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Donnerstag, 8. Oktober 2020

Black Magic Review


Horroktober 2020

Black Magic

Story:

Shan Chien Mi (Ku Feng) hantiert mit schwarzer Magie. Er verkauft Liebes- wie auch Todesflüche. Seine neusten Aufträge: für Liang Chia Chieh (Lo Lieh) soll er einen Liebeszauber für Luo Yin (Tanny Tien Ni) herstellen. Die Sache wird kompliziert, als Liang nicht zahlen kann, Luo hinter das Geheimnis des Fluches kommt und den Magier selbst beauftragt, ihr einen Liebeszauber zu erfüllen. Sie will unbedingt Arbeiter Xu Nuo (Ti Lung) im Bett wissen, wobei dieser nichts von ihr wissen will und vor kurzem erst gerade seine Freundin (Lily Li Li-Li) geheiratet hat…

Meine Meinung:

Black Magic hat die 2. Sichtung bestanden. Es ist Ewigkeiten her, seit ich diesen Klassiker des Shaw Brothers Horrorfilmes zum ersten Mal sah. Damals kannte ich die richtigen Stare noch gar nicht, von denen im Film doch gleich mehrere zu sehen sind, in Haupt- wie auch Nebenrollen und Kurzauftritten.

Der Film ist sozusagen der Klassiker schlechthin, wenn es um Folklore und Übernatürliches wie schwarze Magie, Priester und Flüche geht. Wegbereiter für viele Ableger, eine starke Fortsetzung und viele billige Ripp-offs. Als Fan des sonderbaren, grotesken und obskuren HK-Horrorfilmes uneingeschränkt zu empfehlen.

Dabei muss klar gesagt werden, dass Black Magic relativ harmlos ist und kaum irgendwelche Effekte/Szenen bietet, die richtigen Horror bieten. Man könnte mehr von Grusel sprechen. Die wenigen Effekte haben jedoch ihren Charme und der Film lebt mehr von der Story, den Figuren und einem Hauch Erotik und hier und da wenig schwarzen Humor.

In den Hauptrollen sind Ti Lung (Shaolin Prince), Ku Feng (Bloody Brotherhood), Lily Li Li-Li (Challenge of the Masters) & Tanny Tien Ni (Corpse Mania) zu sehen. In Nebenrollen Lo Lieh und in Kurzauftritten sind spätere Stars wie Norman Tsui (Magic Crane), Yueh Hua (The Green Dragon Inn) oder Dana (Super Inframan) zu sehen. Alle machen sie mind. einen soliden Job. Tanny Tien Ni gefällt vor allem durch ihren Sex-Appel und am stärksten fand ich Ku Feng als bösen Magier – er spielt alle andern an die Wand. Starke Leistung von ihm!

Fazit: Für Shaw Brothers Horrorfilmfans zu empfehlen!

Gefolgt von: Black Magic, Part II

Infos:

O: Jiang Tou

HK 1975

R: Ho Meng-Hua

D: Ku Feng, Ti Lung, Tanny Tien Ni, Lily Li Li-Li, Lo Lieh, Ku Wen-Chung, Yueh Hua, Dana, Norman Tsui

Laufzeit der US-DVD: 95:26 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: Okt 2020

Fassungen: Mir lagen zwei Fassungen vor: Das deutsche, leicht zensierte VHS vom VPS (nur wegen dem schicken Cover-Artwork gekauft) und die US-DVD von Image Entertainment = gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Gibt es in der Zwischenzeit auch Uncut in Deutschland auf Blu-Ray (von filmArt).

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Japanese Hell Review

Horroktober 2020

Japanese Hell

Story:

Die junge Rika bekommt die Chance in die Hölle zu reisen um zu sehen, was Menschen, die sündigen, nach ihrem Lebensende zu erwarten haben. Enma, die Königin der Hölle, zeigt Rika auch ihre Zukunft (sie wird Mitglied einer japanischen Sekte, die später die Sarin Gas Anschläge verüben werden) und die Folgen davon, so dass Rika die Chance bekommt, auf Erden ein Leben ohne Sünden einzuschlagen…

Meine Meinung:

Zweites Remake des Klassikers Jigoku (Japan, 1960) nach The Inferno (Japan, 1979) aus dem Jahre 1999. Interessant ist, dass der legendäre Teruo Ishii, Regisseur von Filmen wie Shogun’s Joy of Torture, Orgies of Edo, Inferno of Torture, Der Wüstling, The Executioner II: Karate Inferno (Sonny Chiba) oder Blind Woman’s Curse (Meiko Kaji), als über 70jähriger (!) Japanese Hell auf die Beine gestellt hat. Mit kaum vorhandenem Budget.

Früher gefiel mir Japanese Hell nicht. Dies ist aktuell und mit den richtigen Erwartungen nicht mehr der Fall. Japanese Hell gefällt mir nun richtig gut und ich hatte Freude und Spass bei der aktuellen Sichtung. Der Film spielt am Anfang und in den letzten 25 Minuten in der Hölle.

Diese Szenen sind von der Stimmung, den Bildern, dem visuellen Stil und den Effekten her am besten und die klaren Highlights des Filmes. Absolut sehenswert! Zwar visuell immer Low-Budget (wie der ganze Film) aber schräg, innovativ und trotz allem sehenswert & charmant in Szene gesetzt, was auch für die liebevollen Settings, Requisiten, Effekte und Gore/Folterszenen (plus immer nackte Haut) gilt (sogar ein Drache und sichtbare Puppen als "Menschen" kommen vor).

Die Hauptgeschichte wird auf Erden erzählt: Rika wird ihre Zukunft vor Augen geführt: sie wird Mitglied einer japanischen Sekte, die später Sarin-Gas Anschläge verüben wird. Japanese Hell greift dafür auf reale Ereignisse der Aum-Sekte aus dem Jahre 1995 zurück und erzählt dessen Geschichte nahezu authentisch 1:1 wieder. Rika bekommt im Film die Chance ihr zukünftiges Leben zu ändern, um damit nach ihrem Tod der Hölle zu entgehen.

Diesen Part fand ich früher nicht gut und zu lang. Aktuell und da meine Erwartungen angepasst mochte ich auch diesen Teil. Der ist nicht weniger grausam als die blutigen Höllen-Szenen, vor allem da reale Geschichte und schön aufzeigend, wie Sekten funktionieren und manipulieren. Hier und da blickt zwar etwas schwarzer Humor durch, aber im Grossen und Ganzen sind die Sekten-Szenen fies und bösartig anzusehen.

Die mir unbekannten Darsteller haben ihre Sache ordentlich gemacht und der Film punktet mehrfach mit dem Soundtrack von Hellraiser – cool!

Weitere Filme, die nebst Jigoku & The Inferno in der Hölle spielen: Heaven and Hell (Shaw Brothers), The Afterworld (Südkorea) oder The Secret Mirror from the Hell (Taiwan) sowie Hell (Thailand).

Fazit: Wer bereits das Original und das erste Remake mochte, sollte sich Japanese Hell nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Jigoku

Japan 1999

R: Teruo Ishii

D: Mutsumi Fujita, Hisayoshi Hirayama, Miki Satô, Yôko Satomi, Kenpachirô Satsuma

Laufzeit der US-DVD: 100:57 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Tokyo Shock vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, jap. O-Ton und englische Subs. Den Film gibt es in Deutschland Uncut und auch mit O-Ton, jedoch ohne Subs. In Deutschland ist der Film bis heute verboten. Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Okt. 2020).

Dienstag, 6. Oktober 2020

Bio Zombie Review

Horroktober 2020

Bio Zombie

Story:

In einem Kaufhaus in Hong Kong kämpft eine Gruppe von Überlebenden (u.a. Jordan Chan Siu-Chun, Sam Lee Chan-Sam, Angela Tong Ying-Ying, Bonnie Lai Suk-Yin,  Wayne Lai Yiu-Cheung, Tam Suk-Mui) gegen Zombies (u.a. Emotion Cheung Kam-Ching )…

Meine Meinung:

Bio Zombie, eine Ende 90er Jahre Zombie-Komödie aus Hong Kong, hat die Neusichtung nicht mehr bestanden. Den Film, den ich seit Ewigkeiten nicht mehr sah, krankt vor allem an einer lahmen ersten Filmhälfte. In den ersten ca. 50 Minuten passiert kaum etwas Aufregendes.

Zombiefilme aus Asien sind eher selten. Mir fallen spontan ein: das Let Sleeping Corpses Lie Remake Goeshi, der total überbewertete Train to Busan, NIFFF Film One Cut of the Dead, Junk, Versus oder Zombiology: Enjoy Yourself Tonight. Letzterer ist eine seltene Ausnahme aus Hong Kong. Wenn Zombies vorkommen dann vor allem im Kino aus Japan oder Südkorea. Aber Hong Kong? Selten, vor allem in neuen Produktionen…

Bio Zombie kann man gucken, aber eine zukünftige Sichtung liegt nicht mehr drin. Dafür ist der Film zu belanglos und langweilig. Zwar wird versucht, sympathische Figuren zu zeichnen, aber es hat nicht ganz geklappt. Dafür hat das Overacting teilweise zu sehr genervt und nicht alle Figuren wirken wirklich sympathisch. Überrascht war ich, dass die von Sam Lees gespielte Figur nicht überlebt. Dies sah ich so nicht kommen.

Der Film ist eine Komödie. Splatter und Blut gibt es kaum. Hier und da Mal ein abgetrenntes Körperteil oder etwas Blut, das an eine Wand gespritzt wird. Aber richtig explizite Effekte darf der Fan nicht erwarten. Die Angriffe der Zombies sind zuweilen mies gefilmt (mit nervenden Stilmitteln). Erst im Finale dreht der Film so richtig auf und bietet bis zum Ende eine Art Daueraction. Das ist löblich und erwähnenswert, rettet den Film als Ganzes aber nicht davor, aus der Sammlung zu fliegen.

Fazit: Stark Geschmackssache. Durchschnittlich da vor allem Längen und langweilig!

Infos:

O: Saang Faa Sau Si

HK 1998

R: Wilson Yip

D: Jordan Chan Siu-Chun, Sam Lee Chan-Sam, Emotion Cheung Kam-Ching, Angela Tong Ying-Ying, Bonnie Lai Suk-Yin,  Wayne Lai Yiu-Cheung, Tam Suk-Mui

Laufzeit der HK-DVD: 94:25 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag die Code Free DVD von Mei Ah aus HK vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität. Es gibt weder eine Blu-Ray noch eine deutschsprachige Fassung (Stand: Okt. 2020).