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Montag, 20. April 2020

Deported Women of the SS Special Section Review



Deported Women of the SS Special Section

Story:

Nazi-Deutschland im 2. Weltkrieg:

In einem KZ trifft der General Herr Erner (John Steiner) auf eine jüdische «Jugendliebe» (Lina Polito). Sein Ziel: sie gefügig machen damit sie sich ihm  unterwirft. Doch sie spielt nicht mit und plant dieRache an dem General, während die Wärterinnen ihren sexuellen Bedürfnissen mit den Gefangenen ihren Lauf lassen…

Meine Meinung:

In meiner Jugendzeit, irgendwann zwischen der 7.-9. Schulklasse, kam ich mit dem Ital. Naziploitation-Genre in Berührung. Ausschlaggebend dürfte als damaliger Horrorfilmfan die Sichtung von Ilsa: She Wolf of the SS und das Buch Inferno Italia – Der Italienische Horrorfilm von Filmhistoriker Louis Paul («Hölle auf Erden Spezial 2») gewesen sein. Schon damals empfand ich Deported Women of the SS Special Section als bessern Beitrag zu diesem Genre als andere Filme dieser Art.

Diese Meinung teile ich auch heute noch. Schon damals sagte mir der Film mehr zu als Filme wie SS Hell Camp, Achtung! The Desert Tigers, Holocaust 2 oder SS Experiment Love Camp. In Erinnerung, auch zu den besseren Naziploitation-Filmen zu gehören, stossen noch Women's Camp 119 und Gestapo's Last Orgy dazu. Deported Women of the SS Special Section gehört auf jeden Fall zu den besseren Filmen dieser Art.

Regisseur Rino Di Silvestro legt in seinem Film mehr Wert auf Erotik und Stimmung, als auf Schockszenen und Folter. Der Film ist im Vergleich zu anderen Werken deutlich harmloser. Tatsächlich gelingt es dem Film, trotz Nazi-Setting, hier und da, eine knisternde, erotische Stimmung, die man teilweise aus dem WIP Genre her kennt, aufzubauen. Dazu gehören Szenen mit lesbischem Sex und Intimrasuren.

Ein weiteres grosses Plus ist die Tatsache, dass der Film, auch wenn ein Low-Budget Film, teurer aussieht als er gekostet hat. Die Kamerafahrten und Einstellungen sind exzellent, der Soundtrack phasenweise wunderschön und passend (auch in den Erotikszenen). Requisiten und Uniformen sehen schick aus, da kommen vor allem Fans von Uniformen (Fetisch) und Cosplay-Fans voll auf ihre Kosten.

Das grösste Plus und Vorteil des Filmes ist die Gewinnung von Genre-Star John Steiner (Das Verfahren ist eingestellt: Vergessen Sie's!, The 44 Specialist, Magnum 45, Body Count) als oberster Nazi-Lagerkommandant. Er gibt eine wunderbare Performance ab und jede Szene mit ihm ist ein Genuss! Der Engländer war vor allem im Italo-Kino der 70er und 80er ein gefragter Star in Haupt- sowie Nebenrollen. Nicht selten spielte er dabei Bösewichte.

Regisseur Rino Di Silvestro hat nur eine kleine Anzahl von Filmen als Regisseur vorzuweisen. Alles Filme die zum Exploitation Genre zählen. Mit Mädchen im Knast hat er einen weiteren WIP Film gedreht. Ansonsten waren es mehr oder weniger reine Erotikfilme mit Ausnahme seiner wohl bekanntesten Arbeit: Werewolf Woman – ein Mix aus Horror-, Werwolf- und Erotikfilm.

Fazit: Für Naziploitation-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Le Deportate della sezione speciale SS

Italien 1976

R: Rino Di Silvestro

D: John Steiner, Lina Polito, Stefania D'Amario, Erna Schürer, Sara Sperati, Solvi Stubing

Laufzeit der jap. DVD: 93:20 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 16.03.20

Fassungen: Mir lagen zwei DVDs vor:

1. Die jap. DVD von The Klock Worx = gute Bildqualität (bis auf Vorspann), Englischer Ton, ungeschnitten aber nicht unzensiert (Geschlechtsteile sind mit Fogging Zensur zensiert).

2. Die US-DVD von BCI Eclipse = Uncut, aber grottenschlechte Bildqualität. Lohnt sich nicht.

Die beste Fassung dürfte inzwischen die bis dato neuste US-DVD von Intervision Picture Corp. / Severin Films sein – Uncut, beste Bildqualität, exklusive Extras. Wird auf die Wunschliste gesetzt. Eine Blu-Ray und eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: März 2020).

The Delta Force Review

The Delta Force

Story:

Terroristen entführen ein US-Flugzeug. Die Delta Force Spezialeinheit (U.a. Lee Marvin, Chuck Norris) werden ins Einsatzgebiet geschickt, um die Terroristen zu stoppen und die Geiseln zu befreien…

Meine Meinung:

Von Chuck Norris, einer 80er Jahre Action-Legende, kenne ich noch immer nicht alle Top-Titel und Filme:

The Way of the Dragon (einer seiner ersten Rollen mit spektakulärem Finalkampf gegen Bruce Lee), Slaughter in San Francisco (weitere, jedoch nur durchschnittliche HK-Arbeit), Lone Wolf McQuade (bisher einer meiner Favoriten), Missing in Action (erst 1x gesehen, kann mich nicht mehr erinnern), Missing in Action 2 (glaube den fand ich besser als den ersten, aber auch hier: kann mich kaum erinnern), Braddock - Missing in Action 3 (absolut okay), Code of Silence (für mich auch Highlight Charakter), Invasion U.S.A. (bisschen enttäuschendes Finale, sonst sehr gut), Delta Force 2 (kann ich mich auch an nichts erinnern), Hero and the Terror (mochte ich – mehr Thriller / Serienkiller Setting), Hellbound (als Kind Mal im Free-TV gesehen – weiss nichts mehr) und The Expendables 2 (Triple Threat hat geiler Action) – das wären sie – meine Ausflüge zum Phänomen und zur Legende Chuck Norris.

The Delta Force war nun an der Reihe. Der von der Cannon Gruppe präsentierte Film und Action-Fest war ein Tauschgeschäft mit der signierten DVD des sehr schwachen Filmes Sympathy for Mr. Vengeance mit einem Deutschen und dieses Tauschgeschäft hat sich mehr als gelohnt. Ich fand The Delta Force sehr gut – würde ich auch zu den besseren und besten Filmen mit Chuck Norris zählen.

Natürlich wirkt die Story für heutzutage ein wenig alt, angestaubt, nicht den Tatsachen entsprechend, sehr patriotisch. Aber hey – es gibt Chuck Norris und extrem viele, altmodische, klassische Action-Sequenzen zu sehen. Nur schon deshalb lohnt der Film. Die erste Hälfte, als die Terroristen das Flugzeug entführen, war schlechter. Immerhin: echte Flugzeuge! Dies wäre heute nur CGI wie alle Fahrzeuge und Explosionen.

Der Film rockt dann in der 2. Filmhälfte mit aufwändigen Action-Szenen die Bunde. Echte Verfolgungsjagden, echte Fahrzeuge, echte Explosionen – und es wird jede Menge in die Luft gejagt, es gibt blutige Shoot-Outs und eine aufwändige Action-Szenen nach der anderen machen The Delta Force und die 2. Filmhälfte zu einem puren Actionfest. Fans von Chuck Norris werden voll auf ihre Kosten kommen. Mit weiteren Namen wie Lee Marvin (Verflucht sind sie alle), Martin Balsam (Tote pflastern seinen Weg), Robert Forster (Der Horror-Alligator), George Kennedy (Virus) oder Bo Svenson (Butcher, Baker, Nightmare Maker) ist der Film weiterhin namhaft besetzt.

Fazit: In Sachen Chuck Norris ein Klassiker und für seine Fans uneingeschränkt zu empfehlen! 

Gefolgt von: Delta Force 2: Operation Stranglehold

Infos:

O: The Delta Force

USA 1986

R: Menahem Golan

D: Chuck Norris, Lee Marvin, Martin Balsam, Joey Bishop, Robert Forster, Lainie Kazan, George Kennedy, Bo Svenson

Laufzeit der US-DVD: Ca. 128 Min.

Gesehen am: 11.03.20

Fassungen: Mir lag die US-DVD von MGM vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Englisch und keine englischen Subs. Gäbe es auch in Deutschland auf DVD (MGM) oder Blu-Ray (MGM). Die DVD reicht mit persönlich völlig aus.

Dragged Across Concrete Review

Dragged Across Concrete

Story:

Zwei suspendierte Cops (Mel Gibson, Vince Vaughn) brauchen dringend Geld und planen, einer Gangster-Bande (u.a. Michael Jai White) ihr Geld abzuknöpfen – leichter gesagt als getan…

Meine Meinung:

Die allgemein hohen und überdurchschnittlich guten Meinungen, Reviews und Fazits zum Film kann ich leider nicht teilen. Dragged Across Concrete hat mir zu wenig gut gefallen, um in die Filmsammlung aufgenommen zu werden. Da hatte ich mir mehr erhofft.

S. Craig Zahler fiel zuvor mit einigen Arbeiten positiv auf. Sein Regiedebüt war ein nicht uninteressanter Kannibalenfilm (Bone Tomahawk). So richtig für Furore sorgte S. Craig Zahler mit Brawl in Cell Block 99 mit einem grandiosen Vince Vaughn. So gesehen verständlich, dass man auch von Dragged Across Concrete viel erwartet hat, zumal S. Craig Zahler erneut mit Namen wie Vince Vaughn, Don Johnson und Co. aufwarten konnte. Auch mit Jennifer Carpenter arbeitete er zuvor zusammen.

Und neu kommen Namen dazu wie: Mel Gibson (Hauptrolle nebst Vince Vaughn, u.a. bekannt aus Hacksaw Ridge), Michael Jai White (Triple Threat), Udo Kier (Suspiria) oder Thomas Kretschmann (A Taxi Driver). Eigene Erwartungen wurden nach den vielen Lobgesängen zum Film erhöht, unbewusst.

Leider erreicht Dragged Across Concrete nicht die Qualität von Brawl in Cell Block 99. Der Film war mir, gerade in der ersten Stunde (oder noch länger – Film läuft ja ca. 160 Minuten) zu langweilig. Da passiert kaum was. Dazu kommt, dass mir inhaltliche Details nicht gefallen haben. Das Ende mochte ich nicht, ebenso wenig die Tatsache, dass sich Mel Gibson (spielt stark) und Vince Vaughn (deutlich weniger intensiv als in Brawl in Cell Block 99) teilweise sehr blöd und ungeschickt angestellt haben. Passt nicht zu ihren Charakteren, die sie verkörpern.

Das Fass zum Überlaufen gebracht haben jedoch ein Haufen deplatziert wirkender, kitschiger, zu dramatische 08/15 Herz-Schmerz-Szenen die so genervt haben, dass ich teilweise überlegte, den Film und die Sichtung abzustellen und abzubrechen (vor allem die Szenen mit Jennifer "Dexter" Carpenter waren unerträglich nervend). Da halfen dann auch einige derbe Gewaltmomente und starkes Schauspiel nicht, um dieses Manko zu kompensieren.

Fazit: Stark Geschmackssache – aufgrund von Langeweile und nervenden 08/15 Klischee-Drama-Szenen kann ich Dragged Across Concrete nicht empfehlen…

Infos:

O: Dragged Across Concrete

USA, Kanada 2018

R: S. Craig Zahler

D: Mel Gibson, Vince Vaughn, Laurie Holden, Jennifer Carpenter, Fred Melamed, Don Johnson, Michael Jai White, Thomas Kretschmann, Udo Kier

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 158:28 Min.

Gesehen am: 11.03.20

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Universum Film vor = Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit diversen Subs.