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Montag, 25. Februar 2019

Update

Neue Reviews

 

- Legend of the Mountain

- Blood Lust (überarbeitet)

- The Inferno

- Aggression Scale

- Sweet Home

Sweet Home Review

Sweet Home

Story:

Eine TV Crew dreht eine Dokumentation über einen berühmten Maler. Dazu suchen sie dessen ehemaliges Anwesen auf und kommen einem tödlichen Geheimnis auf die Spur…

Meine Meinung:

Mix aus japanischen Horrorelementen, The Amityville Horror, House, diversen Slashern/Backwood-Filmen und Poltergeist. Und wer Vergleiche zum NES Spiel mit dem gleichnamigen Titel Sweet Home erkennt, erkennt richtig: Film und Videospiel (von Capcom) wurden zeitlich veröffentlicht.

Bei Sweet Home handelt es sich um einen japanischen Horrorfilm und um einen richtigen Leckerbissen sprich Highlight sprich Kracher! Leider ist der Film selten, viel zu wenig bekannt und ausserhalb Japans offiziell nie veröffentlicht worden, so dass Sweet Home nicht die Anerkennung findet, die er verdient.

Der Film hebt sich dank wunderschönen Kameraeinstellungen und ein Gespür für das perfekte Timing, was das Zusammenspiel von Kamera und Soundtrack angehen, von US-Slashern ab. Bietet in dieser Hinsicht einen Mehrwert. Teilweise erinnert der Film rein vom fantastischen Inhalt her, auch an Ital. Klassiker von Dario Argento.

Der Inhalt ist zwar dünn, doch das ist nicht negativ (in einem Slasher / Spukhaus Setting erwarte ich auch nicht eine sonderlich tiefgründige Story). Die mir unbekannten Darsteller machen allesamt einen guten Job – so auch der dazumal noch relativ unbekannte Regisseur Kiyoshi Kurosawa, der später einige bekannte und erfolgreiche Filme drehen sollte – so. z.B. 1997 Cure und spätere Werke wie Before We Vanish (war am NIFFF 2018 zu sehen), Creepy (war am NIFFF 2017 zu sehen) oder Pulse (im Original: Kairo).

Im Gegensatz zu seinen späteren Werken erzeugt der Film nicht nur durch Settings, Kameraeinstellungen und stimmungsvollen Bilder Grusel und Angst, sondern man setzt auch auf spektakuläre Spezialeffekte. Für diese holte man sich den Amerikaner Dick Smith an Bord, der u.a. die Effekte für Filme wie Der Exorzist, Scanners oder The Sentinel inszenierte. Mit ihm war ein absoluter Fachmann an Bord, was man den aufwändigen Effekten (vor allem das Finale, typisch in seiner Grösse und Wucht, japanisches Kino halt) zu jeder Sekunde ansieht. Der Film ist kein Splatterfest, aber auf 2-3 tolle Momente darf sich der Fan durchaus freuen (und die Kreation im Finale toppt dann nochmal fast alles zuvor Gezeigte).

Fazit: Fans von japanischen Horrorfilmen absolut zu empfehlen!

Infos:

O: Suwîto hômu

Japan 1989

R: Kiyoshi Kurosawa

D: Jûzô Itami, Nobuko Miyamoto, Nokko, Shingo Yamashiro, Tsutomu Yamazaki

Laufzeit der jap. LD: Ca. 101 Min.

Gesehen am: 04.01.19

Fassungen: Mir lag die jap. LD von Toho vor = Uncut, japanischer O-Ton, keine Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Der Film ist offiziell nie ausserhalb Japans veröffentlicht worden. Es gibt daher keine legalen Fassungen mit englischen Subs (Stand: Jan. 2019). Eine dt. Vö gibt es natürlich auch nicht (Stand: Jan. 2019). Die LD ist sehr teuer (175 USD bis über 200 USD). Ich habe 175 USD gezahlt. Auch das jap. VHS ist nicht günstig (ab 100 USD).

Aggression Scale Review

Aggression Scale

Story:

Gangster (u.a. Dana Ashbrook) sind im Auftrag ihres Bosses (Ray Wise) hinter gestohlenem Geld her. Dieses findet sich bei einer Familie – beide Eltern werden getötet und die Kinder flüchten. Sohn Owen (Ryan Hartwig), autistische veranlagt und mit Hang zu Gewaltausbrüchen, macht es sich zur Aufgabe, seine ältere Schwester zu beschützen und die Gangster zu töten…

Meine Meinung:

Aggression Scale beginnt gut (schönes Intro, optisch vielversprechend und mit cooler Mucke unterlegt) und als noch Ray Wise (bekannt aus Twin Peaks) als Bösewicht auftaucht, ist die Freude gross! Doch der Film ist leider ein ziemliches Ärgernis geworden…

Der Reihe nach: Ray Wise hat nur zwei Szenen abbekommen. Da sollte man nicht zu viel erwarten. Mehr Szenen bekommt sein Co-Partner aus alten Twin Peaks Zeiten, Dana Ashbrook, ab. Er spielt eine der Hauptrollen. Er war noch der beste im ganzen Film. Das Hauptproblem: die Geschichte. Diese ist schlicht und einfach unglaubwürdig. Da sind Profi-Killer, jahrelang im Geschäft und erfahren, und lassen sich von einem Jugendlichen Autisten der MacGyver Fallen baut, an der Nase rumtanzen? Echt jetzt?

Dazu kommt, dass einem die Figuren, vor allem die Familie, absolut egal sind. Im Gegenteil: sie nerven und werden dem Zuschauer nicht nähergebracht bzw. oder nur so, dass nervende 08/15 Klischees zum Tragen kommen (die Kids sind natürlich Problemfälle). Das Ende gefiel auch nicht und hier und da blutige Action sorgen allein nicht dafür, dass der Film lohnt, geschaut zu werden. Wenn ein Film realistisch wirken will, sollte der Inhalt auch realistisch sein. Die Ernsthaftigkeit kommt dem Film nicht gut zu stehen.

Story-Elemente die schwachsinnig sind (Killer, die nie Masken tragen, die ggf. von Kameras gefilmt werden bei ihren Taten, die jedes Opfer mit Polaroid Kamera fotografieren = prima Beweise für Dritte, welche gegen die Killer verwendet werden können) und noch schwachsinnigere Dialoge sorgen für Trash-Elemente die nicht wirklich zum Film passen.

Fazit: Hat mir nicht gefallen – kann daher keine Empfehlung aussprechen!

Infos:

O: The Aggression Scale

USA 2012

R: Steven C. Miller

D: Dana Ashbrook, Ray Wise, Ryan Hartwig, Fabianne Therese, Derek Mears

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 85:16 Min.

Gesehen am: 04.01.18

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Sunfilm vor = Wendecover, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch ohne Subs (auch wenn auf dem Cover angegeben).