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Dienstag, 18. November 2025

Samurai Wolf II

Samurai Wolf II

Story:

Kiba Okaminosuke (Isao Natsuyagi) wird beauftragt, einen Gefangenentransport zu begleiten und zu schützen. Diverse Parteien greifen diesen an. Zudem hat es ein Samurai-Meister auf Kiba abgesehen und will diesen zu einem Duell herausfordern. Als den Gangstern jedoch die Flucht gelingt und sich Kiba verliebt aber später in Gefangenschaft gerät, eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

Als ich nach der Sichtung von Samurai Wolf, der mir sehr gut gefiel, mit dem Kumpel über die Filme sprach, liess er mich schon wissen (mein Kumpel), dass die Fortsetzung schwächer sei. So habe ich meine Erwartungen angepasst und das war auch gut so. Hideo Gosha, der auf den Regiestuhl zurückkehrte, lässt erneut Isao Natsuyagi (Female Prisoner Scorpion: #701, Virus, Battles Without Honor and Humanity: Police Tactics) als «einsamen Wolf» Kiba ein Abenteuer starten.

In welcher Hinsicht enttäuschte der Film? Allgemein empfand ich den Plot als zu wenig interessant, zu wenig fesselnd und für die Laufzeit von 72 Minuten zu überladen. Zu viele Sub-Plots. Desweitern haben mir mit Ausnahme von Isao Natsuyagi als Titelheld Kiba sämtliche anderen Figuren nur wenig gefallen. Keine Sympathieträger. Niemand, der Charisma und Klasse hat. Was die Duelle, die (blutigen) Schwertkampfszenen und die Optik angeht, ist der Film nach wie vor z.T. ein Traum. Dazu Musik (z.B. zu Beginn), der aus einem Italo-Western stammen könnte.

Das Hauptproblem des Filmes und warum der Film bei weitem nicht an den Vorgänger heranreicht ist folgender: Kiba wird gefangengenommen und gerät dann bis zum Finale in den Hintergrund und kann aktiv nicht mitmischen. Und das fand ich persönlich negativ und störend. Selbst im Finale ist er nicht beeinträchtigt, da z.T. noch immer gefesselt. Zuvor sorgen andere Figuren für die Entwicklung des Plots. Die Love-Story konnte mich zudem, im Gegensatz zum ersten Film, auch nicht überzeugen. So gesehen eine mittelprächtige Fortsetzung, die man eigentlich auch getrost links liegen lassen kann. Mich überrascht es daher nicht, dass Eureka beide Filme in einem Set veröffentlicht hat.

Infos:

O: Kiba okaminosuke jigoku giri

Japan 1966

R: Hideo Gosha

D: Isao Natsuyagi, Chiyo Aoi, Rumito Fuji, Yûko Kusunoki

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 72 Min.

Gesehen am: Mitte Aug. 2025

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Eureka vor = zusammen mit dem Vorgänger, einem Booklet, Wendecover und Schuber in einem Set erhältlich. Uncut, O-Ton, englische Subs, Extras. Die Bildqualität war sehr gut, auch wenn mir das Bild jedoch deutlich zu dunkel schien. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2025).

Montag, 17. November 2025

Maniac Cop


Maniac Cop

Story:

Ein Cop (Robert Z'Dar) bringt Menschen um. Die Bevölkerung sorgt sich. Polizist Frank (Tom Atkins) versucht den Fall zu lösen, während ein anderer Cop (Bruce Campbell) zum Buhmann wird, da falsch verdächtigt, der «Maniac Cop» zu sein…

Meine Meinung:

Einige Regisseure müssen nicht viele Filme realisiert haben, um im Genre-Bereich bekannt zu sein. So einer ist William Lustig. 1980 schlug mit Maniac seine Stunde und an dessen Erfolg konnte er nie mehr anknüpfen (was den Kultstatus angeht, finanziell weiss ich es nicht). William Lustig, der heute ein Label-Chef ist (Blue Underground), hat danach nur noch einige Filme realisiert. Mehrere spielen in New York und/oder befassen sich mit Themen wie der Selbstjustiz. Man merkt es seinen Filmen an, dass er in der Bronx geboren und aufgewachsen ist.

Keiner versteht es, die Gasen und Strassen New Yorks so gekonnt einzufangen, wie er. Nebst Maniac dürfte seine Maniac Cop Trilogie zu den bekanntesten Werken seiner Regie-Karriere zählen. So wie ich das im Kopf habe, ist der 2. Teil mein Favorit. Die Fortsetzungen sah ich aber beide jeweils nur einmal. Maniac Cop macht Spass und er gefällt mir. Man wird anspruchslos gut unterhalten. Die nebligen und dunkeln Schauplätze der Story sind atmosphärisch dicht in Szene gesetzt. Auch die Musik mag ich. Nur schon der Start in den Film finde ich äusserts vielversprechend.

Die 1. Hälfte ist mehr Horror lastig, während die 2. Filmhälfte dann mehr in den Actionbereich gleitet inklusive Stunts (aus dem Fenster fallen), Auto-Crashs und Verfolgungsjagden. Der Maniac Cop agiert hier und da fast wie eine Art, Jason, Michael Myers oder Terminator. Der Cast besteht aus sympathischen und bekannten B-Movie-Namen: Tom Atkins (Lethal Weapon, Two Evil Eyes), Bruce Campbell (The Evil Dead, Evil Dead II), Richard Roundtree (Amityville - A New Generation). Und natürlich Robert Z'Dar (Tango & Cash), der perfekt in die Rolle des irren Cops passt.

Fazit: Für Horror- und B-Actionfans zu empfehlen!

Gefolgt von: Maniac Cop 2

Infos:

O: Maniac Cop

USA 1988

R: William Lustig

D: Tom Atkins, Bruce Campbell, Robert Z'Dar, William Smith, Laurene Landon, Richard Roundtree

Laufzeit der jap. DVD: 85:09 Min.

Gesehen am: März 2010 / Neusichtung am: 13.08.25

Fassungen: Gesehen als jap. DVD von King Records = Uncut, Englischer O-Ton, gute Bild- und Tonqualität. Die DVD wurde am NIFFF von Regisseur William Lustig signiert. Inzwischen gibt es den Film auch Uncut, in Deutsch und auf Blu-Ray (von NSM Records).

Sonntag, 16. November 2025

Weapons


Weapons

Story:

In einer Kleinstadt verschwinden in der gleichen Nacht 17 Kinder aus einer einzigen Schulklasse. Die Polizei (Alden Ehrenreich) ermittelt, die Bewohner (Josh Brolin) sind besorgt und die Lehrerin (Julia Garner) der betroffenen Schulklasse wird angefeindet…

Meine Meinung:

Weapons ist der neuste Film vom Regisseur von Barbarian. Letzterer war «nur» ein Film abrufbar via Streaming. Sein neuster Streich kommt nun in die Kinos. Obwohl mich Barbarian nicht überzeugen konnte (was vor allem an der 2. Filmhälfte lag), freute ich mich ohne Vorurteile auf den Kinobesuch von Weapons. In einem Filmforum schaute ich mir den 2. geposteten Trailer zum Film an. Ich fand den Trailer und dessen Inhalt creepy, stimmungsvoll und vielversprechend. Sonst wusste ich nichts über den Film und dessen Inhalt.

Weapons gefiel mir gut und besser als Barbarian. Der Film war zwar weniger gruselig als erhofft, aber im Grossen und Ganzen war der Film nur schon aufgrund der kreativen und originellen Geschichte fesselnd und interessant. Es handelt sich definitiv nicht um einen 08/15 Inhalt (auch wenn hier und da an andere Filme erinnernd) und wer sich Antworten auf Fragen erhofft, guckt am Ende in die Röhre. Das wird einige Zuschauer stören. Mich störte es nicht. Die Frage ist auch, entdeckt der Zuschauer vielleicht bei der 2. Sichtung neue Details, die zuvor übersehen wurden.

Weapons hatte hier und da Longlegs und Shining Vibes. Der Film war zu keiner Sekunde langweilig, stark gefilmt & stark gespielt, auch wenn ich Julia Garner (Apartment 7A, Wolf Man) nicht mag. Zum Glück gerät sie nach dem 1/4 des Filmes erst Mal in den Hintergrund, denn der Film wird in Kapiteln aus Sicht diverser Figuren erzählt und zu Ende gebracht. Justin Long, schon in Barbarian zu sehen, liefert einen Gastauftritt ab.

Fazit: Zach Cregger ist definitiv ein Name, den es sich zu merken gilt!

Infos:

O: Weapons

USA 2025

R: Zach Cregger

D: Julia Garner, Josh Brolin, June Diane Raphael, Benedict Wong, Austin Abrams, Alden Ehrenreich, Amy Madigan

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 128 Min.

Gesehen am: 07.08.25

Fassungen: In Bern in Englisch mit deutschen Untertiteln und Uncut (ab 16/14) im Kino gesehen. Eine deutsche DVD, Blu-Ray und UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: Aug. 2025).