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Donnerstag, 5. November 2026

Resident Evil

Resident Evil

Story:

Bryan (Austin Abrams) transportiert Spenderorgane an Krankenhäuser. Aktuell muss er eine Lieferung mit der höchsten Prioritätsstufe ins Krankenhaus in Raccoon City bringen. Auf dem Weg dorthin, fährt er eine Frau an, die urplötzlich aus dem Wald vor das Auto springt. Das Unheil nimmt seinen Lauf…

Meine Meinung:

Als ich im Kino den Trailer zu Resident Evil sah, sah das vielversprechend aus. Viel Schnee, Dunkelheit und Kälte. Stimmungsvoll. Das passt. Doch dann hatte ich keine Zeit mehr auf einen Kinobesuch da Film Events in Nürnberg, London, ZFF, arbeiten und 26x Wild-Besuche, zumal der Film auch mehrheitlich in Bern nur noch in Deutsch lief. Meinungen von Film-Kumpels schreckten mich dann auch leicht ab. Da der Film jedoch aktuell noch immer im Kino läuft, holte ich die Sichtung nun Anfang Nov. nach. Resident Evil ist eine Videospielverfilmung. Ich bin zwar mehr ein Nintendo Kind, hatte aber auch eine Phase, in der ich die Playstation hatte. Nebst Spielen wie Driver oder Dino Crisis 2 zockte ich dort auch u.a. Resident Evil 1-3. Vor allem Resident Evil 2 hatte es mir damals angetan. Das war auch hübsch gruselig.

Ob sich der Film nun inhaltlich ans Videospiel (oder eines der Spiele) anlehnt oder eine eigene Geschichte erzählt, weiss ich nicht. Inzwischen habe ich keine Playstation mehr, sondern «nur» noch einen SNES (und die Nintendo Switch). Dennoch konnte mich Resident Evil überzeugen. Ich ging mit angepassten Erwartungen an den Film, so dass mich der zunehmende Humor ab der Mitte des Filmes nicht störte. Was die Hauptfigur Bryan angeht, hätte ich ihn mir deutlich schlimmer vorgestellt. Der war eigentlich wirklich okay. Was den Humor angeht, fand ich nur einige wenige Szenen im Mittelteil schwächer (mit der Soldatin und dem Schnauzer im Auto). Die waren jedoch nur kurz. Allgemein haben sämtliche Nebenfiguren nur wenig Screentime.

Ansonsten macht der Film definitiv Laune. Der Soundtrack peitscht das Adrenalin nach vorne, der Film ist mehr oder weniger eine lange Verfolgungsjagd, in unseren Helden von Setting zu Setting peitscht. Der Film spielt nachts und bei Schnee, was sehr atmosphärisch wirkt. Stimmungsvolle Momente. Langweilig wird es dadurch nie. Die Effekte waren bis auf wenige Ausnahmen (Hundekopf), die als CGI sehr erkennbar waren, stark getrickst. Vor allem, wie sich die Leichen verbinden, die Settings im Tunnel, in der Kanalisation oder das ganze Finale waren absolut sehenswert. Die Monster- und Mutationen, vor allem im letzten Viertel (Entbindungsstation, Finale), waren stark und besser als erwartet. Auch der Weg zum Krankenhaus, als die Infizierten von den Dächern springen und der Held um sein Leben läuft, waren cool. Das Ende gefiel mir persönlich auch.

Fazit: Zach Cregger (Barbarian, Weapons) sorgt für die bisher beste Resident Evil Verfilmung!

Infos:

O: Resident Evil

USA, Deutschland 2026

R: Zach Cregger

D: Austin Abrams, Zach Cherry, Kali Reis

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 94 Min.

Gesehen am: Nov. 2026

Fassungen: In Englisch mit deutschen Subs im Kino gesehen. Uncut. Am 18.12.26 soll der Film in D auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.

Mittwoch, 4. November 2026

The Dragon the Young Master

The Dragon the Young Master

Story:

Bösewichte gehen für eine wichtige Schatzkarte über Leichen. Doch immer wieder taucht ein in Weiss gekleideter, maskierter Held (Dragon Lee) auf, der sich den Bösewichten in den Weg stellt…

Meine Meinung (HK-Godfrey Ho Fassung):

The Dragon the Young Master ist ein eigentlich südkoreanischer Eastern von Kim Shi-Hyeon (Kung Fu Fever, Secret Ninja, Roaring Tiger, Rage of the Dragon), der später von Godfrey Ho (Scorpion Thunderbolt) für den Markt in Hong Kong und international ggf. verändert vertrieben wurde (in einigen Datenbanken wird der Streifen auch noch als taiwanesische Produktion gelistet). Was alles geändert wurde, ist mir nicht bekannt. Diese Besprechung bezieht sich auf die HK-Fassung. Ich sah den Film schon einmal, das muss in Jugendjahren gewesen sein, als Screen Power VHS. Aber ich weiss nichts mehr. Zudem war ich dazumal noch kein grosser Eastern Fan oder Kenner.

The Dragon the Young Master hat mir besser gefallen als erwartet. Nachdem ich in der HK Movie Database einige Kommentare las, hätte ich Schlechteres erwartet. Obwohl die mir vorliegende Fassung wahrscheinlich auch verändert wurde, sieht man genug von Kim Shi-Hyeons Originalfassung, dass gefällt sowie überzeugt. Der Film gefiel mir aufgrund der verschneiten Drehorte und Settings in Südkorea, dank der grossen Anzahl von Kampfszenen (es wird sicher alle fünf Minuten gekämpft, wodurch es nie langweilig wird) und dank Dragon Lee (Muscle of the Dragon, The Big Boss 2 – Rache in Shanghai!, Enter Three Dragons) und vor allem Yuen Qiu (Dreadnaught, Bastard Swordsman). Vor allem letztere hat mir wirklich gut gefallen.

Dazu kommen einige skurrile Tongeräusche/Musik, schräge Gegner und Bösewichte die mit viel Overacting agieren. Ich hatte mit dem Film, den Kampfszenen und dem Unterhaltungswert Freude, so dass ich am Ende gut unterhalten wurde. Mir wurde ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, obwohl ich den Film zudem nur mit einem neuen Dub (ein neuer Canto-Dub) gesehen habe. Ich denke, in Mandarin hätte mir der Film sicher nochmal ein wenig besser gefallen. Ich denke, wer den Film in Englisch  schaut, dürfte sicherlich mehr nervende Szenen (speziell in Verbindung mit der Tonkulisse des Filmes) zu sehen bekommen, als das in meiner Fassung der Fall war.

Fazit: Für Dragon Lee Fans zu empfehlen!

Infos:

O: 勇立忍者, Yong li ren zhe, Sibpaltongmunban,십팔통문방

Südkorea, Taiwan (je nach Quelle) HK 1974 (je nach Quelle), 1981

R: Kim Shi-Hyeon, Godfrey Ho Chi-Keung

D: Dragon Lee, Yuen Qiu, Choe Hyung-Geun, Lee Seok-Goo, Lee Hwa-Jin, Lee Ye-Min

Laufzeit der US-VHS: Ca. 85 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung: Nov. 2026

Fassungen: Ich sah die ggf. veränderte HK-Fassung von Godfrey Ho und nicht die originale koreanische Fassung von Kim Shi-Hyeon. Mir lag die US-VHS von World Video vor = HK-Fassung in Kantonesisch (leider ein neuer Dub & «O-Ton» wäre Mandarin) mit festen englischen und chinesischen Subs, Vollbild, gute Bildqualität. In Deutschland von Splitfire als The Young Masters auf DVD zu haben. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Nov. 2026). Ob es von der koreanischen Originalfassung eine VHS gibt, ist mir nicht bekannt.

Kinder des Zorns 2

Kinder des Zorns 2

Story:

Nach den Ereignissen des ersten Films ziehen Danny (Paul Scherrer) und dessen Vater (Terence Knox), der Reporter ist, in die nähere Umgebung von Gatlin. Dort lernt Danny die zauberhafte Lacy (Christie Clark) kennen und sie verlieben sich. Derweil treiben die örtlichen Kinder, angeführt von Micah (Ryan Bollman), erneut einen Plan aus, um die Erwachsenen vor Ort zu töten…

Meine Meinung:

Ganze acht Jahre nach dem ersten Teil wurde die erste Fortsetzung ins Leben gerufen. Wie schon der Vorgänger ist auch Kinder des Zorns 2 eine nostalgische Kind- und Jugenderinnerung von mir. Ich mag den Film und der Film hat mir aktuell gut gefallen. Ich empfand den Streifen auch in fast jeder Hinsicht als klare Steigerung gegenüber dem Vorgänger, auch wenn der Film nicht perfekt ist. Regie führte David Price, der danach keine grosse Karriere an den Tag legte. Der Haupt-Cast besteht aus Paul Scherrer, Terence Knox (From a Whisper to a Scream), Christie Clark (A Nightmare on Elm Street Part 2: Freddy’s Revenge) sowie Ryan Bollman.

Optimierungsbedarf besteht bei den Figuren. Von den vier erwähnten Hauptfiguren haben mich eigentlich nur Christie Clark sowie Ryan Bollman wirklich überzeugt. Paul Scherrer und Terence Knox sind eigentlich zwei Knalltüten und irgendwie etwas dämlich, wenig charmant und unsympathisch. Da waren Namen wie Linda Hamilton und Co. im Vorgänger interessanter. Als Zuschauer konnte ich mich in Kinder des Zorns 2 weniger mit den Opfern identifizieren. Einige Klischees und Erklärungsversuche (verseuchter Mais, Indianer) muten irgendwie etwas lächerlich an, fallen aber wegen dem Nostalgiebonus nicht stark negativ ins Gewicht.

Der Film gefiel mir besser als Kinder des Zorns da mehr Action, mehr Horror, mehr Effekte und ein höherer Bodycount. Zudem mag ich die ganzen Klischees, die es im Film zu sehen gibt. Und die Kleinstadtstimmung ebenso. Es gibt auch einige innovative und fiese Kills (mit dem Rollstuhl oder der Holzpuppe in der Kirche) zu sehen. Einzelne Szenen haben sich seit meiner Erstsichtung ins Gedächtnis gebrannt. Allgemein und obwohl der Film aus dem Jahr 1992 stammt, erinnert fast alles an die 80er Jahre. Und dazu passt der Film und die Stimmung gut. Für die sehenswerten Effekte zeichnete sich u.a. Bob Keen (Candyman, Hellraiser, Nightbreed, Alien, Event Horizon, Warlock: The Armageddon) zuständig, der im Horrorgenre kein unbekannter ist.

Fazit: Sehenswerte Fortsetzung!

Gefolgt von: Kinder des Zorns 3

Infos:

O: Children of the Corn II: The Final Sacrifice

USA 1992

R: David Price

D: Terence Knox, Paul Scherrer, Ryan Bollman, Christie Clark, Rosalind Allen, Ned Romero, Ed Grady

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 92:57 Min.

Gesehen am: Kind- und Jugendzeit / Neusichtung: Nov. 2026

Fassungen: Siehe Kinder des Zorns!