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Samstag, 7. Juni 2025

Zurflüh's Bahnhöfli

Adresse: Alte Bernstrasse 125, 3613 Steffisburg

 

 

Um eine Arbeitskollegin würdevoll zu verabschieden, habe ich sie ins oben genannte Restaurant eingeladen. Mit ihr war ich schon vor zwei Jahren in dem Restaurant (Wild-Season 2023). Damals besuchten wir das Zurflüh's Bahnhöfli zum ersten Mal und es war ein absoluter Traum. Daher freute ich mich, dass Restaurant, welches ich auch 2024 erneut zur Wild-Season besuchen sollte, abseits der Wild-Season erleben zu dürfen. Das Wetter war schlecht und ich hatte nur einen halben Tag frei. In den letzten Wochen habe ich gefühlt kaum gearbeitet, dafür arbeitete ich aktuell in dieser Woche sehr viel. Ich hatte bis am Montagmorgen Nachtdienst und dann nur am besagten Montag Frei d.h. ab Dienstag sollten wieder vier Nächte folgen. Praktisch heisst das, dass ich nur am Montagnachmittag wirklich Frei habe, da ich bis am Mittag geschlafen habe.

Ich guckte mir Serien an (aktuell sind die Stromberg Staffeln dran) und ging am Nachmittag, noch bevor Regen einsetzen sollte, etwas früher als abgemacht, Richtung Restaurant. Dabei hatte ich eine neue Buchlektüre, die ich vom Kollegen geliehen bekommen habe: Green River Rising. Das begann ich in den zwei Nächten vor dem Restaurantbesuch zu lesen. Der Regen hielt sich zurück und der Restaurantbesuch sollte nun für längere Zeit der letzte werden. Dafür sollte sich das Zurflüh's Bahnhöfli perfekt eignen. Wir hatten auf 18.05 Uhr reserviert und zu dem Zeitpunkt war das Restaurant noch nicht voll. Wir waren sicherlich einige der jüngeren Gäste. Die Speisekarte hatte ich schon studiert, dennoch musste ich mich zwischen zwei Menus entscheiden. Schlussendlich bestellte ich …

 

 

…als Vorspeise

Bärlauchschaumsuppe begleitet von Bärlauchgnocchi

17.00 CHF

 

…als Hauptgang

Rindsfilet Sauce Bernaise

Gemüsegarniture

Pommes frites

60 CHF

 

…als Dessert

Gebrannte Crème mit Rahm

13.00 CHF

 

 

Was den Hauptgang anging, musste ich mich zwischen den Entrecôte und dem Rindsfilet entscheiden. Für die Zukunft würde mich auch das Chateaubriand interessieren. Ich fragte den Kellner (es handelt sich um einen Familienbetrieb) und er empfahl mir das Filet. So bestellte ich dieses. Die Kollegin nahm hingegen das Entrecôte, von welchem ich auch probieren durfte. Das werde ich definitiv das nächste Mal bestellen. Das war super lecker. Vor allem mit der Sauce! Die Vorspeise war extrem fein. Die Bärlauchschaumsuppe war ein Traum. Heiss, schmackhaft und mit ca. 3-4 kleinen Bärlauchgnocchi versehen. Toller Start in einen schönen Abend. Der Hauptgang war, wie erwartet, auch hervorragend. Das Fleisch war sehr zart. Ich nahm es Medium gebraten. Beim Dessert bleib ich der grandiosen gebrannten Crème treu, welche ich schon in den letzten zwei Jahren dort genossen habe. Ein kulinarischer Traum.

 


Fazit:


 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend













Freitag, 6. Juni 2025

The Fish with the Eyes of Gold

The Fish with the Eyes of Gold

Story:

Engländer Derek (Wal Davis) macht in Spanien Urlaub. Dort wird er in eine mysteriöse Mordserie verwickelt…

Meine Meinung:

The Fish with the Eyes of Gold ist ein durchschnittlicher Giallo aus Spanien. Der Film liess sich, was das Tiermotiv und die Tier-Symbolik angehen, von den Dario Argento Gialli The Bird with the Crystal Plumage, Cat O’Nine Tails sowie Four Flies on Grey Velvet beeinflussen. Diese drei Filme von Dario Argento sind als dessen «Animal Trilogy» bekannt. Laut Ángel Sala, dem Direktor des spanischen Genre-Filmfestivals in Sitges, waren die drei Filme von Dario Argento in Spanien, nicht nur bei Gialli-Fans, ein Riesen-Erfolg. Die Fisch-Symbolik in The Fish with the Eyes of Gold in unverkennbar.

Das mögliche Motiv, mindestens eine Rückblende, die einen Mord, einen kleinen Jungen, der diesen beobachtet und auch Fische zeigt, lassen erste Hinweise auf die Täterschaft zu. Es gibt einige Verdächtige. Die Frauen sehen meist gut aus (Montserrat Prous und Co.) und werden in regelmässigen Abständen zu Opfern des unbekannten Killers. Die Mädels um Ada Tauler (The Other Side of the Mirror, Voodoo Passion), Montserrat Prous (The Return of Ringo, Der Exorzist und die Kindhexe, The Sinister Eyes of Dr. Orloff) oder Norma Kastel (Vengeance of the Zombies) spielen das auch besser als der männliche Lead.

Der Film ist eher harmlos. Viel Blut gibt es nicht zu sehen, viele der Morde passieren im off-screen. Die Musik ist ok, aber nichts was in Erinnerung bleibt. Der Plot ist, wie im Genre gehabt, nichts Neues. Der Lead ist bei den Morden fast immer dabei, wird aber ohnmächtig und wacht mehr als einmal neben einer Leiche auf, was ihn auch zu einem der Verdächtigen werden lässt. Der im Film als Engländer dargestellte Mann wird vom mir unbekannten Wal Davis (A Virgin Among the Living Dead) gespielt. Eine mässige Leistung, die zudem mit viel unfreiwilliger Komik durchzogen ist. Eine Figur, die ich so nicht ernst nehmen kann.

Fazit: Durchschnittlicher Giallo.

Infos:

O: El pez de los ojos de oro

Spanien 1974

R: Pedro L. Ramírez

D: Wal Davis, Barta Barri, Ada Tauler, Susana Taber, Montserrat Prous, Norma Kastel, Rex Martín, Richard Kolin

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 84 Min.

Gesehen am: 13.03.25

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Vinegar Syndrome vor = via Spanish Bloodbath Collection gesehen (drei Filme in einem Set) in Spanisch mit englischen Subs, mit Schuber, mit Wendecover, mit englischen Subs, Uncut und in einer absolut hervorragenden Bild- und Tonqualität. Als Extras kommt der Direktor des Filmfestivals aus Sitges zu Wort. Er erzählt über den Film und den Erfolg der Dario Argento Gialli in Spanien und in einem 2. Extra empfiehlt er fünf spanische Gialli. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2025).

Donnerstag, 5. Juni 2025

Black List

Black List

Story:

Die Brüder Zhao Ying-Long und Zhao Ying-Hu (Chan Sing und Henry Yu) sassen unschuldig im Gefängnis. Nach ihrer Freilassung nehmen sie sich die Männer (u.a. Michael Chan Wai-Man, Fong Yau) vor, denen sie das zu verdanken haben…

Meine Meinung:

Black List hat mir gut gefallen. Ich kaufte den Film nur weil Michael Chan Wai-Man (The Delivery, Gun & Rose, The Furious Killer) als Darsteller gelistet war. Er spielt hier eine seiner ersten Rollen und trotzdem ragt er mit Hemd und cooler Sonnenbrille schon aus der Masse hervor. Er spielt nicht die Hauptrolle und nicht den Hauptbösewicht. Er spielt einen von mehreren Männern, die von Chan Sing und Henry Yu als Helden und rächende Brüder um die Ecke gebracht werden. Michael Chan Wai-Man bekommt dabei einen dramatischen Abgang präsentiert und einen langen harten Fight zuvor gegen Chan Sing.

Das moderne Setting tut dem Film, der praktisch keine Story, sondern nur Kämpfe bietet, gut. Chan Sing und Henry Yu prügeln sich durch den Film von John Law Ma, der auch danach weitere Filme mit Michael Chan Wai-Man realisierte = Back Street (liegt mir in einer VHS aus China vor, der leider zu 99% überspielt wurde) und The Escaped Convict, ehe er Ende der 70er/Anfang der 80er sogar Filme für die Shaw Brothers drehte (Five Superfighters). Der zweite Grosse Name ist Chan Sing (The Bloody Fists, Tough Guy, Die Depesche des Todes), der die Hauptrolle spielt. Und er macht das nebst Henry Yu sehr gut.

Chan Sing sollte später auch mehrfach mit Michael Chan Wai-Man vor der Kamera stehen. Unter anderem sah man beide in Filmen wie Shaolin Warrior, Jumping Ash, Kung-Fu Killer oder The Good and the Bad. Der Hauptbösewicht wird gekonnt vom schmierigen Fong Yau (Chinese Hercules, The Dragon Lives Again, The Bravest Fist dargestellt. Sofort als ich ihn sah, wusste ich, dass er den Endgegner mimen würde. Eine Rolle, die er in den 70ern oft spielte. Ein bekanntes Gesicht, sozusagen. Und auch er stand mehrfach mit Michael Chan Wai-Man vor der Kamera.

Dem Film tut der Verzicht auf Klamauk gut. Und seine Härte und sein hohes Tempo. Bei einer angenehm kurzen Laufzeit von nur 80 Minuten gibt es sicher praktisch alle fünf Minuten eine Kampfszene zu sehen. Etwas nackte Haut und schmuddelige Momente runden den Film positiv ab. Und was besonders cool und stimmungsvoll war, war die Musik. Den Song El Condor Pasa gibt es hier unzählige Male zu hören. Der ganze Vor- sowie Abspann sind mit der Melodie versehen und später gibt es sogar zweimal gesungene Textstellen in Mandarin zu hören. Auf YouTube (zu dem Lied aus einer Szene des Filmes) finden sich nostalgische Kommentare von Menschen, die den Film 1975 in Lima, Peru im Kino gesehen habe. So cool!

Fazit: Für Basher, Chan Sing und Michael Chan Wai-Man Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Hei Ming Dan

HK 1972

R: John Law Ma

D: Chan Sing, Henry Yu, Michael Chan Wai-Man, Fong Yau

Laufzeit der chinesischen VHS: 80:32 Min.

Gesehen am: 12.03.25

Fassungen: Gesehen via VHS aus China = Vollbild, solide Bild- und Tonqualität, sah Uncut aus (inklusive einigen Nacktszenen), O-Ton Mandarin ohne Untertitel. Label, wenn ins Englische übersetzt: "Beicheng Repair Company". In den USA in einer 50+ Martial Arts DVD-Box enthalten: Vollbild und Englischer Dub. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: März 2025).