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Donnerstag, 3. März 2022

Running Mate Review

Running Mate

Story:

 

Vier Mädels (Lam Lok Yan, Ying, Fatty und Ying Ying gespielt von Rachel Lee Lai-Chun, Elaine Kam Yin-Ling, Irene Wan Pik-Ha, Cheung Yuen-Wah), auf dem Weg ins Gefängnis, gelingt durch Zufall die Flucht. Sie fliehen vor den Cops (Alex Man, Shing Fui-On) und Sozialarbeiterin Miss Fong (Cora Miao Chien-Jen), die nur ungerne mit den Cops zusammenarbeiten muss (und umgekehrt). Das Ziel von Lam Lok Yan: Rache an ihrem Schwager, der sie vergewaltigt und ins Gefängnis gebracht hat...

 

Meine Meinung:

 

Running Mate ist im Internet ein selten erwähnter HK Film aus dem Jahr 1989 und eine Samico Films Production (die haben u.a. Fight Back to School, Raid on Royal Casino Marine oder Proud and Confident realisiert), zu dessen Titel sich kaum Inhaltsangaben oder geschweige denn Reviews finden lassen. Running Mate war sowas wie ein Laserdisc-Blindkauf.

 

Running Mate hat mir gut gefallen. War besser als erwartet. Der Film wird in Datenbanken als reine Komödie gelistet, was nicht korrekt ist. Der Film ist ein ziemlich wilder Genre-Mix ausfolgenden Filmbereichen- und Sub-Genres: Drama, Knastfilm, Gerichtsfilm, Liebesgeschichte, Rape & Revenge und doch auch Komödie. Aber nicht nur.

 

Der Mix funktioniert erstaunlich gut. Der Humor ist amüsant, die Figuren sind einem nicht gleichgültig, es gibt einige spanende und dramatische Szenen und vor allem bot der Film mehr Gefühle als erwartet. Und: der Mix geht auf. Der Film gewinnt definitiv an Qualität und viele Szenen und die Figuren haben ihr Herz am rechten Fleck.

 

Die bekanntesten Namen stellen Shing Fui-On (Drug Tiger) und Alex Man dar (Misfire). Alex Man mag ich oft nicht sonderlich, aber hier hat er mich, einmal mehr eines Besseren belehrt. Grossartige Leistung von ihm! Shing Fui-On ist halt Shing Fui-On und die Mädels kenne ich von den Namen her nicht, aber sie haben dazumal in der Crème de la Crème des HK Kinos mitgewirkt: Project S, Bless This House, People's Hero oder Touch and Go.

 

Fazit: Prima Unterhaltung aus HK und Fans des 80er/90er Jahre HK-Kinos zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Boon Ngoh Kong Ban

 

HK 1989

 

R: Stanley Ko Moon-Kai

 

D: Alex Man, Shing Fui-On, Wu Fung, Kwan Hoi-San, Rachel Lee Lai-Chun, Elaine Kam Yin-Ling, Irene Wan Pik-Ha, Cheung Yuen-Wah, Cora Miao Chien-Jen

 

Laufzeit de HK-LD: 90:15 Min.

 

Gesehen am: 01.12.21

 

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Ocean Shores vor = Vollbild, sehr gute Bildqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Daneben gibt es noch eine VCD und VHS von China Star (auch nur Vollbild, O-Ton, Subs). Eine DVD, Blu-Ray und/oder deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Dez. 2021).

Die Zuhälterin Review

Die Zuhälterin

Story:

 

Ein Ital. Privatdetektiv (Maurizio Merli) soll eine Tänzerin zu ihrem Vater in Österreich überführen. Doch sie gerät in die Hände von Gangstern (u.a. Werner Pochath) die zudem mit Entführungen und Missbrauch in Sachen Kindern zu tun haben…

 

Meine Meinung:

 

Die Zuhälterin, international auch bekannt als Magnum Cop und im Original Poliziotto senza paura heissend, ist per se kein Exploitation-Film, wie es der deutsche Titel vermuten lässt, sondern ein Mix aus Poliziotteschi, Drama, Krimi und Komödie mit Das Geheimnis der grünen Stecknadel und Der Tod trägt schwarzes Leder Vibes.

 

Die Zuhälterin wartet mit mehreren lesenswerten Genre-Namen auf. So tummeln sich im Cast & Crew folgende Namen: Maurizio Merli (Special Cop in Action, Die Gewalt bin ich, Camorra - Ein Bulle räumt auf), Werner Pochath (Blood Lust), Stelvio Massi (Der Mann, der Venedig hiess, Kommissar Mariani - Zum Tode verurteilt, The .44 Specialist) sowie Stelvio Cipriani (Piranha II – Fliegende Killer, Gewalt über der Stadt, Der Tod trägt schwarzes Leder).

 

Im Grossen und Ganzen sollten die Erwartungen, trotz dem tollen Cast, niedrig gehalten werden. Die Zuhältern wirkt durch seinen Genre-Mix und Klamauk oft unausgegoren, auch was die Härte und/oder Stimmung des Filmes in einzelnen Szenen angehen. Zumindest Fans von Maurizio Merli kommen in dieser Ital.-Österreichischen Produktion voll auf ihre Kosten, da er den Film problemlos alleine trägt.

 

Werner Pochath hingegen kommt leider nur vereinzelt vor. Das ist schade. Obwohl der Film und einzelne Szenen lahm/wirr erscheinen, ist der Film als Ganzes nicht uninteressant. In einer besseren Qualität, im Originalbildformat und in Deutsch würde der Film sicherlich nochmals eine ganze Stufe mehr Spass machen, zumal der Film in den ersten 20 Minuten auch auf sehr lustig getrimmt ist. Vor allem Maurizio Merli zeigt sich von seiner amüsanten Seite (Ohrfeigen teilt er dann aber trotzdem noch aus).

 

Fazit: Maurizio Merli und Poliziotteschi Fans können bedenkenlos einen Blick riskieren!

 

Infos:

 

O: Poliziotto senza paura

 

Italien, Österreich 1978

 

R: Stelvio Massi

 

D: Maurizio Merli, Joan Collins,Franco Ressel, Werner Pochath, Annarita Grapputo, Alexander Trojan

 

Laufzeit der griechischen VHS: 91:54 Min.

 

Gesehen am: 01.12.21

 

Fassungen: Mir lag das VHS aus Griechenland von FHV vor = Englisch Dubbed mit griechischen Subs, Vollbild, wahrscheinlich Uncut, solide Bild- und Tonqualität. In den Nacht-Szenen zu dunkel. Eine DVD gibt es bisher nur in Italien (Nicht Englisch freundlich) und die deutschen Fassungen (nur VHS) sind zensiert (84 Minuten während das VHS aus Griechenland fast 92 Minuten läuft).

Nightmare Campus 5 Review

Nightmare Campus 5

Story:

 

Nach dem Ende der 4. Episode geht es weiter wie folgt:

 

Nachdem Yuuko entführt wurde hat Masao den Campus und Umgebung zerstört. Es sind nun Monate vergangen und Sondereinheiten liefern sich Schlachten mit Dämonen. Aus der Ferne beobachten Masao, der Yuuko nachtrauert, das Geschehen und immer mehr ehemalige Gang- und Campus-Mitglieder fallen den Dämonen zum Opfer. Derweil geniesst Yuuko ihr Leben als Gott…

 

Meine Meinung:

 

Nightmare Campus 5 ist, wenn ich nicht irre, der Abschluss der Anime-Reihe, die es scheinbar auf nur fünf Episoden brachte. Das Problem: der Plot wird nicht zu Ende erzählt. Die Hentai-Reihe spielt mehrere Monate nach dem Ende der vierten Episode, und nur schon dadurch ist der Inhalt dramaturgisch viel weniger interessant.

 

Dazu kommt, dass die bekannten Figuren arg in den Hintergrund gedrängt werden. Das ist schade. Ein leicht spannendes Grundgerüst wäre gegeben: Yuuko ist nun ein Gott und lebt freiwillig bei der weiblichen Ärztin, die scheinbar zusammen eine homosexuelle Beziehung führen, während Masao ihr nachtrauert. Neue Figuren werden eingeführt, doch diese oder deren Probleme interessieren wenig.

 

Es gibt viel Action und Sondereinheit-Sequenzen. Das Ganze wirkt nun mehr futuristisch und/oder wie ein Endzeitfilm. Sex gibt es noch immer, immerhin handelt es sich nach wie vor um eine Adult-Anime Episode, jedoch halten sich die Szenen in Grenzen und, das ist der springende Punkt, handelt es sich meist um freiwilligen Sex. Also nur wenig Rape-Szenen, was gut so ist.

 

Die klassische Musik ist einmal mehr schön passend und einige der Monster sind cool gezeichnet, fantasievoll dargestellt und schön animiert. Der Titel der Episode lautet: Night of the Demon Hunt». Der Story-Verlauf sehr dünn. Das Ende ist offen. Fragen werden nicht beantwortet. Was sind die Pläne der Götter? Am Ende sagt Yuukos Sexpartnerin zur Szenerie: «the first step of the god’s plan». Eine Minute später beginnt der Abspann. Schade, da die Fans somit nicht wissen, wie es weiterging...

 

Fazit: Unrunder Abschluss einer durchschnittlichen Hentai-Reihe, die ich damit nun aus der Sammlung entlasse und die ich nur Hentai-Fans empfehlen kann!

 

Infos:

 

O: Gedou gakuen

 

Japan 1994-1996

 

R: Koji Yoshikawa

 

D: -

 

Laufzeit der US-DVD: 41:33 Min.

 

Neusichtung am: 01.12.21

 

Fassungen: Siehe Teil 1.