Dieses Blog durchsuchen

Donnerstag, 15. Oktober 2026

Frontier(s)

 
Horroktober 2026

Frontier(s)

Story:

Nach einem Raub fliehen die Gangster (Karina Testa, Aurélien Wiik, David Saracino, Chems Dahmani) aus Paris aufs Land. Doch dort erwartet sie das Grauen…

Meine Meinung:

Frontier(s) ist ein Film, der zur Terrorfilmwelle um Titel wie High Tension, Martyrs oder Inside veröffentlicht wurde. Xavier Gens und mit Hilfe einer Schweizer Geldgeber-Firma mit Sitz in Genf (daher eine Französisch-Schweizerische Co.-Produktion) gelang damit ein kommerzieller Erfolg. Der Film schlug ein wie eine Bombe, lief erfolgreich auf Filmfestivals und wurde in damaligen Filmforen und im Internet gut vermarktet. Xavier Gens blieb danach dem Horrorgenre (Episode für The ABCs of Death sowie The Crucifixion) treu. Von oben genannten französischen Genre-Filmen überzeugen mich aktuell leider nur noch High Tension sowie Inside.

Frontier(s) hat die Neusichtung nicht bestanden und fliegt, wie schon in der Vergangenheit Martyrs, aus meiner Filmsammlung. Schlecht ist der Film nicht, aber auch nicht wirklich toll oder originell. Das Gezeigte ist zwar zum Teil hübsch brutal und per se nicht langweilig, aber es wird auch nichts Neues geboten, eine echte Spannung ist zu keinem Zeitpunkt vorhanden und die Figuren im Film haben mich alle total kalt gelassen. Und leider war gerade die böse Familie sehr klischeehaft und fast schon peinlich sowie unfreiwillig komisch dargestellt worden (Nazi-Klischee). Das war ein grosser Punkt, der mich bei dieser Neusichtung störte. Zudem verliert der Film am Anfang zu viel Zeit mit Belanglosigkeiten.

Abgesehen davon ist der Film technisch sauber inszeniert. Die eine Szene, in der sich zwei der Gangster durch einen engen Höhlengang mühen, wirkte sehr klaustrophobisch und hatte schon fast The Descent Vibes. Ab der 2. Filmhälfte nimmt das Tempo, die harte Action und der Gore zu. Dennoch nahm ich auch hier selten wahre Freunden wahr. Der eine Kopfschuss (Kopf der förmlich explodiert) im Lift brachte mich zum Schmunzeln, aber sonst? Die Shoot-Outs wirkten zudem etwas unpassend für das Backwood-Genre. Abgesehen davon hat Xavier Gens die grossen Vorbilder (Blutgericht in Texas und Co.) genau studiert und dies mehr oder weniger gekonnt in sein Werk einfliessen lassen.

Fazit: Auch wenn persönlich nicht mehr mein Fall, früher sprach halt der Splatterfan in mir, können speziell Horrorfans dennoch einen Blick riskieren!

Infos:

O: Frontière(s)

Frankreich, Schweiz 2007

R: Xavier Gens

D: Karina Testa, Aurélien Wiik, David Saracino, Jean-Pierre Jorris, Chems Dahmani, Samuel Le Bihan, Estelle Lefébure, Joël Lefrançois

Laufzeit der US-DVD: 108:07 Min.

Gesehen am: Mai 2008 / Neusichtung am: Okt. 2026

Fassungen: Mir lag die von Xavier Gens am NIFFF signierte US-DVD von Lions Gate vor = Schuber, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität, Uncut. Von Nameless / EYK in Deutschland Uncut auf Blu-Ray zu haben.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen