Resident Evil
Story:
Bryan (Austin Abrams) transportiert Spenderorgane an Krankenhäuser. Aktuell muss er eine Lieferung mit der höchsten Prioritätsstufe ins Krankenhaus in Raccoon City bringen. Auf dem Weg dorthin, fährt er eine Frau an, die urplötzlich aus dem Wald vor das Auto springt. Das Unheil nimmt seinen Lauf…
Meine Meinung:
Als ich im Kino den Trailer zu Resident Evil sah, sah das vielversprechend aus. Viel Schnee, Dunkelheit und Kälte. Stimmungsvoll. Das passt. Doch dann hatte ich keine Zeit mehr auf einen Kinobesuch da Film Events in Nürnberg, London, ZFF, arbeiten und 26x Wild-Besuche, zumal der Film auch mehrheitlich in Bern nur noch in Deutsch lief. Meinungen von Film-Kumpels schreckten mich dann auch leicht ab. Da der Film jedoch aktuell noch immer im Kino läuft, holte ich die Sichtung nun Anfang Nov. nach. Resident Evil ist eine Videospielverfilmung. Ich bin zwar mehr ein Nintendo Kind, hatte aber auch eine Phase, in der ich die Playstation hatte. Nebst Spielen wie Driver oder Dino Crisis 2 zockte ich dort auch u.a. Resident Evil 1-3. Vor allem Resident Evil 2 hatte es mir damals angetan. Das war auch hübsch gruselig.
Ob sich der Film nun inhaltlich ans Videospiel (oder eines der Spiele) anlehnt oder eine eigene Geschichte erzählt, weiss ich nicht. Inzwischen habe ich keine Playstation mehr, sondern «nur» noch einen SNES (und die Nintendo Switch). Dennoch konnte mich Resident Evil überzeugen. Ich ging mit angepassten Erwartungen an den Film, so dass mich der zunehmende Humor ab der Mitte des Filmes nicht störte. Was die Hauptfigur Bryan angeht, hätte ich ihn mir deutlich schlimmer vorgestellt. Der war eigentlich wirklich okay. Was den Humor angeht, fand ich nur einige wenige Szenen im Mittelteil schwächer (mit der Soldatin und dem Schnauzer im Auto). Die waren jedoch nur kurz. Allgemein haben sämtliche Nebenfiguren nur wenig Screentime.
Ansonsten macht der Film definitiv Laune. Der Soundtrack peitscht das Adrenalin nach vorne, der Film ist mehr oder weniger eine lange Verfolgungsjagd, in unseren Helden von Setting zu Setting peitscht. Der Film spielt nachts und bei Schnee, was sehr atmosphärisch wirkt. Stimmungsvolle Momente. Langweilig wird es dadurch nie. Die Effekte waren bis auf wenige Ausnahmen (Hundekopf), die als CGI sehr erkennbar waren, stark getrickst. Vor allem, wie sich die Leichen verbinden, die Settings im Tunnel, in der Kanalisation oder das ganze Finale waren absolut sehenswert. Die Monster- und Mutationen, vor allem im letzten Viertel (Entbindungsstation, Finale), waren stark und besser als erwartet. Auch der Weg zum Krankenhaus, als die Infizierten von den Dächern springen und der Held um sein Leben läuft, waren cool. Das Ende gefiel mir persönlich auch.
Fazit: Zach Cregger (Barbarian, Weapons) sorgt für die bisher beste Resident Evil Verfilmung!
Infos:
O: Resident Evil
USA, Deutschland 2026
R: Zach Cregger
D: Austin Abrams, Zach Cherry, Kali Reis
Laufzeit der Kinofassung: Ca. 94 Min.
Gesehen am: Nov. 2026
Fassungen: In Englisch mit deutschen Subs im Kino gesehen.
Uncut. Am 18.12.26 soll der Film in D auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.


