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Montag, 20. Februar 2023

Fury of a Virgin Review



Fury of a Virgin

Story:

Lily Lan Yu-Li wird von Gangster Wang Hsieh gefoltert und traumatisiert zurückgelassen. In der Zeit sitzt ihr Bruder Yun Chung-Yueh im Gefängnis. Als er entlassen wird und über den Zustand von Lily informiert wird, sinnt er zusammen mit einem Kollegen (Addy Sung Gam-Loi) auf Rache…

Meine Meinung:

Der Kauf des VHS aus Spanien (ab 13 Jahren freigegeben) war ein Risiko, da es theoretisch auch Executioner (Sonny Chiba) oder Don't Love Any Stranger hätte sein können (falsche Bilder auf dem Cover). Fury of a Virgin ist ein Taiwan Black Movie, der, wie es scheint, im Westen von IFD Films and Arts veröffentlicht wurde. Der Film ist kein Kracher (wären z.B. Filme wie Who Knows About Me, The Nude Body Case in Tokyo oder The Lady Avenger), aber ich sah schon deutlich lahmere Taiwan Black Movies (The Guy at Simenting).

Fury of a Virgin bietet ziemlich viel Action, so dass es wenig Längen gibt. Dem Plot kann man auch ohne Sprachkenntnisse (mir lag nur ein spanisch synchronisiertes VHS vor) gut folgen. Lily Lan Yu-Li wird von Wang Hsieh, der besonders lustvoll und schmierig wirkt (wirkte wie ein taiwaneischer Weinstein), gefoltert und dann wie Charles Bronsons Tochter (in Death Wish 2) traumatisiert zurückgelassen. Dies hat zur Folge, dass dessen Filmbruder (Yun Chung-Yueh) und dessen Kollege (Addy Sung Gam-Loi) sie rächen.

Simpel. Die genauen Motive sind nicht ganz klar. Weitere Dinge wie Frauenhandel, Drogen und gestohlene Juwelen sind weitere Film-Inhalte. Am Ende siegt natürlich die Polizei. Immerhin zeigen die Taiwan Black Movies auf, ass es nie gut ist, illegale Aktionen durchzuführen und dass das am Ende allen, die gegen das Gesetz verstossen, nicht gut bekommt. Das ist auf eine Art aber auch schade (das Ende). Ich hätte lieber gesehen, dass Wang Hsieh getötet statt verhaftet (zusammen mit den "Helden") wurde.

Wang Hsieh (Queen Hustler) war stark in seiner Rolle. Overacting ja, aber ohne lächerlich zu wirken. Zudem sieht man, dass er sichtlich Spass an seinem Auftritt hatte. Teilweise führt er sich (wenn er Frauen angeht) so auf, als sei er ein Kind im Süsswarenladen. Highlight ist die Folterszene mit Mäusen und Bohrer. Yun Chung-Yueh hat in den Kampfszenen gefallen und Addy Sung Gam-Loi (Kung Fu from Beyond the Grave) war der einzige Star, der mir im Voraus was sagte. Ihn sehe ich immer gerne. Lily Lan Yu-Li hingegen hat mich enttäuscht (plus furchtbare 80er Jahre Frisur).

Die Mehrheit der Action-Szenen sind unspektakuläre Kampfszenen gefolgt von unspektakulären Shoot-Outs. Ein-zwei blutige Treffer (oder Messer-Action) gibt es zu sehen.  Im Finale gibt es nebst wenig gestohlener Italo-Western Musik vor allem das Goblin Theme aus Dawn of the Dead zu hören. Das hingegen fand ich cool! Alles in allem bin ich froh, nicht 205 Euro für den Film gezahlt zu haben:-)

Fazit: Es gibt bessere aber auch schlechtere Taiwan Black Movies. Fury of a Virgin ist solider Durchschnitt!

Infos:

O: Yu Mian Zhi Zhu

Taiwan 1982

R: To Pak-Hon

D: Lily Lan Yu-Li, Wang Hsieh, Yun Chung-Yueh, Addy Sung Gam-Loi, Fanny Fang Fang-Fang, Wang Pao-Yu

Laufzeit des spanischen VHS: 80:13 Min.

Gesehen am: 25.10.22

Fassungen: Mir lag das VHS aus Spanien vor = Label unbekannt, Widescreen (Ausnahme Intro), Spanisch Dubbed, diverse Bildfehler da Schimmel und verschmutzt. Im Westen wurde der Film von IFD Films and Arts veröffentlicht wurde. Inwiefern die Fassung abgeändert, zensiert oder ergänzt wurde, ist mir nicht bekannt (Laufzeit der VHS: 80:13 Min.). Alternativen: VHS aus Holland (Englisch Dubbed), welches auf einer FB-Gruppe (Auktion) für 205 Euro wegging (2019). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2022).

Sonntag, 19. Februar 2023

My Bloody Valentine Review

My Bloody Valentine

Story:

Junge Männer (u.a. Paul Kelman, Neil Affleck, Keith Knight), die in einer Mine arbeiten, bereiten sich mit ihren Mädels (u.a. Gina Dick, Lori Hallier) auf die kommende Valentinsfeier vor. Doch als die ersten Leichen gefunden werden, verbietet der örtliche Sheriff (Don Francks) die Feier. Doch die Gruppe plant, eine eigene Party zu veranstalten. Mit fatalen Folgen, als ein unbekannter Killer auftaucht…

 

Meine Meinung (Unrated Fassung):

 

My Bloody Valentine erschien zur Blütezeit des 80er Jahre Slasher-Kinos. Kanada, die unter anderem auch andere Slasher wie Ab in die Ewigkeit veröffentlicht haben (1981), haben mit My Bloody Valentine, der 2009 ein US-Remake erfuhr (in 3D), einen der besseren und sehenswerteren Slasher veröffentlicht. Vor allem in der Unrated Fassung (auch Extended Fassung genannt), die erst 2009 (!!!) erschien, macht der Film viel Spass!

 

Lange hielten sich Gerüchte, dass die ehemals zensierten Szenen unauffindbar wären. Bilder gab es. Somit auch Gerüchte. Für die Kinofreigabe musste der Film, wie viele andere Filme (Freitag der 13., A Nightmare on Elm Street, From Dusk Till Dawn, Stirb langsam 2, Sex oder stirb, Scream, The Crow…), in Gewaltszenen zensiert werden. Dass nach über 20 Jahren doch eine Uncut Fassung auftauchte, war ein tolles Erlebnis, dass Hoffnung macht, dass es auch bei anderen Filmen auch möglich sein könnte.

 

Zum aktuellen Valentinstag gönnte ich mir, Auftakt in ein langes Frei (zehn Tage am Stück = deshalb arbeite ich als Nachtwache), eine Neusichtung zum Klassiker von 1981. My Bloody Valentine hat die Neusichtung bestanden. Der Film erzählt gekonnt die typischen 08/15 Klischees des Slasher-Kinos: unbekannter Killer terrorisiert Teens, Kleinstadt als Setting, Teens, die Drogen nehmen und/oder miteinander Sex haben, vergangenes Ereignis als Motiv für die Morde (das Motiv und die Rückblende könnten gar aus einem Ital. Giallo stammen), Warnungen, die nicht beachtet werden (Bar-Besitzer statt Tankstellen-Besitzer).

 

Dazu kommt, dass der Film unterhaltsam ist, die Effekte stark getrickst und fantasievoll, fies und schmerzhaft (kochendes Wasser, Nagelpistole, Pickel) in Szene gesetzt wurden. Tolle Make-Up Effekte. Die Figuren sind im Gegensatz zu anderen Slasher-Filmen relativ wenig nervend und auch sympathisch gezeichnet, so dass der Film auch in den Füllszenen zu unterhalten vermag. Das Theme, unter anderem im Abspann zu hören ("The Ballad of Harry Warden"), mag ich. Somit macht My Bloody Valentine alles richtig!

 

Fazit: Abseits grösserer Slasher-Reihen wie Freitag der 13. & Halloween und Filmen wie Intruder, Blood Rage, The Boogeyman, The Burning, Death Spa, Ab in die Ewigkeit, He Knows You're Alone, Hide and Go Shriek, The Mutilator, The Prowler, Silent Night, Deadly Night, der Sleepaway Camp Reihe oder The Slumber Party Massacre zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: My Bloody Valentine

 

Kanada 1981

 

R: George Mihalka

 

D: Paul Kelman, Neil Affleck, Keith Knight, Gina Dick, Lori Hallier, Don Francks

 

Laufzeit der US-DVD (Unrated): 92:55 Min.

 

Neusichtung am: 14.02.23

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Lions Gate vor = Special Edition mit Schuber, O-Ton, englischen Subs, exklusiven Extras und zwei Filmfassungen. Nebst der bisherigen regulären, stark zensierten Kinofassung bot die Fassung dazumal erstmalig die Unrated Fassung zum Film. Die ehemals zensierten Szenen haben alles in allem eine gute, ordentliche und vor allem auch helle Bildqualität.  Die Uncut Fassung gibt es bisher nur in den USA und Kanada (Stand: Feb. 2023). Von Shout Factory wurde inzwischen auch eine Blu-Ray nachgeschoben.

Samstag, 18. Februar 2023

Lackey and the Lady Tiger Review



Lackey and the Lady Tiger

Story:

Big Brother (Mars) wird von diversen Personen gedemütigt und verprügelt (u.a. To Siu-Ming, Chiang Kam, Charlie Chan Yiu-Lam, Chiu Chi-Ling, Lee Chun-Wa, Fung Ging-Man), da er kein Kung Fu kann. Er trifft auf Helen (Tien Niu), die sich als Junge ausgibt. Sie bringt ihm Kung Fu bei. Später wird Big Brother dann noch von Helens Vater (Sek Kin) unterrichtet. Dieser muss sich im Finale einem tödlichen Feind (Hwang Jang-Lee) stellen. Da kommt ihm die Hilfe von Big Brother und Helen gerade recht…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg ihrer Jackie Chan Produktionen Die Schlange im Schatten des Adlers und Drunken Master haben Seasonal Film um Produzent Ng See-Yuen (Game of Death II) eine weitere Ende 70er Jahre Kung-Fu Komödie ins Rennen geschickt: Lackey and the Lady Tiger! Dieser ist kein Kracher, aber gut. Für einen Kracher-Status bietet der Film zu viele 08/15 Inhalte.

Diesmal darf Mars in einer ungewohnten und seltenen Hauptrolle als Schüler, Star und Hauptperson ran. Er, der sonst meist Nebenrollen (Police Story) spielte oder alternativ (Stunts, Martial Arts Director etc.) vor der Kamera stand (in Filmen wie The Young Master, Mr. Nice Guy oder sogar neuen Produktionen wie Limbo), macht in den Kampf- und Trainingsszenen eine gute Figur und macht von seinem ganzen Können gebrauch.

Warum der Film kein Kracher ist? Dafür ist der Film vor allem in den ersten 60 Minuten zu unspektakulär, der Humor zu albern und ein Plot nicht vorhanden. Das Ganze wirkt sehr episodenhaft und Hwang Jang-Lee als Bösewicht kommt in den ersten 59 Minuten vielleicht ganze fünf Sek. vor. Einige Klischees (Tien Niu als Tomboy) gefallen mir weniger. Die Szene mit der Katze war zudem nicht neu und sah man schon 1972 in Joseph Kuos The Death Duel. Dafür rockt der Film dann in den letzten 40 Minuten derbe.

Da folgt eine spektakuläre Kampfszene nach der anderen, in denen nicht nur Mars, sondern auch Tien Niu (Widow Warriors), Hwang Jang-Lee (seine Stock-Kämpfe sind so stark wie in Hell's Windstaff), Sek Kin (Enter the Dragon), Charlie Chan Yiu-Lam (Two Wondrous Tigers) oder Linda Lin Ying (The Ring of Death) eine gute Figur abgeben. In weiteren Nebenrollen sind viele bekannte Gesichter wie Fung Ging-Man (The Convict Killer), Chiu Chi-Ling (His Name Is Nobody), To Siu-Ming (The First Vampire in China), Chiang Kam (Wooden Man) oder Lee Chun-Wa (Dreadnought) zu sehen.

Fazit: Für Old School Kung Fu Film-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Sau maau hok gwan ying cheung

HK 1980

R: Norman Law Man, Siao Lung

D: Mars, Tien Niu, Sek Kin, Hwang Jang-Lee, To Siu-Ming, Chiang Kam, Charlie Chan Yiu-Lam, Chiu Chi-Ling, Lee Chun-Wa, Fung Ging-Man, Linda Lin Ying

Laufzeit der HK-VHS: 97:37 Min.

Gesehen am: 25.10.22

Fassungen: Mir lag das HK-VHS von Universe vor = Vollbild, gute Bildqualität, Uncut, O-Ton, englische Subs. In Spanien soll es eine Blu-Ray geben (mit diversen Audio-Optionen und diversen Subs) = 35mm Print! Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Okt. 2022). Die spanische Blu-Ray ist nur auf 200 Stück limitiert. Nachtrag 12.05.23: für eine 2. Sichtung lag mir nun die spanische Blu-Ray von Zinemaxploitation vor = 35mm Print in sehr guter Bildqualität, mehr Bildinformation als beim HK-VHS, O-Ton und englische Subs. Uncut. Liebevolle Bootleg-Disc. Hier ein Bildvergleich: