Adresse: Muggenbühlstrasse 15, 8038 Zürich
Nachdem ich nachts spät schlafen ging (nach 01.38 Uhr),
versuchte ich heute lange zu schlafen. Ich wollte mich schon leicht auf den
ersten Nachtdienst am Montag nach 25 Tagen Frei/Ferien vorbereiten. Ich schlief
gut und stand am späten Vormittag/kurz vor Mittag auf. Es war wechselhaftes
Wetter. Sonnig, bewölkt, sonnig, bewölkt. Ich sah mir 1-2 Folgen von Fauda an
und danach hiess es ab nach Zürich. Heute würde mein voraussichtlich letztes
Wild-Essen dieses Jahr stattfinden. Nr. 25 von 25 und mit dem Wild-Essen vom 02.10 dazugerechnet Wild Nr. 26. Ich plante, eine langsame Zugverbindung nach
Zürich zu nehmen, damit ich meine Ruhe habe. Ich nahm den Zug Richtung Chur (1.5h
Fahrt). In der Stadt kaufte ich mir noch Kaffee und ein Kinder Bueno inklusive eine Schokoladentafel. Zehn Minuten später sass ich im Zug Richtung
Zürich. Ich hatte unterschwellig Kopfweh. Es lag am wechselhaften und stark
föhnigen Wetter. Ich nahm sicherheitshalber vier Schmerztabletten ein und las
auf der Zugfahrt mehrheitlich den Roman Coven weiter.
Heute ging ich mit einem weiteren Film-Kumpel aus Zürich essen. Wir gingen im Restaurant Muggenbühl essen, wo wir vor zwei Jahren bereits essen gingen. Wir machten erst auf die 18.00 Uhr ab, da er zuvor noch Family Time wahrnahm. Ich entschied, etwas früher in Zürich zu sein, da scheinbar keine Züge zum Restaurant fahren (Bauarbeiten, Zugersatzbusse etc.). Darauf hatte ich keinen Bock. Ich sah mir auf der Karte einen Weg an und plante, zu Fuss zum Restaurant zu laufen (ca. 49 Minuten). Ich kam um ca. 16.08 Uhr in Zürich an und spazierte danach los. Ich sollte um ca. 17.22 Uhr das Restaurant erreichen. Ich nahm mir Zeit und machte viele Bilder. Ich lief erst einen Umweg zur verruchten Langstrasse, wo teilweise noch Folgen der letztnächtlichen Demo bzw. Vandalenakten zu sehen waren. Danach erreichte ich die Stauffacherstrasse. Dort lief ich entlang, bis ich eine Brücke md Fluss überquerte. Danach steuerte ich eigentlich nur noch eine Richtung an, praktisch die ganze Zeit über diesem Fluss entlang. Es war auch hier föhnig, aber beim Kopfweh war bald verschwunden. Spätestens als ich ab 17.22 Uhr beim Restaurant auf einer Bank Fussball schaute (zuerst das Liverpool und danach das Real Madrid Spiel), verschwand das Kopfweh. Es wurde jedoch auch kälter und die Sonne verschwand langsam.
Mein Kumpel steckte im Stau und rief an, dass er verspätet
kommen würde. Ich wartete bis um 17.55 Uhr und ging dann, da reserviert, ins
Restaurant warten. Zehn Minuten später erschien mein Kumpel. Zu guten
Gesprächen und einem Deal, ich hatte ihm den türkischen Rape & Revenge Film
Karate Girl als spanische Betamax abgekauft (zehn CHF) und bekam gleichzeitig
noch mehrere VHS geschenkt (nochmals vielen Dank dafür!), studierten wir die
Speisekarte. Wir hatten die Karte etwas falsch studiert. Mehrere interessante
Gerichte, die ich als Vorspeise wahrnahm, waren leider Hauptgänge und keine
Vorspeisen. Mich hätten zum Beispiel folgende Gerichte angesprochen: Herbstsalat
“Hubertus“ ("Bunter Blattsalat mit Wildschweinfilet-Würfeli, frischen
Eierschwämmli, Trauben und Champignons"), “Hirsch-Carpaccio“ ("120gr. dünn
geschnittenes Hirschfleisch mit Olivenöl und Parmesanspänen") oder die Cannelloni
mit Wildschwein-Füllung ("mit Bechamel, Tomatensauce und Parmesan im Ofen
überschmelzt"). Eigentlich wollte ich diesmal nicht mehr die Suppe nehmen und beim
Hauptgericht wollte ich auch nicht mehr das Rehrückenfilet nehmen. Als wir
aufgeklärt wurden, dass die oben genannten interessanten Gerichte Hauptgänge
und keine Vorspeisen waren, sah meine Bestellung wie folgt aus =
Vorspeise
Kürbiscremesuppe mit
Rahmhäuptchen
12.00 CHF
Hauptgang
Wildschweinfilet-Medaillons(AT)
“Winzerart“ mit Trauben
Wildrahmsauce,
hausgemachten Spätzli, Rotkraut mit Marroni und Rosenkohl
42.50 CHF
Dessert
Vermicelle mit Rahm
und Meringue
9.50 CHF
&
Marroni Tiramisu mit
Rahm
12.00 CHF
Die Kürbiscremesuppe tat gut. Nachdem ich länger draussen in
der Kälte sass, war eine heisse, frische Suppe die perfekte Wahl. Die Portion
war jedoch sehr gross, obwohl wir die Suppe als Vorspeise wählten. Da will ich
nicht wissen, wie gross die reguläre Suppe gewesen wäre. Der Hauptgang war sehr
gut, aber nicht überragend. Was mich vor zwei Jahren störte war die Tatsache,
dass das Fleisch zu blutig war. Und am Ende auch nicht mehr warm. Das war
aktuell auch mit meinen bestellten Wildschweinfilet-Medaillons der Fall.
Scheint also einfach an der Küche zu liegen, dass regulär sehr blutig gekocht wird.
Schade war zudem, dass in meinem Gericht kein Preiselbeer-Apfel und keine
Rotweinbirne dabei waren. Das war sehr schade. Zum Glück hatte der Kumpel das
nicht wahnsinnig gerne, so dass er mir die Mehrheit seiner Rotweinbirne und dem
Preiselbeer-Apfel überreichte. Die Marroni hingegen waren spitze. Super. Das
Restaurant hat ein schönes Ambiente. Unser Tisch war im ersten Raum neben dem
Haupteingang. Obwohl unser Raum auch voll war, war es eine angenehme Lautstärke.
Ich nahm zwei Desserts, da zu dem Zeitpunkt noch Lust habend. Ich bin kein Tiramisu-Fan.
Da es aber ein Marroni Tiramisu war, schlug ich zu. Ich dachte, dass Tiramisu
leichte Kost darstellen aber meine Güte, dass Marroni Tiramisu war super deftig, sättigend
und mastig. Ich hatte Mühe, dieses zu beenden. Und dann war danach noch das Vermicelles
dran. Das war ein Traum, aber es hatte für die Menge Vermicelles nur eine
kleine Meringue und kaum Rahm, was schade war. Da stimmte das Verhältnis nicht.
Denn pure Vermicelles Klumpen ohne Rahm oder Meringue ist dann auch sehr
füllend. Dennoch habe ich beide Desserts brav beendet und fühlte mich danach
sehr adipös. Das Gefühl nahm aber noch im Restaurant wieder ab. Danach fuhr
mich beim Kumpel zum Hauptbahnhof, wo ich ca. 15 Minuten später einen Zug nach
Bern hatte. Um 22.20 Uhr war ich Zuhause. Meine Wild-Season ist vorbei…
Fazit:
Hervorragend
Sehr gut
Gut
Enttäuschend


















































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