauspiel wirkte auf mich lächerlich und peinlich. Die Paranoia wirkte in meinen Augen nie glaubhaft. Und wenn ich Männer in Frauenkleider sehen möchte, gucke ich mir Mondos an. Das Ende fand ich unfreiwillig komisch und hat mich an den Prince of the Sun Fenster-Sturz Running Gag erinnert. Die Entwicklung ist schade, denn gerade die 1. Filmhälfte war doch recht gut, packend und sogar leicht spannend/mysteriös/gruselig.

 

Es gab vereinzelte Highlights wie: es wird gepafft das sich die Balken biegen, Polanski verteilt Ohrfeigen an Kinder (immerhin missbraucht er sie nicht), es gibt eine schöne Bruce Lee Hommage, die Kirchen-Szene war sehr stimmungsvoll (fast die beste Szene des Filmes) und mit Isabelle Adjani als Stella ist eine wunderschöne Frau mit an Bord (motiviert, sich bald Die Bartholomäusnacht anzusehen!).

 

Fazit: Leicht besser als Ekel, aber beide lohnen in meinen Augen nicht. Andere Filme mit ähnlichen Inhalten waren besser darin, stimmungsvolles Kino zu erzeugen (The Sentinel, USA 1977).  Bleibt also nur Rosemaries Baby aus "der Trilogie", den ich empfehlen kann…

 

Infos:

 

O: Le Locataire

 

Frankreich 1976

 

R: Roman Polanski

 

D: Roman Polanski, Dominique Poulange, Isabelle Adjani, Melvyn Douglas, Jo Van Fleet, Bernard Fresson

 

Laufzeit der südkoreanischen DVD: Ca. 125 Min.

 

Gesehen am: 09.05.22

 

Fassungen: Mir lag die südkoreanische DVD von Yejung Media vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, viele Sprachen und Untertitel-Optionen auch Bord. Nebst Englisch auch Deutsch. Die deutsche Synchronisation ist erstklassig geworden wie das zu damaligen Zeiten der Fall war. Gibt es in Deutschland von Paramount auf DVD, in den USA ist bereits eine Blu-Ray raus.

Donnerstag, 9. Juni 2022

Revenge of Lady Fighter Review


Revenge of Lady Fighter

Story:

 

Banditen überfallen ein Dorf. Die Anwohner haben Angst. Plötzlich taucht ein Fremder auf, der ihnen Kampflüste lehrt, um sich gegen die Banditen verteidigen zu können. Doch als mehrere der Banditen beim Überfall zu Tode kommen, eskaliert die Situation…

 

Meine Meinung:

 

Revenge of Lady Fighter aka Revenge of the Lady Fighter (der On-Screen Titel) ist ein solider Kung Fu Film aus den Philippinen aus dem Jahr 1973. Der Film hat seine Vorbilder gut kopiert und hat mir, vor allem dank der zweiten Filmhälfte (so ab der 30. Minute) gut gefallen. Der Film startet mit einer Kampfszene und präsentiert dem Fan «Lady Fighter» Virginia Aristorenas.

 

Letztere scheint dazumal im philippinischen Kino recht populär gewesen zu sein. Immerhin spielt sie in scheinbar vielen Helden- und Kampffilmen mit. Einige haben amüsante Titel Batwoman and Robin Meet the Queen of the Vampires. Ihr Ehemann führte Regie, sie spielte mit. Der Star aus Filmen wie Batwoman and Robin oder The Eagle's Claw. Die Kampf-Szenen haben mir gefallen und schon fühlte ich mich gefesselt. Nach dem Beginn und Vorspann kommen dann lahme 20-25 Minuten auf den Zuschauer zu. Da schwächelt der Film leicht.

 

Warum? Virginia Aristorenas tritt in den Hintergrund und kämpft nicht. Es wird Plot und Verlauf erzählt (Banditenüberfall, Fremder, der die Anwohner in Kung Fu unterrichtet etc.) und es hat zwei Figuren, die mit ihrem (tuntigen) Humor für kaum aushaltbares Overacting sorgen. Klamauk der doofsten Sorte. Übersteht man diese 20-25 Min., wird der Film ab der 30. Minute besser.

 

Virginia Aristorenas tritt in Erscheinung. Sie trainiert und geht danach auf Rache-Feldzug. Sie macht dabei eine gute Figur. Hatte die 1. Filmhälfte teilweise Seven Samurai und Western Vibes, so erinnert die 2. Filmhälfte ans japanische Kino à la Sister Street Fighter. Die Kampfszenen waren ein Mix aus Kung Fu und Karate/Judo. Mir gefiel es.

 

Fazit: Für ein Martial Arts Film aus den Philippinen wurde ich positiv überrascht! Filme mit Virginia Aristorenas werde ich mir Mal im Hinterkopf notieren, was es da ggf. noch mehr zu entdecken gibt…

 

Infos:

 

O: Buhawi

 

Philippinen 1973

 

R: Jun Aristorenas

 

D: Virginia Aristorenas, Fred Galang, Rolando Gonzales, Teroy de Guzman, Ernie Ortega

 

Laufzeit der libanesischen VHS: 87:13 Min.

 

Gesehen am: 09.05.22

 

Fassungen: Mir lag das Englisch Dubbed VHS aus de Libanon von SiVC (Sabbah International Video Copr.) vor = Vollbild, Englischer Ton, arabische (?) Subs. Solide Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Mai 2022).