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Sonntag, 8. Juni 2025

Figures from Earth

 

Figures From Earth

Story:

Zwei ehemalige Beamte und Geisterjäger (Chun Wong, Liu Kai-Chi) aus der Vergangenheit (China) erwachen im modernen Hong Kong zu neuem Leben (Als Statuen), um den weiblichen Vampir (Eliza Yue Chi-Wai) zu finden, der aktuell für Angst und Schrecken sorgt. Die zwei Beamten werden von der lieblichen Jackie (May Hoh Mei-Ting) unterstützt…

Meine Meinung:

Filme mit Zeitreisen waren in der Zeit angesagt. Ich weiss nicht, welcher Film auschlaggebend war. Vielleicht Iceman Cometh mit Yuen Biao und Maggie Cheung? Ich weiss es nicht. Auf jeden Fall gab es mehrere Filme mit Ghost-Setting, die auch in diese Kategorie passen und die zuerst im klassischen, alten China spielten, ehe der Plot in der Gegenwart zu Ende erzählt wird (An Eternal Combat, Rouge, Hero from Beyond the Boundary of Time). Figures From Earth gehört auch in diese Kategorie.

Figures From Earth von Chun Wong (Escape from Coral Cove), der auch eine der Hauptrollen spielt, ist dabei kein Must See oder Must Have Titel. Der Film ist solider Durchschnitt. Etwas für Fans, welche auch kleine, unabhängige, unbekanntere Titel schauen, da sie die grösseren, bekannten Titel schon fast alle durchhaben. Da gibt es noch etliche Perlen, aber eben auch etliche durchschnittliche (Low-Budget) Filme zu entdecken. In die Sparte zähle ich Figures From Earth, der auch oft als A Chinese Ghost Story Parodie betitelt wird.

Der Plot ist 08/15 und wenig überraschend. Die erste Hälfte des Filmes, in der auch Stanley Fung (Ghost in Me, The Owl vs Bombo, The Inspector Wear Skirts II) mitmischt (ihn hätte ich aufgrund der langen Haare und des Bartes kaum erkannt), war die bessere Hälfte des Filmes und gefiel mir gut. Stimmungsvolle Fantasy mit einigen Action- und Ghost-Momenten, coolen Vampir-Fratzen und krudem, ekligem Humor (Eiter). Später wechselt der Film ins moderne Hong Kong. Der Wechsel des Filmes sorgt zunächst für die schwächsten Szenen des Filmes.

Die Szenen im Mittelteil sind teilweise relativ lahm und unspektakulär. Der Humor war weniger mein Fall und Action- und Fantasy-Momente geraten leider erstmal (oder bis zum Finale) in den Hintergrund. Die Musik scheint oft aus westlichen Filmen zu stammen, glaube sogar aus bekannten Horrorfilmen aus den USA. Ich konnte diese beim Schauen aber nicht zuordnen. May Hoh Mei-Ting, die 1990 auch im unbekannten HK-Horrorfilm Encounter with Hell mitwirkte, hat mir gut gefallen. Besser als unsere zwei Helden.

Eliza Yue Chi-Wai (Widow Warriors) als Vampirin war solide. Alex Man (Misfire) bekommt weniger Screentime als Stanley Fung. Alex Man kommt fast nur im letzten Viertel vor. Gegen Ende und im Finale wird der Film zwar wieder besser, da mehr Action und Fantasy-Elemente (und paar herrlich übertriebene Szenen mit Erbrochenem à la Der Exorzist), aber leider ist der Spuk dann auch deutlich schneller vorbei, als erwartet. Da hätte eine Umverteilung (mehr Action, mehr Fantasy-Szenen) im Mittelteil den Film sehenswerter gemacht und qualitativ aufgewertet.

Fazit: Solider Durchschnitt, aber kein Must Have Titel!

Infos:

O: Chut Si Kei Bing

HK 1990

R: Chun Wong

D: Chun Wong, Liu Kai-Chi, May Hoh Mei-Ting, Eliza Yue Chi-Wai, Stanley Fung, Alex Man

Laufzeit der HK-LD: Ca. 93 Min.

Gesehen am: Jan. 2016 / 2. Sichtung: 19.03.25

Fassungen: Die Erstsichtung erfolgte damals als VHS aus Taiwan. Die war natürlich nicht im Originalton Kantonesisch, sondern Dubbed in Mandarin. Mit englischen Subs. Für die 2. Sichtung lag mir nun erstmals eine Fassung im Originalton vor = die HK-Laserdisc von Ocean Shores. Diese hat auch englische Subs und der Film ist Uncut. Die VHS habe ich inzwischen nach London verkauft (habe mir davon noch eine MP4 Kopie angefertigt). Die Bildqualität der Laserdisc ist gut bis mässig (Nachtszenen = zu dunkel). Es gibt mind. noch eine VCD und VHS von Ocean Shores. Eine DVD scheint es nicht zu geben. Von einer Blu-Ray und/oder einer deutschen Version sprechen wir erst gar nicht (Stand: März 2025).

Samstag, 7. Juni 2025

Zurflüh's Bahnhöfli

Adresse: Alte Bernstrasse 125, 3613 Steffisburg

 

 

Um eine Arbeitskollegin würdevoll zu verabschieden, habe ich sie ins oben genannte Restaurant eingeladen. Mit ihr war ich schon vor zwei Jahren in dem Restaurant (Wild-Season 2023). Damals besuchten wir das Zurflüh's Bahnhöfli zum ersten Mal und es war ein absoluter Traum. Daher freute ich mich, dass Restaurant, welches ich auch 2024 erneut zur Wild-Season besuchen sollte, abseits der Wild-Season erleben zu dürfen. Das Wetter war schlecht und ich hatte nur einen halben Tag frei. In den letzten Wochen habe ich gefühlt kaum gearbeitet, dafür arbeitete ich aktuell in dieser Woche sehr viel. Ich hatte bis am Montagmorgen Nachtdienst und dann nur am besagten Montag Frei d.h. ab Dienstag sollten wieder vier Nächte folgen. Praktisch heisst das, dass ich nur am Montagnachmittag wirklich Frei habe, da ich bis am Mittag geschlafen habe.

Ich guckte mir Serien an (aktuell sind die Stromberg Staffeln dran) und ging am Nachmittag, noch bevor Regen einsetzen sollte, etwas früher als abgemacht, Richtung Restaurant. Dabei hatte ich eine neue Buchlektüre, die ich vom Kollegen geliehen bekommen habe: Green River Rising. Das begann ich in den zwei Nächten vor dem Restaurantbesuch zu lesen. Der Regen hielt sich zurück und der Restaurantbesuch sollte nun für längere Zeit der letzte werden. Dafür sollte sich das Zurflüh's Bahnhöfli perfekt eignen. Wir hatten auf 18.05 Uhr reserviert und zu dem Zeitpunkt war das Restaurant noch nicht voll. Wir waren sicherlich einige der jüngeren Gäste. Die Speisekarte hatte ich schon studiert, dennoch musste ich mich zwischen zwei Menus entscheiden. Schlussendlich bestellte ich …

 

 

…als Vorspeise

Bärlauchschaumsuppe begleitet von Bärlauchgnocchi

17.00 CHF

 

…als Hauptgang

Rindsfilet Sauce Bernaise

Gemüsegarniture

Pommes frites

60 CHF

 

…als Dessert

Gebrannte Crème mit Rahm

13.00 CHF

 

 

Was den Hauptgang anging, musste ich mich zwischen den Entrecôte und dem Rindsfilet entscheiden. Für die Zukunft würde mich auch das Chateaubriand interessieren. Ich fragte den Kellner (es handelt sich um einen Familienbetrieb) und er empfahl mir das Filet. So bestellte ich dieses. Die Kollegin nahm hingegen das Entrecôte, von welchem ich auch probieren durfte. Das werde ich definitiv das nächste Mal bestellen. Das war super lecker. Vor allem mit der Sauce! Die Vorspeise war extrem fein. Die Bärlauchschaumsuppe war ein Traum. Heiss, schmackhaft und mit ca. 3-4 kleinen Bärlauchgnocchi versehen. Toller Start in einen schönen Abend. Der Hauptgang war, wie erwartet, auch hervorragend. Das Fleisch war sehr zart. Ich nahm es Medium gebraten. Beim Dessert bleib ich der grandiosen gebrannten Crème treu, welche ich schon in den letzten zwei Jahren dort genossen habe. Ein kulinarischer Traum.

 


Fazit:


 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend













Freitag, 6. Juni 2025

The Fish with the Eyes of Gold

The Fish with the Eyes of Gold

Story:

Engländer Derek (Wal Davis) macht in Spanien Urlaub. Dort wird er in eine mysteriöse Mordserie verwickelt…

Meine Meinung:

The Fish with the Eyes of Gold ist ein durchschnittlicher Giallo aus Spanien. Der Film liess sich, was das Tiermotiv und die Tier-Symbolik angehen, von den Dario Argento Gialli The Bird with the Crystal Plumage, Cat O’Nine Tails sowie Four Flies on Grey Velvet beeinflussen. Diese drei Filme von Dario Argento sind als dessen «Animal Trilogy» bekannt. Laut Ángel Sala, dem Direktor des spanischen Genre-Filmfestivals in Sitges, waren die drei Filme von Dario Argento in Spanien, nicht nur bei Gialli-Fans, ein Riesen-Erfolg. Die Fisch-Symbolik in The Fish with the Eyes of Gold in unverkennbar.

Das mögliche Motiv, mindestens eine Rückblende, die einen Mord, einen kleinen Jungen, der diesen beobachtet und auch Fische zeigt, lassen erste Hinweise auf die Täterschaft zu. Es gibt einige Verdächtige. Die Frauen sehen meist gut aus (Montserrat Prous und Co.) und werden in regelmässigen Abständen zu Opfern des unbekannten Killers. Die Mädels um Ada Tauler (The Other Side of the Mirror, Voodoo Passion), Montserrat Prous (The Return of Ringo, Der Exorzist und die Kindhexe, The Sinister Eyes of Dr. Orloff) oder Norma Kastel (Vengeance of the Zombies) spielen das auch besser als der männliche Lead.

Der Film ist eher harmlos. Viel Blut gibt es nicht zu sehen, viele der Morde passieren im off-screen. Die Musik ist ok, aber nichts was in Erinnerung bleibt. Der Plot ist, wie im Genre gehabt, nichts Neues. Der Lead ist bei den Morden fast immer dabei, wird aber ohnmächtig und wacht mehr als einmal neben einer Leiche auf, was ihn auch zu einem der Verdächtigen werden lässt. Der im Film als Engländer dargestellte Mann wird vom mir unbekannten Wal Davis (A Virgin Among the Living Dead) gespielt. Eine mässige Leistung, die zudem mit viel unfreiwilliger Komik durchzogen ist. Eine Figur, die ich so nicht ernst nehmen kann.

Fazit: Durchschnittlicher Giallo.

Infos:

O: El pez de los ojos de oro

Spanien 1974

R: Pedro L. Ramírez

D: Wal Davis, Barta Barri, Ada Tauler, Susana Taber, Montserrat Prous, Norma Kastel, Rex Martín, Richard Kolin

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 84 Min.

Gesehen am: 13.03.25

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Vinegar Syndrome vor = via Spanish Bloodbath Collection gesehen (drei Filme in einem Set) in Spanisch mit englischen Subs, mit Schuber, mit Wendecover, mit englischen Subs, Uncut und in einer absolut hervorragenden Bild- und Tonqualität. Als Extras kommt der Direktor des Filmfestivals aus Sitges zu Wort. Er erzählt über den Film und den Erfolg der Dario Argento Gialli in Spanien und in einem 2. Extra empfiehlt er fünf spanische Gialli. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2025).