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Montag, 2. November 2026

Wild Nr. 87 (Restaurant Muggenbühl)

 



Adresse: Muggenbühlstrasse 15, 8038 Zürich

 


Nachdem ich nachts spät schlafen ging (nach 01.38 Uhr), versuchte ich heute lange zu schlafen. Ich wollte mich schon leicht auf den ersten Nachtdienst am Montag nach 25 Tagen Frei/Ferien vorbereiten. Ich schlief gut und stand am späten Vormittag/kurz vor Mittag auf. Es war wechselhaftes Wetter. Sonnig, bewölkt, sonnig, bewölkt. Ich sah mir 1-2 Folgen von Fauda an und danach hiess es ab nach Zürich. Heute würde mein voraussichtlich letztes Wild-Essen dieses Jahr stattfinden. Nr. 25 von 25 und mit dem Wild-Essen vom 02.10 dazugerechnet Wild Nr. 26. Ich plante, eine langsame Zugverbindung nach Zürich zu nehmen, damit ich meine Ruhe habe. Ich nahm den Zug Richtung Chur (1.5h Fahrt). In der Stadt kaufte ich mir noch Kaffee und ein Kinder Bueno inklusive eine Schokoladentafel. Zehn Minuten später sass ich im Zug Richtung Zürich. Ich hatte unterschwellig Kopfweh. Es lag am wechselhaften und stark föhnigen Wetter. Ich nahm sicherheitshalber vier Schmerztabletten ein und las auf der Zugfahrt mehrheitlich den Roman Coven weiter.




Heute ging ich mit einem weiteren Film-Kumpel aus Zürich essen. Wir gingen im Restaurant Muggenbühl essen, wo wir vor zwei Jahren bereits essen gingen. Wir machten erst auf die 18.00 Uhr ab, da er zuvor noch Family Time wahrnahm. Ich entschied, etwas früher in Zürich zu sein, da scheinbar keine Züge zum Restaurant fahren (Bauarbeiten, Zugersatzbusse etc.). Darauf hatte ich keinen Bock. Ich sah mir auf der Karte einen Weg an und plante, zu Fuss zum Restaurant zu laufen (ca. 49 Minuten). Ich kam um ca. 16.08 Uhr in Zürich an und spazierte danach los. Ich sollte um ca. 17.22 Uhr das Restaurant erreichen. Ich nahm mir Zeit und machte viele Bilder. Ich lief erst einen Umweg zur verruchten Langstrasse, wo teilweise noch Folgen der letztnächtlichen Demo bzw. Vandalenakten zu sehen waren. Danach erreichte ich die Stauffacherstrasse. Dort lief ich entlang, bis ich eine Brücke md Fluss überquerte. Danach steuerte ich eigentlich nur noch eine Richtung an, praktisch die ganze Zeit über diesem Fluss entlang. Es war auch hier föhnig, aber beim Kopfweh war bald verschwunden. Spätestens als ich ab 17.22 Uhr beim Restaurant auf einer Bank Fussball schaute (zuerst das Liverpool und danach das Real Madrid Spiel), verschwand das Kopfweh. Es wurde jedoch auch kälter und die Sonne verschwand langsam.












Mein Kumpel steckte im Stau und rief an, dass er verspätet kommen würde. Ich wartete bis um 17.55 Uhr und ging dann, da reserviert, ins Restaurant warten. Zehn Minuten später erschien mein Kumpel. Zu guten Gesprächen und einem Deal, ich hatte ihm den türkischen Rape & Revenge Film Karate Girl als spanische Betamax abgekauft (zehn CHF) und bekam gleichzeitig noch mehrere VHS geschenkt (nochmals vielen Dank dafür!), studierten wir die Speisekarte. Wir hatten die Karte etwas falsch studiert. Mehrere interessante Gerichte, die ich als Vorspeise wahrnahm, waren leider Hauptgänge und keine Vorspeisen. Mich hätten zum Beispiel folgende Gerichte angesprochen: Herbstsalat “Hubertus“ ("Bunter Blattsalat mit Wildschweinfilet-Würfeli, frischen Eierschwämmli, Trauben und Champignons"), “Hirsch-Carpaccio“ ("120gr. dünn geschnittenes Hirschfleisch mit Olivenöl und Parmesanspänen") oder die Cannelloni mit Wildschwein-Füllung ("mit Bechamel, Tomatensauce und Parmesan im Ofen überschmelzt"). Eigentlich wollte ich diesmal nicht mehr die Suppe nehmen und beim Hauptgericht wollte ich auch nicht mehr das Rehrückenfilet nehmen. Als wir aufgeklärt wurden, dass die oben genannten interessanten Gerichte Hauptgänge und keine Vorspeisen waren, sah meine Bestellung wie folgt aus =

 

 

Vorspeise

Kürbiscremesuppe mit Rahmhäuptchen

12.00 CHF

 

Hauptgang

Wildschweinfilet-Medaillons(AT) “Winzerart“ mit Trauben

Wildrahmsauce, hausgemachten Spätzli, Rotkraut mit Marroni und Rosenkohl

42.50 CHF

 

Dessert

Vermicelle mit Rahm und Meringue

9.50 CHF

 

&

 

Marroni Tiramisu mit Rahm

12.00 CHF

 

 













Die Kürbiscremesuppe tat gut. Nachdem ich länger draussen in der Kälte sass, war eine heisse, frische Suppe die perfekte Wahl. Die Portion war jedoch sehr gross, obwohl wir die Suppe als Vorspeise wählten. Da will ich nicht wissen, wie gross die reguläre Suppe gewesen wäre. Der Hauptgang war sehr gut, aber nicht überragend. Was mich vor zwei Jahren störte war die Tatsache, dass das Fleisch zu blutig war. Und am Ende auch nicht mehr warm. Das war aktuell auch mit meinen bestellten Wildschweinfilet-Medaillons der Fall. Scheint also einfach an der Küche zu liegen, dass regulär sehr blutig gekocht wird. Schade war zudem, dass in meinem Gericht kein Preiselbeer-Apfel und keine Rotweinbirne dabei waren. Das war sehr schade. Zum Glück hatte der Kumpel das nicht wahnsinnig gerne, so dass er mir die Mehrheit seiner Rotweinbirne und dem Preiselbeer-Apfel überreichte. Die Marroni hingegen waren spitze. Super. Das Restaurant hat ein schönes Ambiente. Unser Tisch war im ersten Raum neben dem Haupteingang. Obwohl unser Raum auch voll war, war es eine angenehme Lautstärke. Ich nahm zwei Desserts, da zu dem Zeitpunkt noch Lust habend. Ich bin kein Tiramisu-Fan. Da es aber ein Marroni Tiramisu war, schlug ich zu. Ich dachte, dass Tiramisu leichte Kost darstellen aber meine Güte, dass Marroni Tiramisu war super deftig, sättigend und mastig. Ich hatte Mühe, dieses zu beenden. Und dann war danach noch das Vermicelles dran. Das war ein Traum, aber es hatte für die Menge Vermicelles nur eine kleine Meringue und kaum Rahm, was schade war. Da stimmte das Verhältnis nicht. Denn pure Vermicelles Klumpen ohne Rahm oder Meringue ist dann auch sehr füllend. Dennoch habe ich beide Desserts brav beendet und fühlte mich danach sehr adipös. Das Gefühl nahm aber noch im Restaurant wieder ab. Danach fuhr mich beim Kumpel zum Hauptbahnhof, wo ich ca. 15 Minuten später einen Zug nach Bern hatte. Um 22.20 Uhr war ich Zuhause. Meine Wild-Season ist vorbei…

 

 

 

Fazit:

Hervorragend

Sehr gut

Gut

Enttäuschend



















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