The Chosen
Inhalt:
«Restaurant manager Vera Abbot has come to The Inn to embark on the job of her dreams. But from the day she arrives, her dream turns into a harrowing nightmare. She hears strange footsteps, sees faceless figures in the dead of night…and is tormented by erotic dreams in which a hideous stranger makes love to her.
The past never dies. It only sleeps, waiting to unleash a new cycle of bloodshed and terror. For The Inn is a breeding ground for unspeakable atrocities. And now the time has come for Vera to be initiated into its secret world of depravity and horror—whether she wants to or not!»
Meine Meinung:
The Chosen ist ein Roman von Edward Lee (Brain Cheese Buffet, Goon, Teratologist), der ursprünglich schon 1993 erschienen ist und später von Necro Publications neu aufgelegt wurde. Ich las den Roman in der Vergangenheit schon einmal, wusste aber nichts mehr. Als ich neu zu lesen begann, erwartete ich eine Geistergeschichte. Doch schnell waren auch mögliche Rednecks und Backwood-Themen, die Edward Lee liebt, ein Thema. Und dennoch geht der Plot am Ende in eine total andere Richtung. Diese Ungewissheit macht das Lesen spannend und fesselnd. Es laufen quasi parallel drei Sub-Plots ab, die aber zusammengehören und sich am Ende vereinen.
Ich fand The Chosen kurzweilig, unterhaltsam und abwechslungsreich. Ich würde den Roman zwar nicht zu den besten Werken von Edward Lee zählen, dennoch ist das solide Genre-Kost. Eine gewisse Spannung war gegeben, denn ich wollte wissen, warum Vera und ihre Co-Worker von Feldspar abgeworben worden sind und was dessen Motive sind. Dass da nicht alles koscher zu und her geht, daraus wird kein Geheimnis gemacht. Aber nicht warum. Und das reichte für mich aus, um gut unterhaltsam zu werden. Es ist anspruchslose Kost, immer mit einem Schmunzeln auf den Lippen, immer mit einer hier und da fiesen, amüsanten oder schmuddeligen und sleazigen Szene.
Der Plot wird langsam erzählt und trotz einigen derben Momenten, die Sex und Gewalt vermischen, geht es im Vergleich zu anderen Edward Lee Werken als Gesamtwerk, doch zahmer und harmloser zu. Die Figuren sind natürlich vor allem Klischees, erfüllen aber ihren Zweck. Ich mochte Vera, Kyle und Feldspar. Von Paul bekommt der Leser am wenigsten mit. Da hätte ich mir hier und da etwas mehr Szenen gewünscht. Und gegen Ende ging dann alles fast etwas zu schnell, Schlag auf Schlag. Etwas, was in vielen Edward Lee Romanen der Fall ist. Dennoch ist eine Spannung gegeben. Wird es ein Happy End geben oder nicht? Weil auch das ist bei Lee nicht immer der Fall…
Fazit: Solide Arbeit von Edward Lee!
Infos:
In Deutschland erschienen: Nein
Sprache: Englisch
Verlag: Necro Publications
Anzahl Seiten: 287
Roman/Sachbuch: Roman
Art: Paperback
Autor: Edward Lee
Erschienen: 2012 (Originally Nov. 1993)

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